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News

Webinar-Reihe „So schützen Sie sich im Internet“

Ab 05. April veranstalten wir wieder eine Webinar-Reihe für Erwachsene zu spannenden Themenschwerpunkten rund um den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien: Von Fake-News über Cyber-Mobbing und digitalen Spielen bis hin zu Internetkriminalität und Künstliche Intelligenz – in den Webinaren vermitteln ExpertInnen die wichtigsten Basisinformationen und geben nützliche Tipps und Tricks.

Die Veranstaltungen werden im Zuge des Zukunftsprogramms „Arbeit 4.0 – Digitalisierung“ von der Arbeiterkammer Burgenland gefördert und sollen insbesondere burgenländische ArbeitnehmerInnen „digital fit" machen.

Die Webinarreihe richtet sich an Erwachsene und findet jeweils Dienstagabend von 18:30-20:00 Uhr als interaktive Online-Veranstaltung via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos und nach Anmeldung möglich. Pro Termin können bis zu 500 Personen teilnehmen (Platzzuteilung nach „first come first served“-Prinzip).

Die Veranstaltung findet über die Videokonferenzplattform zoom.us statt. Den Veranstaltungslink zur Teilnahme erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung per E-Mail zugeschickt. Sie können über das Tool am Computer oder am Smartphone teilnehmen. Mit Headset, Kamera und Mikro können Sie auch per Video mitdiskutieren – zuhören und mitchatten ist auch möglich. Vorab können Sie sich auch hier über die Teilnahme über das Videokonferenztool Zoom informieren.

Hier geht's zum aktuellen Privatsphäre-Leitfaden für Discord!

Warum das Thema Hass im Netz bereits für Kinder wichtig ist

Bewegt man sich online, wird man früher oder später unweigerlich auch mit unerfreulichen Inhalten wie Hasskommentaren konfrontiert. Kindern erscheint so ein rauer Umgang untereinander normal, denn sie sind es nicht anders gewohnt. Daher unternehmen sie auch selten etwas dagegen, auch deshalb, weil sie nicht wissen wie. Damit bereits Kinder lernen, dass es auch anders geht, brauchen sie gute Vorbilder und jede Menge Übung.

Webinar-Reihe „So schützen Sie sich im Internet“

Die Webinar-Reihe für Erwachsene beschäftigt sich mit spannenden Themenschwerpunkten rund um den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien: Von Hass im Netz über digitale Spiele bis hin zu Internetkriminalität und Künstliche Intelligenz – in den Webinaren vermitteln Expert:innen die wichtigsten Basisinformationen und geben nützliche Tipps und Tricks.

Die Veranstaltungen werden im Zuge des Zukunftsprogramms „Arbeit 4.0 – Digitalisierung“ von der Arbeiterkammer Burgenland gefördert und sollen insbesondere burgenländische Arbeitnehmer:innen „digital fit" machen.

Die Webinarreihe richtet sich an Erwachsene und findet jeweils Dienstagabend von 18:30-20:00 Uhr als interaktive Online-Veranstaltung über die Videokonferenzplattform Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos und nach Anmeldung möglich. Pro Termin können bis zu 500 Personen teilnehmen (Platzzuteilung nach „first come first served“-Prinzip).

Den Veranstaltungslink zur Teilnahme erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung per E-Mail zugeschickt. Sie können über das Tool am Computer oder am Smartphone teilnehmen. Mit Headset, Kamera und Mikro können Sie per Video mitdiskutieren – zuhören und mitchatten ist ebenfalls möglich. Vorab können Sie sich hier über die Teilnahme über das Videokonferenztool Zoom informieren.


Was ist Discord?

Discord ist, ähnlich wie WhatsApp, eine Plattform zum Kommunizieren und miteinander Austauschen. Nutzer:innen können kostenlos Nachrichten schreiben, Chatgruppen erstellen und verwalten sowie Sprach- und Videoanrufe tätigen.

Was man auf WhatsApp als "Gruppen" kennt, sind auf Discord „Server“. Anders als auf WhatsApp gibt es auf Discord nicht nur private Server, um sich mit Freund:innen zu unterhalten. Es gibt auch öffentliche themenspezifische Server, in denen sich Teilnehmer:innen z. B. über Spiele, Musik aber auch Bildung, Wissenschaft und Technik austauschen können.

Im Gegensatz zu vielen anderen Messenger-Diensten, werden Unterhaltungen auf Discord nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Dadurch sind Nachrichten, Fotos, Videos, Sprachnachrichten oder Dateien nicht geschützt. Wir empfehlen, keine privaten Inhalte auf Discord zu teilen.

Nicht hinnehmen, sondern reagieren!

Genau dort setzt unser neues Unterrichtsmaterial an: Es soll Kindern und Jugendlichen zeigen, dass sie Hass im Netz nicht einfach hinnehmen müssen, sondern etwas dagegen unternehmen können – zum Beispiel, indem sie geschickt kontern! Anhand von 6 Übungen für den Schulunterricht lernen sie unter anderem, warum es zu Hasspostings kommst, wann es sinnvoll ist zu reagieren und wie man reagieren kann.


Alles, was Eltern über Discord wissen müssen, lesen Sie in unserm Ratgeber: Was Eltern über Discord wissen müssen.

 WEB_OIAT_Broschuere_Hass-im-Netz-kontern.pdf

Unterrichtsmaterial: Hass im Netz kontern

Tipp

Dieses Unterrichtsmaterial bietet Informationen zum Thema Hass im Netz kontern und Übungsbeispiele für Schüler:innen ab 9 Jahren.

Veröffentlichung: August 2022


Discord wird bei Jugendlichen immer beliebter. Bereits 46 % der Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren nutzen Discord.


Termine und Themen 2022:

Mit wenigen Klicks Discord sicherer nutzen

Mit diesen Einstellungen vermeiden Sie unerwünschte Kontaktversuche und schützen die Privatsphäre:

Das Unterrichtsmaterial „Hass im Netz kontern“ wurde finanziert im Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus und vom Bundesministerium für Finanzen.

Termine und Themen 2022:

  • Dienstag, 05.04.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Sicher unterwegs in Sozialen Netzwerken"

    Soziale Netzwerke sind längst unsere täglichen Begleiter geworden. Doch worauf muss ich eigentlich achten, wenn ich Plattformen wie Facebook oder Instagram sicher nutzen will? Das Webinar gibt Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit Sozialen Netzwerken.    
    Expertin: Alexandra Wonka, Saferinternet.at-Trainerin
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 12.04.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Smartphone, Tablet & Co. sicher nutzen"

    Wie kann ich meine persönlichen Daten am Smartphone, Tablet & Co. schützen? In diesem Webinar zeigen wir Ihnen die wichtigsten Sicherheitseinstellungen – von Berechtigungen über Datenschutz bis hin zu Nutzungszeiten. Machen Sie mit unseren ExpertInnen Ihre digitalen Geräte sicher!
    Experte: Christoph Gravogl, Teamkiste e.U.
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 26.04.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Was kann ich gegen Cyber-Mobbing tun?"

    Was ist Cyber-Mobbing? Wie kann ich mich selbst dagegen wehren – oder Betroffene unterstützen, die belästigt werden? In diesem Webinar erfahren Sie, was Sie gegen Cyber-Mobbing unternehmen können und wo Sie Unterstützung und Beratung finden.
    Expertin: Mag.a Sabine Buchner, Saferinternet.at-Trainerin
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 03.05.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Sicher bezahlen im Internet"

    Bei Online-Bestellungen im Internet gibt es inzwischen eine Vielzahl an Zahlungsmöglichkeiten. Worauf sollte ich bei der Auswahl achten und welche Zahlungsarten sollte ich lieber nicht nutzen? In diesem Webinar zeigen wir Ihnen, wie Sie im Internet sicher bezahlen.   
    Experte: Thorsten Behrens, Watchlist Internet
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 10.05.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Wie funktioniert Amazon? Über die Mechanismen des Online-Riesen"

    Wie kommen eigentlich die Suchergebnisse auf Amazon zustande? Warum werden uns allen unterschiedliche Produkte angezeigt? In diesem Webinar werfen wir einen Blick hinter die Kulissen von Amazon und erläutern, welche Rolle Algorithmen bei den Suchergebnissen und Preisen spielen.
    Expertin: Mag.a Louise Beltzung, ÖIAT
    Weitere Infos & Anmeldung
  • Dienstag, 17.05.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Sicher (ver)kaufen über Willhaben, Shpock & Co."

    Was muss ich beachten, wenn ich auf Kleinanzeigenplattformen wie Willhaben, Shpock, Vinted & Co. etwas als Privatperson kaufen oder verkaufen möchte? Unser Rechtsexperte der Internet Ombudsstelle gibt Tipps für die sichere Abwicklung solcher Online-Geschäfte.   
    Experte: Mag. Jonatan Khassidov, Internet Ombudsstelle
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 24.05.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Meine digitale Identität: Von der Handysignatur bis zum digitalen Nachlass"

    Wie nutze ich die Handysignatur? Und wie manage ich meinen digitalen Nachlass? In diesem Webinar schauen wir uns an, wie man Amtswege auf sichere Weise online erledigen kann und was mit unseren Daten und Konten passiert, wenn wir nicht mehr sind.
    Experte: Michael Luger, Teamkiste e.U.
    Weitere Infos & Anmeldung
  • Dienstag, 31.05.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    Mein Ruf im Netz – was weiß das Internet über mich?"
    Wir alle hinterlassen Spuren, wenn wir uns im Internet bewegen. Diese können unseren Ruf positiv, aber auch negativ beeinflussen. Doch was genau weiß das Internet alles über mich – und kann ich unliebsame Spuren wieder löschen? Das erforschen wir gemeinsam in diesem Webinar.
    Expertin: DIin Barbara Buchegger, Saferinternet.at
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 14.06.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Wisch & weg – wieviel Handy braucht mein Kind?"

    Ab wann soll mein Kind Smartphone, Tablet & Co. nutzen? Und wie kann ich es beim „richtigen“ Umgang mit digitalen Medien unterstützen? In einem interaktiven Vortrag werden diese Fragen beantwortet und Chancen und Risiken der virtuellen Welt abgewogen.   
    Expertin: Marietheres van Veen, Journalistin, Filmemacherin & Erwachsenenbildnerin
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 21.06.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Sichere Tools für den digitalen Büroalltag"

    Vom Kalender bis zum Datenmanagement: Es gibt sehr effiziente digitale Tools, die uns im Büroalltag das Leben erleichtern. Welche Vorteile bieten sie? Wo muss ich aufpassen? Dieses Webinar hilft bei der sicheren Organisation des digitalen Büroalltags.
    Expertin: Elisabeth Eder-Janca, Zentrum für Medienbildung
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 28.06.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Wie erkenne ich Fake-News?"

    Falschmeldungen und Verschwörungstheorien können sich online rasend schnell verbreiten. Wie erkenne ich Fake News und was kann ich dagegen tun? Das Webinar zeigt auf, wie ein kritischer Umgang mit Informationen aussehen kann.
    Expertin: Sonja Messner, MA, akzente Salzburg
    Weitere Infos & Anmeldung
  • Dienstag, 06.09.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Betrugsfallen im Internet erkennen"

    Wie schütze ich mich vor Internetkriminalität? Wie kann ich einen Fake Shop von einem seriösen Online-Shop unterscheiden? Wo lauern die dreistesten Abo-Fallen? Wie verschaffen sich Kriminelle Zugang zu meinen Daten? Das Webinar informiert über gängige Betrugsfallen im Internet und hilft, diese zu erkennen.
    Experte: Thorsten Behrens, Watchlist Internet
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 13.09.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Digitale Spiele: Was findet mein Kind so toll daran?"

    Fortnite, Roblox und Minecraft: Digitale Spiele sind ein wichtiger Bestandteil in der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen. Aber was findet mein Kind eigentlich so faszinierend daran? Und wie kann ich es bei der Nutzung begleiten? Unsere Expertin beantwortet all Ihre Fragen rund um digitale Spiele!
    Expertin: Anna Eder, MA, Paris Lodron Universität Salzburg
    Weitere Infos & Anmeldung
  • Dienstag, 20.09.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Medienkompetenz – was ist das eigentlich?"

    Wie kann ich mich im Informationsdschungel zurechtfinden? Angesichts der immer größeren Flut an Informationen wird es zusehends wichtiger, digitale Medien selbstbestimmt und verantwortungsvoll nutzen zu können. In diesem Webinar wird die Bedeutung von Medienkompetenz erläutert und es werden Chancen und Risiken digitaler Medien aufgezeigt.   
    Expertin: Marietheres van Veen, Journalistin, Filmemacherin & Erwachsenenbildnerin
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 27.09.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Wie wehre ich mich gegen Hass im Netz?"

    Hasserfüllte Postings („Hate Speech“) verbreiten sich immer stärker im Internet. Was kann ich gegen solche Hassbeiträge tun? Ignorieren, anzeigen oder dagegenreden? Das Webinar gibt Antworten auf diese Fragen – für Betroffene und MitleserInnen.
    Expertin: Sonja Messner, MA, akzente Salzburg
    Weitere Infos & Anmeldung
  • Dienstag, 04.10.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Der Algorithmus: Ein kritischer Blick hinter die Kulissen des Internet"

    Wie funktioniert eigentlich das Internet? Und was muss ich wissen, um kritisch und bewusst hinter die Kulissen der Online-Welt schauen zu können? Das Webinar geht diesen Fragen nach, erklärt, was ein Algorithmus ist und widmet sich Phänomenen wie Filterblasen oder Echokammern.   
    Expertin: Elisabeth Eder-Janca, Zentrum für Medienbildung
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 18.10.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Wie schütze ich mich vor Identitätsdiebstahl?"

    Identitätsdiebstahl hat Konjunktur – doch was kann ich tun, um mich und meine Daten bestmöglich vor Cyber-Kriminellen zu schützen? In diesem Webinar schauen wir uns aktuelle Betrugsmaschen an und besprechen Tools, mit denen man sicherer im Internet unterwegs ist.
    Expertin: Julia Krickl, MA, ÖIAT
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 08.11.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Online zusammenarbeiten: Die besten Werkzeuge"

    Von der gemeinsamen Terminplanung bis zu Live-Umfragen: Welche Online-Tools kann ich nutzen, um mit anderen erfolgreich virtuell zusammenzuarbeiten? In diesem Workshop lernen Sie hilfreiche digitale Werkzeuge kennen und können diese direkt ausprobieren!   
    Experte: Christoph Gravogl, Teamkiste e.U.
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 15.11.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Sicheres Online-Shopping"

    Darf ich Artikel immer zurücksenden und wie lange habe ich dafür Zeit? Was ist das Rücktrittsrecht und welche Zahlungsmethoden gelten als sicher? Dieses Webinar gibt rechtliche Tipps und Infos zum sicheren Online-Einkauf.
    Experte: Mag. Jonatan Khassidov, Internet Ombudsstelle
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 22.11.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Wie schütze ich mein Kind vor Cyber-Grooming?"

    Online sexuell belästigt zu werden, ist für Kinder und Jugendliche fast schon normal – „passiert halt, wenn man häufig online ist“. In diesem Webinar wird erläutert, was Cyber-Grooming ist und was Betroffene oder deren Bezugspersonen dagegen tun können.   
    Expertin: Alexandra Wonka, Saferinternet.at-Trainerin
    Weitere Infos & Anmeldung

Gewusst wie: melden, blockieren und entfernen

Wie in jedem Sozialen Netzwerk kann es auch auf Discord zu Belästigungen und Cyber-Mobbing kommen. Für diesen Fall sollten Sie wissen, wie Sie unangenehme Nutzer:innen entfernen und blockieren.

Das Melden von unangemessenen Inhalten ist auf Discord etwas kompliziert, mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung aber nicht unmöglich!

  • Dienstag, 06.09.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Betrugsfallen im Internet erkennen"

    Wie schütze ich mich vor Internetkriminalität? Wie kann ich einen Fake Shop von einem seriösen Online-Shop unterscheiden? Wo lauern die dreistesten Abo-Fallen? Wie verschaffen sich Kriminelle Zugang zu meinen Daten? Das Webinar informiert über gängige Betrugsfallen im Internet und hilft, diese zu erkennen.
    Experte: Thorsten Behrens, Watchlist Internet
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 13.09.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Digitale Spiele: Was findet mein Kind so toll daran?"

    Fortnite, Roblox und Minecraft: Digitale Spiele sind ein wichtiger Bestandteil in der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen. Aber was findet mein Kind eigentlich so faszinierend daran? Und wie kann ich es bei der Nutzung begleiten? Unsere Expertin beantwortet all Ihre Fragen rund um digitale Spiele!
    Expertin: Anna Eder, MA, Paris Lodron Universität Salzburg
    Weitere Infos & Anmeldung
  • Dienstag, 20.09.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Medienkompetenz – was ist das eigentlich?"

    Wie kann ich mich im Informationsdschungel zurechtfinden? Angesichts der immer größeren Flut an Informationen wird es zusehends wichtiger, digitale Medien selbstbestimmt und verantwortungsvoll nutzen zu können. In diesem Webinar wird die Bedeutung von Medienkompetenz erläutert und es werden Chancen und Risiken digitaler Medien aufgezeigt.   
    Expertin: Marietheres van Veen, Journalistin, Filmemacherin & Erwachsenenbildnerin
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 27.09.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Wie wehre ich mich gegen Hass im Netz?"

    Hasserfüllte Postings („Hate Speech“) verbreiten sich immer stärker im Internet. Was kann ich gegen solche Hassbeiträge tun? Ignorieren, anzeigen oder dagegenreden? Das Webinar gibt Antworten auf diese Fragen – für Betroffene und Mitlesende.
    Expertin: Sonja Messner, MA, akzente Salzburg
    Weitere Infos & Anmeldung
  • Dienstag, 04.10.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Der Algorithmus: Ein kritischer Blick hinter die Kulissen des Internet"

    Wie funktioniert eigentlich das Internet? Und was muss ich wissen, um kritisch und bewusst hinter die Kulissen der Online-Welt schauen zu können? Das Webinar geht diesen Fragen nach, erklärt, was ein Algorithmus ist und widmet sich Phänomenen wie Filterblasen oder Echokammern.   
    Expertin: Elisabeth Eder-Janca, Zentrum für Medienbildung
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 18.10.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Wie schütze ich mich vor Identitätsdiebstahl?"

    Identitätsdiebstahl hat Konjunktur – doch was kann ich tun, um mich und meine Daten bestmöglich vor Cyber-Kriminellen zu schützen? In diesem Webinar schauen wir uns aktuelle Betrugsmaschen an und besprechen Tools, mit denen man sicherer im Internet unterwegs ist.
    Expertin: Julia Krickl, MA, ÖIAT
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 08.11.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Online zusammenarbeiten: Die besten Werkzeuge"

    Von der gemeinsamen Terminplanung bis zu Live-Umfragen: Welche Online-Tools kann ich nutzen, um mit anderen erfolgreich virtuell zusammenzuarbeiten? In diesem Workshop lernen Sie hilfreiche digitale Werkzeuge kennen und können diese direkt ausprobieren!   
    Experte: Christoph Gravogl, Teamkiste e.U.
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 15.11.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Sicheres Online-Shopping"

    Darf ich Artikel immer zurücksenden und wie lange habe ich dafür Zeit? Was ist das Rücktrittsrecht und welche Zahlungsmethoden gelten als sicher? Dieses Webinar gibt rechtliche Tipps und Infos zum sicheren Online-Einkauf.
    Experte: Mag. Jonatan Khassidov, Internet Ombudsstelle
    Weitere Infos & Anmeldung
     
  • Dienstag, 22.11.2022 von 18:30 – 20:00 Uhr:
    „Wie schütze ich mein Kind vor Cyber-Grooming?"

    Online sexuell belästigt zu werden, ist für Kinder und Jugendliche fast schon normal – „passiert halt, wenn man häufig online ist“. In diesem Webinar wird erläutert, was Cyber-Grooming ist und was Betroffene oder deren Bezugspersonen dagegen tun können.   
    Expertin: Alexandra Wonka, Saferinternet.at-Trainerin
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Das eigene Konto schützen

Wir können es gar nicht oft genug betonen: Wählen Sie ein sicheres Passwort für all Ihre Online-Konten. Einfache Passwörter sind in wenigen Sekunden gehackt, den Schaden zu beheben und das Konto wieder zurückzubekommen, dauert hingegen ewig!

Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Passwort ändern, eine 2-Faktor-Authentifizierung einrichten, Apps entfernen und Verknüpfungen löschen.


Keine Lust mehr auf Discord

Sie können Discord vorübergehen deaktivieren oder komplett löschen.


Dieses Angebot wurde durch die Unterstützung der Arbeiterkammer Burgenland möglich gemacht.

Dieses Angebot wurde durch die Unterstützung der Arbeiterkammer Burgenland möglich gemacht.

Die Stopline ist die anonyme Online-Meldestelle der ISPA gegen sexuelle Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger und nationalsozialistische Wiederbetätigung im Internet.

Was sind „Junkfluencer:innen“?

Als Junkfluencer:innen werden Influencer:innen bezeichnet, die in ihren Beiträgen ungesunde Lebensmittel bewerben: Auf YouTube, TikTok, Instagram & Co. posieren Online-Stars mit besonders fett-, salz- und zuckerreichen Snacks und Getränken. Dahinter stehen meist Kooperationen mit Unternehmen, die erfolgreiche Influencer:innen dafür bezahlen, Werbung für ihre Produkte zu machen.

Werbung trotz Kennzeichnung kaum wahrnehmbar

Durch die Kennzeichnungspflicht sollen werbliche und redaktionelle Inhalte klar voneinander abgegrenzt werden. Da die Kennzeichen in der Praxis sehr klein, unscheinbar und an Positionen platziert sind, die nicht ins Auge fallen, fällt es dennoch schwer, Werbung als solche wahrzunehmen. Außerdem werden werbliche Inhalte sehr oft gar nicht oder nur unzureichend gekennzeichnet. Umso wichtiger ist es, mit Kindern schon früh zu üben, Werbung als solche zu erkennen.

Zeit für neue digitale Aktivitäten

Endlich Ferien! Für Kinder und Jugendliche bedeutet das Ende des anstrengenden Schuljahrs erst einmal Erholung – und ein Großteil dieser freien Zeit wird inzwischen auf digitalen Geräten verbracht. Viele Eltern stehen dem erhöhten Medienkonsum in den Ferien beunruhigt gegenüber. Doch keine Sorge: Gerade im Sommer gibt es tolle Möglichkeiten, mit Smartphone, Tablet & Co. kreativ zu werden oder sich in Workshops neue digitale Fähigkeiten anzueignen. Wir haben die besten Tipps für Sie zusammengefasst.

Wir unterstützen Sie jetzt auch direkt und individuell

Ihr Kind bekommt das erste Handy, Tablet oder ein anderes digitales Endgerät? Dabei gilt es vieles zu beachten, einzustellen und vorab zu besprechen.

Doch Sie müssen nicht alles selbst können und wissen! Im Saferinternet.at-Eltern-Coaching beantworten unsere Trainer:innen Ihre ganz individuellen Fragen praxisnah. Einstellungen am Gerät und in den unterschiedlichen Apps können direkt vor Ort mit den Trainer:innen vorgenommen werden. Wir unterstützen Sie dabei, Lösungen zu finden, die Ihre Wünsche und die Ihrer Kinder möglichst gut vereinen.

Und das Beste: Sie können das Coaching auch gemeinsam mit Ihrem Kind in Anspruch nehmen. Zusammen können Regeln vereinbart, Fragen gestellt und hilfreiche Einstellungen gefunden werden.

Digitale Grundbildung als Pflichtfach: Was bedeutet das?

Mit dem Schuljahr 2022/23 wird in der Sekundarstufe 1 Digitale Grundbildung als neuer Pflichtgegenstand eingeführt. Die bisherige verbindliche Übung läuft somit aus und wird in diesem Schuljahr nur mehr in der 8. Schulstufe unterricht. Für Mittelschulen und AHS-Unterstufen bedeutet das: Es wird mindestens eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche geben, als Pflichtfach wird die Digitale Grundbildung künftig außerdem benotet werden.

Steigende Meldebereitschaft der Internetnutzer:innen

Die Meldebereitschaft der Internetnutzer:innen ist im letzten Jahr deutlich gestiegen, wie der aktuelle Stopline-Jahresbericht zeigt: Demnach gingen 2021 insgesamt 43.496 Hinweise zu sexuellen Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger und nationalsozialistischer Wiederbetätigung im Internet bei der Meldestelle ein, von denen die Mitarbeiter:innen der Stopline ein Fünftel (8.156) als illegal einstuften. Auffallend ist: Die Sensibilität der Internetnutzer:innen für sexuelle Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger ist unverändert hoch. Meldungen in dieser Kategorie machen – wie in den Jahren zuvor – 99,7 % der als illegal eingestuften Inhalte aus.

Wo ist das Problem?

Natürlich werden Kinder und Jugendliche überall mit Werbung konfrontiert. Was Influencer:innen in Sozialen Netzwerken tun, denken und empfehlen, beeinflusst sie allerdings besonders nachhaltig. Wenn ihre Idole Junkfood bewerben, hat das einen Effekt auf ihre Essgewohnheiten. Und natürlich ist der Einfluss von Online-Stars nicht nur bei der Bewerbung von ungesundem Essen gegeben – sondern auch bei der Vermarktung von allen anderen Produkten, Marken und Dienstleistungen.

Werbung muss nach § 26 MedienG mit den Begriffen „Anzeige“, „entgeltliche Einschaltung“ oder „Werbung“ gekennzeichnet sein. Bezüglich der Benennung, Gestaltung und Positionierung der Werbehinweise gibt es in der Praxis aber einen gewissen Spielraum, was dazu führt, dass werbliche Inhalte trotz Kennzeichnung nicht als solche wahrgenommen werden.

 

Musik, Film & Video

Motivieren Sie zum Kreativsein. Eine Fotostory zu einem vordefinieren Thema erstellen, einen kurzen Film zu einem bestimmten Motto drehen und schneiden oder ein besonders tolles Meme kreieren: All das sind Möglichkeiten, die Kinder und Jugendliche auf digitalen Geräten umsetzen können, statt sich nur berieseln zu lassen.

Die Einführung als Pflichtfach erfolgt diesen September für die 5.-7. Schulstufe, ab dem Schuljahr 2023/24 dann auch für die 8. Schulstufe. Den neuen Lehrplan finden Sie hier.

Warum funktioniert Influencer:innen-Marketing so gut?

Influencer:innen sind für Kinder extrem glaubwürdig. Sie dienen als Vorbilder, werden aber nicht als unnahbare Stars wahrgenommen – vielmehr haben sie fast schon den Status echter Freund:innen. Man kann mit ihnen direkt kommunizieren, indem man ihre Stories anschaut, ihre Beiträge liket oder ihnen Privatnachrichten schickt. Indem sie ihre jungen Fans über Fotos und Videos an ihrem ganz persönlichen Alltag teilhaben lassen, bieten Online-Stars eine wichtige Identifikationsfläche und vermitteln das Gefühl von Wertschätzung und Freundschaft.

Wenn Influencer:innen mit ihrem vermeintlichen Lieblingssoftdrink in der Hand posieren, einen neuen Fertig-Keksteig ausprobieren oder ihre eigene Pizza-Kreation anpreisen, wird das von Kindern nicht als störende Werbung empfunden, sondern als vertrauenswürdige Empfehlung – vergleichbar mit einer Kaufempfehlung aus dem Freundeskreis.

Zum einen fehlt Kindern also die kritische Distanz zu den Influencer:innen, zum anderen fällt es gerade jüngeren Nutzer:innen schwer, Werbung als solche zu erkennen. Online ist die Herausforderung besonders groß, da redaktionelle Inhalte oft kaum von Werbung zu unterscheiden sind und häufig mit Produktplatzierungen gearbeitet wird. Aus diesen Gründen müssen Kinder im Internet besonders gut vor Werbung geschützt werden. Hier gibt es allerdings noch rechtliche Grauzonen.


  • Gemeinsam einen Film drehen. Im WIENXTRA-Medienzentrum gibt es kostenlose Film- und Videoworkshops für Jugendliche unter 22. Angeboten werden dort auch Projektberatung, der Verleih von Equipment, Schnittplätze und vieles mehr.
  • Kreativ austoben mit Apps zur Bild- und Videobearbeitung. Wer lieber allein am Handy kreativ werden möchte: Es gibt eine Vielzahl kostenloser Apps, mit denen auch Einsteiger:innen Fotos bearbeiten und Kurzfilme erstellen können – vom Schnitt über kreative Effekte bis hin zur Musikuntermalung. Einfach zu bedienen, dennoch umfangreich in den Funktionen und bei Jugendlichen beliebt sind z. B. das Bildbearbeitungsprogramm PicsArt (iOS/ Android) und das Videobearbeitungsprogramm InShot (iOS/ Android).
  • Songs aufnehmen wie die Profis. Bei einem Workshop im Tonstudio können in Wien 10- bis 13-Jährige mit professionellem Equipment und Instrumenten eigene Songs aufnehmen.
  • Musik machen am Handy. Zum DJ werden mit Groovepad (iOS/Android), eigene Songs aufnehmen mit Audacity (PC) oder gemeinsam mit anderen an Audiodateien arbeiten mit Bandlab (iOS/ Android) – auch zuhause gibt es für Kinder und Jugendliche jede Menge Möglichkeiten, musikalisch kreativ zu werden.

Welche Inhalte umfasst der neue Lehrplan?

Die Digitale Grundbildung verknüpft unterschiedliche Aspekte der Medienbildung und Informatik miteinander. Mit der Aufwertung zum Pflichtgegenstand haben künftig alle Schüler:innen die Möglichkeit, wichtige Kompetenzen in unserer zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu erlernen. Aufgeteilt auf die fünf Bereiche Orientierung, Information, Kommunikation, Produktion und Handeln befassen sich die Lehrplaninhalte mit der Frage, wie digitale Technologien funktionieren, welche gesellschaftlichen Wechselwirkungen durch ihren Einsatz entstehen und welche Interaktions- und Handlungsoptionen sich für Schüler:innen ergeben.

Geteilte Verantwortung zwischen Meldestellen, Providern und Behörden wichtig

Damit illegale Inhalte im Internet nicht mehr auffindbar sind, ist das rasche Einschreiten aller Beteiligten erforderlich. In Österreich hat sich die geteilte Verantwortung zwischen Meldestelle, Providern und Behörden im Kampf gegen illegale Inhalte im Internet bewährt: Im Jahr 2021 wurde nur ein einziger gemeldeter Fall von sexueller Missbrauchsdarstellung Minderjähriger in Österreich gehostet. Freiwillige Selbstregulierung ermöglicht die erfolgreiche Kooperation zwischen Stopline und heimischen Internetanbietern, denn seit Jahren zählt Österreich zu einem der unattraktivsten Hosting-Standorte weltweit.

An welche Gesetze müssen sich Influencer:innen halten?

Werbung von Influencer:innen unterliegt in Deutschland und Österreich rechtlichen Rahmenbedingungen. Das betrifft vor allem das Verbot von direkten Kaufaufforderungen an Kinder und die Kennzeichnungspflicht: So müssen Influencer:innen werbliche Inhalte als solche kennzeichnen, sobald sie für das beworbene Produkt eine Gegenleistung – in der Regel Geld, aber auch kostenlose Testprodukte oder bezahlten Pressereisen etc. – erhalten.

Signalwörter kennen: Werbung heißt nicht immer gleich

Im Internet gibt es zahlreiche Begriffe, die für die Kennzeichnung von Werbung verwendet werden. Halten Sie nach Signalwörtern wie „Anzeige“, „Gesponsert“, „Ad“ oder „Entgeltliche Einschaltung“ Ausschau. In auditiven Medien wie Radio, Podcasts oder Hörbüchern wird Werbung meist angesagt. Hören Sie auch hier genau hin und achten Sie auf bestimmte Bezeichnungen.

Einige Apps unterliegen Altersbeschränkungen – prüfen Sie immer im Vorhinein, ob das entsprechende Programm für Ihr Kind geeignet ist. Lesen Sie dazu auch die Bewertungen durch. Gratis-Apps finanzieren sich zudem oft über sogenannte In-App-Käufe, die vor allem für Kinder zur Kostenfalle werden können.

Wie unterstützt Saferinternet.at Lehrende bei der Umsetzung?

Um Ihnen die Auseinandersetzung mit den neuen Lehrplaninhalten zu erleichtern, haben wir eine neue Übungssammlung für Sie angelegt. Unsere Ideen und Anregungen für den Unterricht – u. a.  zu Themen wie Quellenkritik, Datenschutz, Hass im Netz u. v. m. – haben wir bereits den fünf Bereichen Orientierung, Information, Kommunikation, Produktion und Handeln zugeordnet. Zu jeder Übung finden Sie zudem eine Empfehlung für die jeweils geeigneten Altersstufen und alle anderen Unterrichtsfächer! Die einzelnen Übungen lassen sich schließlich auch außerhalb der Digitalen Grundbildung unterrichten.

Internationale Zusammenarbeit ist wichtiger denn je

Freiwillige Selbstregulierung spielt auch international eine zentrale Rolle im Kampf gegen illegale Inhalte im Netz: Das beweist die langjährige Kooperation der Stopline mit den Partner-Hotlines im internationalen Netzwerk INHOPE, das bereits aus 50 Meldestellen weltweit besteht. Im Jahr 2021 konnte Stopline jede zweite Meldung an eine kompetente Partner-Hotline weiterleiten. Um den Austausch weiter zu fördern, unterstützt Stopline – als Gründungsmitglied von INHOPE – den Ausbau weiterer Partner-Hotlines weltweit.

Ohne Gegenleistung kann die Kennzeichnungspflicht entfallen – das legt eine im Mai 2022 in Kraft getretene Novelle des deutschen UWG fest, nachdem widersprüchliche Gerichtsurteile und Abmahnungen in den letzten Jahren immer wieder zu Verwirrung bei der Kennzeichnungspflicht geführt haben.

Hier geht es zu unserer neuen Übungssammlung Digitale Grundbildung!

Steigerung der Bekanntheit von Stopline

Ein zusätzlicher Schwerpunkt soll die weitere Steigerung der Bekanntheit der österreichischen Meldestelle sein, die 2023 ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Denn nur wenn Internetnutzer:innen vermeintlich illegale Inhalte melden, kann Stopline aktiv werden und einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren Internet für alle leisten.

Was die Platzierung, Größe und Benennung betrifft, gibt es bei der Kennzeichnungspflicht keine eindeutigen Regeln. Das führt dazu, dass Influencer:innen ihre Werbehinweise oft sehr unauffällig gestalten oder ihre Posts und Videos gar nicht eindeutig als Werbung kennzeichnen. Um Kinder vor Werbung zu schützen, müsste diese allerdings auf den ersten Blick erkennbar sein.

Problematisch wird die Verschmelzung von redaktionellen und werblichen Inhalten, wenn es um die Bewerbung von Junkfood geht. Kindermarketing für unausgewogene Lebensmittel unterliegt sowohl in Deutschland als auch in Österreich kaum gesetzlichen Beschränkungen. Hier wird vor allem auf Empfehlungen und Freiwilligkeit wie z.B. den EU-Pledge (eine freiwillige Selbstverpflichtung der Nahrungsmittel- und Getränkebranche), die Werbestandards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Kinder oder die Verhaltensregeln des Deutschen und Österreichischen Werberats gesetzt. All das ist aber nicht verpflichtend – deshalb machen einige Unternehmen und Werbetreibende gar nicht mit und andere halten sich nicht daran.

Jugendlichen-Flyer
Bilder und Videos im Netz

Stopline-Jahresbericht 2021

Detaillierte Informationen entnehmen Sie dem kostenlosen Download des Stopline-Jahresberichts 2021.

Einige Begriffe wie z. B. Promo sind als Kennzeichnung rechtlich nicht ausreichend, dennoch werden sie von Influencer:innen häufig genutzt. Weiters gelten in jedem Land eigene Gesetze zur Kennzeichnung von Werbung. Eine Markierung mit #ad würde im deutschsprachigen Raum wohl nicht ausreichen.

IT, Coding & Robotics

Fördern Sie die Begeisterung für Technik. Das erste eigene Computerspiel programmieren, gemeinsam einen Roboter bauen oder eine innovative App-Idee verwirklichen: Bereits für Volksschulkinder gibt eine Menge toller Angebote, die sich spielerisch mit Themen wie Coding und Künstlicher Intelligenz auseinandersetzen.

Was können Eltern tun?

  • Reden Sie über Influencer:innen-Marketing. Erklären Sie Ihrem Kind, was Werbung ist und was sie erreichen will – nämlich, dass Menschen bestimmte Produkte kaufen. Sensibilisieren Sie Ihr Kind dafür, dass auch Influencer:innen Werbung machen unter hinter ihren Auftritten oftmals ausgeklügelte Geschäftsmodelle stehen. Besprechen Sie, welche Formen von Influencer:innen-Marketing (z. B. Produktplatzierung) es gibt.
  • Üben Sie gemeinsam, Werbung im Internet zu erkennen. Suchen Sie mit Ihrem Kind nach Werbehinweisen (z. B. Hashtags wie #ad, #werbung, #anzeige usw., Markierungen von Werbepartner:innen oder Links zu Unternehmen), hinterfragen Sie Produktplatzierungen und rätseln Sie gemeinsam, was an den Beiträgen wirklich echt ist. Das geht am besten spielerisch – einen guten thematischen Einstieg bieten die Quiz Soziale Netzwerke und Werbung im Netz.
  • Zeigen Sie Interesse an den Online-Stars. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Kind, welche Influencer:innen es toll findet und warum. Lassen Sie sich Videos und Beiträge seiner Idole zeigen. Das hilft nicht nur, die Faszination des eigenen Kindes besser zu verstehen – Sie bekommen auch selbst einen besseren Einblick in die Welt der Social-Media-Stars und ein Verständnis dafür, wie Influencer:innen-Marketing funktioniert.

Weitere Informationen zum Thema Influencer:innen-Marketing bietet die Studie „Kinder im Visier von Influencer-Marketing“ der Arbeiterkammer (AK).

Kennzeichen oder Chamäleon? Werbehinweise sind gut getarnt

Vor allem in Videos ist Werbung schwer zu erkennen. YouTuber:innen, TikToker:innen oder Instagrammer:innen, die z. B. Videos zu ihrem Alltag, Kochvideos oder Unterhaltungsvideos hochladen, erwähnen nebenbei bestimmte Produkte oder Marken. Sehr oft werden Produkte gar nicht namentlich genannt, sondern beispielsweise auf einen Tisch gestellt oder im Hintergrund platziert. Ein typisches Beispiel ist Schmuck oder Kleidung, welche getragen wird ohne explizit benannt zu werden. Dabei handelt es sich um Produktplatzierung. Diese Form der Werbung ist besonders schwer zu identifizieren, da diese Hinweise in der Regel klein und farblich unscheinbar sind und zudem nur sehr kurz und möglichst versteckt eingeblendet werden. Sehr oft werden Werbehinweise auch von der Navigationsleiste bzw. fixen Elementen der Plattform überdeckt. Für Produktplatzierungen werden außerdem andere Signalwörter verwendet.

Spiel, Spaß & Lernen

Wecken Sie den Spaß am Lernen. Eine Smartphone-Rallye erstellen, bei Online-Quiz zeigen, was man drauf hat, oder sich spielerisch auf das kommende Schuljahr vorbereiten: Zeigen Sie Ihrem Kind coole Apps und Spiele, die nicht nur unterhaltsam sind, sondern gleichzeitig auch Wissen vermitteln.

Screenshot eines YouTube-Videos mit sehr verstecktem Hinweis auf Produktplatzierung

Um diese Kennzeichnung zu erkennen (UNTERSTÜTZT DURCH PRODUKTPLATZIERUNG) benötigen Sie eine Lupe. (Screenshot YouTube)

Screenshot einer Instagram-Story. Der Hinweis "Anzeige" ist kaum ersichtlich.

Der Hinweis „ANZEIGE“ ist hier durch den optisch ähnlichen Videoinhalt und die Schaltflächen schwer ersichtlich. (Screenshot Instagram)

Screenshot eines YouTube-Videos. Werbehinweis hebt sich farblich nicht vom Hintergrund ab.

Werbehinweise heben sich farblich kaum vom Hintergrund ab. (Screenshot YouTube)

Screenshot YouTube-Video. Die YouTuberin kennzeichnet Werbung mit der plattforminternen Funktion zur Kennzeichnung von Werbung.

YouTuber:innen können Werbung auch mit einem automatischen Hinweis der Plattform markieren. (Screenshot YouTube)

  • Spielerisch lernen und kreativ werden. Bereits für die Jüngsten gibt es jede Menge coole Apps & Spiele, bei denen neben dem Spaß auch die Wissensvermittlung im Vordergrund steht. Konkrete Empfehlungen für digitale Spiele, die für Kinder und Jugendliche geeignet sind, bietet auch die Website der BuPP.
  • Eine interaktive Schnitzeljagd erstellen. Digitale Aktivitäten können auch outdoor stattfinden: Mit der App Actionbound können Kinder und Jugendliche multimediale Erlebnistouren für Mobilgeräte erstellen – z. B. spannende Schatzsuchen, aber auch Multimedia-Führungen oder eigene Quizspiele.
  • Apps entdecken, die zum Lernen motivieren. Sprachkenntnisse auffrischen, Mathe festigen, Logik trainieren oder Biologie besser verstehen – all das geht auch auf unterhaltsame Weise. Eine gute Auswahl an Lern-Apps bietet digi4family.
  • Mit Online-Quiz das eigene Wissen testen. Fake-News erkennen, sicher in Sozialen Netzwerken unterwegs sein oder richtig online kontern: Mit unseren Online-Quiz können Kinder und Jugendliche ihr Wissen über die sichere Nutzung von Internet und Handy auf spielerische und unterhaltsame Weise testen.

Auf Markierungen, Links und Hashtags achten

Gibt es in einem Beitrag einen Link oder ein mit @ markiertes Unternehmen, handelt es sich in vielen Fällen um Werbung. Hinterfragen Sie, welchen Zweck Markierungen und Verlinkungen haben. In manchen Fällen wollen die Influencer:innen wohl nur auf sich aufmerksam machen, informieren oder erhoffen sich Vorteile. Die Praxis zeigt aber, dass die Kennzeichnungspflicht bei werblichen Inhalten oft vernachlässigt wird und entsprechende Hinweise fehlen. Eine Markierung ohne zusätzliche Kennzeichnung mit beispielsweise „Anzeige“ reicht in der Regel nicht aus. Den Werbehinweis unter den Hashtags verstecken (z. B. #Werbung oder #ad) reicht ebenso nicht aus – trotzdem handhaben es viele Influencer:innen so.


Hinweise in Infoboxen

Links in Infoboxen (bei YouTube-Videos) oder Verlinkungen auf Blogs können ebenfalls darauf hinweisen, dass die Urheber:innen für die Nennung des Unternehmens bezahlt werden. Oft handelt es sich dabei um sogenante Affiliate Links. Das bedeutet, dass Unternehmen bestimmten Personen Produkte zur Verfügung stellen, damit diese dafür werben und in der Regel für jedes durch sie verkaufte Produkt Provison erhalten. Affiliates müssen als solche gekennzeichnet werden. Als Kennzeichnung werden manchmal Sternchen nach dem Link gesetzt oder ein Hinweis (z. B. Anzeige) in der Klammer angeführt. Häufig findet sich ein Hinweis am Seitenende. Bedenken Sie: In der Praxis fehlen diese Hinweise meist vollkommen.


Werbung zu erkennen erfordert Übung

Sprechen Sie mit Kindern und Jugendlichen über Werbung. Thematisieren Sie bereits im Kindergartenalter, was Werbung ist und dass sie darauf abzielt, Menschen zum Kauf bestimmter Produkte zu bewegen. Im Supermarkt, beim Surfen im Internet, auf YouTube oder in Spiele-Apps können Sie beiläufig immer wieder darauf hinweisen.

Sammeln Sie Beispiele von Werbung und suchen Sie gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen nach Werbehinweisen. Einen guten thematischen Einstieg bieten die Quiz Soziale Netzwerke und Werbung im Netz.

Mehr zum Thema Werbung finden Sie in der Studie „Kinder im Visier von Influencer-Marketing“ der AK Wien (pdf).

Draußen scheint die Sonne, doch Ihre Kinder zocken den ganzen Tag oder chatten stundenlang in WhatsApp-Gruppen? Viele Eltern stehen dem erhöhten Medienkonsum in den Ferien hilflos gegenüber und äußern sich besorgt. Hier erfahren Sie, wie Sie diese Herausforderung meistern.
 

Die Sommerferien dauern nun schon einige Wochen – die ärgste Erschöpfung der letzten Schulmonate ist überwunden, die Lieblings-Games sind durchgezockt, die neuen Bücher ausgelesen und Langeweile macht sich allmählich im Kinderzimmer breit. Die gute Nachricht: Langeweile ist ja eigentlich eine tolle Sache, da sie oft die Basis für kreative Prozesse bildet. Perfekte Unterstützung beim Kreativwerden bieten eine Vielzahl von Apps, Computerprogrammen und anderen digitalen Tools.

Unterstützung rund um die verpflichtende Digitale Grundbildung

Ab Herbst 2022 steht die Digitale Grundbildung auf den Stundenplänen der Unterstufe und ermöglicht damit allen Kinder und Jugendlichen wichtige Kompetenzen in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu erlernen. Digitale Grundbildung soll als Pflichtfach Informatik mit Medienbildung verknüpfen, der Lehrplan umfasst das Bewerten von Online-Quellen auf ihre Seriosität ebenso wie Grundkenntnisse im Programmieren.
Im Rahmen der A1 digital.campus Online-Sommerworkshopreihe „Digital fit fürs neue Schuljahr“ für Pädagog:innen werden anhand der fünf definierten Kompetenzbereiche des Faches Digitale Grundbildung – Orientierung, Information, Kommunikation, Produktion, sowie Handeln – verschiedene Aspekte aufgegriffen und Ideen für den Unterricht geboten. Die Workshops sind für alle Pädagog:innen gedacht, die sich (digital) fit für das neue Schuljahr machen wollen!

Erholung kann auch am Lieblingsgerät stattfinden

Ein Punkt ist wichtig: Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Erholung. Je älter sie werden, desto anstrengender ist ihre Schulzeit. Hinzu kommen Praktika oder erste Jobs, die sehr fordernd sein können. Umso wichtiger wird die Erholungszeit dazwischen. Davon entfällt heute natürlich auch ein großer Teil auf Smartphones, Tablets oder PCs. Viele Kinder gehen jetzt einfach ihren Interessen nach und das kann auch sein, nur vor irgendeinem Gerät „abzuhängen“.

Kreativ-Tools zum Erstellen von Kurzfilmen mit der Handykamera

  1. FilmoraGo  dient zur Videobearbeitung. Hier können Untertitel, Effekte, Filter, Texte oder Übergänge eingebaut werden. Mithilfe der App können Videos mit Musik hinterlegt werden – jedes Video erhält ein eigenes „Theme“.
    Kostenlos, für iOS und Android, enthält In-App-Käufe
     
  2. Magisto  ist eine Videobearbeitung-App, welche Fotos und Videos automatisch zu einer „Story“ umwandelt. Man wählt  einen Bearbeitungsstil und kann innerhalb weniger Sekunden eine eigene Story erstellen.
    Kostenlos, für iOS und Android
     
  3. Mithilfe von  Lapse it  können Videos erstellt und deren Geschwindigkeit reguliert werden. Diese „Time Lapse“-Videos sind  in Sozialen Netzwerken sehr populär, da sie ein Video im „Schnelldurchlauf“ ablaufen lassen. So können Reisen oder Events innerhalb von kurzer Zeit zusammengefasst und doch zur Gänze gezeigt werden.
    Kostenlos, Upgrade zur PRO Version für € 2,99 möglich, für iOS und Android
     
  4. Mit  Stop Motion Studio  können Trick- oder Animationsfilme erstellt werden. Einzelne Bilder lassen sich ganz einfach zu einem Film zusammenstellen.
    Kostenlos, für iOS, Android und Desktop, enthält In-App-Käufe
     
  5. Das Tool  ScreenToGif  bietet die Möglichkeit, das Geschehen auf dem eigenen Screen aufzuzeichnen, zu bearbeiten und als GIF abzuspeichern oder in Sozialen Netzwerken zu teilen.
    Kostenlos für Desktop

Das Angebot ist sowohl als Serie als auch als Einzeltermin buchbar. Das Angebot richtet sich an alle Lehrenden, vor allem aber jene der Sekundarstufe 1.

Tipps für ein digitales Alternativprogramm

Kaum ein Kind im schulpflichtigen Alter ist unentwegt auf einem Ferienlager oder in einer Tagesbetreuung. Vor allem gegen Ende der Schulpflicht werden die betreuten Zeiten in den Ferien immer geringer. Daher gilt: Geben Sie Ihren Kindern etwas zu tun! Sorgen Sie beispielsweise für Aktivitäten im Freien, übertragen Sie ihnen kleinere Erledigungen oder Arbeiten im Haushalt oder machen Sie Vorschläge für eine sinnvolle kreative Beschäftigung mit ihren Lieblingsgeräten:

  • Fördern Sie den Austausch mit anderen. Eine gute Alternative zum isolierten Sitzen im Zimmer sind Online-Aktivitäten mit Freunden. Wenn Kinder miteinander Musical.ly-Videos erstellen oder in Teams Minecraft spielen, so ist dies besser, als es alleine zu tun.
  • Motivieren Sie zum Kreativsein. Eine Fotostory zu einem vordefinieren Thema erstellen, einen kurzen Film zu einem bestimmten Motto drehen und schneiden oder ein besonders tolles Meme kreieren: All das sind Möglichkeiten, die Kinder auf digitalen Geräten umsetzen könnten, statt sich nur berieseln zu lassen.
  • Holen Sie sich online Inspiration für Bastelprojekte. Plattformen wie YouTube oder Pinterest sind riesige Inspirationsquellen zum Selbstgestalten – beispielsweise über Basteln, Werken, Kochen oder Handarbeiten. Ermutigen Sie Ihre Kinder doch, selbst etwas zu schaffen, woran sie noch länger Freude haben.
  • Machen Sie ein Familienspiel. Jedes Familienmitglied darf eine Challenge ausrufen, bei der alle anderen mitmachen. Kinder und Jugendliche können hier einiges an Zeit investieren und auch ihre Freunde einbinden. Einige Beispiele finden Sie hier: Online-Challenges.
  • Sprechen Sie über Familienregeln für Fotos. Gerade die Sommerzeit verlockt Kinder und Eltern dazu, Fotos von Unternehmungen zu posten. Nicht immer sind alle Familienmitglieder damit einverstanden. Sprechen Sie dieses Thema an und finden Sie heraus, wo Ihre eigenen persönlichen Grenzen und die Ihrer Kinder liegen. Dies kann zu anregenden Gesprächen führen. „Frag Barbara!“, der Elternratgeber für den Alltag im Internet gibt in der Folge „Familienfotos im Internet - Gut überlegt“ hilfreiche Anregungen für diese Gespräche.
  • Laden Sie zum digitalen Sommerputz. Sind die Geräte Ihrer Kinder schon einige Zeit in Gebrauch? Dann nutzen Sie die freie Zeit, um Handy, Tablet und Co. aufzuräumen – zum Beispiel indem Sie alte Apps, Fotos und Videos löschen. Das sorgt für Zeitvertreib und schafft auch freien Speicherplatz.
  • Lassen Sie sich auf die digitalen Lebenswelten Ihrer Kinder ein. Nutzen Sie die Ferien, um sich mit Ihren Kindern hinzusetzen und deren Lieblings-Plattformen kennenzulernen. Nehmen Sie die Chance wahr und lernen Sie selbst etwas über die neuesten digitalen Entwicklungen. In entspannter Atmosphäre lässt sich auch über wichtige Themen sprechen, die im Alltag oft zu kurz kommen: zum Beispiel Datenschutz und Privatsphäre-Einstellungen in Sozialen Netzwerken.
  • Wecken Sie mit Apps den Lernspaß. Wenn die Ferien dem Ende zugehen, wird es Zeit, das Hirn wieder auf Schule einzustellen. Lern-Apps können helfen, die Motivation dafür aufzubringen. Sprachkenntnisse auffrischen, Mathe festigen, Logik trainieren oder Biologie besser verstehen – für all das gibt es passende Apps und Programme. Unter digi4familiy finden Sie eine gute Auswahl an Lern-Apps.

Kreativ-Tools zur Bildbearbeitung

  1. Snapseed  bietet neben Filtern auch einen umfangreichen Werkzeugkasten. Ist ein Foto einmal bearbeitet, kann dieser „Look“ gespeichert und auf andere Fotos übertragen werden, um so ein einheitliches Profil-Layout zu gewähren. Snapseed enthält keine Werbung oder In-App-Käufe.
    Kostenlos, für iOS, Android und Desktop
     
  2. Pixlr  ist mehr für seinen Werkzeugkasten als für seine Filter bekannt, da diese nicht dem aktuellen Trend entsprechen. Hier kann ein Foto von Anfang bis zum Ende aufgenommen, bearbeitet und veröffentlicht werden.
    Kostenlos, keine Werbung, für iOS, Android und Desktop
     
  3. PicsArt dient zur Bildbearbeitung und zum Austausch von Fotos innerhalb einer Community. Diese App bietet sehr viele Effekte, Sticker und Bearbeitungsmöglichkeiten. Sobald ein Account angelegt wird, speichert die App die Fotos automatisch auf einer Cloud, auf die später von jedem Gerät aus zugegriffen werden kann.
    Kostenlos mit Werbung oder Kosten von € 0,71 ohne Werbung, für iOS und Android
     
  4. GuruShots ist ein Fotospiel, bei dem man durch eigene Fotos an Wettbewerben teilnimmt, Aufgaben bekommt oder Punkte sammeln kann.
    Kostenlos, für iOS, enthält In-App-Käufe, nur auf Englisch
     
  5. Afterlight  dient als Kamera-App, aber auch als Bildbearbeitungs-App. Auch hier gibt es einen Werkzeugkasten sowie eine Filterauswahl. Mit Hilfe dieser App kann das bearbeitete Foto direkt per Mail verschickt oder auf Instagram, Facebook & Co. veröffentlicht werden.
    Kosten: € 0,73, keine Werbung, für iOS

Die Sommerworkshopreihe „Digital fit fürs neue Schuljahr“ findet in Kooperation mit A1 digital.campus statt.

Saferinternet.at unterstützt mit Kinderbuch, Quiz & Co.

Auf der Website von Saferinternet.at finden Sie ebenfalls einige Materialien, welche Sie mit Ihren Kindern durchgehen können.

  • Kinderbuch „Der Online-Zoo“ mit medienpädagogischem Begleithandbuch
  • Tests & Quiz, auch für Eltern: Testen Sie auch Ihr eigenes Wissen über Datenschutz, Apps und Soziale Netzwerke! Los geht's!
  • Privatsphäre-Leitfäden: Wie schütze ich meine Privatsphäre in Instagram & Co.? Laden Sie sich praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die beliebtesten Sozialen Netzwerke herunter und gehen Sie die Einstellungen mit Ihren Kindern durch.

Jugendlichen-Flyer

Bilder und Videos im Netz

Kreativ-Tools zur Musikerstellung

  1. Audacity bietet ein Tonstudio zum Aufnehmen, Bearbeiten und Abspielen von Audio-Dateien am PC.
    Kostenlos
     
  2. Das Programm  Garage Band  bietet ein lustiges Feature: Loops, die übereinandergelegt werden und so zu einem kompletten Musikstück verarbeitet werden. Egal, ob nur Rhythmus und Klänge, oder ob eigene getextete Singstücke dazu kommen, hier ist jede Menge Raum für Kreativität.
    Kostenlos für iOS und Mac
     
  3. Movbeats  dient zur Aufnahme von einzelnen Geräuschen, um diese zu einem Musikvideo zusammenzuschneiden. Das fertige Video kann dann natürlich veröffentlicht werden. Hier können angehende Beatboxer ihr Können testen!
    Kostenlos, für iOS
     
  4. Die App  Soundcamp  ermöglicht es, Aufnahmen mit virtuellen Instrumenten, Loops und Sampler zu machen.
    Kostenlos, nur für Samsung Galaxy Geräte
     
  5. Music Maker JAM  bietet Usern das Erstellen, Remixen und Teilen von verschiedensten Musikstücken aus allen möglichen Genres. Hier kann man sich als DJ versuchen und eigene Tracks innerhalb einer Community teilen. Kostenlos, für Android, enthält In-App-Käufe

Kostenlose Weiterbildung zu Safer Internet-Themen

Sie arbeiten mit Kindern und Jugendlichen und Ihnen ist die sichere und verantwortungsvolle Mediennutzung ein Anliegen? Sie stehen vor einer größeren Herausforderung, die Sie unbedingt angehen möchten? Sie sind kein/e Medienpädagogin oder -pädagoge, sehen aber inhaltlichen Weiterbildungsbedarf und Chancen für Ihre Arbeit? Dann sind Sie bei uns genau richtig!

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

In der Arbeit von Saferinternet.at geht es uns darum, vor allem Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende beim sicheren, kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen. So auch als Begleitmaßnahme zur Geräteinitiative „Digitales Lernen“ des Bildungsministeriums.

Um unsere Arbeit zu verbessern und unsere Inhalte noch stärker an Ihre Bedürfnisse anpassen zu können, veranstalten wir zwei Online-Fokusgruppen: einmal für Lehrende und einmal für Eltern/Erziehungsberechtigte. 

Helfen Sie uns zu verstehen, wie Sie unsere Angebote nutzen, welche weiteren Unterstützungsmaßnahmen Ihnen helfen würden und welche Fragen Sie beschäftigen. Detaillierte Informationen entnehmen Sie untenstehenden Infoboxen.

Worum geht es bei dem Projekt?

Extremismusprävention macht Schule ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, die vom OeAD umgesetzt wird. Ziel ist es, Schüler:innen aller Schulstufen und Schultypen für das Thema Extremismus zu sensibilisieren und Radikalisierung vorzubeugen. Insgesamt ist die Umsetzung von 3000 Bildungsangeboten zu Themen wie Konfliktlösung und Gewaltprävention, Menschenrechte, Partizipation, Medienkompetenz, Diskriminierung und Verschwörungstheorien vorgesehen.

Was ist der media literacy award?

Der media literacy award ist ein medienpädagogischer Wettbewerb für Lehrende und Schüler:innen aller Schularten und aller Schulstufen. Der Wettbewerb fördert den kreativen und kritischen Umgang mit Medien aller Art. Bis zum 15. Juli können Medienprojekte unterschiedlicher Kategorien eingereicht werden. Die besten und innovativsten Projekte werden vom 19. bis 21. Oktober 2021 online präsentiert und ausgezeichnet.

Was ist BEAT3°?

BEAT3° ist eine App für Jugendliche, die etwas gegen den Klimawandel tun wollen. In der App werden Aufgaben und Challenges in Bereichen wie Müll, Recycling, Ernährung, Wasser, Fashion, Energie und Mobilität bewältigt, Rätsel gelöst oder Ideen für den Klimaschutz gesammelt. Für jede gelöste Challenge gibt es Punkte und Abzeichen sowie die Möglichkeit, Preise zu gewinnen.

Die App gibt es im Google Play Store und App Store.

Wir suchen Personen, die sich im eigenen Arbeitsumfeld oder für die ehrenamtliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu Safer Internet-Themen weiterbilden und mit dem gewonnenen Wissen konkrete Veränderungen in ihrer Arbeit schaffen wollen.


An wen richtet sich die Initiative?

Das Angebot richtet sich an alle Schultypen mit Öffentlichkeitsrecht. Machen auch Sie mit und holen Sie sich das passende Bildungsformat in Ihre Klasse: Das gewünschte Angebot können Sie auf der Website von Extremismusprävention macht Schule auswählen und kostenfrei buchen. Die Workshops mit einer Umsetzungsdauer von 3-4 Unterrichtseinheiten finden direkt an der Schule statt!

Der media literacy award wird von mediamanual.at im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgeschrieben.

A1 digital.campus Challenge

Auch der A1 digital.campus fordert Jugendliche heraus, an der „climate challenge“ teilzunehmen. In 3 verschiedenen Aufgaben können unter 18-Jährige spannende Herausforderungen bewältigen und Preise gewinnen.

  • A1 digital.campus Challenge Teil 1: Finde heraus, was alles in deinem Smartphone steckt
  • A1 digital.campus Challenge Teil 2: Designe dein eigenes nachhaltiges Smartphone
  • A1 digital.campus Challenge Teil 3: Recycle deine alten oder defekten Handys

Drei neue Saferinternet.at-Workshops

Auch wir bieten im Rahmen von „Extremismusprävention macht Schule“ drei Workshop-Formate an, die Sie kostenlos buchen können:

  • „Fake News, we can! – Das perfekte Rezept für Falschmeldungen“
    In diesem Workshop produzieren die Jugendlichen selbst Fake News und lernen dabei, wie Nachrichten entstehen, welche Merkmale Falschmeldungen und Verschwörungserzählungen haben und wie Quellen überprüft werden können.
  • „Human Rights 2.0 – Gibt es eigentlich Menschenrechte im Internet?“
    Anhand aktueller Herausforderungen wie Hetze, Cyber-Mobbing, Fake Profilen oder dem Eindringen in die Privatsphäre wird erarbeitet, wie ein respektvoller Umgang miteinander online aussehen kann und was digitale Zivilcourage bedeutet.
  • „Let's stop hating: Pro zivilcourage, contra mobbing“
    Durch Gruppenaktivitäten wird spielerisch vermittelt, was der Unterschied zwischen Online-Hassrede und Cyber-Mobbing ist, wie man sich dagegen wehren bzw. Betroffene unterstützen kann und welche rechtlichen Aspekte mit dem Thema verbunden sind.

Welche Projekte können eingereicht werden?

Die Medienprojekte können in fünf verschiedenen Kategorien eingereicht werden:

  • Video
  • Audio
  • Print
  • Multimedia & Neue Medien
  • Mediendidaktik

Die Projekte sollten vor allem innovativ, witzig, originell, spannend und/ oder experimentell sein. Es können beispielsweise Websites, Webblogs oder Podcasts erstellt werden. Aber auch Minidramen, Dokumentationen oder Modelle kollaborativer Medienarbeit sind möglich. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Alle Jugendliche unter 18 Jahren, die alle drei Challenges bis zum 30. Juni 2022 schaffen, nehmen automatisch an der Verlosung teil. Der Hauptpreis ist das Fairphone 4. Alle Infos & Teilnahmebedingungen finden Sie in der App. 



Als Schule Challenges meistern

Nutzen Sie die App im Unterricht und vermitteln Sie spielerisch Wissen über Klima- und Umweltschutz. Die Challenges können beispielsweise im Rahmen von Schulprojekten eingesetzt werden. Außerdem bietet die App jede Menge Tipps, Quiz und Videos rund um Klima-, Umwelt- und Artenschutz.

Was wir Ihnen bieten

  • kostenlose Infos zu aktuellen Trends in der digitalen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen
  • Raum für Vernetzung und gemeinsames Lernen
  • kollegiale Unterstützung bei der Umsetzung eigener Safer Internet-Projekte oder konkreten Verbesserungen des Arbeitsalltags

Tipp für Lehrende: Reichen Sie in der Kategorie „Mediendidaktik“ ein

In der Kategorie Mediendidaktik stehen die didaktischen Konzepte eines Projektes im Vordergrund. Von welchen Ideen und Konzepten lassen Sie sich als Lehrer:in leiten? Wie gestalten Sie Ihren Unterricht? Welche Medien kommen wie zum Einsatz?
Wir möchten möglichst viele dieser kreativen und innovativen Strategien sammeln und beim diesjährigen media literacy award [mla] präsentieren. Daher der Aufruf: Schicken Sie uns auch Ihre experimentellen Versuche und improvisierten Konzepte!

Mit dem unserem Unterrichtsmaterial „Digitalisierung und Klima“ bringen Sie das Thema Umweltbewusstsein in Ihren Unterricht! Auch das Quiz „Dein Smartphone, der Klimawandel und du!“ kann ein guter thematischer Einstieg sein.



Einsendeschluss ist der 15. Juli. Die besten und innovativsten Projekte werden vom 19. bis 21. Oktober 2022 online präsentiert und ausgezeichnet.
Zur Online-Anmeldung geht es hier!

Ziel der Weiterbildung

Ziel der vierwöchigen Fortbildung ist die Umsetzung Ihres Vorhabens bzw. erste konkrete Schritte dazu. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam statt einsam!

Worum geht es bei der Geräteinitiative „Digitales Lernen“?

Die Geräteinitiative „Digitales Lernen“ ist Teil des 8-Punkte-Plans für den digitalen Unterricht, der auf der Website des BMBWF genauer erläutert wird. Seit dem Schuljahr 2021/22 werden Schülerinnen und Schüler der 5. und einmalig auch die 6. Schulstufen an den Mittelschulen, AHS-Unterstufen und Sonderschulen mit einem Notebook oder Tablet ausgestattet.

Zweck der Initiative ist es, die pädagogischen und technischen Voraussetzungen für einen IT-gestützten Unterricht zu schaffen und Schülerinnen und Schülern zu gleichen Rahmenbedingungen den Zugang zu digitaler Bildung zu ermöglichen. Mehr dazu hier.


Zeitlicher Rahmen


Ihre Voraussetzungen

  • eine konkrete Herausforderung und die Bereitschaft diese zu bewältigen
  • Interesse an der digitalen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen
  • Bereitschaft, online mit anderen Menschen zusammen zu lernen und einander zu unterstützen
  • Bereitschaft, in 4 Wochen rund 30-40 Arbeitsstunden aufzubringen (diese können/sollen auch im Rahmen der eigenen beruflichen Tätigkeit erfolgen)
  • Ihre erfolgreiche Bewerbung

Beispiele für mögliche Vorhaben

  • in der Wohngemeinschaft Regeln zum Umgang mit dem Handy erstellen oder verbessern
  • im Jugendzentrum den Umgang mit dem WLAN während und außerhalb der Öffnungszeiten regeln
  • das Schulfach „Digitale Grundbildung“ unterrichten
  • Präventionsprojekte rund um die Internetnutzung planen und durchführen
  • Projekte mit Eltern rund um die Mediennutzung der Kinder umsetzen
  • Kinder und Jugendliche bei der Nutzung digitaler Spiele begleiten ohne selbst GamerIn zu sein
  • ein Projekt für den Hort planen, bei dem es zwar inhaltlich um digitale Medien geht, jedoch keine Geräte verwendet werden müssen


Die Weiterbildung ist kofinanziert durch die Europäische Union.

Worum geht’s im MOOC?

Was haben Soziale Netzwerke mit Demokratie zu tun? Welchen Einfluss haben Fake-News auf Digital Citizenship? Was ist Digital Citizenship überhaupt und was können wir tun? Der MOOC (Massive Open Online Course) „Digital Citizenship - Kompetent in Demokratie und Unterricht“ vermittelt einen Überblick über Online- und Soziale Medien im Kontext von Demokratie und Politischer Bildung. Im MOOC lernen Sie Chancen und Gefahren unterschiedlicher digitaler Medien kennen und diskutieren über den Einfluss von TikTok, YouTube und Co. auf unsere Demokratie. Im Mittelpunkt stehen Handlungs- und Partizipationsmöglichkeiten, Begriffsabgrenzungen, manipulative Technologien und der reflektierte Umgang mit Online-Medien und Informationen aus dem Netz. Und: Sie lernen auch, wie Sie dieses Wissen im Unterricht weitergeben. 

Lernziele

Infos und Lektionen

Start: 9. Mai 2022

Dauer: 3 Lektionen, ca. 3-5 Stunden/Lektion

Kosten: kostenlos

Zielgruppe: Lehrende, Pädagog:innen, Multiplikator:innen

Jede Lektion beinhaltet Erklärvideos, Informationstexte, Arbeitsaufgaben, Übungsbeispiele, Forumsdiskussionen und didaktische Tipps oder Anregungen sowie ein abschließendes Quiz.

Zertifikat und Anrechnung

Für die aktive Teilnahme am Kurs erhalten Sie ein Zertifikat. Lehrende können sich den MOOC als Fortbildung im Umfang von 12 Stunden anrechnen lassen.

Der MOOC wurde vom Demokratiezentrum Wien entwickelt und vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung unterstützt.

Jetzt anmelden und am 9. Mai 2022 mit der ersten Lektion starten! Weitere Infos und Anmeldung!

Ungenutzt, kaputt oder noch immer super? In Kategorien ordnen

Die meisten von Ihnen kennen vermutlich die japanische Ordnungsberaterin Marie Kondo. Ihrer „Konmari-Methode“ zufolge soll man sich beim Aufräumen der eigenen vier Wände möglichst rasch entscheiden, ob einem etwas Freude bereitet („Does is spark joy?“) oder vielleicht doch wegkann. Wir behaupten, das gilt auch für das digitale Leben.

  • Ungenutzte oder unbeliebte Apps? Weg damit!
  • Apps schon länger nicht mehr angeschaut, aber dennoch irgendwie nützlich? Dann „reparieren“!Schauen Sie, ob die (Privatsphäre-)Einstellungen noch Ihren Vorstellungen entsprechen und ändern Sie diese gegebenenfalls.
  • Apps, ohne die Sie nicht leben können und wollen? Behalten! Apps, die Ihnen wirklich Freude bereiten und Sie nicht mehr Geld oder Energie kosten als sie bringen, dürfen – ja müssen sogar – bleiben. Auch hier empfehlen wir aber einenkontrollierenden Blick in die vorgenommenen Einstellungen, denn selbst bei regelmäßig genutzten Apps vergisst man gerne darauf, die eigenen Standards von Zeit zu Zeit zu hinterfragen.

Was ist eine Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz, meist in Form von Robotern dargestellt, zerstört die Menschheit oder bedroht sie zumindest. Glaubt man Science-Fiction-Filmen wie „I, Robot“ oder „Matrix“, sieht so das Wesen einer Künstlichen Intelligenz aus. In Filmen wie „Wall-E“ oder „Her“ ist es hingegen die Liebenswürdigkeit, die die Künstliche Intelligenz (KI) ausmacht. Gemein ist diesen Filmen, dass KIs als denkende, fühlende und damit menschenähnliche Wesen dargestellt werden. Doch genau das ist eine KI nicht, zumindest noch nicht.

Warum digital aufräumen?

Wir alle lieben Apps und Soziale Netzwerke und probieren gerne Neues aus. Schnell sammeln sich so jede Menge Anwendungen am Smartphone oder Tablet an, die man gar nicht mehr kennt oder nutzt. Das verbraucht nicht nur viel Speicherplatz am Gerät, sondern sorgt auch für überflüssigen Datenmüll und belastet sogar das Klima.

Regelmäßiges Ausmisten ist aber auch bei aktiven Accounts gefragt: Je intensiver Soziale Netzwerke wie Instagram, WhatsApp und Co. genutzt werden, desto mehr Daten und Informationen häufen sich darauf an. Darüber hinaus lassen einen veraltete Profile oder unvorteilhafte Fotos im Internet – im wahrsten Sinne des Wortes – ganz schön alt aussehen.

Besitzt eine KI die gleichen oder bessere intellektuelle Fähigkeiten wie wir Menschen, spricht man auch von einer starken KI. Daran wird gearbeitet, Realität ist das aber noch nicht.

Die Saferinternet.at-Methode

Okay, wir geben es zu: Aufräumen ist für uns – anders als für Marie Kondo – keine Lebensphilosophie. Dennoch gibt es auch im digitalen Umfeld einige Schritte, die sich bewährt haben und dringend von Zeit zu Zeit durchgeführt werden sollten.

Was meinen wir dann, wenn wir von Künstlicher Intelligenz sprechen? Gemeint ist die sogenannte schwache KI, die mit Methoden aus Mathematik und Informatik intelligentes Verhalten simuliert. Dafür verwendet sie Algorithmen.

  1. Apps ausmisten

    Der erste Schritt ist vermutlich der leichteste. Alle Apps, die nicht mehr genutzt werden oder einem gar nicht mehr erst bekannt vorkommen, können weg. Apps, die das Handy zum Funktionieren benötigt, lassen sich ohnedies nicht einfach so löschen – also nur Mut!

    Auch Apps, die Zugriffsberechtigungen fordern, die über die eigentliche Nutzung hinausgehen (braucht eine Taschenlampe wirklich Zugriff auf unsere Standortdaten?) oder die uns unseriös erscheinen, können weg. Es gibt für nahezu alles eine gute Alternative – auch wenn diese manchmal vielleicht eine kleine Summe Geld anstelle unserer Daten kostet.

  2. Konten reduzieren

    Wissen Sie eigentlich überhaupt noch, in welchen Sozialen Netzwerken Sie sich registriert haben? Verschaffen Sie sich einen Überblick und löschen Sie alle Accounts und Zugänge, die Sie nicht mehr verwenden. Einmal bei Facebook angemeldet, heißt nicht, dass man immer dabeibleiben muss. Nutzen Sie unsere Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um Soziale Netzwerke zu löschen.

  3. Inhalte durchforsten

    Nicht auf alles, was man irgendwann gepostet, geliket, markiert, geteilt, kommentiert oder sonst wie im Internet veröffentlich hat, ist man im Hier und Jetzt stolz. Persönliche Einstellungen oder Wertempfindungen ändern sich im Laufe der Zeit – idealerweise auch online. Löschen Sie daher alte Beiträge, Fotos und Interaktionen und hinterfragen Sie, welches digitale Image Sie vermitteln möchten.

  4. Freund:innen aussortieren

    Klingt radikal, ist es aber nicht: Wie im echten Leben rentiert es sich auch in der Online-Welt Freundschaften regelmäßig zu hinterfragen. Weiß man überhaupt noch, wer sich hinter einem Account verbirgt? Sieht man sich auch im Offline-Leben ab und an? Oder kommt es zumindest von Zeit zu Zeit zu einem digitalen Austausch mit diesen Personen? Und: Tun einem diese Kontakte überhaupt gut? Nicht? Warum sind Sie dann noch mit Ihnen befreundet? Eben – weg damit!

  5. Gruppen hinterfragen

    Auch bei Gruppen in Sozialen Netzwerken sammelt sich mit der Zeit viel Unnötiges an. „Annas Geburtstag November 2017“ „Polterabend Paul“ „Arbeitskreis Medienrecht“? Brauchen Sie nicht mehr! Besonders in Messenger-Diensten, wie WhatsApp, sorgt eine unüberschaubare Anzahl an Gruppen vor allem für eines: Stress und Chaos. Auf Facebook oder anderen Plattformen kann die Mitgliedschaft in diversen Gruppen auch ein schiefes Licht auf die eigene Person werfen oder schlichtweg zu viel über die privaten Interessen preisgeben. Stellen Sie sich die Frage: Welche Gruppe nutze ich wirklich, welche ist nur ein Relikt aus vergangenen Zeiten? Und: Möchte ich von anderen so gesehen werden?

  6. Privatsphäre-Einstellungen überprüfen

    Sie haben sich nun gründlich überlegt, welche Apps Sie behalten wollen und welche sie getrost hinter sich lassen? Gut so! Jetzt empfiehlt es sich, die Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen – denn nicht nur Ihre persönlichen Prioritäten, sondern auch die Möglichkeiten in den Anwendungen ändern sich häufig. Oft werden Änderungen gar nicht oder nur versteckt an die Nutzer:innen kommuniziert. Hilfestellung bieten unsere Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Schutz Ihrer Privatsphäre.

  7. Kontosicherheit überprüfen

    Ihre Apps und die damit verbundenen Informationen sind Ihnen wichtig? Dann achten Sie darauf, sichere Passwörter zu verwenden und wo möglich, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Wählen Sie außerdem verschiedene Passwörter und verwenden Sie nicht bloß ein Universalpasswort.

  8. Online-Image im Auge behalten

    Gut, wir reden immer nur von Apps und Sozialen Netzwerken. Aber auch außerhalb dieser sammeln sich schnell Daten über Sie im Internet an. Wissen Sie z. B. welche Daten Google von Ihnen hat? Oder auf welchen Websites Sie sonst noch auftauchen? Geben Sie in einer Suchmaschine Ihren eigenen Namen ein („Vorname Nachname“) und sichten Sie die Ergebnisse. Es tauchen veraltete oder unangemessene Inhalte oder Fotos auf? Fordern Sie die Seitenbetreiber:innen zur Löschung auf oder entfernen Sie – falls möglich – die Inhalte selbst. Richten Sie einen Google-Alert ein, um automatisch über neue Inhalte mit Ihrem Namen informiert zu werden. Holen Sie sich bei Problemen Hilfe von der Internet Ombudsstelle und setzen Sie sich zur Wehr.

  9. „Digitalen Nachlass“ managen

    Wir verstehen: Niemand möchte sich damit auseinandersetzen, was mit seinem Besitz nach dem eigenen Tod passiert. Dennoch ist es ratsam, auch das digitale Erbe (Daten, die im Internet bzw. auf Sozialen Netzwerken kursieren) beizeiten zu regeln. Für Hinterbliebene bedeuten zurückgebliebene Konten und Co. zusätzlich zur Trauer eine große Herausforderung – Grund genug, aktiv vorzusorgen und vor allem selbst zu bestimmen, was mit den eigenen Daten passiert. Immer mehr Online-Dienste bieten auch standardisierte Lösungen für den Fall des Ablebens an – einen Überblick bietet die Broschüre „Digitaler Nachlass“ der ISPA.

  10. Backups erstellen

    Möglich, dass die japanische Aufräumexpertin uns – nicht nur in diesem Punkt – nicht zustimmt, dennoch: Herrscht wieder einigermaßen Ordnung in Ihrem digitalen Leben, ist es Zeit für Datensicherung! Beugen Sie Datenverlust vor, indem Sie Ihre Daten regelmäßig sichern, das heißt an einen zweiten Aufbewahrungsort kopieren – im Idealfall auf eine externe Festplatte, die nicht permanent mit dem Computer verbunden ist. Auch wichtige Daten auf dem Smartphone oder Tablet sollten Sie immer wieder auf die Festplatte Ihres PCs kopieren. Alternativ dazu können Sie auch spezielle Backup-Apps oder Cloud-Speicherdienste (auf Datenschutz achten!) nutzen. Ach ja! Auch Cloudspeicher und Festplatten müssen regelmäßig sortiert und aufgeräumt werden!

Zur Lösung von besonders komplexen Aufgaben oder Problemen, benötigt es eine Künstliche Intelligenz. Mit Hilfe von vielen Daten kann sich eine KI selbstständig verbessern. Das wird auch Machine Learning (maschinelles Lernen) genannt. Bei ganz besonders komplexen Problemen werden künstliche Neuronen erzeugt, die der KI dabei helfen, ähnlich wie ein Mensch Entscheidungen zu treffen. Das nennt man Deep Learning (Tiefes Lernen).

Auch wir haben eine Künstliche Intelligenz entwickelt: den Kettenbrief-Chatbot! Er hilft Kindern und Jugendliche dabei, per WhatsApp verschickte Kettenbriefe zu erkennen. Dafür haben wir den Chatbot mit vielen verschiedenen Kettenbriefen gefüttert. Solange, bis er gelernt hat, ohne unsere Hilfe Kettenbriefe zu erkennen. Wenn Kinder dem Chatbot einen Kettenbrief weiterleiten, kann er diesen nun ganz allein identifizieren und die Kinder beraten.


Künstliche Intelligenz selbst entwickeln!

Unter Teachable Machine können Sie Ihre eigene Künstliche Intelligenz mit Hilfe von Machine Learning entwickeln. Wir haben es auch gleich ausprobiert und einer KI beigebracht, Lady Gaga und Billie Eilish zu erkennen. Wir haben uns für diese KünstlerInnen entschieden, da sie ihr Aussehen immer wieder stark verändern. Die KI muss also vor allem ihre Gesichter erkennen. So hat unser kleines Experiment funktioniert:

Unsere KI hat leider nicht alle Bilder richtig zugeordnet. In diesem Fall liegt das wohl daran, dass wir nur 20 Bilder pro Kategorie verwendet haben. Je nachdem mit wie vielen oder mit welchen Daten eine Künstliche Intelligenz lernt, funktioniert sie gut oder weniger gut. Das zeigt das Beispiel Gesichtserkennung: Viele dieser KIs lernen vor allem von Bildern von weißen Männern, daher funktionieren sie bei dieser Personengruppe am besten. Das kann diskriminierende Auswirkungen haben.


Wieso ist Künstliche Intelligenz relevant für Kinder und Jugendliche?

Zugegeben, eine KI, die zwischen Lady Gaga und Billie Eilish unterscheiden kann, ist wohl eher unwichtig. Daher stellt sich die Frage, wieso KIs oder Algorithmen relevant für Kinder und Jugendliche sind. Wirft man einen Blick auf die Praxis, zeigt sich, dass Kinder und Jugendliche in Ihrem Alltag sehr häufig mit Algorithmen oder mit KIs konfrontiert sind. Oft wissen sie es nur nicht. Hier ein paar Beispiele:

  • Wearables und Fitnesstracker: Nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche wird es immer interessanter den eigenen Körper zu vermessen oder mit Hilfe von Trackern das perfekte Workout zusammenzustellen. Um das Fitnesstraining an die jeweilige Person anzupassen, verwenden manche HerstellerInnen eine KI. 
  • Streamingdienste: Auch Webseiten wie zum Beispiel Streamingdienste verwenden oftmals eine KI. Bei Netflix, Spotify & Co. soll maschinelles Lernen dabei helfen, den Geschmack der NutzerInnen besser zu verstehen und dementsprechend die richtigen Vorschläge zu machen.
  • Soziale Medien und Filterblasen:  Ähnliches passiert auch in Sozialen Medien. Dort werden Algorithmen eingesetzt, die im Hintergrund entscheiden wie und welche Informationen den NutzerInnen eingeblendet werden. Dadurch zeigen uns Soziale Medien eher Themen, mit denen wir uns stärker beschäftigen. Manche WissenschaftlerInnen warnen daher vor einer personalisierten Filterblase.
  • Deepfakes:  Deepfakes sind Bilder, Videos oder Audio-Dateien, die mit Hilfe einer KI, absichtlich verändert werden. Dadurch können Medieninhalte manipuliert und Fake News noch besser verbreitet werden. Deepfakes werden aber auch im privaten Bereich verwendet. So werden manipulierte Bilder oder Videos sehr oft für den pornografischen Bereich missbraucht. Betroffen davon sind vor allem Frauen, deren Gesichter in Pornos reingesetzt oder die nachträglich „ausgezogen“ werden.
  • Filter:  Auch Filter, die auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat verwendet werden, sind eine Art Deepfake. Solche Filter können Landschaftsfotos in kräftigeren Farben erstrahlen lassen, sie können einer Person Hasenohren oder einen Katzenschnauze ins Gesicht zaubern oder sie schlanker oder „schöner“ darstellen. Vor allem solche „Schönheitsfilter“ werden oftmals kritisiert.

Wieso sollten Kinder und Jugendliche sich mit dem Thema KI auseinandersetzen?

Selbstlernenden Systeme können sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Wir haben bereits gezeigt, wie es bei der Gesichtserkennung zu Problemen kommen kann, wenn bestimmte Daten fehlen. Aber auch wenn eine KI mit Daten lernt, die Ungleichbehandlungen oder Vorurteile abbilden, spiegeln diese KI die gleichen Stereotype und Ungleichbehandlungen wider.

Eine Künstliche Intelligenz kann unser Leben also negativ beeinflussen. Daher ist es zentral, dass Kinder und Jugendliche lernen, wie solche Systeme funktionieren und wie sie diese auch kritisieren können. Folgende Fragen können dabei helfen, die Gefahren und Chancen von KIs und Algorithmen zu diskutieren:

  • Werden alle fair behandelt oder könnte es zu Diskriminierungen kommen?
  • Sind die Entscheidungen, die die KI trifft, nachvollziehbar?
  • Werden personenbezogene Daten geschützt oder ist gar nicht klar, was mit den Daten passiert?
  • Werden Algorithmen oder KIs dazu genutzt, um Menschen durch personalisierte Inhalte zu manipulieren?

Materialien für Lehrkräfte

Das Thema KI kann auch im Unterricht behandelt werden. Online finden Sie zahlreiche Materialien dafür. Die Webseite I am A.I. bietet Ideen für spielerische Ansätze an, die die Möglichkeiten und Funktionsweise von KIs nachvollziehbar machen. Im Unterricht könnte die Klasse zum Beispiel eine eigene KI basteln. Das funktioniert auch auf der Seite machinelearningforkids.co.uk – unter „Worksheets“ gibt es zahlreiche Anleitungen dafür. Kostenlose Unterrichtsmaterialienai stellen außerdem die Seiten der Roberta Initiative sowie appcamps.de zur Verfügung. Auch im Englisch-Unterricht kann das Thema mit dem Comic We need to talk, AI (.pdf) behandelt werden (zur deutsche Printversion geht es hier).

Was ist eine Filterblase?

​Viele Seiten im Internet setzen heutzutage sogenannte Algorithmen ein. Diese entscheiden im Hintergrund, wie und welche Informationen für bestimmte Nutzer:innen eingeblendet werden oder eben auch nicht. Vor allem Seiten, die viele unterschiedliche Inhalte anbieten, versuchen so, dem:der Nutzer:in einen Überblick über die (vermeintlich) relevantesten Themen zu geben.

Diese Algorithmen funktionieren somit wie Filter. Als Nutzer:in befinde ich mich in Sozialen Netzwerken wie zum Beispiel Facebook also in einer Filterblase. Es werden nur mehr gefilterte Informationen angezeigt, bei dem der Algorithmus denkt, dass diese relevant für mich sind.

Der Begriff Filterblase wurde übrigens das erste Mal von Elli Pariser (Autor von „The Filter Bubble“) in einer Präsentation von 2011 beschrieben.

Was sind Deepfakes?

Deepfakes sind Fotos, Videos oder Audio-Dateien, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz absichtlich verändert werden. Der Begriff setzt sich aus „Deep Learning“ (eine Methode, durch die eine Künstliche Intelligenz lernt) und „Fake“ zusammen. In diesen Videos, Bildern oder Sprachdateien sieht oder hört man Personen, die Sachen tun oder sagen, die sie tatsächlich gar nie getan oder gesagt haben.

Die Manipulation von Medieninhalten ist kein neues Phänomen und wurde bereits sehr früh eingesetzt, vor allem in Zusammenhang mit politischer Propaganda. Im Unterschied zu früher wird heute jedoch auf künstliche Intelligenz und die Rechenleistung von Computern gesetzt.

Schon die Allerjüngsten sind online

Digitale Medien sind mittlerweile praktisch von Geburt an im Alltag von Kindern präsent. Wie die Saferinternet.at-Studie „Die Allerjüngsten und digitale Medien“ eingehend aufgezeigt hat, nutzen beinahe Dreiviertel der Kinder im Vorschulalter zumindest gelegentlich das Internet beziehungsweise digitale Geräte – und das bereits ab einem Alter von durchschnittlich 12 Monaten. Der Grundstein für die spätere Medienkompetenz wird bereits in jungen Jahren gelegt – umso wichtiger ist es, bereits im Vorschulalter mit der Medienbildung anzufangen. Doch wie kann man bereits Kindergartenkindern einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vermitteln? Die neue Kurz-Video-Reihe „Der Online-Zoo“ der ISPA bietet eine kindgerechte Antwort auf diese Frage.

Warum es gerade an Schulen zu Cyber-Mobbing kommt

In aller Regel gehen die Attacken von Personen aus dem eigenen Umfeld aus. So ist es naheliegend, dass Cyber-Mobbing auch im Schulumfeld ein großes Thema ist. Mit wem die Kinder in eine Klasse kommen, können sie sich meist nicht aussuchen. Dadurch treffen sie zwangsläufig auch auf Menschen, die ihnen nicht sympathisch sind und mit denen ihnen der Umgang schwerfällt.

Fehlen ihnen dann die richtigen Strategien, um auch mit solchen Mitschüler:innen auszukommen, kann es zu Konflikten bis hin zu Mobbing kommen. Letzteres kann mitunter auch die ganze Schule betreffen und jedenfalls auch den Unterricht beeinträchtigen.

Wieder zahlreiche spannende Projekte

Schulen und Jugendorganisationen setzten auch heuer wieder kreative Projekte um. Die SchülerInnen der AHS Rahlgasse informierten in ihrem „Our Guide to a Safer Internet for Everyone“-Blog über Themen wie TikTok Challenges, Fake-News oder Digital Wellbeing – und das auf Englisch. Die MS Veitingergasse nahm einen Podcast zum sicheren Umgang mit Sozialen Netzwerken auf und die Volksschule Bizau beschäftigte sich mit Passwörtern. Aber auch Jugendorganisationen schafften Bewusstsein für die verantwortungsvolle Internet- und Mediennutzung. Die Wiener Jugendzentren erstellten Info-Videos mit Tipps fürs Smartphone. Das Jugendzentrum Iglu klärte über Hass im Netz auf und die Jugendarbeit SEA diskutierte über Fotos, die besser nicht gepostet werden sollten. Eine beliebte Aktivität bei Schulen und Jugendorganisationen ist nach wie vor die Erstellung von Info-Plakaten über die Gefahren in Sozialen Netzwerken und Tipps für die sichere Nutzung.

Info

Die Aktionstage starten am 23. April (Welttag des Buches) und enden am 9. Mai (Europatag)! Hier geht’s zum Programm für alle Offline- und Online-Veranstaltungen.

Wie funktioniert eine Filterblase?

Die Algorithmen, welche im Hintergrund die Filter für uns einstellen, bedienen sich unterschiedlichster Faktoren, um zu erkennen, was für uns relevant ist oder nicht. Dazu zählen:

Worum geht es in den Kurz-Videos?

Im Mittelpunkt des Online-Zoos stehen tierische Zoobewohner wie Affe, Panda oder Pinguin: Auch sie haben mittlerweile die zahlreichen Vorteile digitaler Medien entdeckt und verbringen ihre Freizeit gerne mit Online-Spielen, Online-Einkäufen oder in Chats. Ebenso wir wie Menschen stoßen sie dabei aber immer wieder auf neue Herausforderung im Umgang mit Internet, Handy oder Computer und müssen erst lernen, mit diesen umzugehen.

Zum Glück ist Zoodirektorin Elsa stets zur Stelle und hilft den Tieren dabei, diese Herausforderungen zu meistern. Egal ob Affe Moritz mal wieder die ganze Zeit auf sein Handy starrt, anstatt mit seinen FreundInnen zu spielen, Panda Paul unter den Cyber-Mobbing-Attacken der Hyänen leidet oder Pinguin Fridolin leichtfertig Badehosen-Selfies von sich online stellt: Elsa hat stets ein offenes Ohr für ihre tierischen Schützlinge und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Der Safer Internet-Aktionsmonat wurde unterstützt vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF).

An wen richten sich die Aktionstage?

Zielgruppe sind alle, die sich für Politische Bildung interessieren. Einen Schwerpunkt bilden wie immer die Veranstaltungen für Lehrkräfte und Schüler:innen.

  • Informationen über das Computersystem (Betriebssystem, Browser, etc.)
  • das eigene Surfverhalten (Wie oft kommt jemand auf eine bestimmte Seite, wo kauft sie:er ein im Internet? Auf welche Werbungen klickt sie:er?, etc.)
  • oder die eigenen Vorlieben (Welche Seiten werden zum Beispiel auf Facebook oft geliked/kommentiert?).

Prävention und kompetentes Handeln als Qualitätsmerkmal von Schulen

Für Schulen gilt es mittlerweile sogar als Qualitätsmerkmal, wenn sich diese aktiv mit dem Thema Cyber-Mobbing befassen, Präventionsmaßnahmen setzen und wissen, wie sie im Anlassfall reagieren.
Ebenfalls zu beobachten ist, dass sich Schulen im akuten Anlassfall in aller Regel um rasches Handeln bemühen. Dass es dabei manchmal auch zu vorschnellen Schlüssen kommt, liegt auf der Hand. Ein Cyber-Mobbing-Fall ist meist sehr komplex und betrifft viele Personen gleichzeitig. Oft nimmt man als außenstehende Person nur einen Teil des Gesamtgefüges wahr und kennt nicht die ganze Geschichte. Es braucht also mitunter viel Zeit, sich einen guten Überblick über die Gesamtsituation zu verschaffen.

Zu beachten ist hier, dass sich die Opfer- und Täter:innen-Rollen oft auch umkehren – nämlich dann, wenn ehemalige Opfer sich rächen und dadurch selbst zu Täter:innen werden. Schnell und gut auf Cyber-Mobbing zu reagieren, kann also auch heißen, dem Konflikt in detektivischer Kleinarbeit auf den Grund zu gehen. Das Wichtigste ist, die Opfer zu schützen und sich gut mit allen anderen (Lehrenden-Team und Eltern) abzusprechen.

Themenschwerpunkt Cyber-Mobbing

Wir legten zum Safer Internet Day 2022 den Schwerpunkt auf Cyber-Mobbing – nicht nur in unserer diesjährigen Studie, sondern auch in der Schnitzeljagd zum Safer Internet Day 2022. Unsere Studienergebnisse belegen es: Präventionsmaßnahmen gegen Cyber-Mobbing sind wichtiger denn je! Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, dass Online-Schikanen während der Pandemie zugenommen haben.

Schulen und Jugendorganisationen erkannten diesen Handlungsbedarf und setzten zahlreiche Aktivitäten zum Thema Cyber-Mobbing um. In der WMS/RG/ORG Antonkriegergasse wurden die Erfahrungen mit Cyber-Mobbing in anonymen Briefen festgehalten, in Kleingruppen besprochen und Umgangsstrategien ausgearbeitet. Die NÖMS Gerasdorf befasst sich mit den Übungen aus dem Cyber-Mobbing Unterrichtsmaterial und das Jugendzentrum Iglu klärte über Hass im Netz auf. Besonders gelungen sind auch die Videos „Nein zu Cyber-Mobbing“ der Mittelschule Gamlitz.

Anmeldungen für die Veranstaltungen sind ab sofort möglich!

Dadurch, dass diese Algorithmen verstärkt darstellen, womit wir uns öfters befassen, entsteht langsam eine personalisierte Filterblase.

Wie erstellt man Deepfakes?

Mittlerweile hat sich viel rund um Deepfakes getan: So wird es immer einfacher, selbst Deepfakes zu erstellen. Durch verschiedenste Apps oder durch integrierte Filter in Sozialen Netzwerken kann man sein Gesicht in bekannte Filmszenen einsetzen lassen, sich selbst oder andere altern lassen oder das Geschlecht wechseln. Das alles geht mit nur wenigen Klicks.

 Aktiv_gegen_Cyber_Mobbing.pdf

Unterrichtsmaterial: Aktiv gegen Cyber-Mobbing

Tipp

Dieses Unterrichtsmaterial bietet umfangreiche Informationen zum Thema Cyber-Mobbing, sowie Übungen für SchülerInnen.

Veröffentlichung: Dezember 2021

Jugendorganisationen informieren über Soziale Netzwerke

Jugendorganisationen wissen, dass sie Jugendliche am besten auf Instagram und TikTok erreichen. In kreativen Postings und Stories informierten Jugendorganisationen über Sexting, sichere Passwörter und Fake-News. Aber auch spaßige Online-Quiz und Video-Tutorials zu Einstellungen in Sozialen Netzwerken wurden gepostet. Besonders aktiv war die Schulsozialarbeit, die während des gesamten Aktionsmonats zahlreiche Info-Postings zu Kostenfallen, Passwörter und Privatsphäre-Einstellungen veröffentlichte.

Auch in den Jugendzentren selbst fanden im Februar spannende Workshops und Themen-Nachmittage statt. Das Jugendzentrum Schwaz entwickelte sogar ein Escape Game zum Thema Dating, Freunde treffen und Sexting.

Was erwartet Sie?

Zahlreiche Themen und kreative Vermittlungsformate!

Themen wie der Ukraine-Krieg, Klimawandel und Desinformation über Kinderrechte, Partizipation, Menschenrechte und Demokratiekompetenzen bis hin zu europapolitischen Bildungsangeboten und der Verbindung von Politischer Bildung und Digitalem sowie game-based Learning werden in unterschiedlichen Settings erarbeitet. Freuen Sie sich auf spannende Podcasts, Radiosendungen, Workshops für Schüler:innen, Webdossiers, Quiz, Bücherflohmärkte, Publikationen und vieles mehr!

Sie haben viele Möglichkeiten bei den Aktionstagen teilzunehmen: Melden Sie entweder Ihre Klasse für einen Workshop (bzw. ein anderes Format) an oder nutzen Sie als Lehrperson die Chance und lernen mehr über Unterrichtsmethoden zu politischen Themen. Aber auch für Sie als Einzelperson gibt es tolle Informations- und Diskussionsangebote.

Realitätscheck Filterblase

Die Filterblase ist jedoch kein Phänomen, das alleine durch die Digitalisierung hervorgerufen wurde. Filter, die bestimmt haben, welche Informationen wir sehen, gab es schon immer. In Zeitungen sind das Journalist:innen und im Fernsehen die Moderationsteams, welche wir überlegt oder zufällig als unsere primären Informationsquellen wählen. Im persönlichen Umfeld sind es Freund:innen und Bekannte, mit denen regelmäßig Informationen, Lebenseinstellungen und Erfahrungen ausgetauscht werden.

In Sozialen Netzwerken übernimmt diese Rolle des Filters nun kein Mensch mehr, sondern ein Programm, welches im Hintergrund bestimmt, was wir wie oft sehen. Durch diese Automatisierung treffen wir vermehrt auf Menschen, welche derselben oder ähnlicher Meinung sind wie wir. So wird die eigene Meinung in die eine oder andere Richtung verstärkt.

    Praxisnahe Unterstützung für Eltern und PädagogInnen

    Die Videoreihe „Der Online-Zoo“ basiert auf dem international erfolgreichen, gleichnamigen Kinderbuch der ISPA, zu dem es bereits ein pädagogisches Begleithandbuch gibt. Die fünf Kurzfilme widmen sich den Themen Bildschirmzeit, Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming, In-App-Käufen und Selbstdarstellung im Internet. Ziel der rund eineinhalb-minütigen Clips ist es, vor allem Eltern, Lehrkräften und PädagogInnen eine praxisnahe Hilfestellung zu bieten, um mit Kindern über mögliche Risiken im Internet zu sprechen. Die ISPA stellt auf ihrer Website alle Clips kostenlos und unter einer Creative Commons Lizenz zur Verfügung.

    12 Themen und Übungen

    Im Unterrichtsmaterial "Aktiv gegen Cyber-Mobbing" geht es vor allem darum, Bewusstsein für Cyber-Mobbing zu stärken – nicht nur bei den Schüler:innen selbst, sondern auch bei deren Eltern und Lehrpersonen. Zu verstehen, wo die Grenze zwischen Spaß und Verletzung liegt, welche unterschiedlichen Rollen es in einem Cyber-Mobbing-Fall gibt und wie Prävention helfen kann, ist dafür wichtig.
    Neben den theoretischen Einführungen beinhaltet dieses Handbuch jeweils dazu passende Übungsangebote für den Unterricht, die den Einstieg in das Thema und die Reflexion erleichtern. Diese sind der Digitalen Grundbildung der Sekundarstufe 1 zugeordnet.

    Ebenso hilfreich: zahlreiche Tipps für alle drei Zielgruppen – Pädagog:innen, Kinder und Eltern.  

    Beliebteste Aktivität: Saferinternet.at Schnitzeljagd

    Unsere Schnitzeljagd zum Thema Cyber-Mobbing wurde im Safer Internet-Aktionsmonat über 4000-mal gespielt. Kinder und Jugendliche lösten die kniffligen Rätsel und knackten so das Lösungswort. Als Belohnung fürs Mitmachen gab es eine Urkunde und die 10 besten SpielerInnen wurden in einer Ranking-Liste verewigt.

    Nutzen Sie den Hashtag #atpb22!

    Ausbruch aus der Filterblase

    Die meisten Nutzer:innen befinden sich in einer Form der Filterblase, manchmal ist sie schwächer, manchmal ist sie stärker. Jedoch ist es übertrieben zu sagen, dass diese gänzlich abgeschottet sind von gewissen Informationen. Dadurch, dass nach wie vor viele News-Seiten mit Hilfe eines Direkt-Links angesurft werden, können automatisierte Filter von Sozialen Netzwerke oder Suchmaschinen ein Stück weit umgangen werden.

    Wer nun jedoch gerne bewusst aus seiner eigenen Filterblase ausbrechen möchte, kann dies mit Hilfe dieser 4 Tipps ausprobieren:

    Die komplette Neubearbeitung und Neuauflage des Unterrichtsmaterials "Aktiv gegen Cyber-Mobbing" wurde durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) beauftragt.

    • Anderen Inhalten/Personen folgen. Gerade in Sozialen Netzwerken ist es wichtig, auch Inhalten und Personen zu folgen/zu liken, mit denen man sich sonst eher nicht beschäftigt. Das können politische Parteien sein, die man nicht wählen würde oder aber auch Personen, deren Meinung man nicht unbedingt teilt.
    • Tools oder alternative Suchmaschinen nutzen. Die Nutzung von alternativen Suchmaschinen wie Duckduckgo ermöglichen es ganz ohne Personalisierung, Informationen im Internet zu suchen. Alternativ lassen sich auch Add-ons wie Ghostery (auch als App verfügbar) installieren, welche das Tracking durch Facebook oder Google stark einschränken.
    • Quellen- und Medienkritik. Die Informationen, welche in den eigenen Sozialen Netzwerken dargestellt werden, sollten regelmäßig überprüft und hinterfragt werden. Gerade bei hoch emotionalen Themen ist man schnell verleitet, auch sogenannten Fake-News zu glauben.
    • Andere (analoge) Medien nutzen. Nicht alleine auf digitale Informationen vertrauen. Andere Medien wie Print, TV oder Radio ermöglichen es, einen anderen Blick auf gewisse Dinge zu werfen und sich damit auseinanderzusetzen.

    Solche Apps sind zwar eine lustige Spielerei, datenschutzrechtlich jedoch oft bedenklich. Auch bei der #FaceAppChallenge kam Kritik auf, dass die hochgeladenen Bilder von der App gespeichert und weiterverwendet wurden. Recherchieren Sie am Besten vor der Nutzung einer solchen App, was mit Ihren Bildern passiert.

    Das sind die Gewinner-Projekte 2022

    • AHS Rahlgasse (500 Euro für eine Medienausstattung)
    • MS Gamlitz (500 Euro für eine Medienausstattung)
    • Jugendzentrum Iglu  (500 Euro für eine Medienausstattung)
    • VS Bizau (Saferinternet.at-Workshop)
    • Jugendarbeit SEA (Saferinternet.at-Workshop)
    • Juz Staw (Saferinternet.at-Workshop)

    Politische Einflussnahme durch Deepfakes

    Doch nicht nur datenschutzrechtlich können Deepfakes problematisch sein: Manipulierte Videos werden auch gerne für Fake News eingesetzt. Denn Falschinformationen lassen sich ohne Bilder oder Videos als Beweis nur halb so gut verbreiten, da visuellen Medien mehr Glauben geschenkt wird. ExpertInnen sorgen sich davor, dass Deepfakes die öffentliche Meinung in Zukunft stark beeinflussen könnten.

    Wir bedanken uns für die tollen Projekte und Aktionen rund um den Safer Internet-Aktionsmonat 2022 und gratulieren den GewinnerInnen recht herzlich!

    Im Artikel „Das Bild als Beweis? Tipps und Tricks zum Erkennen von Fake-Bildern“ erklären wir, wie(so) Bilder zur Verbreitung von Falschinformationen missbraucht werden.

    Alle Aktivitäten und Projekt finden Sie auf der Social Wall bzw. in Sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #SID2022AT.

    Fake-Nacktbilder erstellen durch Deepfakes

    Nicht zu vernachlässigen ist außerdem der Missbrauch von Deepfakes im pornografischen Bereich. Die Sensity-Studie „The State of Deepfakes“ aus dem Jahr 2020 zeigt, dass es sich bei 93 Prozent aller Deepfake Videos, die online zu finden sind, um pornografische Inhalte handelt.

    Damit Ihr Foto nicht für solche Zwecke missbraucht werden kann, sollten Sie Ihr eigenes Medienverhalten ständig hinterfragen. Überlegen Sie sich, welche Fotos oder Videos Sie für wen online zur Verfügung stellen wollen.

    Wie erkennt man Deepfakes?

    Derzeit sind viele Deepfake-Videos noch mit dem bloßen Auge erkennbar. Es gibt dabei typische Merkmale, an denen Sie Deepfakes erkennen können:

    • Unnatürliches Gesicht: Eine unnatürliche Mimik oder ein leerer Blick können ein Hinweis darauf sein, dass es sich um ein Fake handelt. Auch unlogische Schatten im Gesicht oder komisch aussehende Haare können entlarvend sein.
    • Unscharfe Übergänge: Achten Sie auf Übergänge wie jenem zwischen Gesicht und Haaren oder Gesicht und Hals. Diese Übergänge sind bei Deepfakes oftmals unscharf.
    • Fehlendes Blinzeln: Menschen blinzeln ganz automatisch, ohne sich dessen bewusst zu sein und zwar alle paar Sekunden. Blinzeln Personen in einem Video nicht, ist das ein Alarmsignal!
    • Unterschiedliche Qualität: Hat das Gesicht eine andere Qualität als das restliche Video oder Bild, handelt es sich wohl um ein Deepfake.
    • Unlogischer Hintergrund: Sehen Sie sich den Hintergrund sowie den Übergang von Gesicht zum Hintergrund an, oftmals zeigen sich erst beim genaureen Anschauen Fehler!
    • Tools verwenden: Außerdem arbeiten unterschiedliche Unternehmen sowie Universitäten bereits an Tools, um Deepfakes zu erkennen. So gibt es zum Beispiel den Deepware Scanner, den DeepFake-o-meter oder die Deepfake Detection von DuckDuckGoose.

    Doch Deepfakes werden immer besser und so wird es gleichzeitig schwieriger diese zu erkennen. Wie bei anderen Informationen aus dem Internet auch, sollten Sie den Kontext überprüfen:

    • Unseriöse Quelle: Wo sind Sie auf das Video oder auf das Bild gestoßen? Ist die Quelle vertrauenswürdig oder eher dubios?
    • Umgekehrte Suche: Auf TinEye.com oder berify.com können Sie Videos sowie Bilder hochladen, um im Internet danach zu suchen und so ihre Echtheit zu überprüfen.
    • Skeptisch sein: Wenn die Aussagen oder das Verhalten der gezeigten Person sehr ungewöhnlich für die Person sind, können Sie ruhig skeptisch sein!

    Wir haben weitere Tipps zum kompetenten Bewerten von Informationen aus dem Internet zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, Fake News zu entlarven.

    „Bringt nicht viel, aber geht leicht!“

    Dass es Unterschiede zwischen dem zivilcouragierten Handeln in der Offline- und Online-Welt von Jugendlichen gibt, überrascht auf den ersten Blick. Sonst unterscheiden Jugendliche selten zwischen online und offline. Dennoch ist dies eines der zentralen Ergebnisse eines Forschungsprojekts der Universität Wien, welche gemeinsam mit Saferinternet.at, dem Mauthausen Komitee Österreich, dem Bundeskriminalamt und der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien durchgeführt wurde. Zivilcouragiertes Verhalten online wird als wenig hilfreich, gleichzeitig aber auch als wenig aufwändig eingestuft. „Bringt nicht viel, aber geht leicht“, so könnte man die Gedanken der befragten Jugendlichen zusammenfassen.

    Auch finden sich unterschiedliche Herangehensweisen zwischen Mädchen und Jungs: Mädchen sind online viel mehr von verbalen Beschimpfungen betroffen als Jungs. Sie sind daher auch eher bereit, sich online zu engagieren. „Mädchen sind online empathischer“, so eine Schlussfolgerung von Ingrid Kromer, eine der beiden Studienautorinnen.

    AK Burgenland fördert Safer Internet-Workshops für Schulen

    Die Arbeiterkammer Burgenland fördert im Zuge des Zukunftsprogramms „Arbeit 4.0 – Digitalisierung“ Workshops von Saferinternet.at zum sicheren Umgang mit digitalen Medien für burgenländische Schulen. Die Workshops (SchülerInnen-Workshops, Elternabende oder Lehrendenfortbildungen – online oder offline) werden von Saferinternet.at-TrainerInnen durchgeführt und können ab sofort bis Ende 2022 stattfinden.

    Alles anders, alles neu? Das war der Safer Internet-Aktions-Monat Februar 2021

    Auch am Aktions-Monat zum Safer Internet Day 2021 ging Covid-19 nicht unbemerkt vorüber. Statt offline fanden die meisten Veranstaltungen online statt. Inhaltlich war der diesjährige Aktions-Monat jedoch durchaus mit vergangenen Jahren vergleichbar. Die Schulen, Jugendorganisationen und Bildungseinrichtungen haben sich wie jedes Jahr mit Themen wie dem Umgang mit persönlichen Daten, Veröffentlichungen im Internet und Informationen und Maßnahmen zur technischen Sicherheit beschäftigt. Auch die Themen Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming waren wieder groß dabei.

    Insgesamt fanden zum 11. österreichweiten Safer Internet-Aktions-Monat mehr als 150 spannende Aktivitäten statt.

    Zwischen Homeschooling und Homeoffice

    Gerade in dieser herausfordernden Zeit zwischen Homeschooling und Homeoffice, in der Kinder und Jugendliche besonders viel Zeit online verbringen, brauchen Eltern und andere erwachsene Bezugspersonen Unterstützung. Sie stehen jetzt noch einmal mehr als sonst vor der Herausforderung, gemeinsam mit den Kindern Regeln zum Umgang mit digitalen Medien im Familien-, aber auch Schul- und Arbeitsalltag zu finden. Genau dabei können unsere ExpertInnen Sie unterstützen!

    Kostenlose Weiterbildung zu Safer Internet-Themen

    Sie arbeiten mit Kindern und Jugendlichen und Ihnen ist die sichere und verantwortungsvolle Mediennutzung ein Anliegen? Sie haben schon einige Zeit eine Herausforderung, die Sie unbedingt angehen möchten? Sie sind kein/e Medienpädagogin oder -pädagoge, sehen aber inhaltlichen Weiterbildungsbedarf und Chancen für Ihre Arbeit? Dann sind Sie bei uns genau richtig!

    Was ist Roblox?

    Mit über 160 Millionen aktiven NutzerInnen pro Monat ist Roblox eine der beliebtesten Spieleplattformen für Kinder. Vor allem jüngere Kinder scheinen von Roblox begeistert zu sein. So sind unter 13-Jährige die größte NutzerInnen-Gruppe.

    Das Besondere an Roblox ist, dass es sich um eine Online-Spieleplattform handelt, auf der die NutzerInnen nicht nur spielen, sondern selbst 3D-Welt entwerfen und darin neue Spiele entwickeln können. So entsteht eine Vielzahl von virtuellen Welten und Games. Außerdem nutzen die jungen SpielerInnen Roblox zunehmend als Soziales Netzwerk.

    Cyber-Mobbing ist vielschichtig und betrifft viele Menschen gleichzeitig

    Eins vorab: Cyber-Mobbing ist meist sehr komplex. Involviert sind nicht nur zwei Personen, sondern meist viele Menschen in ihren unterschiedlichen Rollen. Es gibt die TäterInnen, die Opfer, aber auch jene, die die TäterInnen unterstützen und den Konflikt befeuern und jene, die nichts tun und durchs bloße Zuschauen, das Problem vergrößern. Kommt es an eine Schule zu Cyber-Mobbing, ist meist die ganze Klasse oder Schulstufe bis hin zur gesamten Schule involviert.

    Wie kann man nun in einem so komplexen Gefüge herausfinden, warum und mit wem der Konflikt angefangen hat? In detektivischer Kleinarbeit! Indem Lehrpersonen, SchulpsychologInnen und Eltern genau hinschauen, beobachten, keine vorschnellen Schlüsse ziehen und mit den Kindern reden. Oft stellt sich heraus, dass aktuelle TäterInnen selbst Opfer von Mobbing waren und sich nun dafür rächen. Es ist also wichtig, genau zu schauen, wer in welcher Rolle am Mobbing beteiligt ist und jede Einzelne bzw. jeden Einzelnen dabei zu unterstützen, den Kreislauf zu durchbrechen.

    Cyber-Mobbing indirekt thematisieren

    Mobbing resultiert sehr oft aus einem schlechten Klassenklima. Gehen Sie also präventiv gegen Cyber-Mobbing vor, indem Sie den Klassenzusammenhalt fördern und eine positive Atmosphäre schaffen. Arbeiten Sie mit Ihrer Klasse gemeinsam daran, das Klassenklima zu verbessern und dadurch den Lernerfolg zu steigern. Wir zeigen Ihnen einfache Übungen, die Sie im Präsenzunterricht, aber auch im Distance Learning einbauen können.

    Worum geht's im Online-Workshop?

    Die Herausforderungen durch die Pandemie führen unter anderem auch dazu, dass Cyber-Mobbing bei SchülerInnen zunimmt. Im Workshop lernen Sie, wie Sie präventiv gegen Cyber-Mobbing an Ihrer Schule vorgehen. Egal, ob im Distance Learning oder in der Klasse. Bricht die Klassengemeinschaft auseinander und sinkt die Stimmung in der Schule, so können Cyber-Mobbing-Vorfälle zunehmen. Daher: Verbessern Sie das Klassenklima und sorgen Sie für ein gemeinsames Miteinander! Barbara Buchegger, die pädagorische Leiterin von Saferinternet.at, zeigt Ihnen Methoden und Übungen zur Stärkung der Klassengemeinschaft.

    Was ist Twitch?

    Bei Twitch handelt es sich um ein Streaming-Portal – also eine Online-Plattform, auf der Videos live übertragen werden. Besonders beliebt ist Twitch bei Gamerinnen: Viele filmen sich in sogenannten „Let’s Plays“ beim Zocken von Computerspielen und kommentieren dabei ihr Spielerlebnis oder schauen anderen SpielerInnen beim Spielen zu. Da die Videos grundsätzlich live übertragen werden, kann man über die Chatfunktion direkt mit den Streamerinnen kommunizieren.

    Neben der Übertragung von Videospielen gibt es auf Twitch inzwischen aber auch Streams zu vielen anderen Themen: vom DJ, der eine professionelle Live-Show macht, über große E-Sport-Turniere bis hin zu Koch- und Bastel-Videos oder Talkshows, die in kleiner oder großer Runde eine Live-Interaktion mit dem Publikum ermöglichen – die Formate, die man auf Twitch findet, sind inzwischen sehr breit gefächert.

    Online-Workshops & Webinare speziell für Schulklassen

    Die kostenlosen neuen Onlinekurse von A1 wenden sich an die 5.-8. Schulstufe und unterstützen Lehrende bei der Umsetzung der verbindlichen Übung „Digitale Grundbildung“. Es stehen vier unterschiedliche Kursformate zur Auswahl, die jeweils 50 Minuten bzw. 110 Min. lang dauern und in den Schulstunden durchführbar sind.

    • Digitale Grundbildung leicht gemacht
      Was sind Betriebssysteme und Standardanwendungen und wie verwendet man sie? Wie funktioniert digitale Kommunikation und was sind soziale Medien wirklich? Wie können sich SchülerInnen selbst und ihre Daten im Internet schützen? Dies und vieles mehr wird im Webinar erklärt.
      Weitere Infos und Termine
    • Wir sind eine Laptop Klasse / eine Tablet Klasse – und wie geht es weiter?
      Alle freuen sich – die Laptops/Tablets sind endlich da! Was ist alles bei dem neuen Gerät zu beachten?  In diesem Webinar für EinsteigerInnen erfährt die gesamte Klasse die wichtigsten Tipps und Tricks sowie Regeln für einen reibungslosen Einsatz der Geräte im Unterricht.
      Weitere Infos und Termine
    • Programmieren für EinsteigerInnen 1
      Kinder und Jugendliche spielen gerne Computerspiele. In diesem Workshop lernen sie die Programmierumgebung Scratch kennen und erwecken Spielfiguren zum Leben. Wer ist der Avatar und wer sind seine GegnerInnen? Die Jugendlichen entscheiden selbst und kreieren damit ihr eigenes Spiel.
      Weitere Infos und Termine
    • Programmieren für EinsteigerInnen 2 (Game Design mit Scratch)
      In diesem Workshop verwandeln sich alle SchülerInnen in junge Game-DesignerInnen, die mittels der Programmiersprache „Scratch“ gemeinsam Spiele entwickeln und so die Grundlagen des Game Designs, des algorithmischen Denkens und der Informatik spielerisch nebenbei erwerben.
      Weitere Infos und Termine

    Wie spreche ich mit meinem Kind über Kriege, Anschläge und Katastrophen?

    Besonders Kindern und Jugendlichen fällt es schwer, Informationen über schlimme Ereignisse zu verarbeiten. Gerade in Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche auf Instagram, WhatsApp, TikTok & Co. vermehrt mit verstörenden Bildern, reißerischen Schlagzeilen und aufwühlenden Inhalten konfrontiert. Selbst wenn sie die Hintergründe nicht immer verstehen, sind solche Inhalte sehr belastend. Unterstützen Sie Ihr Kind bei der Bewältigung besorgniserregender Situationen und besprechen Sie den richtigen Umgang mit Online-Informationen!

    • Sprechen Sie sachlich mit Ihrem Kind.
      Ordnen Sie zunächst Ihre eigenen Gefühle und Ängste und lassen Sie sich nicht von Ihren eigenen Emotionen mitreißen. Verzichten Sie auf Spekulationen und sprechen Sie nüchtern über das Thema.
    • Nehmen Sie die Sorgen Ihres Kindes ernst.
      Kinder verstehen nicht immer, was genau passiert, spüren aber sehr wohl die Tragik schlimmer Ereignisse. Berichte, Bilder und Videos über Kriege lösen Gefühle in ihnen aus und versetzen sie in Sorge. Versuchen Sie nicht, zu beschwichtigen, sondern fragen Sie besser nach, wie es Ihrem Kind in der aufwühlenden Situation geht. Stellen Sie möglichst offene Fragen: Wie geht es dir damit? Was liest du auf Instagram darüber? Besprichst du das Thema in der Schule/mit FreundInnen? Magst du darüber etwas wissen?
    • Erklären Sie altersgerecht.
      Einen Krieg, einen Terroranschlag oder eine Gesundheitskrise kindgerecht zu erklären, ist nicht gerade einfach. Daher: Recherchieren Sie vorab mögliche Erklärungen und überlegen Sie sich, wie Sie Inhalte vermitteln. Hören Sie Ihrem Kind genau zu und finden Sie heraus, welche Aspekte es interessant oder besorgniserregend findet. Bei jüngeren Kindern können Bilderbücher, Geschichten oder Rollenspiele hilfreich sein.
    • Verweisen Sie auf Nachrichten für Kinder und Jugendliche.
      Empfehlenswert sind beispielsweise der Zeit im Bild-TikTok-Kanal, Zib Zack Mini – die Nachrichtensendung für  Sechs- bis Zehnjährige des ORF oder logo! – eine Nachrichtenseite für Kinder des ZDF. Auch Funk, das Content-Netzwerk von ARD und ZDF bietet Inhalte für Menschen zwischen 14 und 29 Jahren. Aber: Vermeiden Sie eine Dauerbeschallung in Ihrem Wohnzimmer!

    Worum geht es?

    Bereits seit 2014 organisiert Saferinternet.at mit Unterstützung des Bundeskanzleramts (Sektion VI – Familie und Jugend) regelmäßig organisationsübergreifende Vernetzungs- und Weiterbildungstreffen für MitarbeiterInnen der außerschulischen Jugendarbeit. Im Mittelpunkt der Treffen stehen aktuelle Trends und Entwicklungen rund um den verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit digitalen Medien. Auch der gemeinsame Wissens- und Erfahrungsaustausch kommt natürlich nicht zu kurz. Die Teilnahme ist für MitarbeiterInnen der außerschulischen Jugendarbeit kostenlos!

    Digitale Kompetenzen spielerisch erweitern

    Neben neuen Onlinekursen für Schulklassen bietet A1 digital.campus im Sommersemester 2022 auch wieder zahlreiche kostenlose Präsenz-Workshops für Schulklassen an, die sich an SchülerInnen der Volksschule und Sekundarstufe 1 wenden. In den Coding-, Robotik- und Design & Media Labs können Kinder und Jugendliche spielerisch ihre digitalen Kompetenzen erweitern. Ziel ist es, Schulklassen mit moderner Technik wie 3D-Druckern oder Lernrobotern zu inspirieren und Lehrkräften neue Möglichkeiten für den Unterricht aufzuzeigen. Die in Kooperation mit DaVinciLab durchgeführten Workshops finden ab 1. März 2022 am A1 digital.campus in Wien (Engerthstraße 169, 1020 Wien) statt und können online gebucht werden.

    Worum geht es in der Infokampagne?

    Oftmals sind Kinder und Jugendliche Opfer von Cyber-Mobbing und Hasspostings. Gleichzeitig verbreiten sie solche Botschaften auch weiter. Die neue Kampagne, die in Kooperation der Stadt Wien mit Saferinternet.at entstanden ist, vermittelt auf jugendgerechte Weise, was es heißt, bedenkliche Botschaften und Hass-Postings in Sozialen Medien zu verbreiten. Mit den Infovideos „Steh auf gegen Hass im Netz!“ und „Cyber-Mobbing ist strafbar!“ sowie einer begleitenden Broschüre wollen wir MultiplikatorInnen dabei unterstützen, Jugendliche für diese beiden Themen zu sensibilisieren und darüber zu informieren, wo sie sich Unterstützung holen können.

    Was ist ein Saferinternet.at-Workshop?

    Saferinternet.at bietet Workshops und Vorträge rund um das Thema „Sichere Internet- und Handynutzung“ für SchülerInnen, Lehrende und Eltern. Die TrainerInnen gestalten die Workshops individuell nach den Bedürfnissen der Zielgruppen und gehen gerne auf ausgewählte Themen und offene Fragen ein. Die Workshops können offline in der Schule unter Einhaltung der Empfehlungen des Hygienehandbuchs zu COVID-19 des BMBWF oder online als Videokonferenz stattfinden. Weitere Infos zu den Workshops finden Sie hier.



    Saferinternet.at sucht Personen, die sich im eigenen Arbeitsumfeld oder für die ehrenamtliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu Safer Internet-Themen weiterbilden und mit dem gewonnenen Wissen konkrete Veränderungen in ihrer Arbeit schaffen wollen.

    Worum geht es?

    Bereits seit 2014 organisiert Saferinternet.at mit Unterstützung des Bundeskanzleramts (Sektion VI – Familie und Jugend) regelmäßig organisationsübergreifende Vernetzungs- und Weiterbildungstreffen für MitarbeiterInnen der außerschulischen Jugendarbeit. Im Mittelpunkt der Treffen stehen aktuelle Trends und Entwicklungen rund um den verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit digitalen Medien. Auch der gemeinsame Wissens- und Erfahrungsaustausch kommt natürlich nicht zu kurz.

    Auch die TäterInnen brauchen Unterstützung

    Während es logisch erscheint, Mobbing-Opfer zu unterstützen, ist es für Eltern, deren Kinder zu TäterInnen werden, oft sehr hart, hinter diesen zu stehen. Aber genau das brauchen sie, um aus dem Mobbing auszubrechen. Sie müssen die Handlungen Ihres Kindes nicht gut finden und sollten diese auf keinen Fall schönreden, dennoch ist es wichtig, dass Ihr Kind merkt, dass Sie zu ihm stehen und es sich immer an Sie wenden kann.

    Planen Sie für die Übungen jeweils eine Unterrichtseinheit ein. Alternativ können Sie diese auch als Auflockerungsübungen für zwischendurch nutzen.

    Nutzen Sie diese Gelegenheit und stellen Sie unserer Expertin Barbara Buchegger Ihre Fragen!

    Twitch gehört seit 2014 zu Amazon. Sind das Amazon- und Twitch-Konto miteinander verknüpft so gibt es noch mehr Funktionen.

    Alle Online-Workshops sind für EinsteigerInnen geeignet und problemlos sowohl in der Schule als auch im „Distance Learning“ von Zuhause durchführbar. Um teilzunehmen, benötigen die SchülerInnen lediglich Computer, Laptop oder Tablet sowie WLAN bzw. eine stabile Internetverbindung. In der Schule sind Kopfhörer mit Mikrofon (optional: Kamera) erforderlich. Die Kurse werden in Kooperation mit DaVinciLab durchgeführt.

    Thematisieren Sie Informationsquellen und üben Sie Quellenkritik

    Kinder und Jugendliche informieren sich anders als Erwachsene. Wichtige Informationsmedien sind vor allem Soziale Netzwerke wie Instagram, YouTube oder geteilte Inhalte in WhatsApp-Gruppen. Bedenken Sie: Diese Informationen sind nicht immer korrekt. Und gerade in Krisensituationen ist die Flut an Falschinformationen gigantisch! Sprechen Sie mit Ihrem Kind über den richtigen Umgang mit Online-Inhalten!

    Drei Ersatztermine im März und April 2022

    Nachdem aufgrund der pandemiebedingten Lockdowns mehrere Termine im Herbst/Winter 2021 abgesagt werden mussten, werden im März und April nun die drei Vernetzungstreffen in Kärnten sowie Ober- und Niederösterreich nachgeholt.  Vernetzungstreffen für das Burgenland, Salzburg, die Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien werden im Herbst 2022 wieder stattfinden (Termine folgen).

    Vollständiges Programm und Anmeldung:

    www.a1digitalcampus.at

    Die Infokampagne ist zur Verwendung an Schulen, in der verbandlichen und offenen Kinder- und Jugendarbeit, in sozialpädagogischen Einrichtungen etc. für die Altersgruppe der 13- bis 18-Jährigen konzipiert.

    Bringt sehr wohl was!

    Dass sich zivilcouragiertes Verhalte online sehr wohl auszahlt, und sei es in der einfachsten Form des Meldens von Online-Inhalten, wissen wir aus vielen Schulungen. Auch wenn Plattformen nicht sofort reagieren, hilft es oft, wenn viele Personen eine Ungerechtigkeit melden. Vor allem aber ist es für die betroffene Person wichtig zu wissen, dass sie nicht alleine ist! Wenn das Melden nicht hilft oder Sie sich unsicher sind, wie Sie helfen sollen, wenden Sie sich eine der folgenden Organisationen:

    Wer kann die Förderung in Anspruch nehmen?

    Alle Schulen und Schultypen im Burgenland! Die Workshops können für die Zielgruppen SchülerInnen, Lehrende oder Eltern eingesetzt werden.

    Jugendarbeit goes online

    Da in Jugendeinrichtungen im Februar 2021 kaum ein Betrieb mit Kindern und Jugendlichen möglich war, wurde viel in die Sozialen Netzwerke verlagert. Mit recht witzigen und anregenden Formaten: Von Quiz über Ratespiele bis hin zu inhaltlichen Beiträgen rund um die sichere und verantwortungsvolle Nutzung von digitalen Medien war alles dabei. Manche der Quiz wurden gleich in die sogenannten Stories von Sozialen Netzwerken hochgeladen und erreichten so die Jugendlichen auf direktem Weg bei ihrer täglichen Handynutzung.

    Österreichweite Vernetzungstreffen im Herbst/Winter 2021

    Auf vielfachen Wunsch setzen wir die Veranstaltungsreihe auch dieses Jahr wieder fort und laden herzlich zu den Saferinternet.at-Vernetzungstreffen im Herbst/Winter 2021 ein! Die Teilnahme ist für MitarbeiterInnenn der außerschulischen Jugendarbeit kostenlos.

    Um die Teilnahme für Einrichtungen aus allen Bundesländern zu erleichtern, finden neun unterschiedliche Termine in ganz Österreich statt:

    Wie kann Roblox genutzt werden?

    NutzerInnen müssen sich zu Beginn kostenlos registrieren, indem Sie ihre E-Mail-Adresse, ein Passwort und ihr Geburtsdatum angeben. Optional können auch Angaben zum Geschlecht gemacht werden. Danach erhalten alle SpielerInnen einen Avatar, den sie jederzeit verändern und anpassen können.

    Wer die vielen Welten von Roblox einfach nur entdecken und ein wenig spielen will, kann problemlos und ohne Vorwissen damit anfangen. Wer selbst Spiele entwickeln will, muss dafür ins sogenannte Roblox Studio einsteigen. Auch wenn das Studio auf der einfachen Skriptsprache „Lua“ basiert, ist eine kurze Einarbeitung notwendig, um sich mit dem Tool vertraut zu machen.

    Was Eltern tun können

    • Cyber-Mobbing beenden.
      Machen Sie Ihrem Kind klar, wie verletzend sein Verhalten für die Betroffenen ist. Fordern Sie Ihr Kind klar dazu auf, die belästigenden Aktivitäten einzustellen.
    • Mehrwert für TäterInnen besprechen.
      Was hat Ihr Kind davon, andere zu mobben? Welchen Gewinn bzw. Mehrwert erhofft es sich? Wie ließe sich dieser Mehrwert anders erreichen?
    • Beweggründe hinterfragen.
      Versuchen Sie, möglichst vorurteilsfrei mit Ihrem Kind die Hintergründe der Attacken zu klären. Wie kam das Kind dazu, das Mobbing zu beginnen? Welche Motive könnten hier im Spiel sein? Braucht Ihr Kind psychologische Unterstützung?
    • Gesetzlichen Rahmen verdeutlichen.
      Möglicherweise sind die Aktivitäten Ihres Kindes gesetzlich verboten. Machen Sie sich ein Bild und sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber. Mobbing kann auch für die TäterInnen schwerwiegende Folgen haben. Umso wichtiger ist es, dass Ihr Kind rechtzeitig aus dem Kreislauf ausbricht. 
    • Das Tun nicht verteidigen
      Ja, es ist wichtig, dass Eltern zu Ihren Kindern stehen und Ihnen helfen, aus problematischen Situationen wieder herauszukommen. Doch es ist nicht nötig, Ihr Kind zu verteidigen. Führen Sie Konflikte nicht mit den anderen Eltern weiter.
    • Perspektivenwechsel anregen.
      Fordern Sie Ihr Kind auf, sich in die Rolle der bzw. des Gemobbten zu versetzen. Wie würde es Ihrem Kind in einer solchen Situation gehen? Oft ist den Kindern nicht klar, wie verletzend ihre Handlungen für andere sind.
    • Stehen Sie zu Ihrem Kind und nehmen Sie es ernst.
      Hören Sie Ihrem Kind zu und wenden Sie sich nicht ab. Machen Sie ruhig deutlich, dass Sie seine Handlungen nicht gut finden, zeigen Sie ihm aber auch, wie es wieder aus dieser schwierigen Situation herauskommen kann. 
    • Widergutmachung überlegen.
      Was kann Ihr Kind tun, um den Schaden wieder gut zu machen? Was könnte es anbieten (sich öffentlich entschuldigen, falsche Behauptungen gerade richten etc.)? Wiedergutmachung kann ein Weg sein, aus der Sache wieder herauszukommen.
    • Holen Sie sich Unterstützung.
      Das Gespräch mit dem eigenen Kind kann auch für die Eltern belastend sein. Holen Sie sich daher auch selbst Unterstützung, z. B. hier: www.elternseite.at
      Besprechen Sie dann mit Ihrem Kind, an wen es sich für Hilfe wenden kann (Klassenvorständin bzw. -vorstand, VertrauenslehrerInnen, SchulsozialarbeiterInnen, Direktion) und holen Sie sich im Zweifel professionelle Hilfe (z. B. bei Rat auf Draht unter der Nummer 147 oder online unter www.rataufdraht.at).
    • Sichern Sie Beweise.
      Auch solche, wo Ihr Kind vielleicht nicht nur gut dasteht. Machen Sie Screenshots oder speichern Sie entsprechende Dateien ab (am besten mit Datum!). Diese sind wichtig, um den Fall auch für Dritte nachvollziehbar zu machen.
    • Entfernen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind problematische Postings.
      Verletzende Postings, die im Zusammenhang mit Cyber-Mobbing gepostet werden, sollten aus dem Netz entfernt werden. Durchforsten Sie mit Ihrem Kind seine Kommunikationsorte. Nutzen Sie dazu auch unsere Privatsphäre-Leitfäden!

    Warum ist Twitch so beliebt?

    Live dabei zu sein und mit Gleichgesinnten direkt in Kontakt zu treten – das macht Twitch für Jugendliche so spannend und unterhaltsam. Das breite Angebot an Streams sorgt für Abwechslung und ermöglicht es, sich mit anderen über Hobbys und Interessen auszutauschen. Es gibt also eine sehr große Nähe zur Community – und sogar mit den eigenen Idolen können die Jugendlichen per Chat persönlich kommunizieren. Zugleich kann man auf Twitch sehr einfach selbst Videos streamen. Sich selbst zu präsentieren, die eigenen Fähigkeiten zu zeigen und damit vielleicht sogar als InfluencerIn Geld zu verdienen, kann für Jugendliche ebenfalls sehr reizvoll sein.

    Das vollständige Programm von A1 digital.campus finden Sie hier.
     

    Hier erfahren Sie, wie Sie Online-Quellen richtig überprüfen. Wie Sie mit Ihrem Kind Quellenkritik üben können, lesen Sie hier

    • Termin Kärnten:
      Wann: Dienstag, 29.03.2022 von 09:00 - 16:00 Uhr
      Wo: Lakeside Science & Technology Park, Lakeside B11, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
      Ausgebucht!
    • Termin Oberösterreich:
      Wann: Dienstag, 19.04.2022 von 10:00 - 17:00 Uhr
      Wo: Stadtoase Kolping, Gesellenhausstraße 5, 4020 Linz
      Zur Anmeldung!
    • Termin Niederösterreich:
      Wann: Donnerstag, 21.04.2022 von 09:00 - 16:00 Uhr
      Wo: SPORTZENTRUM Niederösterreich GmbH, Dr. Adolf Schärf-Straße 25, 3100 St. Pölten
      Zur Anmeldung!

    In den Bundesländern: Präsenzkurse an Schulen vor Ort

    Auch in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg und Kärnten bietet A1 digital.campus kostenlose Präsenzkurse an, die gemeinsam mit regionalen Schulungspartnern durchgeführt werden und an Schulen vor Ort stattfinden. Dabei können SchülerInnen der Volksschule und Sekundarstufe 1 ihre digitale Grundkompetenzen und Kenntnisse zu Themen wie Sicherheit, Recherche oder Programmieren erweitern.

    Ziel der präventiven Kampagne ist es auch, Jugendliche darüber aufzuklären, welche Konsequenzen unverantwortliches Handeln im Netz haben kann – und dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Denn selbst Erwachsene sind oftmals nicht am aktuellen Stand, welche Handlungen im Online-Bereich strafrechtlich relevant sind.

    Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Melden in den beliebtesten Sozialen Netzwerken finden Sie in unseren Privatsphäre-Leitfäden.

    Wie kann die Förderung in Anspruch genommen werden?

    Interessierte Schulen können sich über das Saferinternet.at Veranstal­tungsservice für die Förderung anmelden (Checkbox „Förderung AK Burgenland“). Parallel erfolgt bereits die Vergabe der Workshopeinheiten pro Schule sowie die Vermittlung der zuständigen TrainerInnen, mit denen alle weiteren Details  (Termin, Inhalt, Ablauf etc.) vereinbart werden. Die Workshops müssen bis 16. Dezember 2022 abgehalten werden, um durch die Förderung gedeckt zu werden.




    • Termin Vorarlberg:
      Wann: Dienstag, 02.11.2021 von 09:00 - 16:00 Uhr
      Wo: aha Jugendinfo Vorarlberg, Poststraße 1, 6850 Dornbirn
      Zur Anmeldung!
    • Termin Tirol:
      Wann: Mittwoch, 03.11.2021 von 09:00 - 16:00 Uhr
      Wo: Kinder- und Jugendanwaltschaft, Meraner Straße 5, 6020 Innsbruck - Seminarraum 4. Stock
      Zur Anmeldung!
    • Termin Steiermark:
      Wann: Donnerstag, 11.11.2021 von 10:00 - 17:00 Uhr
      Wo: LOGO Jugendmanagement, Karmeliterplatz 2, 8010 Graz - Multifunktionsraum 1. Stock
      Zur Anmeldung!
    • Termin Wien:
      Wann: Montag, 22.11.2021 von 09:00 - 16:00 Uhr
      Wo: WIENXTRA-Institut für Freizeitpädagogik, Albertgasse 35/II, 1082 Wien - Seminarraum 1 (1.Stock)
      Zur Anmeldung!
    • Termin Burgenland:
      Wann: Mittwoch, 24.11.2021 von 10:00 - 17:00 Uhr
      Wo: Haus der Begegnung, Kalvarienbergplatz 11, 7000 Eisenstadt
      Zur Anmeldung!
    • Termin Niederösterreich:
      Wann: Dienstag, 30.11.2021 von 09:00 - 16:00 Uhr
      Wo: Bildungshaus St. Hippolyt, Eybnerstraße 5, 3100 St. Pölten - Tagungsraum 1
      Zur Anmeldung!
    • Termin Salzburg:
      Wann: Montag, 06.12.2021 von 10:00 - 17:00 Uhr
      Wo: Akzente Salzburg, Glockengasse 4c, 5020 Salzburg - Seminarraum 4. Stock
      Zur Anmeldung!
    • Termin Oberösterreich:
      Wann: Donnerstag, 09.12.2021 von 10:00 - 17:00 Uhr
      Wo: Hotel Stadtoase Kolping, Gesellenhausstraße 5, 4020 Linz
      Zur Anmeldung!
    • Termin Kärnten:
      Wann: Dienstag, 14.12.2021 von 09:00 - 16:00 Uhr
      Wo: Lakeside Science & Technology Park, Lakeside B11, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
      Zur Anmeldung!

    Wieso ist Roblox bei Kindern beliebt?

    Wieso Roblox bei vor allem jungen Kindern so beliebt ist, hängt mit der Möglichkeit zusammen in ganz verschiedene Welten eintauchen und diese sogar selbst gestalten zu können:

    • In vielfältige Welten eintauchen. Laut Roblox kann man derzeit aus mehr als 50 Millionen Spielen auswählen. Diese setzen sich mit unterschiedlichsten Themen auseinander: Man kann ins „Erwachsenenleben“ eintauchen, indem man Pizza bäckt oder eine Eis-Filiale leitet. Man hat die Möglichkeiten sich ein Haustier zuzulegen oder sich um einen Pferdestall zu kümmern. Natürlich gibt es auch zahlreiche Team-Spiele, in denen man gemeinsam Lösungen finden muss – zum Beispiel einen Fluchtweg aus einer mysteriösen Fabrik. Inhaltlich gibt es also kaum Grenzen.
    • Eigene Ideen umsetzen. Kinder können ihre eigene Spielideen umsetzen und für sie spannende Welten erschaffen. Das spricht Kreativität und Fantasie der Kinder an. Gleichzeitig lernen sie ganz nebenbei erste einfache Konzepte des Programmierens.  
    • Austausch mit anderen. Außerdem ist Roblox ein Soziales Netzwerk. Das heißt es gibt die Möglichkeit, sich mit anderen zu befreunden und auszutauschen, gemeinsam Spiele zu spielen oder sogar zusammen welche zu entwickeln und zu chatten.

    Der Online-Workshop wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF)

    Gibt es eine Altersbeschränkung?

    Laut den allgemeinen Geschäftsbedingungen ist Twitch erst ab einem Mindestalter von 13 Jahren erlaubt, wobei Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren das Portal nur unter Aufsicht eines Erziehungsberechtigten nutzen dürfen. Allerdings ist für das bloße Anschauen von Streams keine Anmeldung erforderlich. In der Praxis können also auch jüngere NutzerInnen jederzeit auf alle Inhalte zugreifen – auch auf solche, die eigentlich einer Altersbeschränkung unterliegen. Nur wenn man zusätzliche Funktionen nutzen will – z. B. zum Chatten oder um selbst zu streamen – muss man sich registrieren. Bei der Registrierung muss dann auch das Geburtsdatum angegeben werden. Eine Überprüfung der Altersangabe findet allerdings nicht statt.

    Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Anmeldungen zu den Veranstaltungen reihen wir aufgrund des begrenzten Platzangebots nach dem "first come, first served"-Prinzip, daher empfehlen wir eine rasche Anmeldung. Die Vernetzungstreffen finden als Offline-Veranstaltungen vor Ort statt. Es gilt die 2G-Regel – bitte den jeweiligen Nachweis bei Einlass vorweisen! Sollte es aufgrund der Covid-19-Pandemie erneut zu Einschränkungen kommen, finden die Vernetzungstreffen als Online-Veranstaltungen via Zoom statt.

    Interessierte können sich per Mail (digital.campus@a1.at) oder telefonisch (050 664 44505) an A1 digital.campus wenden!

    Steh auf gegen Hass im Netz!

    Zwei Angebote von Saferinternet.at

    • Flyer für Jugendliche „Trau dich und greif ein!“: Dieser kann kostenlos in Klassenstärke bestellt oder als pdf heruntergeladen werden. Der neue Jugendlichen-Flyer gibt Anregungen, wie man online für andere einstehen kann und zeigt, wie man sich dabei selbst schützt. Oberste Maxime: Hilfe holen! Man muss nicht alles alleine schaffen!
    • Quiz für Jugendliche zwischen 11-16 Jahre: Das Quiz kann gemeinsam im Unterreicht (z. B. im EDV-Saal) oder auch alleine am Handy gespielt werden. Es zeigt, was Zivilcourage bedeutet und wie man in welchen Situationen am besten reagiert.

    Welche Kosten entstehen für die Schule?

    Keine. Die Kosten der zugeteilten Workshops werden von der AK Burgenland übernommen. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen TrainerIn und AK Burgenland. Die Schule muss der Trainerin bzw. dem Trainer lediglich die Abhaltung der Workshops schriftlich bestätigen.

    Die Schule im Homeschooling

    Während es in anderen Jahren an den Schulen nur so von Workshops und Schulungen wimmelte, so waren es im Pandemie-Jahr 2021 vor allem Online-Angebote. In einigen Schulen war das Bestreben groß, das online Gelernte gleich im Homeschooling umzusetzen. Die Vielfalt der Online-Aktivitäten war beeindruckend, von Lernpfaden über Quiz und Videoproduktionen bis hin zu interaktiven Präsentationstools – jeweils thematisch angepasst an die Altersgruppen und deren Herausforderungen und Interessen.

    Worum geht es bei den Online-Elterninfos?

    Im Rahmen unserer Saferinternet.at-Online-Elterninfos für Schulen geben wir Tipps und Ratschläge unter anderem zu folgenden Fragen:

    Wie können Eltern ihre Kinder bei der Mediennutzung begleiten? Was sollten Eltern über die Mediennutzung ihrer Kinder wissen? Wie lange sollen/dürfen Kinder und Jugendliche online sein? Wie schafft man einen guten Mix zwischen Online- und Offline-Aktivitäten? Wie können Eltern mit ihren Kindern über Social Media, Gaming, Netflix & Co. sprechen?

    Konkrete Inhalte oder Schwerpunktsetzungen können vorab mit unseren Saferinternet.at-TrainerInnen festgelegt werden.

    Was wir Ihnen bieten

    • kostenlose Infos zu aktuellen Trends in der digitalen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen
    • Raum für Vernetzung und gemeinsames Lernen
    • kollegiale Unterstützung bei der Umsetzung eigener Safer Internet-Projekte oder konkreten Verbesserungen des Arbeitsalltags

    Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Anmeldungen zu den Veranstaltungen reihen wir aufgrund des begrenzten Platzangebots nach dem "first come, first served"-Prinzip, daher empfehlen wir eine rasche Anmeldung. Die Vernetzungstreffen finden als Offline-Veranstaltungen vor Ort statt. Es gilt die 2G-Regel – bitte den jeweiligen Nachweis bei Einlass vorweisen! Sollte es aufgrund der Covid-19-Pandemie erneut zu Einschränkungen kommen, finden die Vernetzungstreffen als Online-Veranstaltungen via Zoom statt.

    Welche Risiken gibt es bei der Nutzung?

    Spiele, die zum einem großen Teil von Kindern und für Kinder entwickelt werden? Das klingt doch eigentlich gut. Ganz so einfach ist es leider nicht, daher sollten Sie auch die Risiken der Plattform kennen:

    • Verstörende Inhalte. Gerade die Vielfalt birgt auch ein Risiko der Plattform, denn die vielen Spiele werden nur unzureichend von den BetreiberInnen überprüft. So kann es vorkommen, dass Ihr Kind auf verstörende Inhalte stößt (bspw. Gewalt, Sexismus, Rassismus).
    • Keine Altersbeschränkung. Für Roblox gibt es keine Altersbeschränkung. Sind die NutzerInnen unter 18 Jahre alt, müssen die Eltern jedoch der Konto-Erstellung zustimmen. Zumindest theoretisch, denn überprüft wird das nicht.
    • Unerwünschte Kontakte. Wie auch bei anderen großen Online-Communities, kann es auf Roblox zu unerwünschten Kontakten kommen (Cyber Grooming, Cyber-Mobbing, Hass im Netz…). Allerdings wird bei Kindern unter 13 Jahren automatisch der sichere Chat aktiviert, bei dem problematische Nachrichten durch zahlreiche ModeratorInnen und durch einen Algorithmus herausgefiltert werden.
    • Kostenpflichtige Inhalte und Funktionen. Roblox ist prinzipiell kostenlos. Es gibt aber auch die spielinterne Währung Robux, die mit echtem Geld gekauft werde muss. Die meisten Spiele animieren immer wieder dazu, Robux auszugeben, um bestimmte Inhalte oder Funktionen freizuschalten.

    Klassenzimmer-Variante

    Jede Person bekommt einen A4 Zettel. Lesen Sie eine der Fragen laut vor. Jede Person antwortet nun mit einer Idee und schreibt diese ganz oben auf das Blatt. Das Blatt wird nun weitergegeben. Die nächste Person ergänzt eine Idee und faltet das Blatt so, dass die vorherige Aussage verdeckt wird. Es darf immer nur die letzte Aussage sichtbar bleiben. Das Blatt sollte ca. zehnmal weitergereicht werden. Zum Schluss wird das Blatt aufgefaltet und die SchülerInnen lesen einige Gründe vor und diskutieren die Statements. Die Übung kann mit jeder beliebigen Frage fortgesetzt werden.

    Welche Risiken gibt es bei der Nutzung?

    Wie alle Online-Plattformen birgt auch Twitch gewisse Gefahren, über die Eltern mit ihren Kindern offen sprechen sollten.

    Tipps zum Umgang mit Online-Inhalten

    • nicht alles, was in Sozialen Netzwerken geteilt wird, entspricht der Wahrheit
    • Vorsicht bei reißerischen Überschriften und emotionaler, nicht sachlicher Berichterstattung
    • keiner anonymen Quelle trauen und Berichte vergleichen
    • Quellen genau überprüfen: Wer hat es veröffentlicht? Gibt es ein Impressum? Stammt die Information von einer renommierten Zeitung/ Organisation?
    • Falschaussagen melden
    • nichts ohne sorgfältige Überprüfung teilen oder weiterleiten

    Themen der Vernetzungstreffen (Programmüberblick)

    • Input & Update zu aktuellen Sozialen Netzwerken „Jugend Internet Monitor 2022" – Trends & Herausforderungen
    • Input zu einem ausgewählten Safer Internet-Schwerpunktthema
    • Austausch zu aktuellen Herausforderungen in der Jugendarbeit
    • Erfahrungsaustausch und Diskussion aktueller Entwicklungen rund um die Risiken der Internet- und Handynutzung für Kinder und Jugendliche mit Praxisbeispielen von Saferinternet.at bzw. aus der Jugendarbeit
    • Möglichkeiten der Prävention und der Zusammenarbeit

    Cyber-Mobbing ist strafbar!

    Machen Sie Kindern und Jugendlichen Mut, sich für andere einzusetzen und nicht bloß zuzuschauen! Zivilcourage zahlt sich aus!

    Wie viele Workshops kann eine Schule in Anspruch nehmen?

    Jeder Schule stehen ca. zwei Workshops à zwei Unterrichtseinheiten (= 4UE) zur Verfügung (je nach Schulgröße und SchülerInnenanzahl). Für Elterninformationsabende bzw. Lehrendenfortbil­dungen können zusätzlich geförderte Einheiten in Anspruch genommen werden. Die Work­shops sollten am gleichen Tag, idealerweise direkt hintereinander, stattfinden.


    Sie haben Interesse an einer kostenlosen Online-Elterninfo für Ihre Schule – dann schicken Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage!


    Themen der Vernetzungstreffen (Programmüberblick)

    • Input & Update zu aktuellen Sozialen Netzwerken „Jugend Internet Monitor 2021" – Trends & Herausforderungen
    • Input zu einem ausgewählten Safer Internet-Schwerpunktthema
    • Austausch zu aktuellen Herausforderungen in der Jugendarbeit
    • Erfahrungsaustausch und Diskussion aktueller Entwicklungen rund um die Risiken der Internet- und Handynutzung für Kinder und Jugendliche mit Praxisbeispielen von Saferinternet.at bzw. aus der Jugendarbeit
    • Möglichkeiten der Prävention und der Zusammenarbeit

    Tipps für Eltern

    Diese Risiken mögen auf dem ersten Blick erschrecken, allerdings bietet die Plattform einige Möglichkeiten für eine sichere Nutzung – auch für junge Kinder. Außerdem können Sie dafür sorgen, dass Ihr Kind lernt, die Gefahren selbst einzuschätzen. Unsere Tipps:

    • Roblox gemeinsam entdecken.
      Sehen Sie sich die Spieleplattform gemeinsam mit Ihrem Kind an. Lassen Sie sich zeigen, welche Spiele Ihr Kind derzeit gerne spielt. Sind problematische Inhalte dabei, besprechen Sie, was daran problematisch ist. Will Ihr Kind selbst ein Spiel entwickeln, können Sie anbieten, gemeinsam das Roblox Studio zu erkunden.
    • Richtiges Geburtsdatum eingeben.
      Stellen Sie sicher, dass das richtige Geburtsdatum angegeben wird. Denn: Bei unter 13-Jährigen erhalten Sie als Elternteil einen zusätzlichen Login, um die Interaktionen Ihres Kindes zu überprüfen. Unter anderem können Sie so Chatverläufe überprüfen, aber auch kürzlich gespielte Spiele so wie selbst entwickelte Games. Wenn Sie diese Überprüfung nützen, erklären Sie Ihrem Kind, wieso eine solche Überprüfung wichtig ist.
    • Kontoeinschränkungen aktivieren.
      Bei besonders jungen Kindern kann es Sinn machen die Kontoeinschränkungen zu aktivieren. Klicken Sie dafür auf „Einstellungen“ und anschließend auf „Kindersicherung“. Ist die Option „Kontoeinschränkungen“ aktiviert werden die Kontaktmöglichkeiten komplett gesperrt. Außerdem können nur mehr Spiele gespielt werden, die von Roblox überprüft wurden und weniger gewalttätig sind.
    • Über kostenpflichtige Angebote sprechen.
      Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass viele Spiele zum Kauf von zusätzlichen Inhalten oder Funktionen animieren. Um ganz sicher zu gehen, dass kein oder nur wenig Geld ausgegeben wird, können Sie die Option „Monatliche Ausgabenbeschränkung“ aktivieren. Auch diese finden Sie unter „Einstellungen“ => „Kindersicherung“.

    Online-Variante

    Legen Sie ein Padlet mit den vorgefertigten Fragen an und geben Sie den SchülerInnen ca. eine halbe Stunde Zeit, um Antworten zu posten. Stellen Sie ein, dass Antworten anonym gepostet werden können und moderieren Sie die Entstehung der digitalen Pinnwand. Diskutieren und reflektieren Sie im Anschluss die Statements und leiten Sie daraus gemeinsam Lösungen ab. 

    Versteckte Werbung

    Auch auf Twitch findet Influencer-Marketing statt – z. B. bewerben SpielerInnen bestimmte Games oder Spiele-Zubehör. Für Jugendliche ist oft nur schwer erkennbar, dass es sich dabei um werbliche Inhalte und nicht bloß um persönliche Spiele-Empfehlungen ihrer Lieblings-StreamerInnen handelt.

    Sensibilisieren Sie Ihr Kind daher für das Thema Influencer-Marketing: Üben Sie gemeinsam, Werbung zu erkennen und Produktplatzierungen zu hinterfragen – am besten spielerisch!

    In unseren Privatsphäre-Leitfäden erfahren Sie, wie Sie in den einzelnen Sozialen Netzwerken, Beiträge melden!

    Begleitmaterial für den Einsatz in pädagogischen Einrichtungen

    Um die Inhalte der Videos verständlich aufzubereiten, stehen für PädagogInnen und weitere MultiplikatorInnen Begleitmaterialien zur Verfügung, die in der Schule und Jugendarbeit, in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften und anderen pädagogischen Einrichtungen eingesetzt werden können. Der Schwerpunkt liegt auf der spielerischen Auseinandersetzung mit Cyber-Mobbing und Hass im Netz. Die Jugendlichen werden dazu angeregt, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und praktikable Lösungen im Umgang mit bedenklichen Inhalten im Internet zu erarbeiten. So soll das Verständnis für das Thema vertieft werden, ohne dabei zu nahe am eigenen Erleben bleiben zu müssen.

    Wer unterstützt Schulen bei Fragen & Unklarheiten?

    Bei Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an office@saferinternet.at.

    Themenschwerpunkt Fake-News

    Viele Schulen machten sich "Falschinformationen im Netz" zum Thema, manche davon sogar als Jahresschwerpunkt. Das BG/BRG Freistadt machte z. B. mit einer „Fake-News-Ente“ zum Selberbasteln auf die Thematik aufmerksam. Die Volksschule Oberwart nutzte die Vorzüge der Online-Welt auf ganz besondere Art und Weise: Im Rahmen eines e-twinning-Projektes arbeiteten Kinder aus 17 Ländern miteinander und versuchten sich gegenseitig mit gefälschten und echten Bildern in die Irre zu führen. 


    Ziel der Weiterbildung

    Ziel der vierwöchigen Fortbildung ist die Umsetzung Ihres Vorhabens bzw. erste konkrete Schritte dazu. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam statt einsam!

    Auf der offiziellen Roblox-Seite finden Sie ausführliche Informationen zur sicheren Nutzung der Spieleplattform.


    Unerwünschte Kontaktaufnahme

    Wie in anderen Online-Communities kann es auch auf Twitch zu unerwünschten Kontakten kommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche Opfer von sexueller Belästigung, Cyber-Mobbing, Bedrohung oder Erpressung werden, ist hier aber nicht höher als auf anderen Plattformen.

    Neben einem offenen Gespräch mit Ihrem Kind über mögliche Gefahren, gibt es auch einige technische Einstellungen auf Twitch, die hilfreich sein können. In den Privatsphäre-Einstellungen können sowohl bestimmte BenutzerInnen blockiert werden als auch generell private Chat-Nachrichten von Fremden. Zudem lässt sich der Erhalt von Geschenk-Abos auf Kanäle beschränken, denen man folgt.

     Saferinternet.at_Folder_Jugendarbeit.pdf

    Das Angebot von Saferinternet.at für MitarbeiterInnen der außerschulischen Jugendarbeit

    Das Angebot von Saferinternet.at für MitarbeiterInnen der außerschulischen Jugendarbeit zum Thema Sichere Internet- und Handynutzung.

    Veröffentlichung: Mai 2019

     Begleitmaterialien_zu_den_Videos_Hate_Speech_und_Cyber-Mobbing.pdf

    Begleitmaterialien zu den Videos „Hate Speech“ & „Cyber-Mobbing“

    Die Videos "Steh auf gegen Hass im Netz!" und "Cyber-Mobbing ist strafbar!" sowie das dazugehörige Begleitmaterial dienen der altersgerechten Information von Jugendlichen.

    Veröffentlichung: März 2022

    Das Infoblatt mit allen wichtigen Infos können Sie hier downloaden.


    So funktioniert's

    • Die Elterninformationsveranstaltungen werden nach dem „first come, first served“-Prinzip vergeben.
    • Pro Schule kann eine kostenlose Elterninfo (Dauer: 1,5h) in Anspruch genommen werden.
    • Die Elterninfo kann ab sofort bis spätestens 09. Dezember 2022 stattfinden.
    • Die Termine finden über die Videokonferenzplattform Zoom statt und sind auf max. 100 TeilnehmerInnen begrenzt.
    • Die Inhalte werden an die Bedürfnisse, Fragen und Interessen der teilnehmenden Eltern angepasst. Sollten Sie sich für ein Schwerpunktthema interessieren, geben Sie dies Ihrer Saferinternet.at-Expertin bzw. Ihrem Saferinternet.at-Experten vorab bekannt. 

     Saferinternet.at_Folder_Jugendarbeit.pdf

    Das Angebot von Saferinternet.at für MitarbeiterInnen der außerschulischen Jugendarbeit

    Das Angebot von Saferinternet.at für MitarbeiterInnen der außerschulischen Jugendarbeit zum Thema Sichere Internet- und Handynutzung.

    Veröffentlichung: Mai 2019

    Problematische Inhalte

    Zwar schreiben die Community-Richtlinien von Twitch vor, dass Gewalt, sexuelle Inhalte, hasserfülltes Verhalten und andere extreme Verhaltensweisen verboten sind. Da die Videos live übertragen werden, kann Twitch diese allerdings nicht im Vorhinein überprüfen – es kann daher sein, dass auch problematische Inhalte gestreamt werden. Weil Twitch für das bloße Zuschauen keine Registrierung vorschreibt, können Jugendliche zudem auch altersunangemessene Videos sehen. Das kann insbesondere beim Streaming von Spielen der Fall sein, die eigentlich nicht jugendfrei sind – hier können junge NutzerInnen auf angstmachende, gewaltvolle oder sexualisierte Inhalte stoßen. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang auch die 2021 neu eingeführte Twitch-Kategorie „Pools, Hot Tubs, and Beaches“, in der sich hauptsächlich Frauen leichtbekleidet vor der Kamera präsentieren.

    Informieren Sie sich daher am besten schon im Vorfeld über jene Streams, die Ihr Kind anschauen möchte. Recherchieren Sie gegebenenfalls auch nach der Altersfreigabe der Spiele, die in den Streams gezeigt werden.

    Die digitale Schnitzeljagd

    Um spannende, lustige und interaktive Online-Aktivitäten zu erstellen, ist durchaus Kreativität und Mut zu neuen Tools und Apps nötig. Um Lehrenden und JugendarbeiterInnen eine Inspiration zu geben, haben wir von Saferinternet.at eine digitale Schnitzeljagd kreiert. Ziel war es, durch das Lösen von kniffligen Rätseln das Internet zu retten und viele Kinder und Jugendliche konnten dieses Ziel exzellent erreichen. Über 14.000 Mal wurde das Lösungswort entschlüsselt und somit das Bewusstsein für wichtige Safer Internet-Themen geschärft.


    Zeitlicher Rahmen

    Klassenzimmer-Variante

    Jede Person stellt eine Schatzkiste (Behälter, Kuvert) bereit. Darin werden von den KlassenkameradInnen Komplimente gesammelt. Als nächstes teilen Sie die Klasse in Kleingruppen (5-7 Personen). Achten Sie darauf, dass die Gruppen zufällig zusammengestellt und Klassencliquen durchmischt werden. In den Kleingruppen werden untereinander Komplimente verteilt. Sobald alle Komplimente verteilt sind, wird die Schatzkiste geöffnet und gemeinsam reflektiert, welche Rückmeldungen hilfreich, unerwartet und besonders erfreulich sind.

    Kostenpflichtige Angebote

    Auch wenn das Anschauen der Streams kostenlos ist: ZuschauerInnen haben die Möglichkeit, ihre Lieblingsstreams durch Abonnements und Bits bzw. Cheers – eine Art Spende – zu unterstützen. Im Live-Chat können die StreamerInnen direkt auf diese Unterstützung reagieren und sich bedanken. Diese persönliche Rückmeldung kann vor allem jüngere NutzerInnen dazu verleiten, mehr Geld als gewollt für den Support ihrer Lieblingskanäle auszugeben.


    Buchen Sie jetzt gleich Ihre Elterninfo und holen Sie sich die Expertise virtuell ins Haus. Mit den Tipps und Tricks unserer ExpertInnen unterstützen wir Eltern und erwachsene Bezugspersonen bei ihrem Erziehungsalltag.

    Online-Variante

    Teilen Sie zunächst die Klasse in Gruppen (5-7 Personen).  Achten Sie darauf, dass die Gruppen zufällig zusammengestellt und Klassencliquen durchmischt werden. Legen Sie für jede Gruppe ein eigenes Padlet mit den Namen der Gruppenmitglieder an. Diese Padlets stellen sie der jeweiligen Gruppe zur Verfügung. Nun werden in den Online-Gruppen mithilfe der Padlets untereinander Komplimente vergeben. Jede Person sollte dann von jedem Gruppenmitglied mindestens ein Kompliment erhalten. Nachdem die Komplimente gelesen und verarbeitet wurden, sollten die SchülerInnen sich über die Komplimente austauschen. Welche Rückmeldungen sind besonders erfreulich, unerwartet oder hilfreich? 

    Tipp: Im Padlet gibt es unterschiedliche Moderationsmöglichkeiten und Einstellungen, die vorab getätigt werden können. Passen Sie diese an die jeweilige Klassensituation an!

    Die diesjährigen Gewinner-Projekte



    Überprüfen Sie, ob und welche Zahlungsmethoden Sie auf der „Twitch-Wallet“-Seite hinterlegt haben. Gegebenenfalls können Sie diese auch löschen, damit Ihr Kind nicht selbstständig Käufe tätigen kann. Um „Abo-Wettkämpfe“ zu vermeiden kann es zudem Sinn machen, den Abo-Status und Informationen über Abo-Abzeichen bzw. Geschenkabos zu verbergen. Diese Einstellungen können Sie unter „Sicherheit und Privatsphäre“ vornehmen.

    Ihre Voraussetzungen

    • eine konkrete Herausforderung und die Bereitschaft diese zu bewältigen
    • Interesse an der digitalen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen
    • Bereitschaft, online mit anderen Menschen zusammen zu lernen und einander zu unterstützen
    • Bereitschaft, in 4 Wochen rund 30-40 Arbeitsstunden aufzubringen (diese können/sollen auch im Rahmen der eigenen beruflichen Tätigkeit erfolgen)
    • Ihre erfolgreiche Bewerbung

    Tipps für Eltern

    • Twitch gemeinsam entdecken.
      Um die Faszination hinter Twitch besser zu verstehen, probieren Sie es am besten selbst aus. Lassen Sie sich von Ihrem Kind seine Lieblingskanäle zeigen oder gehen Sie gemeinsam auf Entdeckungstour. So lernen Sie auch, mögliche Risiken besser einzuschätzen. Besonders bei jüngeren NutzerInnen ist es sinnvoll, diese bei der Nutzung von Twitch aktiv zu begleiten. Schauen sie sich die Videos nicht nur zusammen mit Ihrem Kind an, sondern sprechen sie auch darüber!
    • Regeln vereinbaren.
      Sprechen Sie mit Kind über mögliche Gefahren bei der Nutzung von Twitch und legen Sie gemeinsam Regeln fest. Wenn Ihr Kind selbst auf Twitch streamen möchte, sensibilisieren Sie es für den Umgang mit persönlichen Daten: Private Informationen haben in den Videos nichts verloren – z. B. solche, die Rückschlüsse auf Wohnort oder Schule möglich machen. Vereinbaren Sie auch, dass sich Ihr Kind nicht zu freizügig vor der Kamera zeigen darf.
    • Persönlichkeitsrechte wahren.
      Wenn Ihr Kind selbst zum Streamer oder zur Streamerin werden möchte, muss es darauf achten, keine Urheberrechte zu verletzen und das Recht am eigenen Bild zu beachten. Das gilt insbesondere für die inzwischen sehr beliebten IRL-Streamings, bei denen sich die StreamerInnen von ihrer privaten Seite zeigen und ihr Publikum mit „ins echte Leben“ („in Real Life“) nehmen. Sind in solchen Live-Videos, die oft unterwegs und improvisiert entstehen, auch andere Personen zu sehen, sollte man diese vor der Veröffentlichung unbedingt um Erlaubnis fragen.
    • Sicherheitseinstellungen nutzen.
      Aufklärung ist wichtig – es gibt aber auch eine Reihe technischer Einstellungen, die hilfreich sein können. Machen sie sich daher mit den Sicherheitseinstellungen von Twitch vertraut. Gehen Sie diese Einstellungen auch gemeinsam mit Ihrem Kind durch und besprechen Sie, warum die Themen Datenschutz und Privatsphäre wichtig sind. Wenn Ihr Kind selbst streamen möchte, sollten Sie sich auch gemeinsam mit dem sogenannten „Creator Dashboard“ auseinandersetzen: Dort können StreamerInnen ihre Kanäle verwalten und unter anderem unangemessene Chat-Nachrichten filtern.
    • BG/BRG Freistadt: "Fake News-Ente"
    • Schulsozialarbeit Caritas der Bildungsregion Obersteiermark West: "Safer Internet Quiz - wer weiß am meisten?"
    • VS Oberwart: "Fake News international entlarven"
    • JUVIVO.06: "Instagram-Quiz: Bist du handysüchtig? Wie gut kennst du das Internet?"

    Klassenzimmer-Variante

    In 4er-Gruppen überlegen sich die SchülerInnen Lösungen zu den einzelnen Situationen und diskutieren, wie sie der Person helfen könnten. Die erarbeiteten Ideen werden auf einem Plakat festgehalten und anschließend vorgestellt.

    Beispiele für mögliche Vorhaben

    • in der Wohngemeinschaft Regeln zum Umgang mit dem Handy erstellen oder verbessern
    • im Jugendzentrum den Umgang mit dem WLAN während und außerhalb der Öffnungszeiten regeln
    • das Schulfach „Digitale Grundbildung“ unterrichten
    • Präventionsprojekte rund um die Internetnutzung planen und durchführen
    • Projekte mit Eltern rund um die Mediennutzung der Kinder umsetzen
    • Kinder und Jugendliche bei der Nutzung digitaler Spiele begleiten ohne selbst GamerIn zu sein
    • ein Projekt für den Hort planen, bei dem es zwar inhaltlich um digitale Medien geht, jedoch keine Geräte verwendet werden müssen

    Online-Variante

    Die SchülerInnen sammeln in Kleingruppen (Break-out-Sessions) für eine bestimmte Situation Lösungen und Unterstützungsmöglichkeiten. Die Situationen können selbstverständlich mehrfach vergeben werden. Die Ideen können beispielsweise in einem Padlet, einem Word-Dokument oder in einer PowerPoint-Präsentation gesammelt werden. Die Ergebnisse werden im Anschluss der gesamten Klasse vorgestellt und diskutiert.




    Kreativ, lehrreich, interaktiv – und das alles digital

    Die Kreativität und Qualität der durchgeführten Projekte sowie das große Engagement waren auch 2021 – trotz der herausfordernden Zeit – wieder beeindruckend: Angefangen in der Volksschule, über Neue Mittelschulen bis in die Oberstufe der Allgemein- und Berufsbildenden Schulen und natürlich in außerschulischen Jugendorganisationen.

    Wir bedanken uns für die tollen Projekte und Aktionen rund um den Safer Internet-Aktions-Monat Februar 2021!

    Alle Aktivitäten und Projekte finden Sie auch in der Social Wall zum Safer Internet Day 2021 sowie hier als Inspirationsquelle festgehalten.


    Klassenzimmer-Variante

    Die SchülerInnen gehen in Kleingruppen (4-6 Personen) zusammen und diskutieren gemeinsam Tipps, wie Lehrende Cyber-Mobbing verhindern können. Sie überlegen dabei, was für sie in ihrer konkreten Situation hilfreich wäre.

    Die Tipps (mindestens 3!) werden auf einem Blatt Papier oder Plakat notiert und erklärt. Abschließend werden diese der Klasse vorgestellt. Nehmen Sie die Tipps ernst und sammeln Sie sie für die eigene Weiterbildung ein. 

    Alle eingereichten Erfahrungsberichte der Schul- und Jugendarbeitsprojekte finden Sie hier zum Durchblättern

    Die Weiterbildung ist finanziert durch das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftstandort (BMDW) und die Europäische Union.

    Online-Variante

    Die SchülerInnen sammeln in Kleingruppen (4-6 Personen) Ideen, wie Lehrende Cyber-Mobbing an ihrer Schule verhindern können. Diese Tipps (mindestens 3!) werden in einer PowerPoint-Folie gesammelt, begründet und erklärt. Die Präsentationen werden abschließend vor der Klasse präsentiert und direkt an die Lehrperson gesendet.


    Weiterführende Links

    Klassenzimmer-Variante

    Sammeln Sie gemeinsam Ideen für WhatsApp-Regeln und fassen Sie diese auf einem Plakat, einer Tafel oder einem Whiteboard zusammen. Geben Sie Anregungen, was auf WhatsApp geregelt werden könnte.

    Nach dem Brainstorming entscheiden Sie gemeinsam, welche Ideen endgültig in das Regelwerk aufgenommen werden, indem die SchülerInnen diese bewerten. Jede Person kann dafür insgesamt 3 Punkte vergeben. Dadurch wird ersichtlich, welche Regeln besonders sinnvoll und wichtig sind. Zum Schluss werden die Regeln sorgfältig auf ein Plakat übertragen. Dieses wird sichtbar in der Klasse aufgehängt. 

    Online-Variante

    Sammeln Sie mit Ihrer Klasse im Chat Ideen für WhatsApp-Regeln. Moderieren Sie diesen Prozess, indem Sie immer wieder Anregungen geben, was geregelt werden kann. Diskutieren Sie im Anschluss welche Regeln wichtig und sinnvoll sind. Diese Auswahl wird sorgfältig in einem Dokument zusammengefasst. Dieses sollte dann auch im Klassenzimmer aufgehängt oder anderweitig zugänglich werden. 


    Klassenzimmer-Variante

    Die Diskussionsfragen werden in Kleingruppen (3-5 Personen) besprochen und Erfahrungen ausgetauscht. Achten Sie darauf, dass die Fragen gleichmäßig unter den Gruppen verteilt werden. Die Gruppen erarbeiten für jede Frage mindestens 3 Tipps, Ideen oder Anregungen und fassen diese auf einem Plakat oder ggf. digital in einer PowerPoint-Präsentation zusammen. Nach einer bestimmten Bearbeitungszeit werden die Ergebnisse präsentiert. Die Ergebnisse sollten für die gesamte Klasse zur Verfügung gestellt werden. 

    Online-Variante

    Die SchülerInnen diskutieren die Fragen in Breakout-Sessions von 3-5 Personen. Achten Sie darauf, dass die Fragen gleichmäßig verteilt werden. Im Online-Gruppenraum werden Erfahrungen ausgetauscht und daraus Tipps, Ideen oder Anregungen abgeleitet. Diese werden sorgfältig in ein Präsentationstool (z. B. PowerPoint) übertragen und der gesamten Klasse präsentiert. Die Ergebnisse sollten für die gesamte Klasse zur Verfügung gestellt werden. 


    Klassenzimmer-Variante

    In Kleingruppen werden Beispiele, Erfahrungen und mögliche Lösungen diskutiert. Die Ergebnisse werden anschaulich dargestellt und der Klasse präsentiert. 

    Online-Variante

    Die SchülerInnen diskutieren Beispiele, Erfahrungen und mögliche Lösungsansätze in Break-out-Sessions. In einer anschaulichen Präsentation werden die Ergebnisse dargestellt und der Klasse vorgestellt. 


    Lese-Tipp

    Hier finden Sie digitale Spiele, um Themen wie Cyber-Mobbing, Fake News & Internet-Sicherheit im Unterricht zu thematisieren. Weitere Anregungen, um Cyber-Mobbing im Unterricht anzusprechen, gibt's hier.

    Hier finden Sie Infos und Tipps zum gemeinsamen Arbeiten mittels Padlet!

    Cyber-Mobbing nimmt im Distance Learning zu

    Aus unserer neuen Studie zum Thema Cyber-Mobbing geht hervor, dass Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren eine Zunahme von Cyber-Mobbing in Zeiten von Distance Learning und Home Schooling wahrnehmen. Knapp die Hälfte der Befragten (48 %) stimmt der Aussage zu, dass Cyber-Mobbing in Zeiten von Distance Learning häufiger vorkommt (19 % keine Angabe). Beobachtet werden vor allem abwertende Gesten, wenn sich KlassenkameradInnen zu Wort melden, der bewusste Ausschluss von schulischen Informationen sowie das Erschweren des Mitlernens durch absichtliche Störungen und Ablenkungen. Cyber-Mobbing findet also sehr oft vor den Augen der Lehrenden statt.

    Face-Filter: von Hasenohren zu Beauty-Filtern

    Filter auf Instagram oder Snapchat sind vielfältig: Landschaftsfotos können durch Filter in kräftigeren Farben erstrahlen. Man kann sich selbst Hasenohren oder eine Katzenschnauze ins Gesicht zaubern. Oder man kann sich durch sogenannte „Beauty-Filter“ als „schöner“ darstellen.

    Was dabei als schön verstanden wird, ist leider nicht so vielfältig: Meist wird das Gesicht etwas schmaler gemacht, die Haut geglättet. Oft werden die Augen größer, die Nase dafür schmaler dargestellt. Auch die Hautfarbe wird durch solche Filter normalisiert: Dunklere Hautfarben werden meist deutlich aufgehellt.

    Wir haben ein paar dieser beliebten Filter selbst ausprobiert. Das Ergebnis bestätigt diese Schönheitsideale, die durch Filter vorgegeben werden.

    Verschieben Sie die weiße Linie, um die Person mit und ohne Schönheitsfilter zu sehen.

    Alle Studienergebnisse finden Sie hier!

    Klassendynamik genau beobachten

    Ein plötzlicher Wechsel ins Distance Learning kann Cyber-Mobbing begünstigen und Konfliktsituationen rasch ausufern lassen. Bestehende Konflikte können nun nicht mehr persönlich im Klassenzimmer ausgetragen werden, sondern verlagern sich ins Internet. Im Klassenzimmer sind verbale und nonverbale Anzeichen für mögliches Mobbing für Lehrende noch eher wahrnehmbar. Beim Unterrichten über Bildschirme bleibt hingegen vieles verborgen. Daher ist es besonders wichtig, Dynamiken genau zu beobachten.

    Auch auf der Video-Plattform TikTok sind Schönheitsfilter beliebt. Besonders problematisch und gleichzeitig sehr beliebt ist der „Slim-Filter“. Eine Zeit lang gab es sogar eine #slimchallenge, bei der Jugendliche sich mit diesem Filter präsentierten. Viele der Jugendlichen erklärten ihren Followern, dass sie sich mit diesem Filter schöner fänden.

    Das Leben der Klasse verlagert sich in die Online-Welt

    Das Schuljahr 2020/21 war für Schulklassen in der Sekundarstufe eine besondere Herausforderung. Nur wenige Wochen waren die Jugendlichen physisch im gleichen Klassenzimmer anwesend. Dann wurde der Präsenzunterricht auf wechselnde Gruppen umgestellt oder überhaupt auf Online-Plattformen verlagert. Im Moment findet der Unterricht zwar primär im Klassenzimmer statt, immer wieder wird der Präsenzunterricht aber vom Distance Learning durchkreuzt.

    Beim Distance Learning bleibt wenig Raum für gruppendynamische Prozesse im gewohnten Sinne – weshalb sich auch diese in den Online-Raum verlagern: in WhatsApp-Gruppen, in den Online-Unterricht oder in Soziale Netzwerke und Spieleplattformen.

    Auch Lehrpersonen stellt dies vor Herausforderungen – vor allem dann, wenn es sich um neue Klassen oder Klassen mit neuen SchülerInnen handelt. Die Klassen beim gruppendynamischen Zusammenfinden zu begleiten ist deutlich erschwert durch digitale oder „blended“-Formate (Mischung aus Digital- und Präsenzunterricht).

    In vielen Klassen entstehen – ab dem Moment, wo Kinder selbst Zugang zu einem Smartphone haben – WhatsApp-Gruppen. Umso jünger die Kinder sind, desto mehr Wildwuchs entsteht hier. Denn die Kinder erleben sich als selbstwirksam, wenn die von ihnen eingerichtete WhatsApp-Gruppe mehr Aktivität hat als die der anderen. Ist hier kein korrigierendes Element wie eine aufmerksame Lehrkraft aktiv, so kann diese schonmal ausufern.

    Es gibt zwar auch in den Lernplattformen Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren, diese werden jedoch in der Regel sehr zielgerichtet und nur im Umfeld des Unterrichts genutzt.

    Wenn es keine Möglichkeit der informellen Kommunikation in der Klasse gibt, so suchen die Schüler und Schülerinnen solche in der Online-Welt. Es werden also nicht nur die Unterrichtsstunden in den Online-Raum verlagert, sondern auch die Pausen.

    Wieso sind Schönheitsfilter problematisch?

    Beauty-Filter vermitteln ein Schönheitsideal. Die Körper – insbesondere von weiblichen Kindern und Jugendlichen – sehen dabei alle gleich oder zumindest recht ähnlich aus. Mittlerweile gibt es einige InfluencerInnen, die solche Filter kritisieren. Eine davon ist Silvi Carlsson. Auf Instagram hat sie ihre Community nach ihren Erfahrungen mit Schönheitsfiltern gefragt. Zahlreiche junge Mädchen und Frauen antworteten ihr, dass sie ihr natürliches Gesicht im Spiegel nicht mehr ertragen können.

    Wie können Lehrende Cyber-Mobbing bemerken?

    Können Lehrende ihre Schülerinnen und Schüler nicht in der Klasse – oder zumindest als eine gesamte Gruppe erleben, so fehlt mitunter das Bauchgefühl für die aktuelle Situation der Klasse. Es müssen also neue und andere Wege her, wie sich die Lehrkraft ein Bild machen kann:

    • nachfragen
    • zwischen den Zeilen lesen (z. B. in Aufsätzen oder in den Online-Meetings)
    • aktuelle Situation miteinander reflektieren

    In der Schule sind in Zeiten der Pandemie viele organisatorische Dinge zu besprechen, da bleibt oft wenig Zeit und Raum für das soziale Leben der Klasse. Lehrende müssen also direkt nachfragen, wie es den Kindern geht. Beispielsweise in KV-Gruppen, im Forum oder direkt im Kommunikationskanal mit einzelnen Kindern. So kann auch miteinander die aktuelle Situation reflektiert werden. Ergänzend stellt sich die Frage, wie LehrerInnen ihre SchülerInnen unterstützen können, sich auszutauschen – in formellen und informellen Settings. Wichtig ist, dass gerade dieser Austausch mitgedacht und auch in didaktische Settings eingeplant wird. Es geht darum, dabei zu unterstützen, förderliche Beziehungen aufrechtzuerhalten oder diese (wieder)aufzubauen.

    Eine konkrete Möglichkeit des Hinsehens auf mögliche (unbeobachtete) Eskalationen bieten auch indirekte Rückmeldungen von SchülerInnen. In den Arbeiten der SchülerInnen konnten immer schon Hinweise auf Konflikte oder Mobbing in der Klasse gefunden werden. Auch in den Zeiten der Pandemie gibt es diese Möglichkeit.

    Welche Formen hat Cyber-Mobbing im Distance Learning?

    Cyber-Mobbing, also das gezielte Fertigmachen einer Person im virtuellen Raum, nimmt unterschiedliche Formen an. Es handelt sich dabei in der Regel um eine Kombination von mehreren Dingen, die sich nicht nur auf eine einzige Online-Plattform beschränken.

    • Sich online über eine Person lustig machen.
      Erkennbar wird dies beispielsweise durch Augenrollen, also immer dann, wenn eine bestimmte Person etwas sagt. Häufiger tritt diese Form des Mobbings aber im Chat auf. Vor allem dann, wenn Lehrende den Chat nicht mitverfolgen oder moderieren, kann es dort zu gezielten Übergriffen auf bestimmte Personen kommen. Beobachten Sie Chats, in denen Sie Einblick haben, wie Klassen-WhatsApp-Gruppe oder Chats in Lernplattformen daher genau.
    • Behinderung im Lernfortschritt.
      Diese Form tritt auf, wenn in MS Teams bzw. in anderen Videoplattformen bestimmten Personen die Rechte zum Sprechen entzogen werden und dies dann als mangelnde Mitarbeit bewertet wird. Gezielter Lärm oder Lachen, wenn eine Person spricht, fällt ebenfalls in diese Kategorie. Weniger offensichtlich sind bewusste Ablenkungen durch beispielsweise „Spieleanfragen“, welche sich für lernschwache SchülerInnen als besonders nachteilig erweisen. Auch der Ausschluss aus Lerngruppen oder von relevanten Informationen sowie das bewusste Ignorieren von Fragen fällt unter Cyber-Mobbing.
    • Cyber-Mobbing in Online-Chats & Sozialen Netzwerken.
      Jugendliche sind Teil unterschiedlicher Gruppenchats. Neben WhatsApp-Gruppen bieten auch Discord oder Chatforen in Digitalen Spielen Raum für Anfeindungen, Beleidigungen und Einschüchterungen. Aber auch auf TikTok, Instagram und Co. kommt es zu hasserfüllten Nachrichten, abwertenden Kommentaren oder gezieltem Ignorieren von bestimmten Personen.
    • Fotos werden zu Memes.
      Nichts ist einfacher als Fotos von einer Online-Videokonferenz aufzunehmen. Und die Wahrscheinlichkeit dort unvorteilhaft auszusehen ist besonders hoch. Diese Fotos werden dann mit negativen Bemerkungen versehen und in Sozialen Netzwerke oder WhatsApp-Gruppen geteilt.

    Das zeigt eines der größten Probleme von Schönheitsfiltern: Kaum jemand sieht im echten Leben aus wie auf Instagram. Da so viele Menschen Beauty-Filter verwenden, erhöht sich der Druck auf jede Einzelne und jeden Einzelnen, mithalten zu müssen. Wenn man nur noch gefilterte Bilder zu sehen bekommt, besteht die Gefahr, dass das Selbstbewusstsein leidet und man sich selbst gar nicht mehr ohne Filter schön findet. Filter, die die Userinnen schlanker wirken lassen und daraus auch noch eine Challenge machen (#slimchallenge) sind zusätzlich problematisch, da sie Krankheiten wie Magersucht fördern können.

    Wenn viele NutzerInnen die immer gleichen oder zumindest ähnliche Schönheitsfilter verwenden, geht die Vielfalt und die Individualität, die uns Menschen ausmacht, verloren.

    Störungen in Online-Meetings

    Je länger der Unterricht online in MS Teams oder Zoom umgesetzt werden muss, desto eher sind Störungen wahrscheinlich. Diese Störungen lassen sich manchmal auf Langweile bei den Schülerinnen oder Schülern zurückführen oder deren Bedürfnis, selbstwirksam zu sein. Aber sie können auch ein Ausdruck von Spannungen in der Klassengemeinschaft sein. Beobachten Sie: Werden immer nur bestimmte Schülerinnen oder Schüler auf stumm geschaltet oder ihnen die Möglichkeit der Beteiligung entzogen? Kann es sein, dass manche Kinder oder Jugendliche so still sind, weil sie Angst haben, von anderen fertig gemacht zu werden? Sind manche in der Klasse bei Beiträgen bestimmter SchülerInnen besonders laut?

    Was tun?

    Was können Lehrende nun tun, wenn sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt? Wichtig ist, aktiv zu werden, auch wenn es noch keine Meldungen von Eltern oder Kindern gibt. So lassen sich Situationen vielleicht schon frühzeitig entschärfen. Fördern Sie den Zusammenhalt und ein positives Klassenklima. Sorgen Sie für ein wertschätzendes Klassenklima – auch im Online-Raum. Ein gutes Klassenklima sorgt für eine positive Lernatmosphäre. Sehen Sie es als Basis, um mit dem Stoff besser voranzukommen.

    Unsere Tipps:

    • Aufmerksam sein und Wahrnehmung schärfen
      beobachten und dokumentieren
      zwischen den Zeilen lesen
      auch online auf Einzelpersonen achten
      Beteiligung der SchülerInnen beobachten und so möglichen Rückzug wahrnehmen
    • Ansprechen und im Lehrenden-Team besprechen
      in der Klasse ansprechen und Beobachtungen teilen
      einzelne Kinder direkt befragen
      eventuell betroffenen Kindern Unterstützung und Hilfe anbieten, auch wenn diese zunächst abwehrend reagieren könnten
    • Konkrete Schritte setzen
      Maßnahmen zur Verbesserung des Klassenklimas ergreifen
      externe Expertinnen oder Experten einladen (z. B. zu Online-Workshops an den Tagen, wo alle Kinder im Distance Learning sind)

    Tipps für den Umgang mit Schönheitsfiltern

    • Filternutzung reflektieren.
      Face-Filter sind nicht grundsätzlich schlecht. Insbesondere Jugendlichen können sie helfen, verschiedene Identitäten auszuprobieren und zu experimentieren. Das gilt auch für Schönheitsfilter. Wichtig ist, dass die eigene Nutzung, aber auch die vielen gefilterten Selfies von anderen NutzerInnen reflektiert werden.
    • Keinen Filter benutzen.
      Es geht auch ohne! Posten Sie Ihre Bilder und Videos ganz bewusst ohne Filter. Viele haben Angst, dass Sie mit solchen Fotos keine Likes mehr bekommen. Dabei gibt es mittlerweile eine recht große Community, die sich ungefiltert präsentiert. Nutzen Sie entsprechende Hashtags wie #nofilter oder #facepositivity.
    • Aufmerksamkeitsökonomie ausschalten.
      Es muss auch gar nicht immer darum gehen, möglichst viele Likes zu bekommen. Auf Instagram gibt es mittlerweile die Möglichkeit „Gefällt mir“-Angaben zu verbergen. Dass kann dabei helfen, den Druck, den es in der Welt von Sozialen Netzwerken gibt, ein wenig rauszunehmen.
    • Bewusstsein schaffen.
      Neben Silvi Carlsson gibt es auch andere InfluencerInnen, die sich gegen den Schönheitsfilter-Wahn stellen. Sie verlangen, dass Soziale Netzwerke Verantwortung übernehmen und bestimmte Filter erst gar nicht zulassen. Das können nicht nur InfluencerInnen machen: Jede einzelne Person kann die Problematik thematisieren und so mehr Bewusstsein dafür schaffen.
     Aktiv_gegen_Cyber_Mobbing.pdf

    Unterrichtsmaterial: Aktiv gegen Cyber-Mobbing

    Tipp

    Dieses Unterrichtsmaterial bietet umfangreiche Informationen zum Thema Cyber-Mobbing, sowie Übungen für SchülerInnen.

    Veröffentlichung: Dezember 2021

     Flyer_Cybermobbing.pdf

    Flyer: Cyber-Mobbing

    Tipp

    Informativer Flyer für Jugendliche zum Thema Cyber-Mobbing.

    Veröffentlichung: Dezember 2021

    Warum der Safer Internet Day auch außerhalb Österreichs für uns spannend ist

    Wenn so viele Länder denselben Tag gleichzeitig feiern, bedeutet das vor allem eines: viele kulturell unterschiedliche Events in vielen Sprachen. Konferenzen vor Ort sind auch im dritten Jahr der Pandemie selten, dafür sind umso mehr Online-Aktivitäten zu finden. Eine gute Chance für alle, die in der eigenen Arbeit mit anderen Sprachen und Kulturen arbeiten, oder ganz generell einmal aus Gewohntem ausbrechen wollen.

    17 Prozent waren bereits Opfer

    Negative Online-Erfahrungen haben bereits viele Jugendliche gemacht: So hat fast die Hälfte (48 %) schon Beschimpfungen und Beleidigungen am eigenen Leib erfahren, gefolgt von Ghosting, also dem plötzlichen, unangekündigten Kontaktabbruch durch andere (46 %). Auch Lügen oder Gerüchte, die über die eigene Person verbreitet wurden (41 %), sowie Identitätsdiebstahl durch Fake-Profile (37 %), der ungewollte Erhalt unangenehmer Nachrichten (37 %) oder Einschüchterungsversuche (33 %) werden häufig genannt.

    Doch nicht jede unangenehme Situation ist Cyber-Mobbing. Unter Cyber-Mobbing versteht man konkret das absichtliche und über einen längeren Zeitraum anhaltende Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen, Belästigen oder Ausgrenzen anderer über digitale Medien. Betroffene erleben meist eine Kombination verschiedener Erscheinungsformen. Wie die Studie zeigt, waren 17 % der Befragten schon einmal Opfer von Cyber-Mobbing, 42 % haben dies bereits bei anderen mitbekommen. Jede/r Zehnte sagt sogar, selbst schon aktiv mitgemacht zu haben.

    Hier eine kleine Auswahl:

    Was ist die Saferinternet.at-Schnitzeljagd?

    Die Saferinternet.at-Schnitzeljagd ist ein kostenloses Online-Rätselspiel für 10- bis 14-Jährige. Im Spiel werden knifflige Rätselfragen zum Thema Cyber-Mobbing gelöst. Es geht um Fragen wie: Was ist Cyber-Mobbing? Was kann ich tun, wenn ich selbst betroffen bin? Wie reagiere ich auf Hass-Kommentare im Internet?

    Die SpielerInnen recherchieren die Antworten auf Saferinternet.at. Erst wenn eine Frage richtig beantwortet wurde, geht es weiter mit der nächsten. Für jede richtige Antwort gibt es einen oder mehrere Lösungsbuchstaben. Diese werden gesammelt und ergeben zum Schluss einen Lösungssatz. Dieser wird benötigt, um die Schnitzeljagd erfolgreich abzuschließen. Als Belohnung fürs Mitmachen erhalten die SpielerInnen eine Urkunde. Die SpielerInnen können außerdem anhand eines Rankings sehen, wie schnell sie im Vergleich zu den anderen SpielerInnen waren.

    Die Saferinternet.at-Schnitzeljagd ist die perfekte Mischung aus Rätselspaß und Lern-Tool: SpielerInnen setzen sich nicht nur intensiv mit dem Thema Cyber-Mobbing auseinander, sie lernen dabei auch Recherchefertigkeiten und Informationskompetenz.

    Infografik "Cyber-Mobbing" (PDF, JPG1, JPG2)

    Weitere Aktivitäten und Informationen finden Sie unter www.saferinternetday.org!

    Die Schnitzeljagd dauert ungefähr 45 Minuten – perfekt für eine Unterrichtseinheit! Sie lässt sich selbstverständlich auch in der Jugendarbeit einsetzen.

    Von Spaß bis Ernst: Täter handeln aus unterschiedlichsten Motiven

    Jugendliche gehen davon aus, dass die TäterInnen nicht zwangsläufig mit böser Absicht handeln: 44 % sind der Meinung, dass diese die Grenze zwischen Spaß und Ernst schlicht nicht kennen. Ein wichtiger Hinweis, wenn es um die Präventionsarbeit geht – hier ein Bewusstsein für unterschiedliche Wahrnehmungen zu schaffen, kann ein bedeutender Schritt im Kampf gegen Cyber-Mobbing sein.

    Ebenfalls als sehr häufiges Motiv wird mit 43 % der Wunsch nach Machtausübung genannt. Je rund ein Drittel der Befragten nennt als weitere Gründe die Demonstration von Gruppenzugehörigkeit (36 %), rassistische Motive (33 %) sowie das Unvermögen, mit dem eigenen Zorn umzugehen (31 %) und Langeweile (31 %).

    Schnitzeljagd als Aktivität für den Safer Internet-Aktionsmonat einreichen

    Beteiligen Sie sich am Safer Internet Day bzw. Safer Internet-Aktionsmonat und gewinnen Sie tolle Preise. Machen Sie mit Ihrer Klasse oder in Ihrer Jugendorganisation die Schnitzeljagd. Schießen Sie ein Foto (z. B. von Ihren SchülerInnen beim Rätseln) und posten Sie es öffentlich mit dem Hashtag #SID2022AT auf Facebook, Instagram oder Twitter. Alternativ können Sie uns Ihr Foto mit kurzer Beschreibung in diesem Formular zukommen lassen. Auch dann werden Sie bei der Verlosung berücksichtigt.

    Tipp: Unter allen Postings von Schulen und Jugendorganisationen zum Safer Internet-Aktionsmonat mit dem Hashtag #SID2022AT werden Mitte März 2022 3 x € 500,- für eine Medienausstattung sowie drei Saferinternet.at-Workshops im Ausmaß von je vier Stunden, gesponsert von A1, verlost. Einreichungsfrist ist der 6. März 2022!

    Cyber-Mobbing passiert vor allem öffentlich

    Soziale Netzwerke, Messenger-Dienste oder Spieleplattformen: Überall dort, wo sich junge Menschen online bewegen, kann es zu Cyber-Mobbing kommen. Am häufigsten nennen die Jugendlichen Plattformen, auf denen öffentlich kommuniziert wird: Instagram (56 %), gefolgt von TikTok (42 %), Facebook (36 %) und Snapchat (32 %).

    Obwohl fast alle Befragten WhatsApp nutzen, liegen Messenger-Dienste mit 30 % nur an 5. Stelle der häufigsten Cyber-Mobbing-Plattformen. Online-Spiele werden von 25 % genannt, immerhin 11 % geben auch Videochat-Anwendungen für den Unterricht an.

    Mehr Vorfälle in Zeiten der Pandemie

    Die Pandemie mit ihren wiederholten Lockdowns hat zu einer Verlagerung des Sozial- und Schullebens in die Online-Welt geführt. Knapp die Hälfte der Befragten (48 %) stimmt der Aussage zu, dass Cyber-Mobbing in Zeiten von Distance Learning häufiger vorkommt (19 % keine Angabe). So haben Jugendliche im Home-Schooling bei sich und anderen bereits erlebt, dass die Teilnahme am Online-Unterricht absichtlich schwer gemacht wurde (30 %), dass sie oder jemand anders bewusst von schulischen Informationen ausgeschlossen (23 %) oder während des Online-Unterrichts verspottet wurden (22 %). Cyber-Mobbing findet also in solchen Fällen auch vor den Augen der Lehrenden statt.

    Betroffene wissen, wer hinter Attacken steckt

    In der öffentlichen Wahrnehmung agieren die TäterInnen von Cyber-Mobbing vorwiegend anonym. Die Befragung der Jugendlichen zeigt jedoch, dass die Betroffenen meist keineswegs im Dunkeln tappen, was die Identität des Angreifers betrifft. Die Mehrheit gibt an, dass Opfer von Cyber-Mobbing gewöhnlich ahnen, wer dafür verantwortlich sein könnte (43 %) oder es sogar genau wissen (30 %).

    Dass Cyber-Mobbing vor allem im schulischen Umfeld passiert, zeigt sich auch hier: 43 % der Jugendlichen geben an, dass die TäterInnen dort zu finden sind, gefolgt von Internet-UserInnen (21 %) und Bekanntenkreis (8 %).

    Hilfreiche Strategien fruchten in der Praxis nicht immer

    Als wichtigste Strategie gegen Cyber-Mobbing erachten es die Jugendlichen, sich Hilfe zu holen. FreundInnen werden von 78 % als wichtigste Ansprechpersonen genannt, gefolgt von Eltern (71 %) und Lehrenden (64 %). Theorie und Praxis klaffen allerdings manchmal auseinander: Denn mit 48 % meint fast die Hälfte der Befragten, dass Erwachsene in Cyber-Mobbing-Situationen oft nicht hilfreich sind. Ebenso hat ein Drittel (33 %) der Jugendlichen schon erlebt, dass Lehrende einen Fall nicht ernst genommen haben.

    Diese Diskrepanz zeigt sich auch bei der Nutzung technischer Möglichkeiten zur Abwehr von Mobbing-Attacken. So beurteilen es 70 % der Jugendlichen als hilfreich, TäterInnen auf den jeweiligen Plattformen zu blockieren oder zu sperren. Diese zu melden, erachtet mit 59 % ebenfalls eine Mehrheit als hilfreich. 45 % der Jugendlichen haben erlebt, dass ihre Meldungen an BetreiberInnen Sozialer Netzwerke nicht wie erwartet bearbeitet wurden.

    Die direkte Auseinandersetzung mit den TäterInnen wird als weniger zielführend bewertet. Diese zu bitten, mit dem Mobbing aufzuhören, beurteilen nur 23 % als hilfreich. Lediglich 18 % halten es für förderlich, mit Beschimpfungen oder Beleidigungen zu kontern. Und einfach zu warten, bis das Mobbing wieder aufhört, stellt nur für 17 % eine Option dar.

    Aufklärung nimmt zu – doch es bleibt viel zu tun

    Bei 84 % erfolgte die Aufklärung durch Lehrende, bei knapp der Hälfte (45 %) durch Eltern, 38 % geben das Internet und über ein Drittel (35 %) Workshops als Informationsquelle an.

    Entscheidende Rolle bei der Cyber-Mobbing Prävention spielen zum einen die Eltern. An ihnen liegt es, von klein auf zu vermitteln, wie man mit Konflikten offline und online umgehen und diese lösen kann.

    Zum anderen zeigen die Zahlen der Studie: Wenn es um Cyber-Mobbing geht, ist das schulische Umfeld sowohl Ort des Geschehens als auch Ort der Hilfe und Prävention. Daher müssen dort gerade in den schwierigen Zeiten der Pandemie Angebote und Maßnahmen forciert werden: Notwendig sind zusätzliche Fortbildungen für Lehrende und DirektorInnen, ein Ausbau von Unterstützungsstrukturen wie Schulsozialarbeit oder Schulpsychologie und eine noch stärkere Thematisierung von Cyber-Mobbing im Unterricht. Präventions-Workshops, wie sie von Saferinternet.at angeboten werden, können eine Entlastung für die in Cyber-Mobbing-Situationen stark geforderten PädagogInnen sein. Darüber hinaus sind auch die Online-Plattformen gefordert, ihre Meldeprozesse weiter zu verbessern.

    Wir unterstützen mit zahlreichen Angeboten

    Das Thema Cyber-Mobbing ist nicht nur für Jugendliche, sondern auch für PädagogInnen und Eltern eine große Herausforderung. Deshalb unterstützt Saferinternet.at österreichweit mit Workshops und zahlreichen weiteren Informationsangeboten. Ab sofort kann das Unterrichtsmaterial Aktiv gegen Cyber-Mobbing (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung) kostenlos bestellt und heruntergeladen werden. Weitere Leitfäden und Flyer sowie der Eltern-Videoratgeber Frag Barbara! runden das Angebot ab. Auch das ISPA-Kinderbuch Der Online-Zoo und die gleichnamige Videoreihe behandeln unter anderem das Thema Cyber-Mobbing.

    Tipps für SchülerInnen (PDF, DOCX)

    Tipps für Eltern (PDF, DOCX)

    Tipps für Lehrende (PDF, DOCX)

    Erste Hilfe für SchülerInnen (PDF)

    Erste Hilfe für Lehrende (PDF)

    Anlaufstellen für Cyber-Mobbing (PDF, DOCX)

    Über die Studie

    Die Studie zum Thema „Cyber-Mobbing“ wurde vom Institut für Jugendkulturforschung und Kulturvermittlung im Auftrag von Saferinternet.at und ISPA - Internet Service Providers Austria durchgeführt. Bei der Online-Umfrage wurden 400 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Bildungshintergrund befragt. Ergänzt wurde die Studie mit Praxiserfahrungen aus Saferinternet.at-Workshops.

    Nutzen Sie unsere Webinare und Workshops für PädagogInnen, Eltern und Kinder rund um unser diesjähriges Safer Internet Day-Thema Cyber-Mobbing. Alle Veranstaltungen sind kostenlos und finden online statt. Die Veranstaltungen werden unterstützt von A1 digital.campus und von Saferinternet.at durchgeführt.


    Dienstag, 08.02.2022

    Mein Smartphone & Ich | 10:00-12:00 Uhr

    Zielgruppe: Volksschulkinder (ggf. mit Eltern), max. 30 TeilnehmerInnen

    Inhalt: In diesem Workshop stehen du und dein Smartphone/Tablet/Computer/Spielekonsole im Mittelpunkt. Wie kannst du diese Dinge nutzen, sodass sie gut für dich sind? Was macht dir besonders viel Spaß und wo lernst du was dazu? Wie kannst du auch mit Dingen umgehen, die dir Angst oder Sorgen machen? Gemeinsam suchen wir hier gute Lösungen!

    ReferentInnen: Alexandra Wonka, Saferinternet.at-Trainerin + technische Co-Moderation Saferinternet.at

    Anmeldung: über A1 digital.campus

    Cyber-Mobbing – was Lehrende tun können und sollen | 17:00-18:00 Uhr

    Zielgruppe: PädagogInnen

    Inhalt: Im schulischen Alltag spielt Cyber-Mobbing immer wieder eine Rolle. Es kann zu großem Leidensdruck bei den Betroffenen führen und stört den Unterricht bzw. das Schulleben. Die Schule hat aber eine Reihe von Möglichkeiten, bereits präventiv aktiv zu sein und damit Vorfälle zu verhindern oder nicht groß werden zu lassen. Auch im Anlassfall können Lehrende einen wichtigen Unterschied machen. Dazu ist es notwendig, sich mit den Formen, Ausprägungen und Handlungsoptionen zu beschäftigen.

    ReferentInnen: DI Barbara Buchegger, pädagogische Leiterin von Saferinternet.at, Alexandra Wonka, Saferinternet.at-Trainerin

    Zoom-Link (Meeting-ID: 949 1509 7447, Kenncode: 526579)


    Mittwoch, 16.02.2022

    Cyber-Mobbing – wie Eltern ihre Kinder unterstützen können | 18:00-19:00 Uhr

    Zielgruppe: Eltern und Erziehungsberechtige

    Inhalt: Nicht immer bekommen Eltern sofort mit, wenn ihr Kind von Cyber-Mobbing betroffen ist. Wie Eltern ihre Kinder im Umgang mit diesem Thema begleiten können, ist Schwerpunkt des Workshops anlässlich des Safer Internet Day 2022. Wie können Eltern verhindern, dass es überhaupt zu Cyber-Mobbing kommt? Wie können Eltern erkennen, dass das eigene Kind betroffen ist – sei es als Opfer, als TäterIn oder als BeobachterIn? Wie kann Medienerziehung in diesem Bereich gelingen?

    Referentin: DI Barbara Buchegger, pädagogische Leiterin von Saferinternet.at

    Zoom-Link (Meeting-ID: 968 6147 1601, Kenncode: 786606)


    Mittwoch, 23.02.2022

    Gemeinsam gegen Cyber-Mobbing | 2 Schulstunden (Uhrzeit wählbar)

    Zielgruppe: SchülerInnen der Sekundarstufe 1

    Inhalt: Dieser Workshop ist für eine Klasse gedacht. Es geht darum, zu überlegen, welche Maßnahmen präventiv gemacht werden können, damit Cyber-Mobbing kein Thema werden muss: Welche Regeln haben wir für den Online- und den Klassenraum? Wie funktionieren wir als Klasse? Wie können wir unser Klassenklima verbessern und noch besser zusammenarbeiten? Wie gehen wir mit Konflikten und Störungen um?

    Umsetzung: via Videokonferenz-Tool der Schule / des Trainers

    ReferentInnen: Alexandra Wonka, Saferinternet.at-Trainerin + technische Co-Moderation Saferinternet.at

    Anmeldung: Workshop bereits VERGEBEN!


    Weitere Fortbildungen

    • Dienstag, 08.02.2022, 19:00-20:00 Uhr:
      Cyber-Mobbing unter Jugendlichen in Zeiten der Pandemie – Saferinternet.at präsentiert aktuelle Studienergebnisse

      Zielgruppe: alle

      Inhalt: Cyber-Mobbing führt zu einem beträchtlichen Leidensdruck bei den Betroffenen – gerade bei jungen Menschen. Saferinternet.at setzt sich seit vielen Jahren mit diesem Problem und einer Reihe von Fragen in diesem Kontext auseinander: Wie viele Jugendliche sind von Cyber-Mobbing betroffen? Welche Erscheinungsformen kann Cyber-Mobbing haben? Wie können sich Betroffene zur Wehr setzen? Und: Was hat sich in der Pandemie in Bezug auf Cyber-Mobbing verändert? Anlässlich des Safer Internet Day 2022 beauftragte die EU-Initiative Saferinternet.at das Institut für Jugendkulturforschung mit einer Studie über Cyber-Mobbing unter Jugendlichen. Bei einer Online-Erhebung wurden 400 Personen im Alter von 11 bis 17 Jahren in Österreich zu diesem Thema befragt. Ergänzt wurde die Studie mit Praxiserfahrungen aus Saferinternet.at-Workshops. Im Rahmen dieses Webinars werden die aktuellen Studienergebnisse präsentiert sowie Tipps für Jugendliche, Eltern und Lehrende und weitere Aktivitäten rund um den Safer Internet Day 2022 vorgestellt.

      Referentin: DI Barbara Buchegger, pädagogische Leiterin von Saferinternet.at

      Zoom-Link (Meeting-ID: 964 4343 5877, Kenncode: 501068)

    • Mittwoch, 23.02.2022, 17:00-18:00 Uhr:
      Cyber-Mobbing-Prävention – was Lehrende tun können und sollen


      Zielgruppe: Lehrende

      Inhalt: Egal, ob im Distance Learning oder in der Klasse: Die Herausforderungen durch die Pandemie führen unter anderem auch dazu, dass Cyber-Mobbing bei SchülerInnen zunimmt. Kommt das Klassenklima zu kurz, bricht die Klassengemeinschaft auseinander und sinkt die Stimmung in der Schule, so können Cyber-Mobbing-Vorfälle zunehmen. Doch Lehrende können gegensteuern und damit auch für ein besseres Lernklima sorgen.

      Referentin: DI Barbara Buchegger, pädagogische Leiterin von Saferinternet.at

      Zoom-Link  (Meeting-ID: 992 6317 8756, Kenncode: 697493)

      gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF)

    Sexuelle Gewalt im Internet ist ein großes Thema

    Bereits 2018 hat eine von SOS-Kinderdorf beauftragte Studie gezeigt, dass fast 30 Prozent aller Kinder und Jugendlichen von sexueller Gewalt im Internet betroffen sind. Im Rahmen des EU-Projekts #besafeonline wurden nun 600 anonyme Protokolle der Beratungsstelle Rat auf Draht ausgewertet, um die Herausforderungen für Kinder und Jugendliche im digitalen Alltag besser zu verstehen und sinnvolle Maßnahmen abzuleiten.

    Sexuelle Gewalt sieht nicht immer gleich aus

    Es gibt viele verschiedene Formen sexueller Belästigung im Internet wie z. B.  anzügliche Fragen, Links zu Pornoseiten oder auch sexuelle Beschimpfungen. Auch das Thema Nacktfotos ist wichtig. Hierbei kommt es häufig zu einer TäterInnen-Opfer-Umkehr, indem den Opfern anstatt den TäterInnen die Schuld zugeschrieben wird. Der einvernehmliche Austausch von intimen Fotos ist aber vom Gesetz klar erlaubt. Jugendliche haben ein Recht auf selbstbestimmte Sexualität. Nicht erlaubt ist es, Nacktfotos anderer weiterzugeben oder zu veröffentlichen.

    Jugendliche stoßen auf immer gleiche Hürden

    Ein weiteres Ergebnis der Auswertung der Beratungsprotokolle ist: Immer wieder sind es die gleichen Hürden, auf die Kinder und Jugendliche stoßen, die mit sexueller Belästigung im Netz konfrontiert werden. Dabei handelt es sich sowohl um Probleme technischer Natur, wie z. B. Fake-Kontos, von denen die Belästigung ausgeht, löschen zu lassen, als auch rechtlicher und sozialer Natur. Vor allem Gruppendruck und Schamgefühl spielen eine wichtige Rolle. Oft suchen Jugendliche erst viel zu spät Hilfe.

    Wie schütze ich mein Kind?

    Der beste Schutz für Kinder und Jugendliche sind offene Gespräche. Eltern sollten die rechtliche Situation erklären, anstatt aus Sorge Verbote und Bewertungen auszusprechen.

    Laden Sie sich hier konkrete Tipps für Eltern und Bezugspersonen herunter (PDF).

    Bald erhältlich: Praxishandbuch Medienpädagogik

    Was Sie in der neuen Broschüre zum Thema "Medienpädagogik in der Kinder- und Jugendhilfe" erwarten wird, können Sie bereits hier nachlesen.


    Über das Projekt

    Das EU-Projekt #besafeonline setzt sich für die Schaffung eines kinderfreundlichen digitalen Raums ein. Kinder und Jugendliche sollen befähigt und unterstützt werden, sich selbst und Gleichaltrige vor Online-Belästigung und sexueller Gewalt zu schützen und darauf zu reagieren. Das Projekt wird umgesetzt von SOS-Kinderdorf, Rat auf Draht und dem Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation / Saferinternet.at.

    Worum geht es?

    Gerade in Zeiten von Homeschooling und Social Distancing ist digitale Kommunikation für Kinder und Jugendliche kaum wegzudenken. Umso wichtiger ist es, dass Eltern ihre Kinder auch in der Online-Welt – etwa bei der Nutzung Sozialer Netzwerke – unterstützen und begleiten. Für uns Erwachsene ist es allerdings oft schwierig, über neue Entwicklungen am Laufenden zu bleiben und einen Einblick in die digitalen Aktivitäten unserer Kinder zu erhalten, ohne deren Privatsphäre zu verletzen.

    Hier setzt der neue Leitfaden an, den Facebook in Zusammenarbeit mit Saferinternet.at, unseren deutschen Partnern Klicksafe.de und dem Projekt Stop Hate Speech erstellt hat: Er enthält Tipps und Gesprächsleitfäden rund um das Thema altersgerechte Mediennutzung sowie einfache Erklärungen zu allen wichtigen Einstellungsmöglichkeiten und Sicherheitsfunktionen auf Instagram. Eltern und BetreuerInnen erhalten damit eine wertvolle Unterstützung, um Kinder und Jugendliche zur sicheren Nutzung von Instagram anzuleiten.

    Hier geht es zum Instagram-Leitfaden für Eltern und BetreuerInnen von Kindern und Jugendlichen

    Tipp: Damit Ihr Kind sicher in Sozialen Netzwerken unterwegs sein kann, sollten Sie seine Privatsphäre-Einstellungen optimieren. Nutzen Sie hierzu auch unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung für Instagram!

    Was sind strafrechtlich relevante Hasspostings?

    Menschenverachtende Äußerungen im Internet werden oft unter den Begriffen Hass im Netz oder Hass-Postings zusammengefasst. Seit 2021 gibt es ein neues Hass-im-Netz-Bekämpfungsgesetz, das Betroffenen helfen soll, ihre Rechte leichter durchzusetzen. Gleichzeitig wurden die Straftatbestände erweitert, dadurch sind jetzt mehr Hasspostings strafrechtlich relevant. Ein Hassposting kann zum Beispiel aufgrund von Cyber-Mobbing, Stalking, Verhetzung oder aufgrund einer gefährlichen Drohung strafrechtlich relevant sein. 


    Worum geht es beim Safer Internet Day?

    Beim Safer Internet Day geht es um die sichere und verantwortungsvolle Internetnutzung. Jährlich beteiligen sich über 100 Länder am internationalen Aktionstag und klären mit spannenden Projekten über eine verantwortungsvolle Internet- und Handynutzung auf. 

    Auch wir von Saferinternet.at rufen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie dem Bundeskanzleramt dazu auf, sich aktiv am Safer Internet Day 2022 zu beteiligen und eigene Safer Internet-Projekte umzusetzen.

    Nicht jede hasserfüllte Äußerung im Netz ist strafbar. Im Artikel Hass-Postings im Internet – was sagt das Gesetz? haben wir zusammengefasst, welche Straftatbestände bei Hass-Postings überhaupt erfüllt sein können. Selbst wenn Sie sich nicht an die Polizei wenden können oder wollen, sollten Sie hasserfüllte Postings nicht einfach stehen lassen, sondern dagegen argumentieren.

    Selfies und Videos als Teil der Selbstfindung

    Es gehört zur Phase der Identitätsfindung sich selbst zu präsentieren und auszutesten, wie man auf andere wirkt – gerade auch digital. Dazu gehören neben Likes, geteilten Interessen, Online-Profilen auch Videos und sogenannte Selfies.

    Der Vorteil von Online ist, dass man dort leichter zwischen verschiedenen Rollen hin- und herwechseln kann und einem eine Vielzahl an Darstellungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Kinder und Jugendliche wissen oft ganz gut, was auf welcher Plattform üblich ist, womit sie bei ihren ZuschauerInnen besonders gut punkten können und was man besser bleiben lässt.

    Dennoch: Bleiben Sie als Eltern mit Ihrem Kind im Gespräch und unterstützen Sie es vor allem am Anfang beim Erstellen von Online-Inhalten. Besprechen Sie mit ihm, welche Inhalte es besser nicht posten sollte und erklären Sie auch warum! 

    Wer kann mitmachen?

    Egal ob Bildungseinrichtungen, Privatpersonen, Jugendorganisationen, Unternehmen oder Politik: Alle können einen Beitrag für ein sicheres Internet leisten – sei es durch die Förderung der Medienkompetenz, die Buchung eines Präventionsworkshops, die Organisation von eigenen Veranstaltungen oder die Bereitstellung hochwertiger (Online-) Inhalte. Verschaffen Sie sich einen Überblick über vergangene Aktivitäten oder lassen Sie sich von unseren Beispielen für mögliche Aktionen inspirieren.

    Wie kann ich gerichtlich gegen ein Hass-Posting vorgehen?


    1. Screenshot machen. Unabhängig davon, ob ein Hass-Posting strafbar ist oder nicht, sollten Sie in einem ersten Schritt die Beweise sichern. Machen Sie dafür einen Screenshot des Postings oder fotografieren Sie es ab. Am besten machen Sie gleich einen Screenshot oder ein Foto vom gesamten Diskussionsverlauf. Wichtig dabei ist, dass das Datum und die URL sichtbar ist.

    Videos sind eine wichtige Kompetenz

    Videos erstellen und bearbeiten zu können ist eine wichtige Fähigkeit, die Ihr Kind auch in Zukunft gut gebrauchen wird können. Sehen Sie zu, dass Ihr Kind frühzeitig lernt, worauf es achten muss, welche Risiken die Online-Selbstdarstellung birgt und stärken Sie sein Selbstvertrauen, sodass es auch mit unfreundlichen Kommentaren und Reaktionen entsprechend umgehen kann.



    Februar ist Safer Internet-Aktionsmonat

    Der Safer Internet-Aktionsmonat ist eine Ausweitung des Safer Internet Day auf den gesamten Monat Februar. Das bedeutet: Jeder Tag im Februar ist Safer Internet Day.

    In diesem Zeitraum laden wir insbesondere Schulen und Jugendorganisationen dazu ein, sich mit dem Thema sichere Internetnutzung zu beschäftigen und eigene spannende Projekte umzusetzen. Nutzen auch Sie diese Chance und beteiligen Sie sich mit Ihrer Einrichtung!

    Ihnen fehlt es noch an Ideen? Nutzen Sie unsere Anregungen für eigene Aktionen oder durchstöbern Sie auch vergangene Aktivitäten und lassen Sie sich inspirieren!

    Ein kleiner Tipp: Anfang Februar veröffentlichen wir wieder eine neue Schnitzeljagd, diesmal zum Thema Cyber-Mobbing. Auch diese kann als Aktion eingereichet werden. Seien Sie gespannt!

    1. Posting melden. Große Plattformen wie Instagram, Facebook, Twitter oder TikTok müssen eine Möglichkeit bereitstellen, um problematische Inhalte zu melden. Seit dem Jahr 2021 regelt das Kommunikationsplattformengesetz, dass die Plattformen gemeldet Inhalte, die offensichtlich rechtswidrig sind, innerhalb von 24 Stunden löschen müssen. Wie Sie Hass-Postings melden, zeigen wir Ihnen in unseren Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
    1. Unterlassungsklage bei Gericht. Sollte eine Plattform ein Posting trotz Ihrer Aufforderung nicht löschen, können Sie diese klagen. Dafür müssen Sie die Kontaktdaten der Plattform angeben, die Sie im Impressum finden. Eine Unterlassungsklage kann sich auch gegen die oder den VerfasserIn eines Postings richten. Auch in diesem Fall benötigen Sie den Namen und die Adresse. Kennen Sie diese Daten nicht, fragen Sie beim Plattformenbetreiber nach. Sobald Sie alle Daten haben, können Sie auf justizonline.gv.at das Formular ausfüllen.

      ACHTUNG! Ein solche Unterlassungsklage ist nicht kostenlos, sondern kostet etwa 100 Euro.

    An welches Gericht können Sie sich wenden?

    In den meisten Fällen richtet sich die Zuständigkeit des Gerichts nach dem Wohnort der Beklagten oder des Beklagten. Ist dieser Wohnort im Ausland, können Sie sich auch an das für Sie zuständige Gericht wenden. Die Gerichtssuche hilft Ihnen dabei das richtige Gericht zu finden.

    Wie kann ich mit einer Anzeige gegen ein Hass-Posting vorgehen?

    Handelt es sich um ein strafrechtlich relevantes Posting, können Sie eine kostenlose Strafanzeige bei der Landespolizeidirektion Ihres Bundeslandes machen. Das ist nicht immer einfach. Für viele stellt der Gang zur Polizei eine Hürde dar. Um Ihnen ein wenig Sicherheit zu geben, beantworten wir Ihnen hier die wichtigsten Fragen:

    • Wie läuft so eine Anzeigenerstattung eigentlich ab? Am besten bringen Sie gleich die gemachten Screenshots oder Fotos mit. Sie sind wichtiges Beweismaterial. Erzählen Sie der Polizei, was passiert ist. Diese wird Ihre Aussage sinngemäß mitschreiben und ein Protokoll machen. Dieses Protokoll können Sie nochmal durchlesen und überprüfen. Im Rahmen einer sogenannten „Belehrung“ können Sie das Protokoll noch ergänzen oder berichtigen und anschließend unterschreiben. Damit haben Sie Anzeige erstattet und das Strafverfahren beginnt, indem die Polizei die Ermittlungen aufnimmt.
    • Kann ich allein zur Polizei gehen oder müssen meine Eltern mit dabei sein? Sie können sowohl allein als auch mit Ihren Eltern zur Polizei gehen. Wir empfehlen auf jeden Fall eine Vertrauensperson mitzunehmen. Das müssen nicht unbedingt die Eltern sein. Als minderjährige Person haben Sie sogar das Recht nur befragt zu werden, wenn eine Vertrauensperson dabei ist. Außerdem haben minderjährige Personen Anspruch auf eine psychosoziale und juristische Prozessbegleitung. Das gilt im Übrigen auch für Opfer eines „Hass im Netz“ Delikts allgemein.
    • Welche Daten werden bei einer Anzeige von mir aufgenommen? In den meisten Fällen kann eine Anzeige nicht anonym erfolgen. Das bedeutet, dass Sie Ihre persönlichen Daten wie den Namen, Ihr Geburtsdatum, aber auch Ihre Adresse nennen müssen. Diese Daten erhält auch die beschuldigte Person. Aber keine Sorge. Das ist nicht immer so: Wenn Sie Angst vor der beschuldigten Person haben, können Maßnahmen getroffen werden, damit Sie nicht erkannt werden.
    • Ich weiß nicht, wer hinter einem Hass-Posting steckt. Kann ich trotzdem eine Anzeige machen? Ja. Eine Anzeige können Sie auch gegen unbekannte TäterInnen erstatten. Die Polizei versucht daraufhin herauszufinden, wer der Täter oder die Täterin ist.
    • Was tue ich, wenn die Polizei die Anzeige nicht annehmen will? Nach der Strafprozessordnung (STOP §100 Abs 3)muss die Polizei Ihre Anzeige annehmen und diese anschließend an die Staatsanwaltschaft übergeben. Wenn die Polizei Ihre Anzeige trotzdem nicht ernst nimmt, fragen Sie nach dem Grund dafür. Wenn die Anzeige nach wie vor nicht ernst genommen wird, können Sie sich Namen der Beamtin oder des Beamten sagen lassen und die Angelegenheit der Staatsanwaltschaft melden.
    • Was muss ich als Zeugin oder Zeuge machen? In vielen Fällen ist die Person, die die Anzeige macht, gleichzeitig auch eine Zeugin oder ein Zeuge. Kommt es zu einer Gerichtsverhandlung müssen ZeugInnen vor Gericht erscheinen und wahrheitsgemäß erzählen, was passiert ist (wer vor Gericht lügt, macht sich selbst strafbar). Es macht auch Sinn andere Personen zu fragen, ob Sie als Zeugin oder Zeuge aussagen wollen, das können zum Beispiel Menschen sein, die der beschuldigten Person Konter gegeben haben.

    Wenn Sie sich unsicher sind, ob ein Hass-Posting strafbar ist oder wie Sie sich am besten verhalten sollen, können Sie sich jederzeit an eine Beratungsstelle wenden. Das geht sowohl persönlich als auch per Mail oder Telefon. Kinder und Jugendliche erhalten außerdem eine kostenlose Rechtsberatung bei den Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs.

    Warum es sich auf jeden Fall lohnt, up-to-date zu sein

    Auch wenn Sie selbst kein Fan digitaler Medien und Sozialer Netzwerke sind: Ihr Kind ist es mit ziemlicher Sicherheit schon. Digitale Medien spielen für Kinder und Jugendliche meist eine ganz zentrale Rolle – für die Kommunikation mit FreundInnen und auch für die Selbstfindung.

    Sind Sie als Eltern dann völlig unbedarft oder gar desinteressiert, ist das für Ihr Kind schnell gleichbedeutend mit einem Desinteresse an ihm selbst. Mögen Sie die Inhalte Ihres Kindes nicht, bedeutet das für Ihr Kind, dass Sie auch das Kind selbst nicht mögen. Und diesen Eindruck wollen Sie nun wirklich nicht vermitteln!

    Aber mal ehrlich: Interessiert es Sie nicht auch selbst, herauszufinden, was mehr als vier Milliarden andere Menschen so an der Online-Welt fasziniert? Dabei geht es schließlich längst nicht mehr nur um Kommunikation...

    Was ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung?

    Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (auch: Zwei-Schritte- oder Zwei-Wege-Authentifizierung) ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme zum Schutz von Benutzerkonten. Zusätzlich zum Passwort muss beim Login eine weitere Sicherheitskomponente eingeben werden, z. B. ein PIN-Code. Dieser Code wird etwa auf die im Konto hinterlegte Handynummer der NutzerInnen gesendet oder aber man nutzt einen Code-Generator. Selbst wenn Passwörter in die falschen Hände gelangen, haben Unbefugte auf diese Weise keinen Zugriff auf das Benutzerkonto, denn es ist nun doppelt geschützt.

    10 Tipps für einen Crash-Kurs über Weihnachten

    Detailliertere Info zur Zwei-Faktor-Authentifizierung finden Sie bei der Internet Ombudsstelle.

    1. Machen Sie einen digitalen Spieleabend!

      Die Feiertage und die Weihnachtsferien bieten sich für gemeinsame Spieleabende mit der Familie an. Lassen Sie diese heuer doch mal virtuell stattfinden: Viele digitale Spiele kann man nicht nur alleine, sondern auch zu mehrt spielen – das macht nicht nur großen Spaß, sondern kann auch ein pädagogisch wertvoller Zeitvertreib sein. Ideen gesucht? Auf der Website der BuPP finden Sie u. a. eine eigene Liste digitaler Spiele, die besonders für Familien, Partys oder zum gemeinsamen Spielen empfehlenswert sind.

    2. Finden Sie heraus, welcher Elterntyp Sie sind!

      Machen Sie einen kleinen Einschätzungstest und finden Sie heraus, welcher Elterntyp Sie sind. Das hilft Ihnen, Ihre Stärken und digitalen Lücken zu identifizieren. Und: Sie erhalten Tipps, passend zu Ihrem Typ. Ihre Kinder haben auch Lust bekommen? Dann machen Sie das Quizzen doch zu einer Familienaktion! Mit Spaß lernt es sich immer noch am besten. Hier finden Sie alle Saferinternet.at-Quiz, einige davon auch auf Englisch!

    3. Verschaffen Sie sich einen Überblick!

      Nutzen Sie unsere Suche und suchen Sie gezielt nach Begriffen, die Sie bei Ihren Kindern aufschnappen. Oder: Gehen Sie auf unsere Themen-Überblicksseite und klicken Sie sich ein wenig durch. Die einzelnen Dossier-Seiten geben Antworten auf häufig gestellte Fragen, enthalten Materialtipps (von Unterrichtsmaterial bis hin zu Flyern und Videos) und 10 kompakte Tipps passend zum jeweiligen Thema. Sollten Ihnen noch Fragen unbeantwortet bleiben, so schreiben Sie uns doch!

    4. Fragen Sie Barbara!

      Sie sind auf der Suche nach einer schnellen Einführung in die digitale Lebenswelt Ihrer Kinder und haben keine Lust, viel zu lesen? Dann fragen Sie Barbara! Barbara Buchegger ist die pädagogische Leiterin von Saferinternet.at und gibt im Eltern-Videoratgeber „Frag Barbara!“ Antworten auf häufig gestellte Fragen für Kinder aller Altersgruppen. Im aktuellen Video dreht sich alles um das hochaktuelle Thema „Zu viel Bildschirmzeit“.

    5. Reflektieren Sie spielerisch Ihr Mediennutzungsverhalten!

      Gerade jetzt in den Weihnachtsferien haben Sie das Gefühl, dass die Internet- und Handynutzung in Ihrer Familie überhandnimmt? Dann nutzen Sie das Saferinternet.at Familienspiel auf Kahoot, um sich gemeinsam mit ihren Kindern spielerisch mit dem Thema Mediennutzungsverhalten auseinanderzusetzen. Einzeln oder in Teams werden in unserem Quiz Fragen zum Umgang mit digitalen Geräten beantwortet: Welche Medien dürfen wir beim Essen nutzen? Wer zahlt für den gemeinsamen Netflix-Account? Probieren Sie es aus – Sie werden sehen, das Saferinternet.at Familienspiel macht nicht nur Spaß, sondern hilft Ihnen auch dabei, gemeinsame Regeln zur Mediennutzung aufzustellen!

    6. Lassen Sie sich von Ihrem Kind seine Lieblings-App zeigen!

      Meist gibt es eine Anwendung, die unsere Kinder aktuell am meisten beschäftigt. Dann wird eine Zeit lang fast ausschließlich damit Zeit verbracht. Egal ob es die Video-App TikTok, die Foto-App Instagram oder eine Spiele-App ist. Lassen Sie sich von Ihrem Kind doch einfach einmal zeigen, was ihm daran gefällt! Interessieren Sie sich für die Aktivitäten Ihrer Kinder, stärkt das auch deren Selbstvertrauen. Und: Wir versprechen, es macht Spaß, einen Blick in die Welt unserer Kinder zu werfen! Überreden Sie Ihr Kind allerdings nicht dazu, wenn es das nicht möchte – auch Kindern ist ihre Privatsphäre sehr wichtig.

    7. Lernen Sie mit TikTok!

      Ja, Sie haben es sicher schon gehört! Die App TikTok ist sehr beliebt, bei vielen Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen. Wenn man den Kindern so über die Schulter schaut, kann man schnell den Eindruck gewinnen, TikTok sei eine reine Zeitverschwendung. Es gibt aber durchaus sehr unterhaltsame und auch hilfreiche Inhalte. Suchen Sie einmal nach dem Hashtag #lernenmittiktok und lassen Sie sich inspirieren.

    8. Optimieren Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen!

      Egal ob Facebook, Instagram oder WhatsApp: In so gut wie jedem Sozialen Netzwerk gibt es einige Möglichkeiten, die eigene Privatsphäre zu schützen. Oft sind diese Einstellungsmöglichkeiten aber gut versteckt – nutzen Sie daher unsere Privatsphäre-Leitfäden. Diese führen Sie Schritt für Schritt durch die wichtigsten Einstellungen. Auch wenn das ganze zeitaufwändig erscheint – es lohnt sich auf jeden Fall. Und: Ist ein Profil einmal gut eingestellt, erspart man sich auch in Zukunft viel Arbeit und vor allem Ärger. Das gilt übrigens auch für Smartspeaker und Smartwatches sowie vernetztes Spielzeug: Machen Sie sich auch hier unbedingt mit den möglichen Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen vertraut!

    9. Optimieren Sie die Einstellungen für Handy und Tablet!

      Die Zahl der mobilen Endgeräte in Ihrem Haushalt ist über Weihnachten angestiegen und Sie haben keinen Überblick mehr, wer nun welche Einstellungen und Rechte hat? Nutzen Sie die Broschüren der ISPA, erhältlich in unserem Broschürenservice. Diese führen in einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen durch alle wichtigen Sicherheitseinstellungen, Datenschutzoptionen wie auch Kinderschutzeinstellungen. Die Leitfäden sind für Android, iOS und Windows – jeweils in einer eigenen Version für Smartphone bzw. Tablet – verfügbar.  

    10. Lassen Sie sich von Ihrem Kind gängige Kettenbriefe zeigen!

      Vor allem auf den Handys der Jüngeren häufen sich meist unzählige Kettenbriefe. Lassen Sie sich diese von Ihrem Kind zeigen und versuchen Sie, diese gemeinsam zu hinterfragen. Was bedeuten sie? Und: Was haben diese Briefe gemeinsam? Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche Kettenbriefe man weiterschicken kann und welche man besser löscht!

      Tipp: Probieren Sie unseren Kettenbrief-Chatbot aus! Das Online-Beratungsangebot hilft Kindern dabei, Kettenbriefe richtig einzuordnen. Wird ein Kettenbrief per WhatsApp an die Nummer 0681 108 094 49 geschickt, antwortet der Chatbot und unterstützt Kinder, die darin verbreiteten Drohungen und Versprechen richtig einzuschätzen.

    Was bedeuten die Änderungen auf Google?

    Die Möglichkeit zur Zwei-Faktor-Authentifizierung auf Google gibt es schon lange und diese zu nutzen ist absolut empfehlenswert (Wie man diese aktiviert, zeigt Ihnen unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung). Denn auch, wenn einem zunächst vor allem die Suchmaschine in den Sinn kommt, betrifft das Google Konto eine Vielzahl an Diensten wie zum Beispiel Gmail oder YouTube – und diese doppelt vor unbefugten Zugriffen zu schützen, sollte für alle NutzerInnen Standard sein. So wohl auch die Überlegung von Google selbst, welches die Zwei-Faktor-Authentifizierung nun für rund 150 Millionen Konten automatisch aktiviert hat.

    Hören Sie jetzt nicht auf – bleiben Sie auf dem Laufenden!

    Sie haben sich nun Schritt für Schritt in die digitale Welt Ihrer Kinder gewagt? Großartig! Damit haben Sie nun einiges über die Lebenswelt Ihrer Kinder gelernt und sind auch für Ihre eigene besser gerüstet.

    Doch hören Sie jetzt nicht einfach damit auf! Halten Sie sich etwa mit unserem Newsletter oder unserem Facebook- und Instagram-Kanal über aktuelle Entwicklungen und Angebote zu Internet und digitalen Medien auf dem Laufenden.

    Nutzen Sie – wenn es für alle passt – auch das Wissen Ihrer Kinder und lassen Sie sich von Zeit zu Zeit einfach beliebte Anwendungen, Spiele oder Tools von ihnen erklären. Sollten Ihre Kinder aber einmal kein Interesse haben, mit Ihnen über ihr digitales Leben zu sprechen – nehmen Sie es nicht persönlich. Das Ganze sollte nicht auf einen Streit hinauslaufen!

    Einmal die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert, können Sie eine Authentifizierungs-App wie den Google Authenticator hinzufügen. Wie das geht zeigt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung von Heise.de.

    Die Google-Dienste können auch weiterhin ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt werden. Diese lässt sich auch nach der automatisierten Umstellung leicht wieder deaktivieren. Wer sein Google Konto vor fremden Zugriff schützen will, sollte die Zwei-Faktor-Authentifizierung jedoch beibehalten.

    Geben Sie dem Ganzen Zeit

    Ihr Kind wurde zu Weihnachten von Ihnen selbst oder von Verwandten mit neuen Computer- und Konsolenspielen beschenkt? Sie haben Ihr Kind mit einem neuen Handy überrascht und jetzt spielt es nur noch damit? Vergessen Sie nicht: Sie wollten Ihrem Kind damit eine Freude bereiten. Es ist ganz normal, dass neue Spiele und Geräte am Anfang besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Unterstützen und begleiten Sie Ihr Kind bei der Nutzung. Keine Sorge: Das heißt nicht, dass Sie Ihrem Kind nun alles durchgehen lassen müssen.

    Werbung ist in Sozialen Netzwerken oft gut versteckt

    Auf TikTok, Instagram, YouTube und Co. sind Jugendliche tagtäglich mit Werbung und unseriösen Beiträgen konfrontiert. Solche Inhalte sind jedoch gerade für Jugendliche nicht immer leicht zu erkennen. Mit unserem neuen Quiz zum Thema Soziale Netzwerke können sich Jugendliche spielerisch mit dem Thema auseinandersetzen.

    Cyber-Grooming gemeinsam definieren

    Bei „Cyber-Grooming“ handelt es sich um eine Straftat (§208a StGB), bei der sich (meist) männliche Erwachsene das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen über das Internet erschleichen – mit dem Ziel der sexuellen Belästigung oder des sexuellen Missbrauchs. Die Täter kontaktieren ihre Opfer über Soziale Medien oder über die Chat-Funktion von digitalen Spielen oder Gaming-Portalen und geben sich als gleichaltrige Person aus. Manchmal behaupten die Täter auch, dass sie Modelagenten oder Profi-Gamer sind, die den Kindern und Jugendlichen zu Erfolg verhelfen wollen. Nach einigen harmlosen Chat-Nachrichten versuchen die Täter an Bilder von ihren Opfern zu kommen (zu Beginn noch „normale“ Bilder, später Nacktfotos) oder ein privates Treffen auszumachen.

    Mit dieser kurzen Definition von Cyber-Grooming können Sie einen Austausch in der Klasse starten, um den Begriff „Cyber-Grooming“ genauer zu erklären und um weitere Strategien der „Groomer“ gemeinsam aufzudecken. Folgende Fragen können dafür hilfreich sein:

    • Was steckt hinter den Begriff Cyber-Grooming? Übersetzen Sie das Wort gemeinsam ins Deutsche und diskutieren Sie, wieso dieser Begriff verwendet wird. Das Wort „to groom“ kann vieles bedeuten, eine Übersetzung ist zum Beispiel „jemanden auf etwas vorbereiten“ oder „pflegen“. Was könnte das in diesem Kontext bedeuten?
    • Wer hat Erfahrungen mit problematischen Chats gemacht? Wer kennt jemanden, die oder der Erfahrung damit gemacht hat? Besprechen Sie eigene Erfahrungen der SchülerInnen mit Cyber-Grooming. Je nach Klasse kann es sinnvoll sein, diese Fragen mittels einer analogen oder digitalen Box (bspw. ein Schuhkarton oder eine digitale Pinnwand) zu behandeln. So können die SchülerInnen ihre Erfahrungen, aber auch Fragen zu dem Thema anonym stellen.

    Online-FreundInnen sind wichtig

    Gute FreundInnen sind wichtig – und echte Freundschaften werden von jungen Menschen längst nicht mehr nur offline, sondern auch im digitalen Raum geknüpft. Ob in Sozialen Netzwerken wie Instagram, Snapchat oder Tiktok, in Online-Spielen, Messenger-Diensten oder auf anderen Plattformen wie etwa dem aktuell sehr beliebten Onlinedienst Discord: In der digitalen Welt lernen Kinder und Jugendliche laufend neue Leute kennen. Dies erfüllen eine sehr wichtige Funktion: Sie teilen die aktuellen Interessen und Hobbys, haben vielleicht ähnliche Probleme in der Schule und sind quasi jederzeit verfügbar. Oft ist es für Kinder und Jugendliche auch einfacher, online über persönliche oder intime Dinge zu besprechen. Und: nicht zuletzt durch die Pandemie wurde es für junge Menschen noch wichtiger, sich online auszutauschen und soziale Kontakte zu pflegen.

    Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Saferinternet.at Weihnachten feiert?

    Angesichts eines sehr online-intensiven Jahres haben wir uns dazu entschlossen, die Weihnachtstage heuer weitgehend offline zu verbringen.

    Was heißt das für Sie:
    Sie werden vermutlich keinen Unterschied wahrnehmen. Sowohl auf der Website als auch auf unseren Social Media Kanälen Facebook und Instagram warten schon regelmäßige Beiträge auf Sie. Sollten Sie uns aber persönlich sprechen wollen, so bitten wir um Ihr Verständnis, dass die Bearbeitung Ihrer Anfragen gegebenenfalls etwas länger dauert als gewohnt.


    Was ist an digitalen Spielen überhaupt so faszinierend?

    Spiele sind mehr als nur Zeitvertreib! Kinder und Jugendliche können in ihre eigene digitale Welt eintauchen und dabei zum Beispiel Tagträume und Fantasien ausleben. Nebenbei ermöglichen Spiele es auch, sich vom Alltag zurückzuziehen und sich innerhalb der Familie Freiraum und Abgrenzung zu schaffen. Wir alle kennen das: Der Familientrubel an Weihnachten kann auch ganz schön viel werden. Außerdem bedeutet Weihnachten für Ihr Kind auch Schulferien, da darf es schon mal abschalten.

    Für Kinder ist es faszinierend, sich selbst im Spiel zu inszenieren und auch andere Rollen und Persönlichkeiten zu erproben. Zusätzlich erleben sie sich dabei als aktiv und einflussreich, denn an Misserfolgen und Fehlschlägen kann – ohne Gesichtsverlust – so lange gearbeitet werden, bis alles wieder unter Kontrolle ist. Ein deutlicher Trainingsvorteil gegenüber dem Alltag!


    Virtuelle Bekanntschaften verbieten?

    Auch wenn Online-FreundInnen für Kinder und Jugendliche eine echte Bereicherung darstellen: Eltern bereiten die virtuellen Bekanntschaften oft Sorge. Viele hätten gerne, dass ihre Kinder nur mit FreundInnen aus dem „echten“ Leben Kontakt haben und würden Online-Bekanntschaften am liebsten ganz verbieten. Die Befürchtung, die eigenen Kinder könnten von falschen FreundInnen ausgenutzt, belästigt oder missbraucht werden könnten, ist nur allzu verständlich – schließlich sind Cyber Grooming oder Sextortion reale Gefahren im virtuellen Raum. Doch auch wenn die elterlichen Bedenken nachvollziehbar sind: Verbot oder Kontrolle sind hier der falsche Weg. Stattdessen sollten die Kinder auf Augenhöhe begleitet und über mögliche Bedrohungen aufgeklärt werden.

    Sie wollen zu Weihnachten auch mehr Offline-Zeit verbringen?

    Homeoffice statt Firmen-Weihnachtsfeier, online besorgte Weihnachtsgeschenke und digitale Weihnachtsgrüße statt gemeinsamer Adventmarktbesuche: In den vergangenen Wochen hat sich unser Leben stark auf die eigenen vier Wände beschränkt. Sehnen auch Sie sich nach dem Lockdown nach direkten sozialen Kontakten und möchten Ihre Zeit wieder mehr offline verbringen? Nach der online-intensiven Vorweihnachtszeit fällt es Ihnen aber gar nicht so leicht, Handy & Co. bewusst zur Seite zu legen? Wir haben ein paar hilfreiche Tipps für Sie, wie es trotzdem gelingen kann.

    Ab wann ist es zu viel?

    Digitale Geräte haben in der Corona-Zeit sicherlich eine noch größere Bedeutung gewonnen. Sie sind unser Arbeitsort, Lernort und unsere Möglichkeit mit FreundInnen und Familie in Kontakt zu bleiben. Auch zum Zeitvertreib – beispielsweise durch digitale Spiele – sind sie wichtig.

    Es ist also schwierig, unsere Bildschirmzeiten gleich streng wie vor der Pandemie zu reglementieren, denn schließlich stecken dahinter oft wichtige Bedürfnisse, die sich anders schwer bedienen lassen.

    Wichtig ist aber, dass wir unsere Kinder bei der Mediennutzung begleiten, sie dabei ermutigen auf sich selbst zu hören (oft spüren sie sehr gut selbst, wann es ihnen zu viel wird) und ihnen Alternativen aufzeigen.

    Verbieten Sie Ihrem Kind nicht etwa die Kommunikation mit FreundInnen, zeigen Sie ihm aber, wie es sich auch ohne digitale Medien entspannen kann.

    Auf was sollte ich besonders achten?

    • Viele Kinder spielen nicht mehr auf klassischen Konsolen oder am PC, sondern direkt am Smartphone. Achten Sie darauf, dass die Spiele nur aus offiziellen App-Stores (z. B. App Store oder Play Store) heruntergeladen werden, um keine Schadsoftware zu installieren.
    • Bedenken Sie außerdem, dass kostenlose Apps nicht immer die besten sind – diese finanzieren sich dann meist über nervige Werbeeinblendungen (die oft nicht zum Alter Ihres Kindes passen!) oder In-App-Käufe. Sperren Sie In-App-Käufe am Handy durch einen Passwortschutz oder deaktivieren Sie diese am besten ganz, nur so können Sie Kostenfallen vermeiden.
    • Achten Sie auf empfohlene Altersfreigaben für die jeweiligen Spiele! Nicht jedes Spiel ist für jedes Alter geeignet. Die Kennzeichnungen PEGI und USK bieten eine gute Orientierung bei Computer-, Konsolen und Onlinespielen. Bei Handyspielen/Apps empfiehlt es sich, die Empfehlungen der App-Stores zu beachten.
    • Eine Empfehlung zu guten Computerspielen, die auch inhaltlich auf die Spiele eingeht, finden Sie bei der BuPP.
    • Einige Spiele erlauben Gespräche oder Chats mit anderen SpielerInnen – auch mit Fremden. Unter SpielerInnen entsteht schnell das Gefühl von Freundschaft oder Zusammenhalt. Das ist schön und nicht selten entstehen daraus echte Freundschaften. Beachten Sie aber, dass nicht jeder Kontakt erfreulich sein muss. Bereiten Sie Ihr Kind darauf vor, sodass es weiß, wie es im Anlassfall reagieren soll und an wen es sich wenden kann. Üben Sie mit Ihrem Kind außerdem, wie es Online-Identitäten hinterfragen kann. Nicht immer steckt hinter einem Online-Kontakt die Person, für die dieser sich ausgibt.

    Welche Inhalte werden im Quiz thematisiert?

    In unserem Quiz werden unterschiedliche Werbeformen in den gängigsten Sozialen Netzwerken wie TikTok, YouTube, Instagram oder Pinterest behandelt. Mithilfe von Screenshots werden Jugendliche ermutigt, genau hinzusehen und nach der oftmals gut versteckten Kennzeichnung von Werbehinweisen zu suchen. Welche Regeln für InfluencerInnen gelten, wie der eigene News-Feed zustande kommt oder woran man Fake-Accounts erkennt, sind weitere Inhalte des Quiz.

    Ziel ist es, die Jugendlichen darin zu schulen, kritisch zu sein, Inhalte zu hinterfragen und nicht alles direkt für bare Münze zu nehmen.

    Cyber-Grooming durch Beispiele erkennen

    So können Sie Ihr Kind unterstützen

    • Mit dem Kind über Online-FreundInnen reden und diese wahrnehmen.
      Auch wenn für Eltern vielleicht nicht nachvollziehbar ist, welchen Stellenwert Bekanntschaften haben, die „nur“ online gepflegt werden: um eine offenes und vertrauensvolles Gesprächsklima zu schaffen, ist es wichtig, die Bedeutung und Funktion dieser Online-FreundInnen zu erkennen und zu akzeptieren. Signalisieren Sie Interesse an der Lebenswelt ihres Kindes und machen sie ihm klar, dass es sich bei Problemen oder Unsicherheiten an Sie wenden kann, ohne gleich verurteilt zu werden.
    • Das Bauchgefühl und die Autonomie des Kindes stärken.
      Wenn ein Kind etwas als unangenehm empfindet, dann darf und soll es das auch sagen können – egal, ob on- oder offline! Bestärken Sie Ihr Kind darin, „nein“ zu sagen und üben Sie gemeinsam, sich gegen unangenehme Annäherungsversuche mit Aussagen wie „Lass mich in Ruhe!“ oder „Ich will das nicht!“ zu wehren. Ein selbstbewusstes „Nein“ lässt potenzielle TäterInnen schnell aufgeben und bildet daher eine wichtige Basis, wie sich Kinder und Jugendliche selbst vor falschen FreundInnen schützen können.
    • Wer ist das Online-Gegenüber wirklich?
      Gerade jüngere Kinder neigen oft dazu, alles für bare Münze zu nehmen und können noch schwer einschätzen, wie vertrauenswürdig ihr Gegenüber ist. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass nicht alle Personen im Internet Gutes im Sinn haben und manche Personen nicht die sind, für die sie sich ausgeben. Fordern Sie Ihr Kind auf, Identitäten im Internet zu hinterfragen – etwa, indem das Profil einer neuen Bekanntschaft immer ganz genau überprüft wird. Wurde ein Profil erst kürzlich erstellt und beinhaltet nur wenige Fotos, ist Vorsicht angebracht – denn Kriminelle verhalten sich online oft vollkommen unauffällig.
    • Dem Kind konkrete Strategien an die Hand geben.
      Geben Sie Ihrem Kind Strategien an die Hand, wie es die Identität einer neuen Bekanntschaft „testen“ kann. Ein sehr einfacher, aber effektiver Trick: Das Gegenüber soll ein Selfie mit einem eindeutigen Identifizierungsmerkmal schicken, z. B. einen Zettel mit einer Botschaft, die sich das Kind aussucht; wird das geforderte Bild innerhalb weniger Minuten geschickt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um einen "echte" Freundin bzw. Freund handelt.
    • Sensibilisieren Sie Ihr Kind für den Umgang mit persönlichen Daten und Fotos.
      Schärfen Sie ihrem Kind ein, immer genau zu überlegen, wie viel es von sich preisgibt und wem – insbesondere, wenn es um freizügige Bilder oder Videos geht. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es über einmal verschickte Bilder kaum noch Kontrolle hat. Gerade in Sozialen Netzwerken können Inhalte in Sekundenschnelle geteilt und verbreitet werden – auch solche, durch die sich das Kind bloßgestellt fühlt oder im schlimmsten Fall sogar erpresst werden kann. Seien Sie dabei selbst ein Vorbild und beachten Sie stets das Recht am eigenen Bild – auch das ihrer Kinder!
    • Beim ersten persönlichen Treffen immer dabei sein.
      Möchte Ihr Kind eine Online-Bekanntschaft im echten Leben kennenlernen, unterstützen Sie es dabei, vereinbaren Sie aber auch klare Regeln: Beim ersten Blind Date sollte stets ein Erwachsener in Reichweite sein, der – am besten bei einem zuvor vereinbarten Handzeichen – jederzeit eingreifen kann. Das Treffen sollte an einem öffentlichen Ort (Einkaufszentrum, Café, etc.) stattfinden und es sollte zuvor abgesprochen sein, wann und wo man sich anschließend wieder trifft. Wichtig: das Treffen wird miteinander geplant und das Kind muss sich sicher sein können, dass sich die erwachsenen Begleitpersonen nicht ungefragt einschalten.

    Fünf Tipps für weihnachtliche Handypausen

    Eine allgemeingültige Empfehlung für die ideale Bildschirmzeit gibt es nicht – denn niemand kennt Ihr Kind so gut wie Sie. Wichtig ist, dass Sie ihm dabei helfen, erste Erschöpfungsanzeichen (müde Augen, Konzentrationsschwierigkeiten etc.) zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren.

    Interesse zeigen & Alternativen anbieten

    Grundsätzlich ist es empfehlenswert, Interesse daran zu zeigen, welche Computerspiele das eigene Kind spielt, was ihm daran gefällt und wie viel Zeit es damit verbringt. Gerade mit älteren Jugendlichen können so gemeinsam sinnvolle Regeln aufgestellt werden. Gleichzeitig fühlt sich Ihr Kind dadurch mehr wertgeschätzt.

    Bieten Sie Ihrem Kind auch alternative Freizeitbeschäftigungen an, wenn das Spielen am Bildschirm überhandnimmt. Spiele fördern Kreativität und Interaktion und spielen eine überaus wichtige Rolle in der sozialen und intellektuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Wenn dadurch jedoch für das entsprechende Alter typische Aktivitäten über einen längeren Zeitraum vernachlässigt werden oder gänzlich wegfallen, sollte dies auch angesprochen werden.

    Gerade junge Kinder merken in der Regel selbst, wenn es ihnen zu viel wird – oft fehlt ihnen aber die Inspiration für alternative Beschäftigungen.

    Nur keine Panik!

    Auch wenn es Ihnen als Eltern schwerfallen sollte: Versuchen Sie, ruhig und sachlich an das Thema Online-Bekanntschaften heranzugehen – denn Panik und Angst sind hier kein guter Begleiter. Denken Sie daran, dass ihre Kinder in Zeiten von Instagram, Snapchat oder Tiktok immer auch mit Fremden in Kontakt kommen und sie dies nicht verhindern können. Kinder sollten immer das Gefühl haben, ihre Eltern oder erwachsene Bezugspersonen um Rat und Hilfe fragen zu können – ohne Angst vor Vorwürfen oder Konsequenzen haben zu müssen. Am besten schützt man die jungen NutzerInnen daher, indem man ihr Bedürfnis nach Austausch und Bindung auch online respektiert, Ihre digitalen Kompetenzen stärkt und Ihnen bei eventuellen Problemen mit einem offenen Ohr zur Seite steht.

    1. In Gesellschaft: Der „Handyturm“

      Endlich kommt die ganze Familie wieder zusammen – und diese gemeinsam verbrachte Zeit möchten Sie ganz bewusst genießen. Doch es gibt einen Störfaktor: das Handy. Wenn Sie oder Ihre Kinder dazu verleitet sind, selbst während des Weihnachtessens oder beim Warten auf die Bescherung zum Handy zu greifen, hilft vielleicht ein „Handyturm“. Schalten Sie Ihre Handys auf lautlos und legen Sie sie übereinander auf einen Stoß. Wer als Erstes sein Handy nimmt, um nachzuschauen, was sich tut, muss den anderen einen Gefallen tun – z. B. Feuerholz aus dem Keller holen oder die Weihnachtskekse nachladen.

    2. Beim Einsatz der Smartphone-Kamera: Weniger ist mehr

      Der festlich geschmückte Christbaum, ein ausgefallenes Weihnachtsmenü und leuchtende Kinderaugen: Verständlich, dass Sie all diese besonderen Momente gerne mit ihrer Kamera festhalten möchten und Ihr Handy daher stets griffbereit haben. Versuchen Sie dennoch, die Feierlichkeiten bewusst zu genießen und Ihr Smartphone auch mal beiseitezulegen. Von eintrudelnden Weihnachtsgrüßen ist man schnell abgelenkt – und bestimmt wollen Sie beim Geschenke auspacken nicht von ständigem Handy-Geklingel gestört werden. Hierbei kann es helfen, das Handy in den Flugmodus zu setzen oder überhaupt eine separate Kamera zu nutzen.

    3. Während der Feiertage: digitale Verschnaufpause

      Sie wünschen sich nach dem ganzen Stress der Vorweihnachtszeit eigentlich ein bisschen Ruhe, doch gerade jetzt werden Sie mit weihnachtlichen Grüßen von Familie, FreundInnen und Bekannten überhäuft? Gönnen Sie sich eine digitale Verschnaufpause: Geben Sie Ihren engsten Kontakten schon vorab Bescheid, dass Sie über die Feiertage nicht erreichbar sein werden und Ihre Nachrichten nicht beantworten können. In Messenger-Diensten wie z. B. WhatsApp können Sie zudem Ihre Statusmeldung ändern um Ihre Kontakte wissen zu lassen, dass Sie derzeit nicht erreichbar sind.

    4. Bei wichtigen To-dos: Aus den Augen, aus dem Sinn

      Ob Neujahrsputz, der dringend fällige Steuerausgleich oder andere Tätigkeiten, die Sie zum Jahresende eigentlich noch erledigen wollten: Gerade bei unliebsamen Aufgaben lassen wir uns schnell vom Handy ablenken. Sie sind immer wieder dazu verleitet, einen Blick aufs Display zu werfen, obwohl Sie eigentlich nichts Besonderes erwarten? Versuchen Sie es doch mit einem Wecker: Stellen Sie diesen z. B. auf eine Stunde und versuchen Sie, in dieser Zeit keinen Blick aufs Handy zu werfen. Wenn Sie eine Aufgabe wirklich ungestört erledigen wollen, können Sie auch den "Nicht Stören"-Modus Ihres Handys nutzen, bei dem Anrufe und Mitteilungen für eine selbst festgelegte Zeitspanne stumm geschaltet werden.

    5. Zum Jahresausklang: digitaler Neujahrsputz

      Ihr Handy selbst stresst Sie eigentlich nicht. Es überfordert Sie aber, dass so viele Meldungen auf unterschiedlichen Plattformen eintreffen? Dann nutzen Sie die Feiertage doch für einen digitalen Neujahrsputz: Überlegen Sie sich, welche Anwendungen Sie wirklich am Handy haben möchten. Vielleicht genügt es, wenn Sie nur über den Computer auf Facebook zugreifen können? Brauchen Sie tatsächlich mehrere verschiedene Messenger-Dienste oder können Sie sich mit Ihrem Freundeskreis auf eine Anwendung einigen? Und welche Apps könnten Sie eigentlich mal löschen, weil Sie sie ohnehin nicht mehr nutzen? Gerade jetzt, wo das Sozialleben verstärkt online stattfindet, kann es helfen, sich hier einen neuen Überblick zu verschaffen.


    Weitere Tipps & Tricks finden Sie auf unserer Themenseite Digitale Spiele.

    Im Internet finden Sie zahlreiche Beispiele von Cyber-Grooming. Anhand dieser können Sie mit der Klasse diskutieren, ob und wie Cyber-Grooming erkannt werden kann. Auf handysektor.de oder auf juuuport.de finden Sie Chat-Beispiele, die Cyber-Grooming und die Strategien dahinter veranschaulichen. Nutzen Sie diese oder ähnliche Chats, um gemeinsam die Strategien der Täter zu entlarven.

    Sie wollen Ihren digitalen Zeitstress auch im Alltag reduzieren?

    Es muss ja nicht gleich ein Neujahrsvorsatz sein – aber vielleicht motiviert Sie das ausklingende Jahr, sich auch nach den Feiertagen intensiver mit der eigenen Handy-Nutzung auseinanderzusetzen. Die Weihnachtszeit bietet eine gute Gelegenheit, Quality Time mit Familie oder FreundInnen zu verbringen und so etwas Abstand zum eigenen Online-Verhalten zu gewinnen. Oft hilft es schon, eigene Gewohnheiten zu hinterfragen und zu überlegen, warum Sie gerade jetzt aufs Handy schauen. Planen Sie auch im Alltag immer wieder bewusste Offline-Zeiten ein – schon kurze, aber regelmäßige Handy-Pausen können helfen, digitalen Zeitstress zu reduzieren!

    Die Rolle der Eltern

    Vergessen Sie nicht: Sie haben eine wichtige Vorbildrolle. Indem Sie vorleben, wie Sie Ihre Freizeit ohne digitale Geräte verbringen, lernt auch Ihr Kind einen anderen Umgang mit diesen. Unterstützen Sie Ihr Kind, indem Sie ihm konkrete Vorschläge für alternative Beschäftigungen machen und auch gemeinsame Aktivitäten starten. Oft ist es einfach wichtig, die Kinder aus dem digitalen Kreislauf herauszuholen und ihnen zu zeigen, was sie stattdessen machen können – nämlich z. B. Yoga, Sport, basteln oder lesen. Vereinbaren Sie außerdem Regeln für die Mediennutzung etwa beim gemeinsamen Essen oder in der Nacht.



    Klassenplakat „Warnsignale erkennen“

    Eine weitere Möglichkeit, um Cyber-Grooming zu erkennen, ist das Sammeln von Alarmsignalen. Unsere KollegInnen von klicksafe.de haben dazu ein Plakat erstellt, das Warnsignale im Chat aufzeigt. Hängen Sie das Plakat in der Klasse auf, diskutieren Sie darüber und erstellen Sie darauf aufbauend gemeinsam ein eigenes Klassenplakat. Dabei können Sie sowohl eigene Alarmsignale definieren, die auf dem Plakat nicht angesprochen werden oder weitere Beispiele für die genannten Warnsignale erarbeiten.

    Alternativ können Sie auch mehrere Arbeitsgruppen und Plakate erstellen. Jede Arbeitsgruppe kann dabei eine andere Frage beantworten, zum Beispiel:

    • Wie können wir Cyber-Grooming erkennen?
    • Wie reagieren wir am besten, wenn wir Erfahrungen mit Cyber-Grooming machen?
    • Wie können wir uns vor Cyber-Grooming schützen?

    Dokumentarfilm „Gefangen im Netz“

    Der Dokumentarfilm „Gefangen im Netz“ von Vít Klusák und Barbora Chalupová zeigt sehr eindrücklich, die Gefahren von Cyber-Grooming auf. Dafür haben die FilmemacherInnen den Verlauf eines dokumentarischen Experiments gefilmt: Drei jung aussehende Schauspielerinnen geben sich auf gängigen Sozialen Medien als 12-jährige Mädchen aus. Innerhalb von zehn Tagen melden sich 2.458 Männer mit sexuellen Absichten bei den vermeintlichen Mädchen. Obwohl die Männer von den Schauspielerinnen immer wieder darauf hingewiesen werden, dass sie erst 12 Jahre alt sind, kommt es sogar zu persönlichen Treffen. Dieser ganze Prozess wurde gefilmt und sowohl von den Schauspielerinnen als auch von ExpertInnen reflektiert.

    Der Film ist nicht leicht zu verdauen, allerdings sehr lehrreich, wenn es um die Frage geht, wie Täter vorgehen. Neben der normalen Fassung gibt es auch eine Schulfassung, in der explizite Szenen rausgeschnitten wurden (Altersfreigabe ab 12 Jahren). Zusätzlich dazu stellen die FilmemacherInnen begleitendes Unterrichtsmaterial zur Verfügung, das gemeinsam mit einer Pädagogin erarbeitet wurde. Dieses soll Lehrenden dabei helfen, das gemeinsame Filmerlebnis vor- und nachzubereiten.

    Auf der Webseite gefangenimnetz.de können Sie eine Schulversion des Films anfordern.

    Übungen zur Thematisierung von Cyber-Grooming

    Im Handbuch für PädagogInnen: Sex und Gewalt in digitalen Medien finden Sie weitere wichtige Informationen zum Thema Cyber-Grooming sowie Übungen, die im Unterricht umgesetzt werden können. Vor allem folgende Übungen aus dem Handbuch empfehlen wir, um das Thema Cyber-Grooming anzusprechen:

    • Übung 5 „Nein!“: Die SchülerInnen üben das Nein-Sagen und erkennen, in welchen Situationen sie Schwierigkeiten mit dem Nein-Sagen haben.
    • Übung 16 „Liebe oder Nicht-Liebe?“: Die SchülerInnen lernen Unterschiede und Grenzen zwischen Liebe und Missbrauch bzw. Übergriffe zu verstehen.
    • Übung 17 „Was darf sein? Wo sind die Grenzen?“: Die SchülerInnen erkennen und reflektieren die Grenzen zwischen Erlaubtem und Nicht-Erlaubtem.
    • Übung 18 „Fake-Userinnen im Internet entlarven“: Die SchülerInnen können die Identität von fremden Personen beurteilen und lernen die richtigen Fragen zu formulieren, um Fakes zu entlarven.
    • Übung 19 „Opfer von sexueller Gewalt werden“: Die SchülerInnen lernen zu verstehen, wieso jemand Opfer von sexueller Gewalt werden kann und wie sie ihr eigenes Gefahrenpotential einschätzen können.

    Weitere Übungen finden Sie auf der Methoden-Plattform Peerbox.at.  

    Gehört ein Handy unter den Weihnachtsbaum?

    Keine Frage: Das erste eigene Handy ist ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Wann genau es Zeit für das erste eigene Handy ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Grundsätzlich ist es aber durchaus zu empfehlen, so ein großes Geschenk zu einem besonderen Anlass zu überreichen – warum also nicht an Weihnachten? Entscheidungshilfen, ab wann ein eigenes Handy sinnvoll ist, finden Sie hier.

    Ständig online zu sein ist anstrengend

    Sie wissen gar nicht mehr, wo Ihnen der Kopf steht? Ständig läutet das Handy und neue Nachrichten trudeln ein? Und jetzt ist auch noch Lockdown und Sie haben kaum Möglichkeiten hinauszugehen und sich vom Alltagsstress abzulenken.

    Kein Zweifel: Gut erreichbar zu sein, ist für uns wichtiger denn je geworden. Ein Tag ohne Handy fühlt sich – speziell in diesen Zeiten – regelrecht beklemmend an, als ob Sie von der Welt abgeschnitten wären. Und tatsächlich brauchen wir unsere digitalen Geräte jetzt besonders, um mit FreundInnen und Familie in Kontakt zu bleiben.

    Trotzdem: Zwischendurch sollten Sie sich Pause von ihrem Handy, den "Gefällt mir"-Angaben auf Instagram (diese lassen sich im Übrigen verbergen!), dem Newsfeed auf Facebook, den WhatsApp-Nachrichten Ihrer FreundInnen, ... gönnen. Mal ganz abgesehen von den vielen gesundheitlichen Aspekten, wie dem steifen Nacken oder müden Augen, die uns darauf aufmerksam machen: Manchmal ist es auch einfach schön, im Hier und Jetzt, und zwar in der Offline-Welt zu leben.

    Youth Panel 2021: Spannende Themen an zwei intensiven Tage

    Mit dem bewährten Youth Panel bieten wir Kindern und Jugendlichen regelmäßig die Möglichkeit, sich zu aktuellen Themen der digitalen Welt Gehör zu verschaffen. 2020 musste das Jugendforum Covid-bedingt online stattfinden – ein Format, das trotz anfänglicher Zweifel auch einige Vorteile mit sich brachte: So fiel es den TeilnehmerInnen im Rahmen der Online-Diskussion sichtbar leichter, Themen offen und ehrlich anzusprechen. Zudem konnten durch die Verlagerung in den digitalen Raum auch Jugendliche außerhalb Wiens zum Mitmachen bewegt werden.

    Trotz der positiven Erfahrungen wurde 2021 wieder die Möglichkeit genutzt, das Youth Panel face-to-face abzuhalten. Um eine intensive Diskussion über relevante Themen zu ermöglichen und das Team noch näher zusammenzubringen, luden wir fünf unserer Youth Experts dazu ein, ein ganzes Wochenende miteinander zu verbringen.

    Schon kurze Auszeiten machen einen Unterschied

    Keine Sorge: Handypausen müssen ja nicht gleich den ganzen Tag andauern, es kann durchaus schon ein Anfang sein, eine halbe Stunde lang keine Nachrichten zu checken. Ein Anruf vom Chef? Neue Nachrichten im Gruppenchat mit den FreundInnen? Das kann alles warten! Und Sie werden sehen, man verpasst tatsächlich gar nicht so viel, wie man meint. Und sofern Sie sich bewusst für ein bisschen Me-Time oder Zeit mit Ihrer Familie entscheiden, werden Sie diese handyfreien Zeiten bestimmt auch noch genießen lernen.


    Cyber-Mobbing und Datenschutz

    Tag eins startete gleich mit einer ganz besonderen Herausforderung: Im Setting eines Debattierclubs waren die Jugendlichen dazu aufgerufen, die Themen „Sollen Schülerinnen und Schüler für Cyber-Mobbing rechtlich zur Verantwortung gezogen werden?“ und „Sollen Unternehmen all unsere Daten sammeln dürfen?“ zu diskutieren. Eingeteilt in zwei Teams, wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die zu vertretenden Positionen zugelost – ein Team übernahm dabei die befürwortende Position der Regierung, die andere war dazu angehalten, sich den Kontra-Argumenten der Opposition zu widmen. Nach anfänglicher Zurückhaltung konnten die Jugendlichen mit geschliffener Rhetorik, gelungener Argumentation und tollen Gegenreden überzeugen.

    Geben Sie am besten Ihren engsten Kontakten vorab Bescheid, dass man Sie nun für einige Zeit nicht erreichen kann. Oder Sie ändern Ihre Statusmeldung (z. B. auf WhatsApp) und teilen so mit, ab wann Sie wieder erreichbar sind.

    Schenken allein reicht nicht

    Die Freude Ihres Kindes ist bestimmt groß – endlich ein eigenes Handy! Damit haben Sie aber erst den ersten Schritt getan. Jetzt geht es darum, Ihr Kind bei seiner Handynutzung zu unterstützen und darauf zu achten, dass die Sicherheitseinstellungen des Handys und der Apps Ihren Vorstellungen entsprechen. 

    Einige wichtige Sicherheitseinstellungen am Gerät können Sie bereits vor der großen Bescherung vornehmen – damit ersparen Sie sich vermutlich einiges an Stress.

    Andere Einstellungen nehmen Sie am besten gemeinsam mit Ihrem Kind vor. Schauen Sie sich an, welche Anwendungen es nutzen möchte und nehmen Sie sich die Zeit, die Einstellungsmöglichkeiten durchzugehen.

    Frauen im Online-Gaming und Mental Health

    Am Nachmittag des ersten Tages hatten die Youth Experts die Möglichkeit, eigene Videos zu frei wählbaren Themen zu produzieren. Als besonders wichtige Bereiche, denen noch nicht genügend Aufmerksamkeit und Online-Präsenz gewidmet wird, wurden die Themen „Frauen im Online-Gaming“ sowie „Mental Health“ gewählt. Zu beiden Themenkomplexen entwickelten die Jugendlichen anschließend Video-Konzepte und begannen noch im Laufe des Nachmittags mit den Dreharbeiten.

    So gelingen die Offline-Pausen

    Der erste Schritt, wie Sie Ihre Online-Zeiten reduzieren, ist zu erkennen, wann und warum Sie überhaupt online sind. Ganz oft greifen wir nämlich aus Gewohnheit zu unseren digitalen Geräten, ohne jedoch die Befriedigung zu bekommen, die wir uns durch diese erhoffen. Oder aber Sie erkennen, dass unser schlaues Smartphone zwar alles kann, sich ab und an aber besser durch andere Geräte ersetzen lässt.

    Teambuilding, Fake News und Verschwörungstheorien

    Der zweite Tag des Youth Panels stand im Zeichen des Team Buildings. Gemeinsam mit unseren Youth Experts unternahmen wir einen Ausflug in den Hochseilklettergarten. Bei der Bewältigung der zunehmend schwierigeren Touren zeigte sich der starke Zusammenhalt der Teilnehmenden: Gegenseitige Motivation, gemeinsam überwundene Ängste und die miteinander gemachte Erfahrungen ließen die Gruppe noch mehr zusammenwachsen. Entsprechend rege fiel auch der abschließende Austausch im Wiener Gänsehäufel aus: Dort wurde besprochen, worüber im kommenden Jahr diskutiert werden sollte. Ganz oben auf der Liste: Die Themen Fake News und Verschwörungstheorien. Wir freuen uns schon auf viele weitere spannende Youth Panels!

    1. Eine Hand voll Fotos, anstatt den Moment zu verpassen

      Kennen Sie das? Anstatt die gemeinsame Weihnachtsbäckerei mit Ihren Kindern im Hier und Jetzt zu genießen, haben Sie vor allem die schönen Fotomotive vor Augen. Nehmen Sie sich für solche Momente vor, gleich zu Beginn oder abschließend eine Hand voll Fotos zu machen und legen Sie für den Rest der Zeit Ihr Handy zur Seite. Wenn Sie Ihr Handy rein als Fotokamera nutzen wollen, setzen Sie es auf Flugmodus, um, sich nicht aus Gewohnheit im Facebook-Stream oder den neuen Instagram-Stories zu verlaufen.

    2. Gemeinsame Zeiten bewusst wahrnehmen

      Gerade jetzt kommt die Zeit gemeinsam oft zu kurz. Mit den Ausgangsbeschränkungen sind wir primär auf unsere eigenen vier Wände beschränkt und auch dort vermischt sich Privates mit Beruflichem. Neben Homeoffice und der Kinderbetreuung, rückt die bewusste gemeinsame Zeit schnell in den Hintergrund. Dabei ist diese gerade jetzt besonders wichtig.

      Bitten Sie daher auch Ihre Familie in der gemeinsamen Freizeit – wie dem Familienessen – auf ihr Handy zu verzichten. Probieren Sie z. B. den „Handyturm“ aus: Schalten Sie dafür Ihre Handys auf lautlos und legen Sie diese übereinander auf einen Stoß. Wer als Erstes sein Handy nimmt, um nachzuschauen, was sich tut, muss den anderen einen Gefallen tun – z. B. den Geschirrspüler ausräumen oder den Müll raustragen. Das kann nicht nur helfen, sondern macht auch Spaß!

    3. Auf eine Sache konzentrieren

      Sie müssen arbeiten, Hausaufgaben machen, aufräumen oder wollen einfach nur gemütlich Ihre Gedanken schweifen lassen, während Sie den Schneeflocken zuschauen? Und trotzdem können Sie es nicht lassen, zwischendurch auf Ihr Handy zu schauen, obwohl Sie nichts Besonderes erwarten? Probieren Sie es mit einem Wecker – zum Beispiel in einer Stunde – und versuchen Sie, bis dahin keinen Blick aufs Handy zu werfen. Das gibt Ihnen einen Teil Ihrer Kontrolle zurück.

    4. Leerzeiten zur Entspannung nutzen

      Während der Fahrt zur Arbeit, im Wartezimmer beim Arzt oder an der Bushaltestelle: Auch wenn es vielleicht nur wenige Minuten zu überbrücken gilt, greifen Sie ganz automatisch zum Handy? Versuchen Sie, diese Minuten ganz bewusst anders zu nutzen: Eine Fahrt mit Bus oder Straßenbahn bietet gerade jetzt eine gute Gelegenheit, den Blick aus dem Fenster schweifen zu lassen, die weihnachtlich beleuchteten Straßen zu bewundern und den Kopf wieder freizukriegen. Zum Arztbesuch können Sie auch ein spannendes Buch mitnehmen oder die Tageszeitung, für deren Lektüre Sie ohnehin nie Zeit finden!

    5. Handyfreie Entspannung vor dem Einschlafen

      Nur nochmal schnell die E-Mails und Nachrichten checken oder nachsehen, was sich im Newsfeed von Instagram und Facebook tut? Besser nicht: wenn Ihr letzter Blick vor dem Einschlafen regelmäßig jener auf das Handy-Display ist, trägt das weder zur körperlichen noch geistigen Entspannung bei. Versuchen Sie lieber, Ihrem Smartphone schon vor dem Zubettgehen "Gute Nacht" zu sagen – idealerweise bereits ein paar Stunden davor. Hilfreich kann hierbei der "Nicht Stören"-Modus Ihres Handys sein, bei dem Anrufe und Mitteilungen stumm geschaltet werden. Vielleicht gönnen Sie sich stattdessen einen Weihnachtspodcast oder ein wenig Yoga.

    6. Keine unerwünschten Unterbrechungen

      Nutzen Sie die "Nicht Stören"-Funktion nicht nur nachts für einen ungestörten Schlaf, sondern auch, um untertags bewusste Handypausen einzulegen – Sie sind dann zwar grundsätzlich erreichbar, Anrufe und Mitteilungen werden aber stumm geschaltet. So werden Sie nicht mehr so leicht von ständigem Handy-Geklingel abgelenkt und dazu verleitet, immer wieder auf Ihr Smartphone zu schauen. Sie können auch eine bestimmte Zeitspanne festlegen, um zu einer selbst festgelegten Zeit ungestört zu bleiben – etwa täglich von 19:00 bis 20:00.

    7. Wenige, dafür beliebte Anwendungen

      Ihr Handy selbst stresst Sie eigentlich nicht. Es überfordert Sie aber, dass so viele Meldungen auf verschiedenen Plattformen eintreffen? Dann überlegen Sie sich gut, welche Anwendungen Sie wirklich am Handy haben möchten. Reicht es, wenn Sie nur über den Computer zuhause auf Facebook zuzugreifen können? Brauchen Sie tatsächlich mehrere verschiedene Messenger-Dienste oder können Sie sich mit Ihrem Freundeskreis auf eine Anwendung einigen?


    Sie bestimmen, welche Rolle Ihr Handy einnimmt

    Oft hilft es, eigene Gewohnheiten zu hinterfragen und zu überlegen, warum Sie gerade jetzt aufs Handy schauen. Kann es sein, dass Sie sich einsam fühlen oder schlichtweg langweilen? Dann genießen Sie doch einen Spaziergang durch die festlich geschmückten Straßen – Sie werden sehen, die Weihnachtsstimmung steckt an und macht das Offline-Sein gleich viel leichter.

    Das Problem ist eigentlich nicht Ihre eigene Handynutzung, sondern die Ihrer Kinder? Kein Problem! Die oben genannten Tipps lassen sich auch auf Kinder und Jugendliche umlegen.

    Vergessen Sie außerdem nicht: Sie haben eine Vorbildrolle! Ihre Handy-/Tablet-Nutzung hat einen großen Einfluss auf das Medienverhalten Ihrer Kinder.

    Einstellungen direkt am Gerät

    • Vermeiden Sie unerwünschte Kosten, indem Sie In-App-Käufe deaktivieren. Für Kinder ist es oft schwer, Werbung innerhalb von Spielen zu erkennen.
    • Sperren Sie Mehrwertnummern und Dienste von sogenannten Drittanbietern – entweder online oder über die Hotline des Mobilfunkanbieters.
    • Stellen Sie sicher, dass Ihrem Kind im App-Store nur altersgerechte Apps angeboten werden, indem Sie entsprechende Filter setzen. Bedenken Sie aber: Kein Filter schützt zu hundert Prozent!
    • Deaktivieren Sie Pop-Up-Fenster und vermeiden Sie so, dass Ihr Kind beim Surfen im Browser auf unerwünschte Inhalte stößt.
    • Kontrollieren Sie, auf welche Funktionen (Kamera, Standort, Mikrofon etc.) Apps zugreifen und schränken Sie diese ein. Für manche Apps ist der Zugriff auf die Kamera notwendig, damit sie genutzt werden können, für andere nicht.
    • Für Android-NutzerInnen: Viele Sicherheits-Einstellungen können direkt im Google-Konto (welches Sie für die Nutzung eines Androidgerätes brauchen) vorgenommen werden. Deaktivieren Sie zum Beispiel die Speicherung von Standortdaten und aktivieren Sie den Safe Search-Filter.
    • Bei einem IOS-Gerät können Sie in den Einstellungen festlegen, dass das Handy zu bestimmten Zeiten nicht genutzt werden kann (z. B. in der Nacht von 20:00 bis 06:00 Uhr). Sie können auch konkrete Nutzungszeiten für Apps festlegen und Ihre Einstellungen mit einem Sperrcode vor Änderungen Ihres Kindes schützen.
    • Auch bei Android-Geräten kann die Nutzungszeit eingeschränkt werden (Einstellungen > Digitales Wohlbefinden und Kindersicherung), jedoch können sich die Funktionen von Gerät zu Gerät unterscheiden.
    • Um sicherheitstechnisch immer auf dem neuesten Stand zu sein, ist es wichtig, regelmäßige Systemupdates durchzuführen. Stellen Sie ein, dass sich Apps automatisch aktualisieren.

    Einstellungen in den Apps

    Die meisten Sozialen Netzwerke und  Messenger bieten eigene Sicherheitseinstellungen, auch wenn diese in manchen Anwendungen etwas schwieriger zu finden sind. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche Apps es zu welchem Zweck nutzen möchte und optimieren Sie gemeinsam mit ihm die App-Einstellungen.

    Nutzen Sie dafür auch unsere Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Schutz der Privatsphäre.


    Vermeiden Sie von vornherein Konflikte

    • Sprechen Sie offen mit Ihrem Kind über mögliche Risiken der Handynutzung, z. B. Kostenfallen oder Belästigungen in Online-Spielen und Sozialen Netzwerken. Nutzen Sie hierfür unterstützend unsere Info-Flyer für Jugendliche und Kinder ab dem Volksschulalter.
    • Schauen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind den gewählten Handytarif an. Was kostet wie viel? Wann wird es teuer? Nutzen Sie obengenannte Sperrmöglichkeiten beim Mobilfunkanbieter (z. B. Mehrwertdienste, mobiles Internet, Bezahlen mit dem Handy) oder direkt am Gerät (z. B. für InApp-Käufe und Daten-Roaming).
    • Schaffen Sie klare Verhältnisse. Kinder empfinden ihr Handy meist als streng privat. Wenn man das als Eltern anders sieht, muss dies klar besprochen werden (z. B. "Das Handy ist nur geliehen, nicht geschenkt!").
    • Legen Sie sich auf einen gemeinsamen Kommunikationskanal fest. Treffen Sie vorab Vereinbarungen, über welchen Kanal Sie mit Ihrem Kind kommunizieren. Meist kommunizieren Kinder und Jugendliche über unterschiedliche Kanäle mit FreundInnen und Familie.
    • Suchen Sie Apps gemeinsam mit Ihrem Kind aus. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche Apps es verwenden möchte. Beachten Sie beim Kauf eines neuen Gerätes, dass genügend Speicherplatz für die Nutzung zur Verfügung steht.
    • Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre! Kinderschutz-Apps und andere Kontrollanwendungen sind oft nicht der richtige Weg, Ihr Kind vor negativen Erfahrungen zu bewahren. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiß, dass es sich im Ernstfall an Sie wenden kann.
    • Rüsten Sie Ihr Kind für den Ernstfall. Ihr Kind muss wissen, wie es sich in einer Krisensituation auch ohne Eltern verhalten kann. Weglaufen, aus der Gefahr bringen, Hilfe holen. Denn nicht immer können Eltern erreichbar sein.
    • Drohen Sie nicht mit Handy-Verbot. Klar muss es Konsequenzen haben, wenn vereinbarte Regeln nicht eingehalten werden, seien Sie jedoch zurückhaltend mit Drohungen, das Handy zu verbieten. Das führt möglicherweise dazu, dass Ihr Kind sich bei Problemen – aus Angst das Handy zu verlieren – nicht an Sie wendet.


    Video-Tipps

    Worum geht es beim Wettbewerb?

    Der SchülerInnenwettbewerb wird von der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet und ist der größte deutschsprachige Wettbewerb zur politischen Bildung. Ziel ist es, politische Themen ins Klassenzimmer zu bringen und SchülerInnen durch kreative Projektarbeit für aktuelle Debatten zu begeistern. Die SchülerInnen erwerben nicht nur politischen Kompetenzen, sondern lernen auch originelle Gestaltungs- und Präsentationsmöglichkeiten kennen.

    Die besten Projekte werden mit einer Klassenreise und Geldprämien gekürt. Anlässlich des Jubiläumsjahres erwartet alle GewinnerInnen der Klassenreise ein besonderer Preis: Sie fahren in der zweiten Juniwoche 2022 nach Berlin und erleben dort ein spezielles Programm.

    Jetzt DU: Gestalte aktiv die digitale Welt von morgen!

    Aus „A1 Internet für Alle“ wird „A1 Digital Campus“ – nach rund 10 Jahren wurde die Bildungsinitiative von A1 einer Neupositionierung unterzogen. War anfangs das Ziel die digitale Kluft zu schließen und Internetzugang zu schaffen, so ist der neue Fokus die Vermittlung von digitalen Kompetenzen, wie beispielsweise das Programmieren von Webseiten oder Apps.

    Der neue A1 Digital Campus bietet in Kooperation mit DaVinciLab zahlreiche kostenlose innovative Workshops von „Coding“, „Robotik“, „Media & Design“ für Kinder und Jugendliche bis zu speziellen Bildungsevents, Hackathons oder einer Start Up School an. Diese finden am A1 Digital Campus in Wien und an Schulen in ganz Österreich sowie online statt.

    Kettenbriefe – der Schreck der Kinder

    „Wenn du die Nachricht nicht an 30 Personen weiterschickst, dann passiert dir etwas Schreckliches.“ Erwachsenen fällt es leicht, so eine Nachricht richtig einzuschätzen. Kinder hingegen haben Angst und senden die Nachricht vorbeugend weiter. Genau hier kommt der Kettenbrief-Chatbot ins Spiel: Anstatt die Nachricht im Freundeskreis zu verbreiten, können Kinder sie einfach an die Telefonnummer 0681 108 094 49 senden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern und gleichzeitig ihre Ängste zu beruhigen. Hinter dieser Telefonnummer steckt der Kettenbrief-Chatbot.

    Wir rufen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie dem Bundeskanzleramt dazu auf, sich aktiv mit eigenen Projekten am Safer Internet Day 2022 zu beteiligen!

    Projektarbeit als „entdeckendes Lernen“

    Durch die Teilnahme am Wettbewerb erwerben die SchülerInnen wichtige Kompetenzen, die im Unterricht oft zu kurz kommen. Denn: Selbstständiges Erarbeiten von Wissen in einem kreativen Rahmen gilt als effektive und nachhaltige Unterrichtsform. Die SchülerInnen lernen in großen Projektteams den Umgang miteinander, sich selbst zu organisieren und Ideen arbeitsteilig umzusetzen.

    Gemeinsam mit TrainerInnen von Saferinternet.at werden auch im Rahmen des A1 Digital Campus wieder Eltern-Infoabende und Weiterbildungen für PädagogInnen angeboten. Das gesamte Kursangebot finden Sie hier.

    Tipp

    Der Kettenbrief-Chatbot wird für Kinder als „Kettenbrief-Roboter“ bezeichnet!

    Together for a better internet

    Weltweit beteiligen sich mehr als 100 Länder am Safer Internet Day. Der internationale Aktionstag am 8. Februar 2022 steht unter dem Motto „Together for a better internet“. Egal ob Kinder, Jugendliche, Eltern, Schulen, Unternehmen oder Politik: Jeder kann einen Beitrag für ein „besseres Internet“ leisten– sei es durch respektvollen Umgang miteinander, Förderung von Medienkompetenz, Bereitstellung hochwertiger Angebote für Kinder und Jugendliche, Entwicklung sicherer Produkte oder Schaffung adäquater rechtlicher Rahmenbedingungen.

    Teilnahmebedingungen

    • Mitmachen können SchülerInnen der 4.-8. sowie 8.-12. Schulstufe aller Schultypen aus der ganzen Welt (Voraussetzung: deutschsprachige Projektarbeit).
    • Das Projekt muss von den SchülerInnen unter Hilfestellung von Lehrenden selbstständig angefertigt werden.
    • Für die 4.-8. sowie 8.-12. Schulstufe gibt es unterschiedliche Themenpools mit jeweils 6 aktuellen Themen. 2021 gibt es außerdem eine Zusatzaufgabe für die Älteren, bei der das Thema frei gewählt werden kann.
    • SchülerInnen der 8. Schulstufe und Förderschulen können aus beiden Themenpools wählen.
    • Jede Klasse darf nur ein Thema auswählen und nur eine gemeinsam erarbeitete Präsentation einsenden. Ausnahme: Bei der Aufgabe „Politik brandaktuell“ für die Älteren sind Gruppenarbeiten von mindestens 5 Personen zulässig.
    • Die Anmeldung der Projekte ist ab sofort möglich.

    Bis heute haben bereits über 200.000 TeilnehmerInnen in über 14.500 Workshops die Chance genutzt, aktiv die Möglichkeiten der „digitalen Welt“ für sich zu entdecken. Das Ziel sind weitere 100.000 begeisterte TeilnehmerInnen von 2020-23!

    Was ist der Kettenbrief-Roboter?

    Der Kettenbrief-Roboter ist ein automatisiertes Online-Beratungsangebot auf WhatsApp, das mithilfe von Künstlicher Intelligenz ständig weiterentwickelt wird. Der Kettenbrief-Chatbot richtet sich direkt an Kinder und hilft ihnen bei der Einschätzung von Kettenbriefen – selbstverständlich in kindgerechter Sprache. Kinder schicken ihre Kettenbriefe auf WhatsApp einfach an die Nummer 0681 108 094 49. Der Chatbot erkennt Kettenbriefe und kann darauf entsprechend reagieren. Kinder werden dadurch rasch entlastet, indem sie Antworten auf ihre Fragen bekommen: Ist das ein Kettenbrief? Stimmen die Drohungen? Muss ich die Nachrichten wirklich weiterschicken? Was kann ich tun? Etc.

    Online, offline, interaktiv

    Alle Institutionen, Bildungseinrichtungen, Jugendorganisationen, Medien und Unternehmen sind aufgerufen, sich aktiv am Safer Internet Day 2022 zu beteiligen und eigene Aktivitäten rund um das Thema Internetsicherheit durchzuführen und zu präsentieren.

    Die Teilnahmemöglichkeiten sind vielfältig und Kreativität ist erwünscht: Vom Hinweis auf den Safer Internet Day (z. B. auf den Social-Media-Kanälen oder in einem Newsletter-Artikel) über Workshops und Webinare bis hin zu Wettbewerben und Online-Aktionen sind dem Ideenreichtum keine Grenzen gesetzt. Der Safer Internet Day 2022 bietet den idealen Rahmen, um eigene Projekte und Initiativen zur Förderung der sicheren Internetnutzung zu starten oder vorzustellen.

    Einsendeschluss ist der 23. Dezember 2021. Jedes Projekt (analog und digital) muss angemeldet und bis zu diesem Datum final eingereicht sein. Danach ist eine Bearbeitung nicht mehr möglich.


    Info

    Der Kettenbrief-Chatbot kann kostenlos auf WhatsApp genutzt werden!

    Unsere Lieblingsthemen: Online-Spiele und freie Wahl

    • 4.-8. Schulstufe: "Online-Spiele zocken: Cooler Spaß oder große Suchtgefahr?“
      Online-Spiele bergen für Kinder und Jugendliche sowohl Chancen als auch Gefahren. Auch wenn digitale Spiele die Kompetenzen junger Menschen auf vielfältige Weise fördern können, machen sich Eltern oft (zu Recht) Sorgen über das Spielverhalten ihrer Kinder. Die Beschäftigung mit diesem Themengebiet bietet den SchülerInnen die Chance, sich ganz bewusst mit diesem ambivalenten Thema auseinanderzusetzen und das eigenen Spielverhalten zu reflektieren.
    • 8.-12. Schulstufe: „Politik brandaktuell?" – freie Themenwahl
      Ob politische oder soziale Fragestellung, ob in der eigenen Stadt oder weltweit – als besondere Neuerung gibt es für SchülerInnen ab der 8. Schulstufe heuer die Möglichkeit, ein Thema frei zu wählen. Einzige Voraussetzung: Als Aufhänger sollte von einer aktuellen Medienmeldung ausgegangen werden. Das bietet auch viel Raum für die Bearbeitung von Themen, die die digitale Lebenswelt junger Menschen berühren und verspricht eine Fülle spannender Projekte!

    Kursangebot A1 Digital Campus

    • 16 Termine ab 4. Oktober
      Abenteuer Metamorphose und Robotik – Aus der Kaulquappe wird ein Frosch.

      2. – 4. Schulstufe | 90 Minuten | kostenlos
      In diesem Workshop werden spielerisch Inhalte des Sachunterrichts mit Grundlagen von Coding & Robotik integrativ vermittelt. Kinder tauchen in die Rolle junger IngenieurInnen und konstruieren mit Lego WeDo 2.0 Robotik Sets junge Kaulquappen und Frösche, die sie mit Hilfe von einfachen Programmierblöcken “zum Leben” erwecken.
    • 22 Termine ab 6. Oktober
      Leben unter Wasser – Programmieren lernen für eine nachhaltige Welt.

      3. – 4. Schulstufe | 90 Minuten | kostenlos
      Kinder spielen gerne Computerspiele. In diesem Workshop verwandeln wir die Klasse in junge Game DesignerInnen, die in Teams eigene Spiele entwickeln und so die Grundlagen des algorithmischen Denkens und der Informatik spielerisch nebenbei erwerben.
    • 14 Termine ab 5. Oktober
      Schreiben, Lesen, Coden – Geschichten erzählen mit Scratch Jr.

      1. – 2. Schulstufe | 90 Minuten | kostenlos
      In diesem Workshop werden spielerisch Inhalte des Sachunterrichts mit Grundlagen von Coding & Robotik integrativ vermittelt. In diesem Workshop verbinden wir kindliche Fantasie mit den Grundlagen des algorithmischen Denkens. Mit Programmierblöcken, die sich wie Puzzleteile verbinden lassen, werden Figuren zum Leben erweckt. Die Charaktere beginnen miteinander zu sprechen und sich auf der Bühne zu bewegen. Dadurch entstehen fantasievolle Geschichten zum Thema Umweltschutz, die am Ende mit Stolz präsentiert werden können.
    • 16 Termine ab 15. Oktober
      Zukunftstechnologie 3D Druck – Wir verwandeln Fantasie in greifbare Objekte!

      2. – 4. Schulstufe | 90 Minuten | kostenlos
      Mit einem 3D Drucker lassen sich verschiedene Objekte einfach ausdrucken – ob Häuser, fehlende Teile oder sogar in Zukunft menschliche Organe. Doch was sind 3D Drucker und wie funktionieren diese eigentlich? All das und vieles mehr lernen die SchülerInnen in diesem Workshop. Am Ende kann auch jede/r Hand anlegen und mit einem 3D Stift schnell ein Objekt im Raum entstehen lassen – ob eine Brille, eine Blume oder doch lieber ein Tierchen – der Kreativität der Kinder sind dabei (fast) keine Grenzen gesetzt.
    • 22 Termine ab 8. Oktober
      Nachhaltige Städte und Gemeinden – Programmieren Lernen für eine bessere Welt.

      5. - 8. Schulstufe | 90 Minuten | kostenlos
      Kinder und Jugendliche spielen gerne Computerspiele. In diesem Workshop verwandeln wir die ganze Klasse in junge Game DesignerInnen, die in Teams eigene Spiele entwickeln und so die Grundlagen des algorithmischen Denkens und der Informatik spielerisch nebenbei erwerben. Nach diesem Workshop sind Begriffe wie Bedingung, Variable oder Schleife keine Fremdwörter mehr.
    • 20 Termine ab 11. Oktober
      Visual Storytelling – Mit ein paar Klicks erzählen wir spannende Stories.

      5. - 8. Schulstufe | 90 Minuten | kostenlos
      Wie erstellt man spannende Inhalte, die Aufmerksamkeit hervorrufen? Wie erklärt man komplexe Sachverhalte mit Hilfe von Bildern? Der Trend geht verstärkt zur Bildsprache. Immer mehr Menschen, Unternehmen und Organisationen verwandeln die tägliche Kommunikation in visuelle Erfahrungen. In diesem Workshop lernen SchülerInnen mit Hilfe von ein paar Klicks und einer guten Story, wie sie ohne besondere Designs und technische Fähigkeiten spannende Inhalte erstellen können. Eines bleibt aber nicht erspart: die gute Idee!
    • 18 Termine ab 12. Oktober
      Grundlagen der Robotik und der künstlichen Intelligenz.

      6. - 8. Schulstufe | 90 Minuten | kostenlos
      In diesem Workshop lernen SchülerInnen die Grundlagen der Robotik und des maschinellen Lernens, der häufigsten KI Anwendung der Welt kennen. Hier wird mit einem Datenmodell gearbeitet, um den Codey Rocky Roboter mit Gestik im Raum zu steuern. Wer diese Aufgaben schnell gelöst hat, kann weitere Sensoren entdecken – Ultraschall-, Luftfeuchtigkeits- und Helligkeitssensoren wollen ausprobiert werden.
    • 29 Termine ab 18. Oktober
      Programmieren für EinsteigerInnen

      5. - 8. Schulstufe | 50 Minuten | kostenlos
      In diesem LIVE Online Workshop lernen sie die Programmierumgebung Scratch kennen und erwecken die Spielfiguren zum Leben. Wer ist der Avatar im Spiel und wer sind seine GegnerInnen? Die Jugendlichen entscheiden selbst und kreieren damit ihr eigenes Spiel.
    • 29 Termine ab 18. Oktober
      Game Design mit Scratch für Fortgeschrittene

      5. - 8. Schulstufe | 110 Minuten | kostenlos
      In diesem LIVE Online Workshop verwandeln wir die gesamte Klasse in junge Game DesignerInnen, die Minispiele entwickeln und so die Grundlagen des Game Designs, des algorithmischen Denkens und der Informatik spielerisch nebenbei erwerben. Nach diesem Workshop sind Begriffe wie Bedingung, Variable oder Schleife keine Fremdwörter mehr.
    • 16 Termine ab 4. November
      Digitale Grundbildung leicht gemacht

      5. - 8. Schulstufe | 50 Minuten | kostenlos
      Was sind Betriebssysteme und Standardanwendungen und wie verwendet man sie? Wie funktioniert digitale Kommunikation und was sind soziale Medien wirklich? Wie können SchülerInnen sich selbst und ihre Daten im Internet schützen? Dies und vieles mehr wird im Webinar erklärt. Im Anschluss erhalten die TeilnehmerInnen einen Link zu einem Online Kurs, in dem alle Inhalte in der eigenen Lerngeschwindigkeit wiederholt und gefestigt werden können.
    • 16 Termine ab 5. November
      Wir sind eine Laptop Klasse / eine Tablet Klasse – und wie geht es weiter?

      5. - 8. Schulstufe | 50 Minuten | kostenlos
      Alle freuen sich - die Laptops/Tablets sind endlich da! Aber wie können wir als Klasse damit effizient gemeinsam arbeiten - wie funktioniert OneNote und Aufgabenmanagement im Detail? Was ist alles bei dem neuen Gerät zu beachten? In diesem Webinar erfährt die gesamte Klasse die wichtigsten Tipps und Tricks sowie Regeln für einen reibungslosen Einsatz der Geräte im Unterricht. Auch ist selbst Hand anlegen angesagt - also Maus und Mikro bereithalten.

    Die Antworten des Chatbots unterstützen Kinder dabei, die Drohungen und Versprechen in Kettenbriefen richtig einzuschätzen. Unsere Erfahrung zeigt: Kinder sind meist sehr erleichtert, wenn sie ihre Kettenbriefe weiterleiten können ohne andere Kinder zu verunsichern. Der Chatbot bestätigt ihnen, dass die Drohungen und Behauptungen in den Kettenbriefen nicht echt sind und ihnen nichts passieren wird, wenn sie diese nicht weiterleiten.

    Für alle Schulen: Februar 2022 ist Safer Internet-Aktionsmonat

    Auch diesmal sollen möglichst viele Schulen in Österreich am Safer Internet Day 2022 teilnehmen: In Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung wird der gesamte Februar, wie auch schon in den vergangenen Jahren, zum Safer Internet-Aktionsmonat erklärt. Alle Schulen Österreichs sind eingeladen, sich am Aktionsmonat mit ihren Projekten zu beteiligen.

    Auf die Teilnehmenden warten zudem attraktive Preise: Unter allen Schulen und Jugendeinrichtungen, die bis 6. März 2022 ihre Aktivität mit dem Hashtag #SID2022AT in Sozialen Netzwerken teilen oder samt Foto auf www.saferinternetday.at einreichen, werden drei Medienausstattungen nach Wahl im Wert von je 500 Euro sowie drei Saferinternet.at-Workshops im Ausmaß von je vier Stunden, gesponsert von A1, verlost.

    Wie kann der Kettenbrief-Chatbot genutzt werden?

    Termin vormerken und Aktion schon jetzt planen

    Saferinternet.at unterstützt Interessierte bei der Teilnahme am Safer Internet Day und Safer Internet-Aktionsmonat. Auf www.saferinternetday.at finden Schulen und alle anderen Institutionen Projektideen, Stundenbilder und interaktive Lernspiele. Weiters sind auf www.saferinternetday.at Informationen, Logos und Banner zum Safer Internet Day 2022 abrufbar.

    Auf internationaler Ebene wird der Safer Internet Day vom europäischen Netzwerk INSAFE organisiert (www.saferinternetday.org). In Österreich werden alle Aktionen und Veranstaltungen dazu von Saferinternet.at, dem österreichischen Partner des „CEF/Safer Internet“-Programms der Europäischen Union, initiiert und koordiniert.

    1. Telefonnummer 0681 108 094 49 in Kontakte speichern (z. B. unter „Kettenbrief-Roboter“).

    2. Den „Kettenbrief-Roboter“ auf WhatsApp suchen.

    3. Kettenbriefe an den „Kettenbrief-Roboter“ weiterleiten.

    Info

    Mehr Informationen zum Kettenbrief-Chatbot finden Sie hier.

    Hinweis

    Sie wollen den Kettenbrief-Chatbot weiterempfehlen oder vorstellen? Hier finden Sie Präsentationsvorlagen.

    Wir rufen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie dem Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend dazu auf, sich aktiv mit eigenen Projekten am Safer Internet Day 2021 zu beteiligen!

    Together for a better internet

    Weltweit beteiligen sich mehr als 170 Länder am Safer Internet Day am 09. Februar 2021. Der internationale Aktionstag steht unter dem Motto „Together for a better internet“. Egal ob Kinder, Jugendliche, Eltern, Schulen, Unternehmen oder Politik: Jeder kann einen Beitrag für ein „besseres Internet“ leisten– sei es durch respektvollen Umgang miteinander, Förderung von Medienkompetenz, Bereitstellung hochwertiger Angebote für Kinder und Jugendliche, Entwicklung sicherer Produkte oder Schaffung adäquater rechtlicher Rahmenbedingungen.

    Was denken Kinder über ihre Bilder im Netz?

    Was für Erwachsene lustig ist, kann für Kinder peinlich und beschämend sein. Und wenn noch nicht unmittelbar, dann unter Umständen Jahre später. Je nachdem, wo die Aufnahmen im Netz veröffentlicht wurden, sind sie auch Jahre oder gar Jahrzehnte später noch zugänglich. 
    Das Deutsche Kinderhilfswerk untersuchte das Phänomen "Sharenting" in einer Studie (PDF) und kam zu dem Ergebnis, dass Kinder ein sehr klares Gefühl dafür haben, unter welchen Umständen sie mit einer Veröffentlichung von Bildern oder Videos einverstanden sind. Dabei können sich die Kriterien von Eltern und Kindern für die Bewertung eines Bildes stark unterscheiden. Kinder finden Aufnahmen oft problematisch, die Erwachsene für harmlos halten. Die Studie kommt zu dem Schluss, "[...] dass in der Regel die Kinder deutlich weniger Bilder preisgeben würden als ihre Eltern."

    Online, offline, interaktiv

    Alle Institutionen, Bildungseinrichtungen, Jugendorganisationen, Medien und Unternehmen sind aufgerufen, sich aktiv am Safer Internet Day 2021 zu beteiligen und eigene Aktivitäten rund um das Thema Internetsicherheit durchzuführen und zu präsentieren. Jedes der auf www.saferinternetday.at bekannt gegebenen Projekte wird auf der Plattform veröffentlicht und den Medien vorgestellt.

    Die Teilnahmemöglichkeiten sind vielfältig und Kreativität ist erwünscht: Vom Hinweis auf den Safer Internet Day (z. B. auf den Social-Media-Kanälen oder Artikel im Newsletter) bis hin zu Workshops, Vorträgen und Wettbewerben - ob online oder offline - sind dem Ideenreichtum keine Grenzen gesetzt. Der Safer Internet Day 2021 bietet den idealen Rahmen, um eigene Projekte und Initiativen zur Förderung der sicheren Internetnutzung zu starten oder vorzustellen.

    Jetzt anmelden!

    Melden Sie hier Ihre Institution, Schule oder Jugendorganisation zum Safer Internet Day 2021 an.

    Was können Eltern tun, um ihre Kinder zu schützen?

    Klicksafe bietet mit "Zu nackt fürs Internet? - 10 Schritte für mehr Sicherheit im Umgang mit Kinderfotos online" eine Infokarte (PDF) an, mit der Eltern überprüfen können, ob sie alle wichtigen Aspekte berücksichtigt haben. Die Infokarte regt unter anderem dazu an, Kinder aktiv in den Entscheidungsprozess miteinzubeziehen und sich in die Perspektive der abgebildeten Kinder hineinzuversetzen. Eltern müssen aber nicht nur das Recht am eigenen Bild bzw. die Persönlichkeitsrechte der Kinder berücksichtigen. Es gibt zudem abstraktere Gefahren, wie Cyber-Mobbing oder Cyber-Grooming, die Eltern vorab bedenken sollten.

    Für alle Schulen & Jugendorganisationen: Februar 2021 ist Safer Internet-Aktions-Monat

    Auch diesmal sollen möglichst viele Schulen und Jugendorganisationen in Österreich am Safer Internet Day 2021 teilnehmen: In Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung wird der gesamte Februar, wie auch schon in den vergangenen Jahren, zum Safer Internet-Aktions-Monat erklärt. Alle Schulen und Jugendeinrichtungen Österreichs sind eingeladen, die sichere Internetnutzung im Aktions-Monat Februar zum Thema zu machen und eigene Projekte durchzuführen und vorzustellen! Tolle Anregungen für Aktivitäten finden Sie in den Rückblicken auf die Vorjahre.

    Mit der Anmeldung als Schule oder Jugendorganisation zum Safer Internet-Aktions-Monat Februar erhalten Sie Mitte Jänner 2021 eine exklusive digitale Safer Internet Day-Schnitzeljagd zum gemeinsamen Spielen und Lernen im Aktions-Monat.

    Das digitale Safer Internet Day-Infopackage mit vielen nützlichen Materialien, Tipps und Infos können Sie heuer direkt hier herunterladen.

    Unter allen teilnehmenden Schulen und Jugendeinrichtungen, die bis 07. März 2021 ihren Erfahrungsbericht einreichen, werden eine Medienausstattung nach Wahl im Wert von 500 Euro sowie Saferinternet.at-Workshops verlost. Zusätzlich wurden alle einreichenden Schulen und Organisationen mit einer Urkunde ausgezeichnet.

    Problematische Folgen von öffentlich zugänglichen Kinderbildern

    • Wie jugendschutz.net berichtet (PDF), werden vermeintlich harmlose Kinderbilder zum Beispiel von Säuglingen in Windel, Kindern oder Jugendlichen in Badebekleidung für sexuelle Zwecke missbraucht. TäterInnen mit sexuellem Interesse an Kindern suchen gezielt solche Aufnahmen im Internet, um sie in pädosexuellen Netzwerken zu verbreiten.
    • Im Kontext von Cyber-Mobbing können im Internet veröffentlichte Fotos von TäterInnen genutzt werden, um Kindern zu schaden. Kinder möchten verständlicherweise nicht mit peinlichen Aufnahmen von sich konfrontiert werden. Achtung: Auch vermeintlich harmlose Bilder können durch Nachbearbeitung oder verändertenKontext die Personen auf dem Bild bloßstellen.

    Damit Kinder vor sexueller Gewalt und Grenzverletzungen geschützt sind, müssen sie zunächst ihre Grenzen und Rechte kennen. Gerade von ihren Vertrauenspersonen sollte ihnen daher unbedingt vermittelt werden, dass sie ein Mitspracherecht haben, wenn es um ihre Privatsphäre geht. Kinder, die auf diese Weise sensibilisiert wurden, sind in Gefahrensituationen besser in der Lage, Grenzverletzungen zu bemerken und zu melden.

    Nacktfotos, mit Brei verschmierte Gesichter oder Fotos Ihres Kindes am Töpfchen: Wie bloßsstellend und unpassend solche Fotos im Internet sein können, verdeutlicht auch das Kunstprojekt #DeinKindAuchNicht von Toyah Diebel.

    Danke an Klicksafe.de für die inhaltliche Unterstützung.

    Weiterbilden mit interaktiven Webinaren

    In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) bieten wir von Saferinternet.at im März 2021 fünf Webinare für Eltern und erwachsene Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen an. Unsere pädagogische Leiterin Barbara Buchegger sowie je eine Expertin bzw. ein Experte beantworten Ihre Fragen zu den Themen Digitale Spiele, Sicherheitseinstellungen für Smartphones, Tablet & Co., Familienregeln und Medienzeiten, Sexualität und Online-Sucht.

    Ganz nach dem Motto unseres Video-Elternratgebers „Frag Barbara!“ können Sie unseren ExpertInnen die Fragen stellen, die Sie jetzt gerade beschäftigen! Gerne können Sie uns Ihre Fragen auch vorab an fragbarbara@saferinternet.at schicken.

    Die Teilnahme ist kostenlos. Pro Termin können bis zu 100 Personen teilnehmen. Die Veranstaltung findet über die Videokonferenzplattform Zoom statt. Sie können über das Tool am Computer oder am Smartphone teilnehmen. Mit Headset, Kamera und Mikro können Sie auch per Video mitdiskutieren – zuhören und mitchatten ist auch möglich.

    Durch die UN-Kinderrechtskonvention hat jedes Kind, egal wo es lebt, wo es aufgewachsen ist oder an was es glaubt, bestimmte Rechte. Diese Rechte stellen Grundwerte dar, die den Umgang mit Kindern beschreiben. Die Staaten, die die UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben haben, müssen dafür sorgen, dass die Kinderrechte eingehalten werden. Dabei gibt es drei verschiedene Arte von Rechten, die auch die drei „P“ genannt werden:

    • Recht auf Förderung und Entwicklung („provision“)
    • Recht auf Schutz („protection“)
    • Recht auf Beteiligung („participation“)

    Was ist der „European Cyber Security Month”?

    Am 1. Oktober 2021 startet der „European Cyber Security Month“ (ECSM). Jedes Jahr rückt dieser Monat für vier Wochen das Thema Cyber-Sicherheit in den Mittelpunkt. Die Awareness-Kampagne will Internetnutzerinnen und Internetnutzer in ganz Europa auf die Risiken und Gefahren im Netz aufmerksam machen, auf die unterschiedlichen Formen von Internetkriminalität hinweisen und gleichzeitig ein Bewusstsein dafür schaffen, wie man sicher im Internet unterwegs ist.

    Das diesjährige Motto des ECSM lautet „Think Before U Click“ („Denke, bevor du klickst“). Außerdem liegt ein Schwerpunkt – anlässlich der Corona-Pandemie – auf der Cyber-Sicherheit Zuhause. Auf der Webseite cybersecuritymonth.eu finden Sie mehr Informationen dazu.

    Kinder im Umgang mit Hassrede unterstützen

    Hassrede im Internet ist kein neues Phänomen. Gerade in Sozialen Netzwerken wie etwa TikTok werden bereits Kinder im späten Volksschulalter mit Beschimpfungen konfrontiert. Vor allem sehr junge NutzerInnen wissen oft nicht, wie sie damit umgehen sollen und welche Antworten und Verhaltensstrategien hier hilfreich sein können. Wird kein Widerspruch auf Hasskomentare geleistet, so lernen Kinder, dass solche Beschimpfungen normal sind und verfallen im schlimmsten Fall selbst in ein solches Verhalten.

    Worum geht es in der Serie?

    Knapp 500 Menschen, die mit hohen Spielschulden am Rande ihrer Existenz stehen, werden dazu eingeladen, in scheinbar harmlosen Kinderspielen gegeneinander anzutreten und um ein sagenhaftes Preisgeld in der Höhe von rund 33 Millionen Euro zu spielen. Die Krux dabei: Wer verliert scheidet nicht nur aus, sondern wird kaltblütig hingerichtet.

    Laut Netflix handelt es sich bei der 9-teiligen Serie mittlerweile um die erfolgreichste Netflix-Serie aller Zeiten. Nach knapp einem Monat seit der Premiere am 17. September, erreichte die Serie 111 Millionen ZuschauerInnen in über 90 Ländern.

    Grund dafür sind neben dem grundsätzlichen Hype um koreanische Kultur (K-Pop) vermutlich auch die perfekt inszenierte Bilderwelt und die einfach zu verstehende aber doch komplexe gesellschaftskritische Handlung.

    Worum geht es beim Cyber Security Quiz?

    Egal ob Arbeit, Schule oder Privatleben: Sich in der digitalen Welt zu bewegen, gehört für uns alle längst zum Alltag. Um all die Vorteile der Digitalisierung nutzen und sich vor Online-Fallen sinnvoll schützen zu können, braucht es jedoch entsprechendes Bewusstsein und Know-how. Kriminelle Machenschaften betreffen zudem zunehmend auch Einzelpersonen. Daher müssen SchülerInnen ebenso wie ArbeitnehmerInnen darin geschult werden, Cyber-Attacken privat wie beruflich rechtzeitig zu erkennen. Das Ziel muss sein: neben einer technischen auch eine menschliche Firewall aufzubauen. Mit dem inhaltlich nun stark erweiterten Cyber Security Quiz soll dieses Wissen spielerisch vermittelt werden.

    Es ist keine Anmeldung notwendig.

    Maximal 100 TeilnehmerInnen pro Online-Fortbildung (first-come-first-serve).

    Was bedeutet es Kinder in der digitalen Welt zu schützen und zu fördern und wie kann die Beteiligung von Kindern durch Digitalisierung sichergestellt werden?

    Der ECSM wird seit 2012 jedes Jahr von der EU-Kommission und der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) veranstaltet.

    Worum geht es im neuen Quiz?

    Im neuen Quiz „Gut gekontert, oder?“ von Saferinternet.at können Kinder und Jugendliche spielerisch üben, wie man auf Gemeinheiten in Online-Chats adäquat reagieren kann: Welche Antworten sind sinnvoll, ohne weitere Beschimpfungen zu starten? Und was kann man schreiben, wenn man eine abfällige Bemerkung nicht ignorieren will?

    Was fasziniert Kinder und Jugendliche an gewalttätigen Serien?

    Netflix empfiehlt die Serie Squid Game offiziell ab 16 Jahren. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass diese und auch andere gewalthaltige Medieninhalte, oft bereits von wesentlich jüngeren Kindern und Jugendlichen konsumiert werden. Dahinter stehen im Wesentlichen zwei Motive:

    • Der emotionale „Kick“ und das Überschreiten von Grenzen:
      Man möchte etwas Aufregendes erleben. Der Wunsch nach Ablenkung, Protest und Abgrenzung spielt eine zentrale Rolle.
    • Das gemeinsame Bestehen von extremen Situationen: 
      Das Anschauen der Videos wird zum Gemeinschaftserlebnis. Besonders extreme Inhalte geben auch ein gutes Gesprächsthema in der Gruppe ab oder werden zur Anerkennung genutzt (Mitreden können). Dazu zählt auch, schockierende Videos an jüngere MitschülerInnen als eine Art Mutprobe weiterzuschicken.

    Das erweiterte Cyber Security Quiz kann ab sofort kostenlos im AppStore oder im PlayStore heruntergeladen werden. Unter www.cybersecurityquiz.at stehen außerdem eine Desktop-Version sowie weitere Informationen zu Angebot und Inhalten zur Verfügung.


    Der UN-Ausschuss für die Rechte der Kinder verfasste 2021 eine Allgemeine Bemerkung (General Comment No. 25) zu den Rechten von Kindern in Bezug auf die digitale Welt (Englisch, pdf), in der ausführlich erklärt wird, welche Rechte und Grundwerte Kinder im digitalen Raum besitzen. Es gibt auch eine kurze und kinderfreundliche Version (Englisch, pdf) davon.

    Was passiert in Österreich rund um den ECSM 2021?

    Wie jedes Jahr nimmt Österreich auch heuer wieder am ECSM teil. Österreichweit finden daher verschiedene Veranstaltungen statt und auch das Österreichische Institut für angewandte Telekommunikation bietet heuer wieder Workshops und Informationen an:

    • Workshops, Trainings und Vorträge von Saferinternet.at: Wir veranstalten im Oktober zahlreiche Workshops, Vorträge und Schulungen. Zum Beispiel Webinare zu den Themen „Internetkriminalität – so schützen Sie sich“ und „Kostenlose digitale Spiele & Mobile Games – was steckt dahinter?“ oder auch den Onlinekurs für Lehrende „Das Internet in meinem Unterricht? Aber sicher!“.
    • Saferinternet.at-Vernetzungstreffen: Außerdem finden auch heuer wieder Vernetzungs- und Weiterbildungstreffen für MitarbeiterInnen der außerschulischen Jugendarbeit statt. Mit Unterstützung des Bundeskanzleramts (Sektion VI – Familie und Jugend) wird so ein Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen Organisationen der außerschulischen Jugendarbeit in ganz Österreich ermöglicht.
    • Informationen und Warnungen von der Watchlist Internet: Unsere KollegInnen der Watchlist Internet nehmen den Monat der Cyber-Sicherheit zum Anlass, um gezielt über die weitverbreitesten Gefahren im Internet zu berichten. Im Laufe des Monats zeigen die Expertinnen und Experten, wie man sich vor den klassischen Fallen wie Phishing, Love-Scams oder Fake-Shops schützen kann. Die Informationen werden auf der Webseite sowie auf Facebook und Twitter bereitgestellt.

    Wie kann ich mein Kind schützen?

    Haben Sie keine Angst – durch eine gewalthaltige Serie allein wird ein Kind sicherlich nicht gewalttätig!

    Wenn Sie Inhalte nicht gut finden, Ihr Kind aber davon fasziniert ist, ist ein reines Verbot meist zwecklos – vor allem dann, wenn Serien wie Squid Game bereits die ganze Klasse beschäftigen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind und lassen Sie sich die Serie erklären. Erläutern Sie aber auch Ihre Sorgen und Bedenken. Eine gute Gesprächsbasis ist hier das Wichtigste!

    Tatsächlich ist es aber oft so, dass vor allem junge Kinder sich aus Gruppenzwang mit solchen gewalthaltigen Inhalten beschäftigen und sie froh sind, wenn Eltern dann vehement eingreifen und das Serienschauen verbieten. Richten Sie dafür z. B. einen eigenen Kinder-Account auf Netflix ein und legen Sie fest, auf welche Inhalte Ihr Kind zugreifen kann. Mehr dazu hier: Kindersicherung für Netflix. Auch hier gilt: Reden Sie mit Ihrem Kind, nehmen Sie seine Ängste ernst und überlegen Sie sich gemeinsam Strategien zur Bewältigung dieser (z. B: Gerät weglegen, mit jemandem darüber reden, gemeinsam andere Aktivitäten durchführen etc.).

    Versucht Ihr Kind, eigene Gewalterfahrungen durch brutale Spiele und Serien zu verarbeiten oder es wird darin bestärkt, Gewalt als geeigneten Weg zur Konfliktlösung zu sehen, sollten Sie professionelle Hilfe aufsuchen. Dies gilt auch, wenn Sie Verhaltensveränderungen (Aggressivität etc.) am Kind bemerken.

    Welche Inhalte sind neu?

    Rechtzeitig zum „European Cyber Security Month” im Oktober präsentiert sich das Cyber Security Quiz jetzt mit stark erweitertem Angebot. Die neuen Schwerpunkte konnten dank Unterstützung durch die Arbeiterkammer Österreich realisiert werden und greifen nicht zuletzt auch Pandemie-bedingte Entwicklungen auf. Neben dem sicheren Umgang mit dem Smartphone und dem Bereich Urheberrecht werden nun auch die Themen Home-Office und Online-Shopping aufgegriffen. Und auch zum brandaktuellen Thema „Kinder sicher im Netz“ gibt es umfangreiche neue Inhalte.

    Termine & Themen


    Über Facebook, Instagram, Twitter und Co. können Sie mithelfen, Bewusstsein zum Thema Cyber-Sicherheit zu schaffen. Nutzen Sie die Hashtags #CyberSecMonth oder #ThinkB4UClick, um mitzudiskutieren und sich mit anderen auszutauschen. Außerdem finden Sie auf cybersecuritymonth.at einen Überblick über alle Veranstaltungen nach Land und Datum sortiert.

    Hilfreiche Strategien besprechen

    Die im Quiz erworbenen Erkenntnisse können zuhause und im Unterricht noch genauer besprochen werden. Ob mit Fakten zu reagieren, die Aufmerksamkeit auf andere Themen zu lenken oder die Situation mit Humor aufzulockern: Es gibt gewisse Strategien, die im direkten Konter besonders hilfreich sein können. Dazu zählt auch, die Betroffenen zu unterstützen und gemeinsam mit anderen gegen negative Kommentare vorzugehen – etwa durch Likes für diejenigen, die bereits gekontert haben. So kann eine entsprechend positive Stimmung verbreitet werden.

    Beim Cyber Security Quiz können die Teilnehmenden nicht nur alleine trainieren und knobeln, sondern Ihr Know-how auch in einem österreichweiten Quizduell unter Beweis stellen!

    Termin: Mittwoch, 10.03.2021 von 19:00-20:30 Uhr

    Recht auf Schutz: Gegen Diskriminierung, Cyber-Mobbing & Cyber-Grooming

    Weitere Ideen für den Unterricht

    • im Sprachunterricht Beispiele formulieren, wie man auf Beschimpfungen online gut reagieren kann
    • im Mathematikunterricht (z. B. Statistik) einen Überblick gewinnen, wie oft auf Hasspostings reagiert wird und wie oft nicht
    • im Sozialunterricht das richtige Kontern üben und allgemeine Regeln entwickeln, wann auf Hasskommentare reagiert wird und wann nicht
    • gemeinsam erörtern, warum es zu Hasspostings kommen kann; anhand eines konkreten Beispiels aus einem Sozialen Netzwerk überlegen: Welche Beweggründe haben die Hasspostenden? Was könnte dagegen unternommen werden?

    Spielen die Kinder die brutale Serie nun nach?

    Medienberichten zufolge soll die Serie Squid Game an Schulen als Vorlage verwendet worden sein, um gewalttätige Szenen nachzuspielen. Anstatt als Verliererin bzw. Verlierer durch Hinrichtung aus dem Spiel auszuscheiden, sollen die Kinder sich gegenseitig verprügeln.

    In Österreich sind uns aktuell keine Vorfälle bekannt, wo SchülerInnen explizit Squid Game „offline“ mit Gewalt nachspielen. Es gibt inzwischen jedoch auch bereits beliebte Online-Spiele bei denen Kinder den nachgebauten Aufgaben von Squid Game begegnen können.

    Bei solchen Medienberichten ist es wichtig, immer sehr kritisch zu hinterfragen, von wem und mit welchem Ziel die Inhalte veröffentlicht wurden. Oft handelt es sich dabei um sogenanntes Clickbaiting, also besonders reißerische Schlagzeilen, die die LeserInnen dazu verleiten sollen, darauf zu klicken und den Artikel zu öffnen.

     

    Auszeichnung mit dem „eAward“

    Wie wichtig die Fokussierung auf den Faktor Mensch beim Thema Cyber Security ist, zeigte sich auch beim diesjährigen Wirtschaftspreis „eAward“: In der Kategorie „Bildung und Personalentwicklung“ wurde das Cyber Security Quiz am 18. Oktober 2021 zum Sieger gekürt. Die Jury begründete ihre Entscheidung unter anderem mit dem „smarten und simplen Zugang zum wichtigen Thema Cybersicherheit“ sowie mit der gelungenen „Sensibilisierung mittels Gamification“. Mit dem „eAward“, den der renommierte Fachverlag Report verleiht, wurden heuer bereits zum 16. Mal Projekte mit IT-Bezug aus dem gesamten DACH-Raum ausgezeichnet.

    Vorbereitend auf das Quiz können Sie unseren Flyer zum Thema Online-Zivilcourage nutzen. Dieser zeigt Jugendlichen auf, wie man gegen Hass-Postings vorgehen kann und was Zivilcourage online bedeutet.

    Experte: Dr. Martin Kreim, handykurse.at

    Moderation: DIin Barbara Buchegger, M.Ed., Saferinternet.at

    Zoom-Veranstaltungslink

    Kinder können sich in manchen Bereichen nicht so gut wehren wie Erwachsene. Daher brauchen sie besonderen Schutz, wenn ihnen Unrecht geschieht. Folgende fünf Kinderrechte, die diesen Schutz gewährleisten sollen, sind in der digitalen Welt besonders wichtig:

    • Artikel 2: Keine Diskriminierung. Es ist wichtig, dass alle Kinder den gleichen Zugang zur digitalen Welt haben. Dazu zählt auch, dass sie das Wissen haben, um digitale Technologien benutzen zu können. Außerdem dürfen Kinder nicht durch die Nutzung solcher Technologien diskriminiert werden. Die Vertragsstaaten müssen also sicherstellen, dass sie genug gegen Hass im Netz oder gegen andere diskriminierende Behandlungen unternehmen.
    • Artikel 16: Schutz der Privatsphäre. Die Privatsphäre von Kindern kann bedroht werden, wenn personenbezogene Daten von Kindern verarbeitet werden. Daher gilt es Datensparsamkeit und Datenschutz sicherzustellen. Wenn Eltern die Online-Aktivitäten ihrer Kinder überwachen, muss diese Überwachung außerdem immer im Einklang mit der Privatsphäre der Kinder stehen und dementsprechend verhältnismäßig sein.
    • Artikel 19: Schutz vor Gewalt. Der digitale Raum muss so gestaltet werden, dass er für Kinder sicher ist und sie vor allen Formen von Gewalt geschützt sind. Dazu zählen zum Beispiel Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming oder problematische und verstörende Inhalte.
    • Artikel 32: Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung. Allein durch das Teilen und Erstellen von Inhalten oder durch die Nutzung von bestimmten Apps können Kinder zu wirtschaftlichen AkteurInnen werden und von Ausbeutung betroffen sein. Zum Beispiel, wenn die Auswertung von Daten dafür genutzt wird, Online-Angebote zu finanzieren. Auch dass Influencer im Kindesalter oder „Models“ für Mama-Bloggerinnen nicht von wirtschaftlicher Ausbeutung betroffen sind, muss sichergestellt werden.
    • Artikel 34: Schutz vor sexuellem Missbrauch. Die Vertragsstaaten müssen Cyber-Grooming und anderen Formen von sexueller Belästigung in der digitalen Welt (bspw. Senden von Nacktbildern, Rachepornos) effektiv bekämpfen.


    Termin: Montag, 15.03.2021 von 19:00-20:30 Uhr

    Recht auf Förderung: Für Vernetzung, Medienkompetenz & Freizeitangebote

    Experte: Markus Meschik, MA, Enter – Fachstelle für digitale Spiele

    Moderation: DIin Barbara Buchegger, M.Ed., Saferinternet.at

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    Kinder entwickeln sich ständig weiter. Sie lernen die Welt kennen und entdecken immer Neues. In dieser Entwicklung müssen Kinder bestmöglich gefördert werden. Folgende fünf Kinderrechte helfen dabei, Kinder in der digitalen Welt zu fördern:

    • Artikel 6:Leben, Überleben und Entwicklung. Die Nutzung von digitalen Geräten darf für Kinder auf keine Art schädlich oder gefährdend sein. Damit dies gewährleistet ist, gilt es die Kinder in der Online-Welt zu unterstützen und die Medienkompetenz von ihnen sowie ihren Bezugspersonen zu fördern. Nur so kann eine bestmögliche Entwicklung im digitalen Raum sichergestellt werden.
    • Artikel 15: Gruppen bilden und beitreten. In digitalen Umgebungen erhalten Kinder eine einfache Möglichkeit, um an Räumen für Beratungen, kulturellem Austausch und sozialem Zusammenhalt teilzunehmen. Diese Möglichkeit muss gefördert werden. Vor allem Kinder aus Minderheitengruppen können so für ihre Rechte eintreten und Vereinigungen bilden, in denen sie sich über ihre sozialen, religiösen, kulturellen, ethnischen, sexuellen und politischen Identitäten austauschen können.
    • Artikel 28: Zugang zu Bildung. Bildungsangebote im digitalen Raum müssen ermöglicht werden und dürfen keinen ungleichen Zugang schaffen oder verschärfen. Außerdem muss digitale Kompetenz Teil der Lehrpläne werden. Dabei geht es um Themen wie das Erkennen von Fake News sowie von vertrauenswürdigen Inhalten, aber auch um Bewältigungsstrategien gegen Cyber-Mobbing und anderen Formen von Gewalt.
    • Artikel 31: Freizeit, Spiel, Kultur, Kunst. Es ist wichtig, dass Kinder ihre Freizeit nutzen können, um Erfahrungen in der digitalen Welt zu machen und mit den verschiedenen Angeboten zu experimentieren. Dies kann die Kreativität oder auch den sozialen Zusammenhalt fördern. Wichtig ist jedoch auch, dass es altersgerechte Angebote gibt und dass Alternativen zu digitalen Aktivitäten zur Verfügung stehen.


    Termin: Montag, 22.03.2021 von 19:00-20:30 Uhr

    Recht auf Beteiligung: Für Meinungsbildung & -äußerung

    Expertin: Katharina Maierl, BA, MA, Verein PIA

    Moderation: DIin Barbara Buchegger, M.Ed., Saferinternet.at

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    Oftmals werden Kinder nicht ernst genommen. Dabei haben Kinder ein Recht darauf ihre Meinung zu sagen, mitzubestimmen und auch gehört zu werden. In der digitalen Welt ist dies besonders gut möglich:

    • Artikel 12: Achtung der Meinung von Kindern. Digitale Medien können dazu beitragen, die Beteiligung von Kindern an gesellschaftsrelevanten und demokratischen Prozessen zu erhöhen und ihre Meinung sichtbarer zu machen. Dafür müssen digitale Dienste aktiv mit Kindern zusammenarbeiten und altersgerechte Angebote schaffen. Die Ansichten von Kindern müssen dabei ernsthaft berücksichtigt werden.
    • Artikel 13: Freie Meinung und Information. Die freie Meinungsäußerung von Kindern darf im digitalen Raum nicht eingeschränkt werden. So dürfen Algorithmen zur Informationsfilterung, Profilerstellung oder Vermarktung die Meinungsäußerung und -bildung von Kindern nicht beeinträchtigen. Das gilt auch für Überwachungsmaßnahmen vonseiten der Bezugspersonen. Gibt es dennoch Einschränkungen müssen diese transparent und für die Kinder verständlich erklärt werden.
    • Artikel 17: Zugang zu Information. Zugang zu Information bedeutet unter anderem altersgerechte und befähigende Inhalte bereitzustellen, die für Kinder auch leicht zu finden sind. Dies gilt insbesondere für Kinder aus Minderheitengruppen. Gleichzeitig müssen Kinder vor problematischen Inhalten (diskriminierende, gewalttätige Inhalte, Falschinformationen) geschützt werden.

    Termin: Donnerstag, 25.03.2021 von 19:00-20:30 Uhr

    Experte: Mag. Wolfgang Pospischill, Medienpädagoge

    Moderation: DIin Barbara Buchegger, M.Ed., Saferinternet.at

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    Termin: Mittwoch, 31.03.2021 von 19:00-20:30 Uhr

    Expertin: Mag.a Julia Dier, BA, Psychotherapie Dier

    Moderation: DIin Barbara Buchegger, M.Ed., Saferinternet.at

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    Sicher online: Kinder und Jugendliche brauchen Unterstützung

    Kinder und Jugendliche sind im Internet mit unterschiedlichen Problemen und Gefahren konfrontiert. Cyber-Mobbing, Nacktfotos, die die Runde machen, oder Hasspostings auf Instagram, TikTok und Co. sind nur einige Beispiele. Sehr oft stehen sie mit ihren Fragen und Probleme alleine da, auch Erwachsene sind meist überfordert und wissen nicht, was im Problemfall getan werden kann.

    Durch Homeschooling hat die Internet- und Mediennutzung stark zugenommen, die Auseinandersetzung mit Problemen und Fragen zur digitalen Welt hat aber gefehlt. Es ist nun an der Zeit, das Erlebte und Erlernte zu reflektieren, digitalen Stress zu thematisieren und einen guten Umgang mit Medien zu finden!

    Nehmen Sie als Schule oder Jugendeinrichtung das Thema in Angriff und buchen Sie einen Saferinternet.at-Workshop!

    Präventionsangebote für Schulen und Jugendeinrichtungen

    Saferinternet.at bietet ein spezielles Angebot für Schulen und Jugendeinrichtungen, um Themen rund um Handy- und Internetnutzung gemeinsam zu behandeln. In einem Workshop (online oder Präsenz) werden Kinder und Jugendliche mit Themen, die sie tagtäglich beschäftigen, konfrontiert. Sie lernen, wie sie Gefahren frühzeitig erkennen, Probleme abwenden, und Konsequenzen richtig einschätzen. Auch für Bezugspersonen wie Eltern oder Lehrende bietet Saferinternet.at spezielle Angebote.

    Unser Angebot finden Sie im Veranstaltungsservice von Saferinternet.at

    Sie suchen ReferentInnen rund um das Thema „Sichere Internet- und Handynutzung“ für Workshops, Vorträge, Schulprojekte, Konferenzen und/oder Fortbildungen?

    Saferinternet.at bietet zielgruppengerechte, individuell gestaltbare und preisgünstige Veranstaltungen für SchülerInnen, Eltern, Lehrende, MultiplkatorInnen, Jugendeinrichtungen, Vereine uvm. in ganz Österreich an.

    Online- und Offline-Workshops möglich

    Laut den aktuellen Corona-Bestimmungen können die Workshops sowohl online als auch direkt in der Schule in Anspruch genommen werden. Welche Regeln es bei einem Offline-Workshops zu beachten gilt, lesen Sie hier. 

    Hier geht’s zum Veranstaltungsservice!

    SIMOOC – Der MOOC für Lehrende geht in die dritte Runde!

    Bald ist es wieder so weit: Am 4. Oktober startet der größte MOOC (=Massive Open Online Course) für Lehrende und PädagogInnen. Bis 26. November werden unter dem Motto "Das Internet in meinem Unterricht? – aber sicher!" 8 kompakte Online-Lektionen zum eigenständigen Mitmachen angeboten. Wir zeigen unter anderem, wie man Online-Quellen richtig bewertet, wie sich die aktuelle Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen gestaltet oder wie sich das Thema Urheberrecht in den Unterricht integrieren lässt.

    Dabei sind dieses Jahr auch wieder ExpertInnen, wie Ingrid Brodnig (Journalistin und Buchautorin von „Hass im Netz“ und „Lügen im Netz“), Markus Meschik (Leiter der Fachstelle Enter, der Fachstelle für digitale Spiele) oder Erika Hummer (Bundeslandkoordinatorin von eEducation Austria), welche die einzelnen Lektionen mit Informationen aus der Praxis anreichern und häufig gestellte Fragen beantworten. Außerdem wieder neu: Die umfassende Linkliste mit Beispielen zu allen Lektionen.

    Worum geht's?

    Inhalte aus dem Internet dringen immer stärker in den Schulalltag durch. In dem MOOC "Das Internet in meinem Unterricht? Aber sicher!" geben wir einen Überblick, wie man sich die Vorteile des Internets zunutze macht und wie man dabei auf der sicheren Seite bleibt.

    Zentrale Themen

    Lernziele

    Tipp

    Für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende in Österreich gibt es die Möglichkeit eine Fortbildungsbestätigung über insgesamt 12 Unterrichtseinheiten zu erhalten. Hierfür ist das MOOC-Zertifikat/die Teilnahmebestätigung per Mail an info@virtuelle-ph.at zu schicken.

    Jetzt anmelden und am 4. Oktober mit der ersten Lektion starten. Weitere Infos und Anmeldung!

    Klassenchats und -gruppen

    Oft nur wenige Tage nach dem Schulbeginn organisieren sich die SchülerInnen in Klassenchats. Zusätzlich hat auch das Distance Learning den Klassenraum um einen Online-Raum erweitert. Wie für die Schule vor Ort müssen auch für diese Online-Räume Klassenregeln erstellt werden, damit Cyber-Mobbing, Überforderung und andere Probleme die Klassengemeinschaft nicht negativ beeinflussen.

    Geld verdienen mit erotischen Inhalten

    Im Internet entwickeln sich laufend neue Möglichkeiten, um mit erotischen oder pornografischen Inhalten Geld zu verdienen. Das Problem: Zunehmend finden sich diese Angebote auch auf Diensten, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Eine klare Trennung von Inhalten für Erwachsene und Inhalten für Minderjährige gibt es oft nicht.

    Hinzu kommt: Wer mit dieser Art Dienstleistung Geld verdienen will, muss auf allen gängigen Kanälen präsent sein, um eine große Community aufzubauen. Instagram, TikTok, YouTube und dergleichen gehören dabei zum Standardrepertoire. Auch wenn sich die Inhalte auf diesen Plattformen an die dort herrschenden Richtlinien halten, so bewerben sie oft auch Inhalte auf anderen Kanälen. So werden die NutzerInnen auf Plattformen wie Twitch oder OnlyFans gelockt, die es erlauben, mit diesen Inhalten Geld zu verdienen.

    (Online-)Klassengemeinschaft definieren

    Besprechen Sie als Lehrerin oder Lehrer zu Beginn des Schuljahres das Thema Klassenregeln und schließen Sie dabei den Online-Raum mit ein. Lassen Sie die SchülerInnen die Themen und Regeln selbst erarbeiten und am Ende von allen Beteiligten unterschreiben. So werden diese auch akzeptiert und eher eingehalten. Definieren Sie als erstes die Online-Klassengemeinschaft:

    • Wo kommunizieren wir? Welches Netzwerk verwenden wir dafür?
    • Wie viele Online-Gruppen soll es im Umfeld der Klasse geben? Welche gibt es bereits? Welche Funktionen haben bestehende oder neue Gruppen (Unterhaltung, Tratsch und Klatsch, wichtige Schulinformationen, Organisatorisches,...)?
    • Wer ist Teil der Online-Gruppen (aktuelle oder ehemalige SchülerInnen, LehrerInnen oder Eltern)? Was passiert, wenn jemand aus der Klasse nicht mitmachen kann oder will?

    Beispiel 1: Hot-Tub-Streams

    Erst vor Kurzem kündigte Twitch an, eine neue Kategorie Namens „Pools, Hot Tubs, and Beaches“ einzuführen. Dieser Ankündigung vorausgegangen waren Kontroversen um eine neue Art von Stream auf der Plattform. In dem Format „Hot Tub“ zeigt sich in der Regel eine junge Frau in Badebekleidung vor der Kamera und interagiert per Chatfunktion mit den ZuschauerInnen. Twitch bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit einem Stream Geld zu verdienen. Dazu zählt der Verkauf von kostenpflichtigen Abonnements für exklusive Inhalte und den Einnahmen aus Werbung. ZuschauerInnen können aber auch direkt Geld an die StreamerInnen schicken. So stehen oft bestimmte Leistungen zum Verkauf. Das können harmlose Dinge sein, wie den Namen der bezahlenden Person gut sichtbar auf eine Tafel zu schreiben. Es können aber auch eindeutigere Leistungen sein wie der Wechsel des Badeanzugs. Nacktheit und Pornografie sind auf Twitch allerdings verboten.

    Regeln für Online-Räume aufstellen

    Auch online sollten wir uns gegenüber anderen so verhalten, wie wir es für uns selbst wünschen. Klassenregeln für Online-Räume sollten auf diesem Grundsatz die Fragen wann, wie und wie viel kommuniziert wird, beantworten.

    • Wann kommunizieren wir? Gibt es eine Nachtruhe?
    • Was bedeutet Spam? Ab wann sind es zu viele Nachrichten? Ist es okay, die Gruppe stumm zu schalten, wenn es zu viel wird?
    • Wie schnell muss geantwortet werden, wenn jemand beispielsweise nach der Hausübung fragt?
    • Was gehört alles in die Klassengruppe? Sprechen wir nur über schulrelevante Themen oder sind Privatgespräche auch in Ordnung?
    • Was soll in unserer Klassengruppe NICHT passieren? Was nervt uns in anderen Online-Gruppen?
    • Wie schreiben wir? Ist es zum Beispiel ok viele Emoticons zu verwenden oder oft in Großbuchstaben zu schreiben?
    • Ist es in Ordnung Daten weiterzugeben, ohne zu fragen (beispielsweise, wenn jemand eine Telefonnummer oder ein Foto haben möchte)?
    • Was ist beleidigend, was nicht? Wo ist die Grenze zwischen Spaß und Ernst? Gibt es Beispiele, die diese Grenze für alle gut veranschaulichen?
    • Wie gehen wir mit Konflikten um, wenn zum Beispiel jemand ausgegrenzt oder beschimpft wird?
    • Wie gehen wir mit problematischen Inhalten wieFalschmeldungen, Nacktbildern, Gewaltvideos oder verbotenen Inhalten um? Welche Arten von Kettenbriefen sind okay und welche nicht?

    Beispiel 2: OnlyFans

    Die Plattform OnlyFans unterscheidet sich in seiner Funktionsweise kaum von anderen Sozialen Netzwerken: NutzerInnen können Profile anlegen, Fotos und Videos hochladen, anderen NutzerInnen folgen, öffentliche und Private Nachrichten austauschen.

    Anders als bei Instagram oder Facebook können auf OnlyFans jedoch auch unzensiert pornografische Inhalte veröffentlicht werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die geposteten Inhalte hinter einer Bezahlschranke (Paywall) zu verbergen. Sprich: Nur wer für einen Inhalt bezahlt hat, kann ihn sehen. OnlyFans wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass es auf der Plattform nicht nur pornografische Inhalte, sondern zum Beispiel auch Fitness-Workouts zu kaufen gibt. Das kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein erheblicher Teil der Inhalte eindeutig sexualisiert ist. In den Fokus der Aufmerksamkeit ist OnlyFans vor allem dadurch gerückt, dass auch einige wenige bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens OnlyFans nutzen. Eine damit verbundene Sorge ist, dass Kinder und Jugendliche ihren Idolen von anderen Plattformen zu OnlyFans folgen könnten und dort mit problematischen Inhalten in Berührung kommen. Bisher lässt sich allerdings nicht beobachten, dass das der Fall ist.

    Verantwortlichkeiten benennen

    Eine Person muss sich darum kümmern, dass sich alle an die vereinbarten Regeln halten. Daher macht es Sinn, neben den KlassensprecherInnen auch offizielle Admins für die Online-Klassengruppe(n) zu ernennen. Klären Sie dieRolle und die Aufgaben dieses Admins:

    • Wer ist dafür zuständig Konflikte zu erkennen und gegebenenfalls zwischen den beteiligten Personen zu vermitteln? Soll die Vermittlungstätigkeit online oder lieber im persönlichen Gespräch stattfinden?
    • Was passiert, wenn sich jemand nicht an die Regeln hält? Soll verwarnt werden? Wer verwarnt?
    • Wann wird eine Person aus der Online-Gruppe entfernt? Wer entscheidet das?

    OnlyFans hat ab 1. Oktober neue Richtlinien angekündigt, nach der "explizite" Inhalte möglicherweise nicht mehr veröffentlicht werden dürfen und existierender Content der Hardcore-Kategorie gelöscht werden soll. Auslöser dafür dürften die verschärften Richtlinien des Zahlungsanbieters Mastercard sein.

    Der Ausschluss aus Online-Gruppen sollte das letzte Mittel sein. Es empfiehlt sich stattdessen Peer-MediatorInnen einzubinden, die dabei helfen Probleme zu lösen.

    Wie steht es um den Jugendschutz?

    Um auf Twitch einen Stream zu verfolgen, ist keine Anmeldung nötig. Im Test war es möglich, über die Suchfunktion einen Hot-Tub-Stream anzusteuern. Lediglich einen Hinweis, dass sich dieser Stream an Erwachsene richtet, wurde angezeigt. Dieser Hinweis kann allerdings einfach ignoriert werden. Laut den allgemeinen Geschäftsbedingungen darf Twitch von Personen unter 13 gar nicht und zwischen 13 und 18 nur unter Aufsicht eines Erziehungsberechtigten genutzt werden. Kontrolliert wird das von Twitch nicht.

    Die Nutzung von OnlyFans ist nur volljährigen Personen erlaubt. Einen Account kann man indes problemlos anlegen und muss dabei noch nicht einmal sein Alter angeben. Das Geschäftsmodell von OnlyFans führt allerdings dazu, dass nahezu keine Inhalte sichtbar sind, bevor man dafür bezahlt hat. Um bezahlen zu können, muss der Account mit einer Kreditkarte oder einem Bankkonto verknüpft werden. Wenn man auf OnlyFans auch selbst Inhalte erstellen will, so muss man seine Identität und sein Alter mit einem Foto von sich und einem offiziellen Ausweisdokument bestätigen.

    Weitere Regeln für die Schule

    Auch außerhalb der Online-Klassengruppe(n) ist man mit verschiedensten Themen aus dem Online-Bereich beschäftigt, die geregelt werden müssen:

    • Umgang mit Fotos: Wer darf was fotografieren? Muss um Erlaubnis gefragt werden, bevor Bilder veröffentlicht werden? Dürfen lustige, aber peinliche Bilder weiterverbreitet werden?
    • Berichte über den Schulalltag in der Öffentlichkeit: Was darf man über den Schulalltag zeigen (zum Beispiel in öffentlichen Accounts)? Wie und wo darf man Kritik äußern (zum Beispiel über LehrerInnen)? Wo liegt die Grenze zwischen Kritik und Beschimpfungen?
    • Online-Unterricht: Was empfinden wir als Störung? Wie verhalten wir uns, damit wir gut miteinander lernen können?
    • Handy an der Schule: Wann darf das Handy verwendet werden? Ist das Handy auch während des Unterrichts erlaubt? Werden in der Pause alternative Aktivitäten angeboten, damit die SchülerInnen von sich aus eine Bildschirmpause einlegen?

    Welche Gefahren bestehen für Jugendliche?

    Durch eine allgegenwärtige und unkritische Darstellung von digitaler Sexarbeit kann bei Minderjährigen der Eindruck entstehen, dass eine sexualisierte Selbstdarstellung im Internet vollkommen unproblematisch ist. Oder sogar, dass es eine einfache Möglichkeit sein kann, Geld zu verdienen. Ein Herabsetzen der Hemmschwelle, wenn es um sexualisierte Selbstdarstellung im Internet geht, birgt die Gefahr, dass Kindern und Jugendliche sexuelle Übergriffe nicht als solche erkennen. Das spielt TäterInnen in die Hände, die versuchen, Minderjährige zu sexuellen Handlungen vor der Webcam zu überreden (sogenanntes Cyber-Grooming).

    Die Selbstinszenierung der DarstellerInnen ist darüber hinaus geprägt von einem problematischen Rollenbild. Wie aus anderen Bereichen der „Erwachsenenunterhaltung“ bekannt, besteht die einzige Rolle von Frauen darin, Männern zu gefallen und ihnen zur Verfügung zu stehen.

    Es macht Sinn viele der Fragen und Regeln anhand von Beispielen zu klären. Sowohl Sie als auch die SchülerInnen können solche Beispiele sammeln und einbringen. Unsere KollegInnen von klicksafe.de haben ein Unterrichtsmaterial zum Thema „Klassenchat-Regeln" (pdf) erstellt. Dort finden Sie Beispiele, die zeigen, welche Probleme in Online-Gruppen auftreten könnten.

     

    Tipps für den Erziehungsalltag

    • Entspannen Sie sich! Es ist sehr wahrscheinlich, dass so gut wie jede/r Jugendliche mit 12 Jahren schon einmal pornografische Inhalte konsumiert hat – so sagen es zumindest Studien. Das muss aber nicht heißen, dass auch Ihr Kind dies regelmäßig tut.
    • Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind pornografische Inhalte konsumiert, sprechen Sie es direkt darauf an – und zwar ohne zu moralisieren oder Strafen anzudrohen. Vermitteln Sie, dass Sexualität etwas Positives und das Einholen von Informationen dazu völlig okay ist.
    • Thematisieren Sie, dass Pornos nicht die Realität darstellen. Ziehen Sie einen Vergleich mit Fantasy-Filmen. Auch dort erfolgt die Darstellung durch SchauspielerInnen und technische Tricks!
    • Sprechen Sie rechtliche Aspekte an. Welche Art der Nutzung kann problematisch werden? Es ist auch wichtig, die in der Schule geltenden Regeln zu diskutieren. In vielen Schulen führt der Besitz von Porno-Videos am Handy zu einem Schulverweis.
    • Sagen Sie Ihrem Kind, wo es sich differenzierte Informationen zum Thema Sexualität im Internet holen kann, z. B. auf www.rataufdraht.at. Bieten Sie Ihrem Kind auch Informationsmöglichkeiten außerhalb des Internets an, z. B. die Broschüre Love, Sex und so … (pdf) des BMFJ.
    • Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, einen kritischen Umgang mit Medien zu entwickeln. Dazu gehört auch die Fähigkeit, zwischen inszenierter Pornografie und realer Sexualität unterscheiden zu können.
    • Fördern Sie die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung Ihres Kindes sowie auch das Körperbewusstsein.

    Danke an Klicksafe.de für die inhaltliche Unterstützung.

    Welche Materialien wir für Sie übersetzt haben

    • "Mama, darf ich dein Handy?"
      Der kompakte Folder mit 10 Tipps richtet sich vor allem an Eltern von Kindern zwischen 3 und 6 Jahren. Die Tipps werden anhand von Alltagszenen und Kinderzitaten veranschaulicht. Es wird erklärt, wie man das Handy kindersicher macht, woran man gute Apps erkennt oder wie man gemeinsam eine gute Zeit am Bildschirm erleben kann. Mehr über den Elternfolder!
    • Einzelne Folgen aus dem Videoelternratgeber Frag Barbara!
      Bislang gibt es drei unserer aktuell 17 Folgen Frag Barbara! auch mit fremdsprachigen Untertiteln in BKS, Arabisch, Englisch und Türkisch. Ziel des Videoblog Frag Barbara! ist, all jene Fragen, die unsere pädagogische Leiterin Barbara und das restliche Saferinternet.at-Team für gewöhnlich in Workshops, via E-Mail oder Telefon bekommen, so zu beantworten, dass eine möglichst breite Zielgruppe davon profitieren kann. Oft bewegen Eltern nämlich die gleichen Fragen – manchmal wissen sie nur nicht, an wen sie diese stellen können. Mehr über den Video-Elternratgeber!

    App weiterhin im Trend

    Die Kurzvideo-App TikTok liegt weiter im Trend. Mit knapp 4 Millionen NutzerInnen ist es die zweitgrößte klassische Social Media-Plattform in Österreich. Besonders Kinder und Jugendliche fasziniert es, musikalisch unterlegte Videoclips zu erstellen und mit der TikTok-Community zu teilen. Die Möglichkeit zur anonymen Nutzung, unzuverlässige Alterskontrollen und riskante Challenges führen jedoch zu Problemen.


    Nutzen Sie unseren Privatsphäre-Leitfaden für TikTok, um die App-Einstellungen Schritt für Schritt zu überprüfen!

    Video-Elternratgeber Frag Barbara!

    Schutz von Jüngeren

    Um den Gefahren bei der Nutzung entgegenzuwirken, hat TikTok mittlerweile einige Anpassungen zum Schutz von jüngeren NutzerInnen vorgenommen. Hierzu gehören der begleitete Modus mit erweiterten Kontrollmöglichkeiten für Eltern und die altersdifferenzierte Voreinstellung der Konten. Profile junger NutzerInnen sind dabei "privat" voreingestellt und Beiträge können nur von FreundInnen gesehen werden. Zudem ist es möglich, eine individuelle Bildschirmzeit einzurichten.

    Laut TikTok wurden im ersten Quartal diesen Jahres mehr als 60 Millionen Videos wegen Verstößen gegen Community-Richtlinien sowie über 7 Millionen Konten von unter 13-Jährigen gelöscht. Obgleich dieser  Schutzmaßnahmen sind Kinder und Jugendliche bei der TikTok-Nutzung weiterhin Risiken ausgesetzt. Dies bestätigen die kontinuierlichen Recherchen durch jugendschutz.net.

    So aktivieren Sie die fremdsprachigen Untertitel

    Um die Frag Barbara! - Folgen mit dem richtigen Untertitel sehen zu können, klicken Sie in YouTube auf das "Einstellungrad" und wählen unter "Untertitel" die entsprechende Sprache aus.


    Cyber-Grooming, Cyber-Mobbing und gefährliche Challenges

    In der aktuellen Praxis Info „TikTok – Kinder und Jugendliche für Risiken sensibilisieren“ (PDF) informiert jugendschutz.net unter anderem über Cyber-Grooming, Cyber-Mobbing und gefährliche Challenges innerhalb des Video-Netzwerks. Der Wunsch zur Community zu gehören und das Messen mit anderen regen viele Kinder und Jugendliche zum Mitmachen bei Challenges an. Die Knoblauch-Challenge gehört hierbei noch zu den harmlosen, viele dieser „Herausforderungen“ können zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Dabei bringen die NutzerInnen meist nicht nur sich selbst, sondern auch Außenstehende in Gefahr. Kinder und Jugendliche müssen darüber aufgeklärt werden, dass solche Challenges kein Spaß sind und zu ernsten Gesundheitsschäden führen können.

    Elternfolder "Mama, darf ich dein Handy?"


     Mama_darf_ich_dein_Handy_Arabisch.pdf

    ماما، هل يمكنني أخذ هاتفك المحمول؟

    مطوية الوالدين "ماما، هل يمكنني أخذ هاتفك المحمول؟" تحتوي على نصائح هامة للوالدين الذين لديهم أطفال بين 3 و 6 سنوات، بشأن التعامل مع الهاتف المحمول أو الحاسوب اللوحي أو ما شابه، في الحياة اليومية للأسرة.

    Veröffentlichung: Mai 2020

     Mama_darf_ich_dein_Handy_BKS.pdf

    Mama, smijem li koristiti tvoj mobilni telefon?

    Folder za roditelje pod nazivom "Mama, smijem li koristiti tvoj mobilni telefon?" sadrži korisne savjete za roditelje djece u dobi od 3 do 6 godina, kako rukovati mobitelom, tabletom itd. u svakodnevnom životu.

    Veröffentlichung: Mai 2020

     Mama_darf_ich_dein_Handy_Englisch.pdf

    Mum, can I go on your phone?

    The parents' brochure "Mum, can I use your mobile phone?" contains valuable tips for parents of children between 3 and 6 years of age on how to use a mobile phone, tablet & co. in everyday family life.

    Veröffentlichung: Mai 2020

     Mama_darf_ich_dein_Handy_Tuerkisch.pdf

    Anne, cep telefonunu alabilir miyim?

    Ebeveyn broşürü „Anne, cep telefonunu kullanabilir miyim?“, 3-6 yaş arası çocukların ebeveynleri için günlük aile yaşamında cep telefonu, tablet ve buna benzer cihazlarin kullanımına dair değerli ipuçları içerir.

    Veröffentlichung: Mai 2020

    Danke an Klicksafe.de für die inhaltliche Unterstützung.

    Tipps & Ideen für den digitalen Unterricht

    Die kostenlosen Workshops von A1 Internet für Alle finden in unterschiedlichen Videokonferenzsystemen in Kleingruppen von maximal 15 Teilnehmenden statt. Sie sind einzeln buchbar, werden von Saferinternet.at durchgeführt und finden jeweils von 9-11 Uhr statt.

    In Zeiten von Corona und Distance Learning müssen Lehrende besonders kreativ sein. Online-Spiele können dabei helfen den Unterricht aufzulockern und insbesondere schwierige Themen wie Cyber-Mobbing, Fake News, Radikalisierung oder Internet-Sicherheit gemeinsam zu reflektieren. Wir zeigen Ihnen fünf Spiele, die dafür geeignet sind.

    10 Tools - 10 Möglichkeiten den Unterricht spannend zu gestalten

    In dieser zweiteiligen Fortbildung gilt es jeweils 5 Online-Werkzeuge praktisch zu erproben und die Möglichkeiten für den eigenen (nicht nur) digitalen Unterricht zu überlegen.
    Die Tools umfassen von "Lernvideos interaktiv gestalten" über Zufallsgeneratoren bis zu Quizmöglichkeiten vieles, das spannend und abwechslungsreich ist, aber auch manchmal einfach Humor mitbringt. Dazu gibt es praktisches Tun, Ideen für den Einsatz und Best-Practice-Tipps.

    Bei allen vorgeschlagenen Spielen steht Ihnen pädagogisches Begleitmaterial zur Verfügung. So erhalten Sie wertvolle Tipps wie Sie das jeweilige Spiel in den Unterricht einbetten können!

    Termine: 26. August und 2. September 2021, jeweils 9-11 Uhr


    Jakob und die Cybermights

    Beschreibung: Wir begleiten den Hauptcharakter Jakob an seinem ersten Tag in einer neuen Schule, der für ihn gleich sehr aufregend beginnt: Jemand erstellte von seiner Mitschülerin Nicole ein Fake-Online-Profil und verbreitete darüber heftige Lügen. Jakob will herausfinden, wer dahintersteckt. Die SpielerInnen helfen ihm dabei.

    Die SpielerInnen müssen selbst herausfinden, welche Gegenstände sie verwenden und mit welchen Figuren sie sprechen können. Im Spielverlauf erhält Jakob außerdem immer wieder Nachrichten über sein Handy. Dabei handelt es sich um Spam oder um Informationen rund um die Themen Soziale Netzwerke, Cyber-Mobbing und Internetsicherheit.

    Unser Fazit

    Das Spiel ist etwas veraltet, macht aber trotzdem Spaß und vermittelt dabei verschiedene Kompetenzen. Das Thema Cyber-Mobbing steht im Vordergrund, Themen wie Datenschutz, Phishing, Spam und Ähnliches werden nebenbei vermittelt. Außerdem gibt es einen zweiten Teil, der etwas moderner wirkt. Die Rätsel sind manchmal schwer zu knacken. Durch gezieltes Nachfragen der Lehrperson können die SchülerInnen jedoch in die richtige Richtung geschubst werden. Anleitungen dazu finden sich im Begleitmaterial. Achtung! Manche Lösungswege des Helden sind problematisch. In der Reflektion kann das problematische Verhalten jedoch genutzt werden, um alternative Lösungswege zu besprechen.


    Fake It To Make It

    Beschreibung: In diesem Spiel erstellen die SchülerInnen eine eigene Webseite über die sie gezielt Falschinformationen in Umlauf bringen. Dafür können bestehende Artikel kopiert oder selbst Inhalte erstellt werden. In einem nächsten Schritt müssen diese Artikel in verschiedenen Gruppen auf einem fiktiven sozialen Netzwerk gepostet werden.

    Das Ziel ist es einen bestimmten Geldbetrag durch Werbung auf der Webseite einzunehmen. Dafür ist es wichtig, dass die Inhalte auf der Webseite vertrauenswürdig sind, aber trotzdem dramatisch genug, um genug Aufmerksamkeit zu erhalten.

    Unser Fazit

    Im Zuge des Spiels erhalten die SchülerInnen bestimmte Aufgaben (zum Beispiel: „Veröffentliche einen Artikel, der Angst macht“). Durch diese Aufgaben müssen die SchülerInnen sich damit auseinandersetzen, wie bestimmte Strategien eingesetzt werden und in welchen Gruppen diese gut funktionieren. Das Spiel ist sehr textlastig, was nach einiger Zeit etwas viel werden kann. Die Dauer des Spiels kann jedoch zu Beginn festgelegt werden, indem ein finanzielles Ziel ausgewählt wird. Wir empfehlen die niedrigste Stufe. Außerdem ist das Spiel durch die Textarbeit gut im Deutsch- oder Englisch-Unterricht einsetzbar (es steht auch eine englische Version zur Verfügung).


    Bad News

    Beschreibung: In diesem Spiel erstellen und verbreiten die SchülerInnen Desinformationen in Form von Schlagzeilen, Tweets oder Memes. Dafür können sie sich in einer Art Dialog für verschiedene Inhalte und Strategien entscheiden. Das Ziel: Die Zahl der Follower steigern, und zwar ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

    Nach jeder Entscheidung wird kurz erklärt, wieso eine Strategie gut oder nicht gut funktioniert. Außerdem erhalten die SpielerInnen Abzeichen für die sechs verwendeten Strategien: Identitätsbetrug, Emotion, Polarisierung, Verschwörung, Verruf und „Trollen“.

    Unser Fazit

    Das Spiel ist kurzweilig und eignet sich gut als Einstieg in das Thema Fake News. Trotz der Kurzweiligkeit schaffen es die EntwicklerInnen des Spiels, die Strategien zur Erstellung und Verbreitung von Fake News verständlich zu entlarven. Da das Spiel auch auf Englisch verfügbar ist, kann es im Englisch-Unterricht eingesetzt werden. Außerdem steht eine Junior-Version des Spiels zur Verfügung, das bereits für achtjährige SchülerInnen geeignet ist.


    DATAK

    Beschreibung: Die SchülerInnen schlüpfen in die Rolle einer Praktikantin bzw. eines Praktikanten des Stadtpräsidenten. Ihre Aufgabe ist es sich um die Daten der Stadt DataVille zu kümmern. Dabei werden sie täglich mit vielen verschiedenen Problemstellungen und Fragen per Mail konfrontiert. Die SpielerInnen müssen abwägen, wie Sie mit bestimmten Daten umgehen wollen.

    Das Ziel ist es sieben Tage lang den Job zu behalten. Dafür muss mit beschränktem Budget und begrenzter Zeit gehaushaltet werden. Im Spiel können Mini-Games freigeschaltet werden. YouTube-Videos von jungen YouTuberInnen geben außerdem mehr Informationen zu verschiedenen Themen.

    Im Spiel wird nicht nur das Thema Datenschutz behandelt. Bei privaten E-Mails handelt es sich teilweise auch um Spam oder Phishing-Versuche. Dadurch werden weitere Aspekte zum Thema Internetsicherheit vermittelt. Das Spiel ist sehr textlastig. Die SchülerInnen werden jedoch mit der Freischaltung von Belohnungen motiviert (bspw. verschiedene Mini-Games, die das Spiel auflockern). Das Spiel eignet sich für verschiedene Fremdsprachen-Unterrichtseinheiten, da es auf Englisch, Französisch und Italienisch verfügbar ist (auswählbar in den Einstellungen). Viele verlinkte Quellen sind nur auf Französisch verfügbar, den Spielfluss beeinflusst dies aber nicht.


    Decount

    Link zum Game: Webseite | Browser-Game

    Link zum Begleitmaterial:  Download (pdf)

    Beschreibung: Die SchülerInnen verfolgen und beeinflussen die Lebensgeschichten von vier verschiedenen Charakteren. Dabei treffen die SchülerInnen Entscheidungen, durch die sich das Leben der Charakter in eine radikale Richtung (Rechtsextremismus, Dschihadismus) entwickeln kann.

    Das Spiel besteht aus unterschiedlichen Elementen: Im Zentrum steht ein Messenger-Dienst, über den Dialoge geführt werden können, eine Timeline einer fiktiven Social Media Plattform sowie die Möglichkeit „Offline“-Dialoge mit verschiedenen GesprächspartnerInnen zu führen. Aufgelockert werden diese Elemente mit kurzen Mini-Games, Comics und mit Videos- und Voice-Messages.

    Zu Beginn kann die Oberfläche des Spiels ein wenig überfordern. Daher macht es Sinn die verschiedenen Elemente des Spiels gemeinsam zu besprechen. Hat man sich einmal zurechtgefunden, ist das Spiel simpel und relativ rasch durchgespielt. Durch die verschiedenen Entscheidungen, die die SpielerInnen treffen müssen, wird vermittelt, dass es sich bei Radikalisierungsprozessen, um einen schleichenden Prozess handelt. Dabei spielt die Medienkompetenz (Filterblasen, Algorithmen) durch die Social Media Oberfläche eine zentrale Rolle. Achtung! Im Spiel kommen Gewaltandeutungen, vulgäre und abwertende Sprache sowie Darstellungen von Drogen- und Alkoholkonsum vor.


    Wir produzieren laufend Unterrichtsmaterialen, die Ihnen dabei helfen, die sichere Internetnutzung in Ihrem Unterricht zu thematisieren. Außerdem haben wir eine Sammlung von Webseiten zusammengestellt, die Ihnen dabei hilft weitere digitale Spiele für Ihren Unterricht zu finden.

    Likes – ein Gradmesser der Beliebtheit

    Wir laden ein neues Bild auf Instagram hoch und freuen uns, wenn es mit vielen Likes honoriert wird. Likes aktivieren unser Belohnungszentrum im Gehirn – ähnlich wie Geld oder gutes Essen. Viele Likes hinterlassen also ein gutes Gefühl. Umgekehrt erzeugt die Jagd nach Likes aber auch sozialen Druck.

    Vor allem jungen NutzerInnen ist es wichtig, viele Likes zu bekommen – sie legen besonders viel Wert darauf, was andere über sie denken. Likes sind für viele ein Gradmesser für die Beliebtheit einer Person und die Qualität des Beitrags. Diese Bewertungs- und Vergleichsmöglichkeit durch „Gefällt mir“-Angaben kann in vielen Fällen nicht nur ein positives, sondern auch ein negatives Gefühl erzeugen.

    Likes geben Trends vor

    Likes beeinflussen die Wahrnehmung eines Beitrags. Ein Posting mit vielen „Gefällt mir“-Angaben vermittelt uns den Eindruck, dass das Gezeigte besonders wichtig, schön und nachahmenswert ist. Ob das so stimmt? Irrelevant! Das ist der Mechanismus Sozialer Netzwerke: Durch deren Algorithmus werden uns bereits beliebte Beiträge zuerst angezeigt, wodurch wir diese verstärkt wahrnehmen und als Trend empfinden. Was, in welcher Pose und aus welchem Winkel gezeigt wird, beeinflusst unsere Wahrnehmung und wie wir in Folge selbst posten – selbst, wenn wir uns dazu entscheiden, konträr zu handeln. 

    NutzerInnen können nun selbst entscheiden

    Schon in der Vergangenheit hat das Soziale Netzwerk Instagram immer wieder ausgetestet, ob ein Verzicht auf Likes möglich ist. Da es jedoch ein wichtiger Werbekanal ist – und Likes vor allem für InfluencerInnen bzw. WerbepartnerInnen relevant sind – ist eine vollständige Abschaffung wohl kaum realistisch. Als Lösung präsentiert Instagram nun eine neue Funktion: Ab sofort kann jede Nutzerin bzw. jeder Nutzer selbst entscheiden, ob die Like-Anzahl der Beiträge öffentlich angezeigt werden soll oder nicht. Dazu gibt es nun zwei neue Einstellungsmöglichkeiten:

    Probieren Sie es aus und beobachten Sie, was es mit Ihnen macht, wenn Sie nicht gleich auf den ersten Blick sehen, wieviel Likes Sie für einen Beitrag erhalten haben. Nehmen Sie Dinge anders wahr? Denken Sie weniger über Ihre geposteten Beiträge nach? Macht Instagram dadurch mehr Spaß? Wichtig ist: Sie selbst bestimmen, was Ihnen gut tut und was nicht!

    "Happy Slapping" – ein verstörender Trend

    Manche „Trends“ kommen immer wieder. Derzeit scheinen das Filmen und Verbreiten von Prügeleien wieder angesagt zu sein. Unter den Begriffen „Happy Slapping“, „Smack Cam“ oder „Slap Cam“ wird das Phänomen beschrieben, bei dem Jugendliche sich dabei filmen, wie sie andere schlagen. Teilweise mit der bloßen Hand, teilweise mit Hilfsmitteln. Manche der Szenen sind gestellt und mit den Opfern abgesprochen, manche zeigen aber auch reale Gewalttaten. Die Aufnahmen werden auf Videoportalen wie YouTube oder in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder TikTok hochgeladen und verbreiten sich von dort rasant weiter. Unter Jugendlichen sind solche Videos beliebtes Tauschgut und sie überbieten sich darin, wer die ärgeren Szenen auf seinem Handy hat.

    PädagogInnen und Lehrende finden in unserem Unterrichtsmaterial „Medien und Gewalt“ Informationen zum Thema „Happy Slapping“ sowie zwei Übungen, die sich mit den Grenzen von erlaubt und verboten beschäftigen.

    Wo liegt die Grenze zwischen Spaß und Ernst?

    Die MacherInnen der Videos erwarten sich vor allem eines: möglichst viel Anerkennung zu ernten. Doch die Grenze zwischen Spaß und Ernst bzw. zwischen Erlaubtem und Verbotenen ist hier mehr als fließend und wird von vielen Jugendlichen unterschätzt. Eine vielleicht als „Scherz“ verstandene Aktion seitens der TäterInnen, kann für die Opfer ganz und gar unlustig sein und aus dem Ruder laufen. Das reale Verprügeln anderer ist nicht okay, ruft das Gegenteil von Anerkennung hervor und ist eine Straftat.

    Was viele Jugendliche außerdem nicht wissen: Die TäterInnen begehen nicht nur bei realen Gewalttaten schwerwiegende Straftaten wie zum Beispiel Körperverletzung oder Nötigung. Denn auch das Versenden von gewaltverherrlichenden Bildern oder Videos an andere Minderjährige kann bereits strafbar sein, ebenso das öffentliche Zugänglichmachen zum Beispiel auf einer Website!

    Das Jugendschutzgesetz ist in Österreich auf Landesebene geregelt, daher gibt es unterschiedliche Bestimmungen je nach Bundesland. Gewaltverherrlichende Inhalte an Jugendliche weiterzugeben ist jedoch österreichweit verboten. Mehr dazu: Welche Inhalte sind für Kinder und Jugendliche gesetzlich verboten?

    Das „Recht am eigenen Bild“

    Werden Personen auf Fotos oder in Videos nachteilig dargestellt, verletzt dies ihr „Recht am eigenen Bild“ – das trifft wohl auf die allermeisten „Smack Cam“-Videos zu. Demnach darf Bildmaterial bzw. dessen Begleittext nicht veröffentlicht werden, wenn die „berechtigten Interessen“ der abgebildeten Person(en) verletzt werden. Betroffene haben ein Recht auf Löschung des Inhaltes und bei Missachtung können sie gerichtlich gegen die Person vorgehen, die das Video veröffentlicht hat.  

    Mit den Jugendlichen über Gewaltvideos sprechen

    Gewaltvideos haben für Kinder und Jugendliche einen besonderen Reiz. Für die Nutzung dieser Inhalte gibt es unterschiedliche Motive: Das reicht vom Gruppendruck, über die Möglichkeit sich abzugrenzen oder mitreden zu können bis hin zu einer Form des Protests. Für manche Jugendliche ist das Überschreiten von Grenzen auch ein „emotionaler Kick“.  

    Gewalt wird außerdem noch immer recht häufig als „gutes“ Mittel zur Konfliktlösung gesehen. Nicht die digitalen Medien sind hier also die problematische Gefahrenquelle, sondern die Bereitschaft der TäterInnen zu Gewalttaten! Deshalb ist es wichtig, mit den eigenen Kindern und SchülerInnen ein gewaltfreies Miteinander zu thematisieren – Trends wie „Smack Cam“ können dabei gut als Anknüpfungspunkt genutzt werden!

    Was Sie konkret tun können:

    Wenn das Kind selbst Videos erstellt oder diese verbreitet, sollten Sie dieses Verhalten gemeinsam reflektieren:

    • Erklären Sie, dass Sie solche Inhalte verstörend finden und besprechen Sie gemeinsam was daran verstörend sein könnte.
    • Fragen Sie nach, wieso das Kind diese Videos erstellt, anschaut oder weiterverbreitet.
    • Sprechen Sie über Grenzen – was ist witzig und was nicht?
    • Lehnen Sie das Verhalten des Kindes klar ab, bieten Sie aber gleichzeitig Unterstützung an.
    • Gegebenenfalls sollten Sie das Kind über die strafrechtliche Relevanz des Verhaltens aufklären.
    • Thematisieren Sie das „Recht am eigenen Bild“.

     

    Wenn Sie auf ein „Smack Cam“ – Video stoßen, können Sie dagegen vorgehen:

    • Video melden. In den meisten Sozialen Netzwerken gibt es einen eigenen Melde-Button, um hasserfüllte oder strafrechtlich relevante Inhalte zu melden.
    • Video nicht teilen. Unerwünschte Inhalte sollten so wenig Aufmerksamkeit wie möglich erhalten.
    • Dagegen argumentieren.Gegenrede kann dabei helfen, stille Mitlesende zu erreichen. Stellen Sie dabei klar, dass solche Videos unerwünscht sind. Bleiben Sie sachlich!
    • Anzeige erstatten. Ist das Video strafrechtlich relevant, können Sie dieses bei jeder Polizeidienststelle zur Anzeige bringen.

    Wenn Sie selbst oder Ihr Kind auf einem Video abgebildet ist, sollten Sie eine Löschung des Videos beantragen: Wenden Sie sich dafür an die BetreiberInnen eines Sozialen Netzwerks oder einer Webseite. Auf der Webseite meinbildimnetz.at hilft Ihnen die Internet Ombudsstelle dabei, Ihr Recht am eigenen Bild durchzusetzen.

    Privatsphäre in Sozialen Netzwerken – geht das überhaupt?

    Mit jedem Kommentar, Like und Beitrag hinterlässt man Spuren und gibt anderen NutzerInnen, dem Sozialen Netzwerk und der Werbebranche Informationen und Daten preis. Und wie wir wissen, sind einmal veröffentlichte Daten im Internet kaum mehr zu entfernen. Die einzige Möglichkeit, die eigene Privatsphäre und seine Daten vollkommen zu schützen, wäre ein Verzicht auf Facebook, WhatsApp, Instagram und Co. – das ist für die meisten von uns aber kaum vorstellbar.

    Eine weniger radikale Variante ist der bewusste Schutz unserer Privatsphäre durch entsprechende Sicherheitseinstellungen. Die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten in Sozialen Netzwerken können so optimiert werden, dass der Schutz der Privatsphäre einigermaßen gewährleistet werden kann. Aber: Auch die sichersten Einstellungen bieten keinen hundertprozentigen Schutz! Wichtiger als jede Einstellung ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit persönlichen Daten.

    Die größte Sicherheitslücke sind wir selbst

    Gehen wir zu freizügig mit unseren Informationen und Daten um, gehen diese nicht nur an Facebook und Co., sondern können unter anderem auch in falsche Hände gelangen und z. B. als Basis für Cyber-Mobbing oder Internet-Betrug gegen uns verwendet werden. Überlegen Sie also immer gut, welche Inhalte Sie wo veröffentlichen wollen.

    Drehen Sie am Rädchen – unsere Privatsphäre-Leitfäden zeigen Ihnen wie

    Die Einstellungen sind standardmäßig meist sehr locker bzw. zum Vorteil des Netzwerkes eingestellt, d. h. Inhalte und Profile sind öffentlich, Standorte werden geteilt und Zugriffsrechte sehr großzügig vergeben. Umso wichtiger ist daher zu wissen, welche Möglichkeiten man in den einzelnen Sozialen Netzwerken hat. In unseren Privatsphäre-Leitfäden werden alle wichtigen Einstellungsmöglichkeiten Schritt-für-Schritt sowohl für Android als auch iOS erklärt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Lesebestätigung auf WhatsApp deaktivieren, unerwünschte Follower auf Instagram entfernen, Videos auf TikTok melden, eine 2-Faktor-Autentifizierung in Ihrem Google Konto einrichten und vieles mehr.

    Beginnen Sie mit unseren Top 5 Privatsphäre-Einstellungen:

    1. Profil für Suchmaschinen unsichtbar machen

    2. Sichtbarkeit persönlicher Daten einschränken (E-Mail-Adresse, Telefonnummer, ggf. vollständiger Name)

    3. Sichtbarkeit der Inhalte checken: Je weniger, desto besser

    4. Lernen, was Sie bei Belästigungen tun können: Melden, Blockieren, Entfernen

    5. Inhalte löschen

    Lernen Sie mehr über das Netzwerk, das Sie lieben

    Unsere Privatsphäre-Leitfäden sind mehr als nur Anleitungen. Wir stellen auch alle wissenswerten Informationen über die beliebten Netzwerke bereit und zeigen auf, welche Auswirkungen die eine oder andere Einstellung haben kann.

    Neben Privatsphäre-Einstellungen spielen auch Datenschutz, Kontosicherheit, Datenweitergabe an Werbepartner und Digital Wellbeing eine Rolle.

    Im Leitfaden erfahren Sie auch, was Sie tun können, wenn es plötzlich zu Problemen kommt, z. B. Hass-Kommentare, Belästigungen oder unerwünschte Gruppeneinladungen.

    Schritt-für-Schritt-Anleitungen für 10 Soziale Netzwerke

    Soziale Netzwerke sind ständig im Wandel. Wir sind stets bemüht aktuell zu bleiben, wissen aber, dass auch wir nicht unfehlbar sind. Scheuen Sie sich also nicht davor, uns Feedback zu geben oder uns über neue Entwicklungen am Laufenden zu halten.

    Ergreifen Sie die Initiative: Zeigen Sie Ihrem Kind coole Apps & Spiele

    Spiele erfüllen unterschiedliche Funktionen. Für Kinder bedeuten diese vor allem Spaß und Entspannung. Auch das Spielen im Team, Messen mit anderen oder Langeweile sind gute Gründe zum Spielen.

    Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es auch Lern- und Kreativ-Apps gibt. Saferinternet.at Trainerin Angelika Irsigler hat zahlreiche Spiele und Apps unter die Lupe genommen und Empfehlungen für unterschiedliche Altersgruppen ausgesprochen. Bei ihrer Auswahl liegt der Fokus vor allem auf der kreativen Mediennutzung, Datenschutz und Open Source. Die Empfehlungen in diesem Artikel beruhen auf persönlichen Erfahrungen und Tests. Wir wurden für die Empfehlungen nicht bezahlt.

    Die 3-G-Regelung und der "Grüne Pass"

    In Österreich gilt seit Mai 2021 die sogenannte "3-G-Regelung" zur Eindämmung des Coronavirus. Zum Eintritt in die Gastronomie, Hotellerie, Kulturbetriebe und vieles mehr müssen Personen ab 12 Jahren nachweisen, dass sie entweder frisch getestet, geimpft oder genesen sind. Seit Juli 2021 kann man diesen Nachweis nun auch digital über eine App erbringen und erspart sich so, beispielsweise den Impfpass bei sich zu tragen. Zudem ist der "Grüne Pass" EU-konform und kann u. a. auch das Reisen erleichtern.

    Viele Apps sind auch für den Unterricht in der Schule und im Kindergarten geeignet! Entsprechende Apps werden mit *auch für den Unterricht geeignet gekennzeichnet!



    Spielerisch lernen: Apps und Websites für EntdeckerInnen


    Die kleine Waldfibel

    In dieser App begibt sich Ihr Kind auf einen virtuellen Waldspaziergang und begegnet unterschiedlichen WaldbewohnerInnen. Es lernt Pflanzen, Tierstimmen und spannende Fakten zum Wald kennen.

    Wie Sie zu Ihrem "Grünen Pass" kommen

    Mit Handysignatur oder Bürgerkarte

    Komm mit raus, Entdeckermaus

    Die App eignet sich für Kinder, die gerne die Natur erkunden und mehr über Tiere und Pflanzen erfahren wollen. In der App lernt Ihr Kind 160 Tier- und Pflanzenarten in 4 verschiedenen Lebensräumen kennen.

    1. Gehen Sie auf gesundheit.gv.at, um Ihren "Grünen Pass" abzurufen.

    2. Loggen Sie sich mit Ihrer Bürgerkarte oder Handysignatur ein. (Tipp: Wie Sie zu Ihrer Handysignatur kommen, lesen Sie in diesem PDF!)

    3. Anschließend können Sie Ihre Zertifikate als PDF herunterladen, speichern, ausdrucken oder in der Handy-App anzeigen.

    Eine bebilderte Schritt-für-Schritt Anleitung dazu finden Sie hier.

    Tipp

    Kostenpflichtige Apps haben den Vorteil, dass es keine Werbeunterbrechungen gibt.

    Ohne Handysignatur oder Bürgerkarte

    Star Walk 2 – Sternenhimmel und Sterne

    Traumjob AstronautIn? Die App „Star Walk 2“ nutzt Augmented Reality, um den aktuellen Sternenhimmel zu erklären.

    Wenn Sie keine Handysignatur haben oder beantragen möchten, können Sie sich den "Grünen Pass" auch in der Apotheke nach Vorzeigen der e-card ausdrucken lassen. Auch in Gemeindeämtern kann (nach Anruf vorab) der Pass ausgestellt werden.


    Kinderzeitmaschine (*auch für den Unterricht geeignet)

    Wann war doch gleich die Steinzeit? Und nächste Woche steht auch noch das Referat über die Pest an. Auf der Website kinderzeitmaschine.de finden SchülerInnen der 4. bis 10. Schulstufe Spiele und Infos über die Geschichte der Menschheit. So gelingt der nächste Test bestimmt!

    Wie Sie Ihren "Grünen Pass" in Ihre Handy-App bekommen

    1. Installieren Sie die österreichische App zum Grünen Pass des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Diese gibt es sowohl für iOS und Android als auch für Huawei.

    2. Gehen Sie auf das "Plus"-Zeichen und scannen Sie mit Ihrer Handykamera den QR-Code des "Grünen Passes" ein. Damit wird dieser automatisch in der App abgespeichert und kann bei der nächsten 3-G-Kontrolle vorgezeigt werden.

    Kinderweltreise (*auch für den Unterricht geeignet)

    Wollten Sie schon immer mehr über die Menschen, Tiere, Pflanzen oder das Leben auf Madagaskar wissen? Na los: Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind auf eine digitale Reise! Auf der Website Kinderweltreise gibt es spannende Fakten, Rätsel und Spiele über die ganze Welt – kindgerecht zusammengestellt.


    Scratch.mit.edu (*auch für den Unterricht geeignet)

    Auf scratch.mit.edu lernen Kinder ab 8 Jahren programmieren. Die nächste Infografik für das Deutsch-Referat wird damit sicherlich zum Hingucker! Aber auch Spiele und Animationen können programmiert werden. Für Kinder ab 5 Jahren gibt es Scratch Junior.


    Achtung vor betrügerischen QR-Code-Scannern!

    Leider nutzen Kriminelle die derzeitige Situation und verbreiten über Soziale Netzwerke und Messenger (z. B. WhatsApp) die App „Corona Green Pass Austria“. Mehr dazu hier.

    breakyourownnews.com (*auch für den Unterricht geeignet)

    Auf breakyourownnews.com können eigene Schlagzeigen erstellt werden! Dieses Tool kann im Unterricht zum Thema Informationskompetenz und Fake News eingesetzt werden oder in Ihrer Familie. Gestalten Sie z. B. eine Schlagzeile zu Ihren lustigsten Familien-Pannen!

    lyricstraining.com (*auch für den Unterricht geeignet)

    Auf lyricstraining.com kann der Songtext des Lieblingsliedes ergänzt werden. Je nach Kenntnissen können vier unterschiedliche Schwierigkeitsniveaus ausgewählt werden: Beginner, Intermediate, Advanced oder Expert. Ideal geeignet für den Englisch-, Französisch- oder Spanischunterricht.


    Malen geht auch digital: Apps und Websites für KünstlerInnen

    Gallery: Malbuch & Dekor

    Diese App vereint „Malen nach Zahlen“ und das Gestalten und Einrichten von Häusern.

    Skribbl.io

    Für alle die das Zeichnen bei Activity lieben, ist skribbl.io genau das Richtige. Sie spielen entweder mit unbekannten Personen oder in einer Gruppe. Da Sie eigene Wörter festlegen können, ist das Spiel für alle Kinder, die bereits lesen und zeichnen können geeignet.

    Krita

    Krita ist ein professionelles und kostenloses Open Source Mal- und Zeichenprogramm. Damit können KünstlerInnen ihre Illustrationen, Comics, Mangas, Texturen und jede Art von Malprojekten digital erstellen.


    Bilder und Videos: Apps und Websites für coolen Content

    phraseit.net (*auch für den Unterricht geeignet)

    Auf phraseit.net können eigene Memes gestaltet werden. Gleich ein guter Anlass, um das Thema Urheberrechte zu besprechen!

    Toontastic 3D

    Mit der App „Toontastic 3D können Sie mit Ihrem Kind gemeinsam eine Geschichte erfinden und diese in einem Video zum Leben erwecken. Ihre Charaktere können mit den eigenen Stimmen und Gesichtern versehen werden.

    Stop Motion Studio

    Basteln Sie gerne mit Ihrem Kind? Liebt Ihr Kind Knetmasse oder Stofftiere? Erzählen Sie die Geschichte des Lieblingsstofftieres in einem Stop Motion Video oder basteln Sie gemeinsam fantasievolle ProtagonistInnen.

    Was für Sticker?

    In WhatsApp oder anderen Messenger-Diensten kann man neben Text meist nicht nur Fotos und Gifs sondern auch sogenannte Sticker verschicken. Diese erinnern an klassische Sticker, wie man sie von Sammelalben kennt. Inhaltlich handelt es sich meist um niedliche Illustrationen von Tieren, Herzchen, Memes oder andere hurmorvolle Inhalte. Daneben gibt es aber zunehmend auch rassistisch motivierte, frauenfeindliche, antisemitische oder antiislamische Motive. Dass diese nicht nur sehr verletzend und boshaft, sondern sogar rechtswidrig sein können, ist denen, die sie verbreiten, oft gar nicht bewusst.

    Warum gehackt?

    Von Online-Banking über Shopping: Immer mehr Online-Aktivitäten werden auch mit dem Smartphone durchgeführt. Für viele ist es oft sogar bereits das einzige Gerät, mit dem online gesurft wird. Das macht unser Handy leider auch für VerbrecherInnen interessant.

    Mit Hilfe von unbekannten Funktionen in Apps versuchen Kriminelle zum Beispiel auf fremde Seiten zu locken, die Handyrechnung mit kostenpflichtigen Services in die Höhe zu treiben oder die Kontakte am Handy auszulesen.

      Neues Hass-im-Netz-Bekämpfungsgesetz

      2021 ist das neue Hass-im-Netz-Bekämpfungsgesetz in Kraft getreten. Dieses soll Betroffenen von Hass im Netz helfen, ihre Rechte leichter durchzusetzen und Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok oder Twitter mehr in die Verantwortung nehmen.

      Postings, die gewisse Straftatbestände erfüllen, müssen von großen Plattformen rasch gelöscht werden. Sogenannte „Zustellungsbevollmächtigte“ sollen außerdem dafür sorgen, dass die Zusammenarbeit zwischen den Plattformen und den österreichischen Behörden besser funktioniert.

      Wie erkenne ich, ob mein Handy gehackt wurde?

      Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Handy gehackt wird, ist heutzutage sehr gering. Moderne Handys haben durch ihr Betriebsystem automatisch eine Vielzahl von Sicherheitsmechanismen installiert, welche es AngreiferInnen von außen beinahe verunmöglichen, auf die Daten zuzugreifen. Jedoch kann es vorkommen, dass installierte Apps plötzlich Zugang zu Informationen und Funktionen bekommen, die sie eigentlich nicht haben dürften. Die Alarmglocken sollten auf jeden Fall läuten, wenn plötzlich unbekannte Seiten als Pop-Up auf dem Startbildschirm erscheinen, die Standardsuche (z. B. Google) durch eine andere unbekannte Suchmaschine ersetzt wurde oder der Akku viel zu schnell leer wird.

         

        Facebook und Instagram haben sich bereits an das neue österreichische Gesetz angepasst: Wird ein „Beitrag als rechtswidrig gemäß KoPl-G“ gemeldet, sollte dieser schnell überprüft und bei offensichtlichen Verstößen innerhalb von 24 Stunden gelöscht werden.

        Wer verschickt Nazi-Sticker?

        Sind solche Sticker einmal erstellt, kann jede bzw. jeder diese auch herunterladen, empfangen und teilen. Unsere Erfahrung zeigt, dass bereits Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren solche Sticker kennen und verbreiten. Diese Sticker treffen also auch auf ein Alter, wo die Kinder und Jugendlichen die Inhalte meist noch nicht richtig einschätzen können. Im Geschichtsunterricht geht es in aller Regel erst in der 8. Schulstufe um den 2. Weltkrieg und das nationalsozialistische Gedankengut und auch zuhause werden Kinder selten über solche Inhalte unterrichtet. Obwohl sie über wenig bis gar kein Hintergrundwissen zum Nationalsozialismus verfügen, merken die Kinder aber, dass solche Nazi-Sticker und Co. als Provokation bei Erwachsenen gut wirken. Und so werden sie weitergeteilt – ohne dass die Kinder wissen, dass es sich dabei um rechtswidrige Inhalte handelt.

        1. Das Smartphone neustarten.

          In der Regel wird das Smartphone im Dauerbetrieb genutzt und dazwischen nur aufgeladen, aber nicht ausgeschaltet. Nach einer gewissen Zeit kann es passieren, dass sich dadurch in das Betriebssystem Fehler einschleichen. Ein Neustart des Smartphones kann helfen, wieder Ordnung in die digitalen Abläufe zu bekommen.

        2. Apps deinstallieren.

          Gehen sie die Apps am Smartphone durch und deinstallieren sie alles, was sie nicht mehr benötigen. Das schafft nicht nur Platz, sondern verhindert auch, dass Apps, welche nicht mehr regelmäßig gewartet werden, Probleme verursachen.

        3. Berechtigungen der Apps überprüfen.

          Mittlerweile gibt es in jedem Betriebsystem die Möglichkeit, sehr genau einzusehen und zu verwalten, welche Berechtigungen Apps habe. Gehen Sie dazu einfach unter Einstellungen / Datenschutz oder Einstellungen / Berechtigungen und überprüfen Sie diese. Hinterfragen sie vor allem in den Bereichen Kontakte, Ortungsdienste, Mikrofon und Kamera, ob die betreffende App den Zugang wirklich benötigt. Nutzen Sie hierfür die Broschüren zun den Sicherheitseinstellungen mobiler Endgeräte der ISPA.

        4. Handy zurücksetzen.

          Wenn nichts hilft, dann kann noch immer das Handy zurückgesetzt werden. Wichtig: Durch das Zurücksetzen werden alle Informationen auf ihrem Smartphone gelöscht. Sichern Sie deswegen vorab ihre Fotos, Kontakte und Zugangsdaten auf einem Computer.

        Außerdem können Betroffene eine Löschung von Hass-Postings nun leichter gerichtlich durchsetzen. In einem gerichtlichen Eil-Verfahren vor dem Bezirksgericht kann ohne vorangehende Verhandlung ein sogenannter „Unterlassungsauftrag“ beantragt werden. Ein solches „Mandatsverfahren“ kann nicht nur gegen die Täterin bzw. den Täter, sondern – bei erfolgloser Meldung – auch gegen die Plattform angestrengt werden. Wenn die Täterin bzw. der Täter oder die Plattform einen solchen Unterlassungsauftrag erhält, muss das Posting sofort gelöscht werden.

        Eine weitere Neuerung: Opfer von strafrechtlichem Hass im Netz können nun um Prozessbegleitung ansuchen. So soll es für Betroffene jetzt einfacher sein, psychosoziale und juristische Unterstützung zu erhalten. Außerdem wurde das Kostenrisiko für Betroffene abgemildert, wenn diese als PrivatanklägerInnen gegen TäterInnen vorgehen, aber mit ihrer Privatanklage nicht durchdringen.

        Hinschauen – Erkennen – Handeln

        Stolpern Erwachsene über solche Inhalte auf den Geräten ihrer Kinder oder SchülerInnen müssen sie unbedingt handeln. Das heißt im ersten Schritt die Kinder über die Inhalte aufklären, sie darauf hinweisen, dass es sich dabei um verbotene Inhalte handelt, diese sofort löschen und dafür sorgen, dass diese nicht weitergeteilt werden. Achtung: Damit die Inhalte wirklich gelöscht sind, müssen diese aus dem Messenger (WhatsApp etc.), aus der Galerie, in den automatischen Backups (Cloud-Speicher!) und idealerweise auch von den versteckten Dateien am Handy entfernt werden. Am besten ist es, den automatischen Download in WhatsApp von vornherein zu deaktivieren.

        Des Weiteren sollten Sie sich unbedingt an eine darauf spezialisierte Beratungsstelle wenden und die Inhalte melden:

        Wie kann ich mein Handy schützen?

          Damit sich in Zukunft keine App mit ungewollten Funktionen auf Ihrem Smartphone einschleichen kann, sollten Sie folgende Sicherheitstipps beachten:

          • Apps nur aus dem offiziellen App-Store installieren. Apps aus dem Play Store oder dem Apple App-Store werden in der Regel durch die Smartphonehersteller überprüft. Entfernen Sie nicht mehr benötigte Apps wieder von Ihrem Gerät.
             
          • Updates durchführen. Installieren Sie regelmäßig die angebotenen Software-Aktualisierungen von Apps und im Betriebssystem – oft können dadurch vorhandene Sicherheitslücken geschlossen werden.
             
          • Vorsicht vor unseriösen Nachrichten! Seien Sie prinzipiell misstrauisch bei besonders verlockenden Gratis-Angeboten oder Gewinnspielen. Dahinter stecken oft BetrügerInnen mit der Absicht Personen zum Klicken zu animieren. Auf WhatsApp kursieren immer wieder Kettennachrichten, die tolle Zusatzfunktionen versprechen – in Wahrheit verbergen sich dahinter Abo-Fallen oder Schadsoftware. Überlegen Sie gut, bevor Sie unbekannte Dateianhänge öffnen oder auf dubiose Links klicken!
             
          • Nicht benötigte Dienste deaktivieren. Schalten Sie am Handy die Funktionen Bluetooth, GPS und WLAN nur dann ein, wenn Sie diese wirklich gerade brauchen.

          Was ist überhaupt strafrechtlich relevant?

          Hass im Netz ist ein vielfältiges Phänomen. Eine einfache Definition gibt es daher nicht. Im Gegenteil: Es können verschiedene Straftatbestände bei hasserfüllten Kommentaren im Internet erfüllt sein.

          Was kann die Schule machen?

          Bemerken Lehrpersonen, dass solche illegalen Inhalte im Umlauf sind, müssen diese unbedingt mit den SchülerInnen darüber sprechen. Oft kann es aber auch schon vor dem eigentlichen Lehrplan sinnvoll sein, im Unterricht über den zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus zu sprechen – dies kann schon früher im Geschichtunterricht oder auch in anderen Gegenständen (zum Beispiel im Rahmen der bildnerischen Erziehung anhand von problematischen Symbolen) passieren.

          Außerdem ist es wichtig, mit den SchülerInnen über ihre Verantwortung in WhatsApp-Gruppen zu sprechen. Nicht alle Inhalte sind lustig und harmlos – vieles ist nicht nur boshaft und verletzend, sondern sogar strafbar.

          Generell gilt es: Seien Sie aufmerksam, was Ihre SchülerInnen gerade bewegt. Werden Ihnen unangemessene Inhalte gezeigt, nehmen Sie diese unbedingt ernst, denn dann handelt es sich meist nicht um einen Einzelfall.

          1. Nötigung (§ 105 StGB)

            … kommt zur Anwendung, wenn jemand durch Gewalt oder durch eine gefährliche Drohung zu einer bestimmten Handlung genötigt wird.

             

            Beispiel: Ein Mann droht seiner Ex-Freundin damit, peinliche oder intime Bilder von ihr zu veröffentlichen, wenn sie keine Gegenleistung erbringt.

          2. Gefährliche Drohung (§ 107 StGB)

            … kommt zur Anwendung, wenn jemand durch eine gefährliche Drohung in Furcht und Unruhe versetzt wird. Als gefährliche Drohung gilt etwa die Drohung mit einer Körperverletzung oder einer Brandstiftung, aber auch die Androhung der Veröffentlichung von Nacktbildern.

             

            Beispiel: Ein eifersüchtiger Mann droht seiner Ex-Freundin aus sehr konservativem Haus damit, ein während der Beziehung einvernehmlich gemachtes Sex-Video auf Facebook zu veröffentlichen. Die Ex-Freundin bekommt Angstzustände, weil sie durch eine solche Veröffentlichung in den Augen ihrer Familie entehrt würde.

          3. Beharrliche Verfolgung (§ 107a StGB)  

            … wird auch „Stalking“ genannt und kommt zur Anwendung, wenn eine Person so verfolgt wird, dass diese in ihrer Lebensführung für eine längere Zeit hindurch unzumutbar beeinträchtigt wird.

             

            Beispiel: Eine Frau belästigt einen ehemaligen Mitschüler, in den sie schon in Schulzeiten verschossen war, bereits seit einem halben Jahr. Sie ruft ihn immer wieder an, schreibt ihm auf WhatsApp und über Messenger in den Sozialen Medien. Der ehemalige Mitschüler hat schon mehrmals seine Nummer geändert und die Täterin blockiert und gemeldet. Trotzdem findet die Täterin immer wieder einen Weg, um ihren ehemaligen Mitschüler zu belästigen.

          4. Fortdauernde Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems (§ 107c StGB)

            … wird auch „Cyber-Mobbing“ genannt und kommt zur Anwendung, wenn jemand eine andere Person – einen längeren Zeitraum hindurch für andere wahrnehmbar absichtlich bloßstellt oder beleidigt. Die Bloßstellungen und Beleidigungen müssen in einer Weise erfolgen, dass eine Person an der Stelle des Opfers ihre Lebensführung in wesentlichen Belangen ändern würde.

             

            Beispiel: Ein Schüler macht sich in der Klassen-WhatsApp-Gruppe mit derben Beleidigungen fortlaufend über eine Mitschülerin lustig. Die Mitschülerin zieht sich immer mehr aus dem Klassenverband zurück und will irgendwann nicht mehr in die Schule gehen.

          5. Üble Nachrede (§ 111 StGB)

            … kommt zur Anwendung, wenn jemand bewusst ein Gerücht oder eine Falschbehauptung über andere verbreitet, um diesen zu schaden.
             

            Beispiel: Eine Frau verbreitet über verschiedene Soziale Medien das Gerücht, dass der Bürgermeister einer Kleinstadt fremdgeht, obwohl das gar nicht stimmt.

          6. Beleidigung (§ 115 StGB)

            … kommt zur Anwendung, wenn jemand öffentlich andere beschimpft, verspottet oder mit einer körperlichen Misshandlung droht.

             

            Beispiel: Eine Nutzerin stellt ein Video auf TikTok und verlinkt dort eine andere Nutzerin. Im Video beschimpft sie die verlinkte Person wüst.

          7. Unbefugte Bildaufnahme (§ 120a StGB)

            … wird auch „Upskirting“ genannt und kommt zur Anwendung, wenn jemand eine heimliche Bildaufnahme von Körperstellen einer Person macht, die vor solchen Blicken und Aufnahmen geschützt wurden (Genitalbereich, Gesäß, weibliche Brust).

             

            Beispiel: Ein Junge nimmt sein Handy und macht ein Foto von seiner Mitschülerin, indem er ihr die Kamera unbeobachtet unter den Rock hält.

          8. Aufforderung zu mit Strafe bedrohten Handlungen und Gutheißung mit Strafe bedrohter Handlungen (§ 282 StGB)

            … kommt zur Anwendung, wenn jemand öffentlich zu einer Strafhandlung aufruft oder diese in einer Weise gutheißt, dass zur Begehung dieser Handlung aufgestachelt wird.

             

            Beispiel: Auf Facebook wird ein Artikel über die Aufgabe von Frauenhäusern geteilt. Darunter findet sich ein Kommentar eines Mannes, der sich an andere Männer richtet: „Wir sollten den Frauen mal alle einen Besuch abstatten und ihnen zeigen, was richtige Männer sind. Jeder darf sich eine Frau aussuchen, sind ja genug da.“

          9. Verhetzung (§ 283 StGB)

            … kommt zur Anwendung, wenn jemand öffentlich zu Gewalt oder zu Hass gegen Personen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit, Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, Weltanschauung, sexueller Orientierung oder Hautfarbe aufstachelt. Dazu zählt auch das öffentliche die Menschenwürde verletzende Beschimpfen einer einzelnen Person wegen der Zugehörigkeit zu einer solchen Gruppe sowie das Verleugnen von Völkermord.

             

            Beispiel: Auf Instagram ist eine Rapperin sehr aktiv und postet auch feministische Inhalte. Wegen ihrer feministischen Ansichten und ihrer syrischen Herkunft ist sie immer wieder Beschimpfungen ausgesetzt. Eine Userin schreibt: „Dieser syrische Flüchtling könnte ruhig ein bisschen Giftgas vertragen. Abschieben zurück in ihre Kriegsheimat - Problem gelöst!“

          10. Straftatbestände des Verbotsgesetzes 1947

            … kommt zur Anwendung, wenn jemand versucht den Nationalsozialismus wiederzubeleben, die Verbrechen des Nationalsozialismus zu leugnen oder den Nationalsozialismus zu verherrlichen.

             

            Beispiel: Ein User postet ein Bild eins Hakenkreuzes und schreibt dazu: „Es wird wieder mal Zeit für einen starken Führer.“

          Bei manchen Straftatbeständen (Verhetzung, Aufforderung zu einer Straftat) müssen die Aussagen öffentlich getroffen werden. In vielen Fällen ist so eine Öffentlichkeit schon ab etwa 30 Personen gegeben, bei Cyber-Mobbing sogar ab 10 Personen. Daher können diese Straftatbestände auch auf kleine Online-Foren, Facebook-Gruppen oder sogar auf WhatsApp-Gruppen angewandt werden.

          Was kann die Familie machen?

          • Erkundigen Sie sich bei Ihren Kindern und finden Sie heraus, inwiefern auch diese von solchen illegalen und verstörenden Inhalten betroffen sind.
          • Weisen Sie auch auf die rechtlichen Aspekte hin: Machen Sie deutlich, dass solche Inhalte rechtliche Konsequenzen haben können. Je nach Alter und Art der Beteiligung reichen diese von einer Handyabnahme durch die Polizei über einen Eintrag ins Geschäftsregister der Staatsanwaltschaft bis hin zu einer strafrechtlichen Verurteilung.
          • Klären Sie die Kinder darüber auf, warum Inhalte mit nationalsozialistischem Bezug in Österreich verboten sind: Besprechen Sie die Grenzen zwischen rassistischer Verhetzung, Wiederbetätigung und bloßer Meinungsäußerung. Beispiele für Elterngespräche mit Jugendlichen finden Sie in der Broschüre "Klickt`s – Geh Nazis nicht ins Netz!".
          • Leben Sie in der Familie vor, dass menschenverachtende Inhalte keinen Platz haben, z. B. bei Diskussionen rund um BettlerInnen, Flüchtlinge etc. Zeigen Sie auch, wie man gegen solche Inhalte online angehen kann.
          • Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind das neueste WhatsApp-Update hat. Durch dieses wird verhindert, dass man automatisch zu Gruppen hinzugefügt und mit solchen Inhalten konfrontiert werden kann. Checken Sie bei dieser Gelegenheit gemeinsam mit Ihrem Kind seine Privatsphäre-Einstellungen auf WhatsApp.
          • Deaktivieren Sie in WhatsApp und Co. den automatischen Download von Dateien. Und überprüfen Sie auch Cloud-Speicher und Co. auf unerwünschte Inhalte. 

          Neben nationalsozialistischen Inhalten können auch andere Inhalte zu rechtlichen Schwierigkeiten führen - wie z. B. der Besitz und das Verbreiten von pornografischen Inhalten. Seien Sie daher achtsam und bleiben Sie mit Ihrem Kind im Gespräch!

          Was die digitale Welt über mich weiß

          Wir kommunizieren, wir speichern und lesen, wir schauen und hören, veröffentlichen und teilen. Das Internet begleitet uns jeden Tag und bei jedem digitalen Schritt hinterlassen wir – bewusst oder unbewusst – unsere Spuren. Das wissen besonders Unternehmen zu nutzen: Indem sie Daten von Nutzer/innen sammeln, sind sie immer besser darüber informiert, was wir mögen, wo wir uns befinden und wer wir sind. Spätestens seit dem Datenskandal bei Facebook, in dessen Zuge Millionen Nutzer/innendaten an die Firma Cambridge Analytica weitergegeben wurden, stellt sich die Frage: Welche Daten sammeln großen Unternehmen über mich – und was tun sie damit?

          Data has a better idea

          Worum geht es beim Datensammeln?

          Datenspuren, die wir bei der Nutzung des Internets hinterlassen, werden gesammelt und ausgewertet, um sogenannte Internet-Nutzungs-Profile zu erstellen. Doch wofür werden diese Profile genutzt?

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          Click and collect

          Welche Daten werden im Internet gesammelt?

          Im Internet bezahlen wir häufig mit Daten. Doch welche Daten werden gesammelt und wie funktioniert das Datensammeln?

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          Frau mit Lupe

          Wie kann ich die Kontrolle über meine Daten behalten?

          Bis zu einem gewissen Grad haben wir es selbst in der Hand, welche Daten im Internet über uns zu finden sind.

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          Diese Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung durch BEE SECURE.

          Was ist der „media literacy award“?

          Der „media literacy award“ ist ein medienpädagogischer Wettbewerb für Lehrende und SchülerInnen aller Schularten und aller Schulstufen. Der Wettbewerb fördert den kreativen und kritischen Umgang mit Medien aller Art. Bis zum 15. Juli können Medienprojekte unterschiedlicher Kategorien eingereicht werden. Die innovativsten Projekte werden vom 20. bis 22. Oktober 2021 online präsentiert und ausgezeichnet.

          Die Stopline ist die anonyme Online-Meldestelle der österreichischen Internet-Service-Provider (ISPA) gegen sexuelle Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger und nationalsozialistische Wiederbetätigung im Internet.

          Der „media literacy award“ wird von mediamanual.at im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgeschrieben.

          Etwa jede dritte Meldung als zutreffend eingestuft

          Die Sensibilität bei Nutzerinnen und Nutzern für missbräuchliche Inhalte ist unverändert hoch: Etwa jede dritte Meldung – insgesamt 7.700 – wurde von den Stopline Mitarbeiterinnen aufgrund sexueller Missbrauchsdarstellungen oder nationalsozialistischer Wiederbetätigung als illegal eingestuft.

          Welche Projekte können eingereicht werden?

          Die Medienprojekte können in fünf verschiedenen Kategorien eingereicht werden:

          • Video
          • Audio
          • Print
          • Multimedia & Neue Medien
          • Mediendidaktik

          Die Projekte sollten vor allem innovativ, witzig, originell, spannend und/ oder experimentell sein. Es können beispielsweise Websites, Webblogs oder Podcasts erstellt werden. Aber auch Minidramen, Dokumentationen oder Modelle kollaborativer Medienarbeit sind möglich. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

          Hohe Meldebereitschaft und geteilte Verantwortung zwischen Meldestellen, Providern und Behörden

          Neben der Meldebereitschaft der Nutzerinnen und Nutzer stellt vor allem die geteilte Verantwortung zwischen Meldestelle, Providern und Behörden in Österreich seit mehr als 20 Jahren ein erfolgreiches
          Modell zur Entfernung illegaler Inhalte dar. Freiwillige Selbstregulation funktioniert in diesem Fall, sowohl national als auch grenzüberschreitend. Das bestätigt auch die langjährige Kooperation der
          Stopline im internationalen Netzwerk von INHOPE, das derzeit aus ca. 50 Meldestellen weltweit besteht. In der Regel werden illegale Inhalte bereits nach wenigen Stunden gelöscht – nicht nur gesperrt – und sind so garantiert im Internet nicht mehr auffindbar.

          Tipp für Lehrende: Reichen Sie in der Kategorie „Mediendidaktik“ ein

          Wie haben Sie im Homeschooling unterrichtet? Haben Sie kreative Lehr- und Lernstrategien entwickelt? Dann reichen Sie Ihr innovatives Unterrichtskonzept ein!

          In der Kategorie Mediendidaktik stehen didaktische Konzepte eines Projektes im Vordergrund. Von welchen Ideen und Konzepten lassen Sie sich als LehrerIn leiten? Wie gestalten Sie den Unterricht? Welche Medien kommen wie zum Einsatz?

          Österreich bleibt als illegaler Hosting-Standort unattraktiv

          Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass nur ein Prozent der illegalen Inhalte in Österreich veröffentlicht wurde. Das Land bleibt daher aufgrund des raschen Einschreitens aller Beteiligten ein unattraktiver Hosting-Standort für sexuelle Missbrauchsdarstellung Minderjähriger. Illegale Inhalte werden vielfach dort gehostet, wo unbürokratische und billige IT-Infrastruktur vorhanden ist oder die Gesetzeslage das Veröffentlichen derartiger Inhalte zulässt. 2020 führten die USA, Hongkong und die Niederlande die Stopline-Statistik der Hosting-Länder für illegales Material an.

          Ein Schwerpunkt soll auch in Zukunft auf der Bekanntmachung und weiteren Vernetzung der österreichischen Meldestelle liegen. Denn nur wenn Nutzerinnen und Nutzer vermeintlich illegale Inhalte melden, kann Stopline aktiv werden und einen wichtigen Beitrag zu einem besseren Internet für alle leisten.

          Unterricht während der Pandemie ist anders! Der mla möchte möglichst viele kreative und innovative Strategien sammeln und präsentieren. Sende Sie also Ihre experimentellen Versuche und improvisierten Konzepte dieser veränderten Lehr- und Lernsituation ein.

          Stopline Jahresbericht 2020

          Detaillierte Informationen entnehmen Sie dem kostenlosen Download des Stopline Jahresberichts 2020.

          1. Melden Sie hier Ihr Projekt online an.

          2. Füllen Sie den Projektbegleitbogen aus.

          3. Übermitteln Sie das fertige Projekt und den Projektbegleitbogen per Post oder Datentransfer.

          4. Einsendeschluss ist der 15. Juli 2021

          Mehr Infos zum „media literacy award“ finden Sie hier.

          Keine Online-Welt ohne Bilder

          Nachrichtenseiten, Facebook, YouTube: Ohne Bilder wäre die virtuelle Welt undenkbar. Milliarden von Fotos und Videos kursieren im Internet, allerdings nicht immer mit der Zustimmung der abgebildeten Personen. Das kann zu Ärger und Problemen führen. Die unerlaubte Veröffentlichung von Bildern kann sogar rechtliche Konsequenzen haben. 

          Aber auch wer Fotos und Videos von sich selbst postet, sollte überlegt handeln. Das Internet vergisst nicht und was einmal online ist, kann auf unerwünschte Weise weiter geteilt bzw. kopiert werden. Wer vermeiden möchte, dass der Chef die peinlichen Party-Fotos vom letzten Wochenende sieht oder intime Abbildungen plötzlich im Netz die Runde machen, sollte sich besser informieren, bevor er Selfies und andere Bilder mit anderen teilt.

          Rasche Hilfe bei unerwünschten Fotos im Internet

          Die Website www.meinbildimnetz.at bietet alle wichtigen Informationen zu diesem Thema. Ob es darum geht, wie man ein Foto löschen lassen kann oder unter welchen Voraussetzungen man das Bild einer anderen Person überhaupt verwenden darf: Hier werden die häufigsten Fragen und Probleme rund um Bilder im Netz einfach und verständlich erklärt.

          Wenn man selbst von der Veröffentlichung unerwünschter Bilder im Netz betroffen ist, sollte man am besten die folgenden Maßnahmen ergreifen:

          • Websitebetreiber zur Löschung der Bilder auffordern
          • Fotos und Bilder auf Sozialen Netzwerken melden
          • Beweise durch Screenshots sichern
          • die Internet Ombudsstelle kontaktieren

          Wer auf der Website keine Antwort zu seinem Anliegen findet, kann seine Frage ganz einfach online über www.meinbildimnetz.at an die Internet Ombudsstelle richten. Ein Team aus ausgebildeten JuristInnen und ExpertInnen gibt rasch und unbürokratisch Auskunft und unterstützt bei der Entfernung unerwünschter Bilder.

          Radikale religiöse Gruppierungen bzw. politisch extreme Gruppen nutzen heute immer häufiger das Internet und insbesondere Soziale Netzwerke, um ihr radikales Gedankengut zu verbreiten. Viele Eltern, Lehrende und auch Jugendliche selbst stellen sich die Frage, wie mit Fällen von Online-Dschihadismus oder -Radikalismus umzugehen ist. Gleichzeitig steigt auch die Anzahl an rassistischen oder fremdenfeindlichen Hassbotschaften im Netz („Hatespeech“).

          Wir haben zusammengefasst, wo Sie Informationen und Beratung zu Online-Dschihadismus und -Radikalismus finden und wie Sie gegen Hetze auf Online-Plattformen und in Sozialen Netzwerken vorgehen können.

          Wo finde ich Informationen zum Thema Hass-Postings im Internet?

          1. Online-Handbuch „Bookmarks“

            Im Rahmen der Kampagne „No Hatespeech“ wurde das Online-Handbuch „Bookmarks – A manual combating hate speech online through human rights education“ veröffentlicht. Es zeigt in 21 Unterrichtsbeispielen für 13- bis 18-Jährige Aktivitäten, wie junge Menschen Hassreden im Internet sowie Cyber-Mobbing entgegentreten können. Die europaweite (Jugend-)Kampagne des Europarats richtet sich gegen alle Formen von Hassreden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Hass-Postings im Internet.

            Kostenloser Download: Handbuch „BOOKMARKS – Bekämpfung von Hate Speech im Internet durch Menschenrechtsbildung“ (pdf, 3.5 MB)

            Kostenloser Download der englischsprachigen Version: www.nohatespeechmovement.org/bookmarks

          2. Broschüre „Geh sterben! – Umgang mit Hate Speech und Kommentaren im Internet“

            Wie kann Hatespeech im Internet begegnet werden? Wer trägt welche Verantwortung? Und was ist Hatespeech eigentlich genau? Die Informationsbroschüre „Geh sterben! – Umgang mit Hate Speech und Kommentaren im Internet“ der Amadeu Antonio-Stiftung gibt Antworten auf diese Fragen.

            Weitere Informationen der Amadeu Antonio-Stiftung zum Thema Hate Speech unter www.amadeu-antonio-stiftung.de/hatespeech

          3. Folder „Hasspostings“ der ISPA

            Der Folder „Hasspostings“ der Internet Service Providers Austria (ISPA) informiert darüber, wann angriffige Postings einen rechtlichen Straftatbestand erfüllen.

            Kostenloser Download unter ispa.at/hasspostings oder im Saferinternet.at - Broschürenservice

          4. Jugend und Extremismen – Informationsseite des BMBWF

             Umfassende Informationen des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung und Kontaktadressen von Beratungsstellen finden Sie unter www.schulpsychologie.at/extremismus

          5. Elternratgeber „Rechtsextremismus im Internet“ von Klicksafe.de

            Diese Broschüre informiert darüber, wie rechtsextreme Gruppierungen das Netz nutzen, wie Sie rechtsextreme Inhalte erkennen können und wie Sie Ihr Kind fit machen können, damit umzugehen. 

            Kostenloser Download: Elternratgeber „Rechtsextremismus im Internet“ von Klicksafe.de

          6. Broschüre „Hate Speech – Hass im Netz. Informationen für Eltern und Fachkräfte“ von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)

            Diese Broschüre informiert über verschiedene Spielarten von Hate Speech und unterstützt dabei, Hass-Postings im Internet zu identifizieren und entsprechende Handlungsoptionen zu entwickeln.

            Kostenloser Download: „Hate Speech – Hass im Netz. Informationen für Eltern und Fachkräfte“

          7. Broschüre „Islamismus im Netz“ von Jugendschutz.net

            Die Publikation informiert darüber, wie Islamisten versuchen, Jugendliche im Netz zu ködern. Die islamistische Propaganda beinhaltet Symbole aus der Popkultur, Anleihen aus Videospielen oder Hollywood-Filmen und findet überwiegend über Facebook, YouTube und Twitter statt.

            Kostenloser Download: Broschüre „Islamismus im Netz“ von Jugendschutz.net

          Wir empfehlen außerdem das Spiel Decount, das vom Österreichischen Institut für Internationale Politik umgesetzt wurde. Hier können Jugendliche spielend den schleichenden Prozess der Radikalisierung verstehen lernen. Unter extremismus.info finden Sie das Spiel sowie pädagogisches Begleitmaterial.

          Wo finde ich Beratung zu Radikalisierung und Extremismus?

          1. Beratungsstelle Extremismus

            Das Team der Beratungsstelle Extremismus steht Ihnen zur Verfügung, falls Sie den Eindruck haben, dass sich Ihr Kind, SchülerInnen oder Ihnen anvertraute Jugendliche einer radikalen religiösen Gruppierung bzw. einer politisch extremen Gruppe angeschlossen haben oder mit rechtsextremem oder radikal islamistischem Gedankengut sympathisieren.

            Die Beratung ist kostenlos und anonym (Sprachen: Deutsch, Türkisch, Englisch, BKS, Russisch, Arabisch und Farsi). 

            Hotline: 0800 20 20 44 (Montag bis Freitag, 10.00-15.00 Uhr)
            E-Mail:  office@beratungsstelleextremismus.at

          2. Rat auf Draht

            Der Notruf 147 Rat auf Draht steht Kindern und Jugendlichen sowie deren Bezugspersonen zur Verfügung – rund um die Uhr, kostenlos und anonym. Auch bei Fragen rund um (Online-)Radikalisierung kann man sich an das PsychologInnen-Team wenden:

            Per Telefon unter 147 (ohne Vorwahl), in der Online-Beratung oder im Chat (jeden Freitag von 18:00 bis 20:00 Uhr).

          3. Schulpsychologische Beratungsstellen in den Bundesländern

            Die schulpsychologischen Beratungsstellen unterstützen Schulen im Bedarfsfall bei der Bewältigung schwieriger Situationen, z. B. in Form von Einzelgesprächen mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen, Klasseninterventionen, Beratung der Schulleitung bzw. von Lehrkräften und Planung von Präventionsmaßnahmen.

            Kontakt: AnsprechpartnerInnen im Bildungsministerium und in den Bundesländern

          Wie kann ich Hasspostings und andere unangemessene Inhalte melden?

          1. Hass-Postings direkt an das Soziale Netzwerk melden

            Wenn Sie in Sozialen Netzwerken auf hasserfüllte Beiträge stoßen, können Sie diese in der Regel direkt an das jeweilige Netzwerk melden (Nutzen Sie dafür unsere Schritt-für-Schritt-Anleitungen!). Eingegangene Meldungen werden von den Netzwerk-BetreiberInnen überprüft und gegebenenfalls gelöscht. Darüber hinaus haben Sie auch die Möglichkeit, NutzerInnen, die Hasspostings verbreiten, zu melden oder zu blockieren.

            Durch das Kommunikationsplattformen-Gesetz (KoPl-G) sind Soziale Netzwerke dazu verpflichtet rechtswidrige Inhalte rasch zu löschen. Auf Facebook und Instagram gibt es eine eigene Meldeoption gemäß KoPl-G.

            Ausführliche Informationen zum Melden bzw. Blockieren von NutzerInnen und Beiträgen finden Sie in unseren Privatsphäre-Leitfäden für Soziale Netzwerke: www.saferinternet.at/leitfaden

          2. Hassbotschaften in Kommentaren von Websites und Blogs

            Wenn Sie auf Websites oder Blogs auf rassistische oder hasserfüllte Kommentare von anderen NutzerInnen stoßen, können Sie diese an die SeitenbetreiberInnen melden. Falls Ihnen die Inhaberin oder der Inhaber der Website nicht bekannt ist, schauen Sie im Impressum der Seite nach. Auf vielen Websites und Online-Plattformen gibt es auch direkt im Kommentarbereich eine Meldemöglichkeit.

          3. Anzeige erstatten

            Online-Postings, die einen Straftatbestand erfüllen – etwa Verhetzung §283 Abs. 1 StGB – können Sie bei jeder Polizeidienststelle anzeigen. Dort wird man Sie beraten, Ihre mündliche Aussage zu Protokoll bringen und die weiteren Schritte für die Strafverfolgung in die Wege leiten. Wichtig: Jede Polizeidienststelle ist zur Aufnahme einer Anzeige verpflichtet – lassen Sie sich nicht abwimmeln! Weitere Infos zur rechtlichen Lage: Hasspostings  was sagt das Gesetz?

          4. Meldestelle NS-Wiederbetätigung

            Neonazistische, rassistische oder antisemitische Inhalte auf Websites oder in Sozialen Netzwerken können Sie an die Meldestelle NS-Wiederbetätigung des Innenministeriums melden.

            E-Mail: ns-meldestelle@bvt.gv.at 

          5. Meldestelle extremistische und radikale Videos

            Falls Sie im Internet auf radikale Videos von Terrororganisationen oder ExtremistInnen stoßen, können Sie den Videolink an die Meldestelle des Innenminsteriums schicken. Die gemeldeten Videos werden zur Überprüfung an Google bzw. YouTube weitergeleitet.

            E-Mail: stopextremists@bmi.gv.at

          6. Stopline – Meldestelle gegen sexuelle Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger & nationalsozialistische Wiederbetätigung im Internet

            Bei der Stopline können Sie – auch anonym – Meldung erstatten, wenn Sie im Netz auf nationalsozialistische Inhalte oder kinderpornografisches Material stoßen.

            Hier finden Sie das Stopline Meldeformular.

          7. Dokumentation von Rassismus durch ZARA

            Fälle von Rassismus – auch im Online-Bereich – können Sie an die Initiative ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit melden. ZARA dokumentiert und berät zu rassistischen Vorfällen, auch im Internet. Hass-Postings können der Beratungsstelle gemeldet werden, ZARA bemüht sich um eine Entfernung (u. a. durch Kontaktieren der SeitenbetreiberInnen) und bringt strafrechtlich relevante Inhalte zur Anzeige. Weiters bietet ZARA MelderInnen kostenlose Beratung und Unterstützung bei (rechtlichen) Schritten an. 

            E-Mail: beratung(at)zara.or.at

            Online: Meldeformular auf der Website www.zara.or.at

          Weitere Informations-, Beratungs- und Meldestellen rund um das Thema Hass und Hetze im Internet finden Sie hier: Wo finde ich Unterstützung und Beratung rund um Hasspostings?

          Jedes Werk – sei es ein Bild, Text oder Video –  welches über ein Mindestmaß an Individualität und Originalität verfügt, ist ab seiner Entstehung automatisch urheberrechtlich geschützt. Dazu braucht es keinen gesonderten Copyright-Vermerk. Allein der/die Urheber/in kann bestimmen, ob und inwieweit sein/ihr Werk von anderen Personen vervielfältigt, veröffentlicht oder bearbeitet werden darf. Der/die Urheber/in kann anderen Personen sogenannte Verwertungsrechte einräumen.

          Wenn der/die Urheber/in anderen Personen solche Verwertungsrechte aber nicht eingeräumt hat, darf das Werk weder kopiert, noch im Internet zur Verfügung gestellt oder vorgeführt werden.

          Wieso ist es wichtig, sich gegen Hass im Netz zu wehren?

          Die Verbreitung von Hassbotschaften im Netz wird immer mehr zum Thema. Die AutorInnen solcher Nachrichten wähnen sich in vermeintlicher Sicherheit und Anonymität und tatsächlich kommen viele damit durch. Der Grund: Oft fällt es Betroffenen schwer, sich gegen Hass im Netz zu wehren. Sie wissen vielleicht nicht, was sie machen können, haben Angst vor den ungewissen Konsequenzen oder davor, nicht ernstgenommen zu werden.

          Spinn-Offs aus und für die Bundesländer

          Cyber-Mobbing hat viele Gesichter

          Das Verbreiten von Lügen und Gerüchten über Facebook. Beschimpfungen und Beleidigungen in WhatsApp oder Instagram. Das Veröffentlichen von peinlichen oder intimen Fotos auf Websites oder Blogs. Der Ausschluss aus WhatsApp-Gruppen oder Computerspiel-Teams. Gemeint ist mit Cyber-Mobbing immer das absichtliche Beleidigen, Bloßstellen, Bedrohen oder Belästigen im Internet oder über das Handy über einen längeren Zeitraum hinweg.

          Mobbing ist unter Kindern und Jugendlichen gewiss kein reines Online-Phänomen, hat aber durch die Verbreitung digitaler Medien eine neue Dimension hinzubekommen. Besonders schmerzhaft für Betroffene: Cyber-Mobbing kann rund um die Uhr stattfinden und endet nicht mit dem Verlassen des Klassenzimmers oder Arbeitsplatzes – dem Opfer bleibt keine Rückzugsmöglichkeit. Verunglimpfungen erreichen online rasch ein großes Publikum und hinterlassen im Internet langfristig Spuren: Einmal im Netz verbreitet, können beleidigende Inhalte nur sehr schwer wieder entfernt werden.

          In bestimmten Fällen, nämlich im Rahmen der sog. „freien Werknutzung“, darf ein Werk verwendet werden, ohne dass der/die Urheber/in der fremden Nutzung des Werkes zuvor zugestimmt hat oder eine Lizenz erworben wurde.

          Die zunehmende Verbreitung von Hass im Netz ist auch im Rassismus-Report 2020 der Beratungs- und Meldestelle ZARA abgebildet: Dort gingen 2020 insgesamt 3.039 Meldungen ein. 2.148 der gemeldeten Fälle fanden online statt – im Vergleich zu 2019 ist das eine Verdoppelung.

          Was sagt das Gesetz?

          Cyber-Mobbing ist kein Kavaliersdelikt! Bislang war das Phänomen allerdings nur teilweise strafrechtlich erfasst. Bei Anlassfällen musste man bisher auf mehrere Straftatbestände ausweichen, darunter vor allem die „Beharrliche Verfolgung“ („Anti-Stalking-Gesetz“, § 107a StGB), die „Üble Nachrede“ (§111 StGB) oder die „Beleidigung“ (§115 StGB). Dies ändert sich aber zum Jahreswechsel.

          Was kann ich gegen Hasspostings tun?

          Wird man ZeugIn von Hass-Postings oder ist sogar selbst davon betroffen, ist es wichtig, tief durchzuatmen. Meistens handelt es sich um sehr emotionale Inhalte, die einen sehr berühren. Versuchen Sie trotzdem sachlich zu bleiben und seien Sie vorsichtig mit Anschuldigungen.

          • Zeigen Sie Hassrede auf.
            Benennen Sie in Ihrem eigenen Posting die Hassrede von anderen („Das ist rassistisch/frauenfeindlich etc.“).
          • Argumentieren Sie dagegen.
            Gegenrede („Counter Speech“) ist weniger dazu gedacht, die Hater selbst umzustimmen als unentschlossene Mitlesende zu erreichen. Damit überlassen Sie den HassposterInnen nicht allein das Feld!
          • Melden Sie hasserfüllte Inhalte auf den Plattformen.
            In Sozialen Netzwerken können Sie Hass-PosterInnen, problematische Inhalte oder Gruppen direkt an das jeweilige Netzwerk melden (nutzen Sie hierfür unsere Schritt-für-Schritt-Anleitungen!). Sind Sie auf Webseiten oder Blogs auf Hass im Netz gestoßen, informieren Sie die SeitenbetreiberInnen und fordern Sie diese zur Löschung auf. Kontaktieren Sie zur Unterstützung die Internet Ombudsstelle.
          • Sperren Sie unerwünschte NutzerInnen.
            In den meisten Sozialen Netzwerken besteht auch die Möglichkeit, einzelne NutzerInnen zu blockieren. Wie das geht, erfahren Sie ebenfalls in unseren Privatsphäre-Leitfäden.
          • Fragen Sie Betroffene, was diese brauchen.
            Sind Sie nicht selbst von Hass im Netz betroffen, fragen Sie die angegriffenen Personen oder Personengruppe, wie Sie helfen können. Zeigen Sie zum Beispiel durch einen Kommentar, dass Sie Unterstützung anbieten. So können Betroffene selbst entscheiden, ob sie diese annehmen möchten und wie eine sinnvolle Unterstützung aussehen könnte.

          Was bedeutet die freie Werknutzung für Lehrende?

          Das gemeinsame Austauschen und sich auf den aktuellen Stand bringen hat auch online gut funktioniert, darüber waren sich nach den Vernetzungstreffen alle einig. Es sind sogar einige Spinn-Off-Projekte entstanden. So wurde auf Wunsch von JugendarbeiterInnen aus Oberösterreich ein thematisches Vernetzungstreffen zu Hass im Netz und dem neuen Gesetzespaket initiiert. In Kärnten wurden die Eltern-Webinare mit ExpertInnen von Saferinternet.at aufgegriffen. Und in Vorarlberg entsteht aktuell ein medienpädagogischer Stammtisch. Aber auch die Eltern-Newsletter in den Ländern profitieren von der Vernetzung.

          Neuer Straftatbestand: „Fortgesetzte Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems“

          Ab 1.1.2016 hält Cyber-Mobbing als eigener Straftatbestand Einzug ins Strafgesetzbuch (siehe: Regierungsvorlage zur Änderung des Strafgesetzbuches, pdf, 205 KB).

          Der neue Paragraph 107c im Wortlaut: 

          Fortgesetzte Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems

          107c. (1) Wer im Wege einer Telekommunikation oder unter Verwendung eines Computersystems in einer Weise, die geeignet ist, eine Person in ihrer Lebensführung unzumutbar zu beeinträchtigen, eine längere Zeit hindurch fortgesetzt  

          1. eine Person für eine größere Zahl von Menschen wahrnehmbar an der Ehre verletzt oder
          2. Tatsachen oder Bildaufnahmen des höchstpersönlichen Lebensbereiches einer Person ohne deren Zustimmung für eine größere Zahl von Menschen wahrnehmbar macht,

          ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.

          (2) Hat die Tat den Selbstmord oder einen Selbstmordversuch der im Sinn des Abs. 1 verletzten Person zu Folge, so ist der Täter mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.

          Welche Inhalte kann ich zur Anzeige bringen?

          Für die betroffenen Personen oder Personengruppen können Hass-Postings extrem belastend sein und weitreichende Folgen nach sich ziehen. Auch aus rechtlicher Sicht können Hass-Postings problematisch sein, denn das Internet ist kein rechtsfreier Raum.

          Hass im Netz kann sich jedoch auf vielfältige Weise darstellen, somit können auch verschiedene Straftatbestände erfüllt sein.

          Was als strafrechtlich relevant gilt, lesen Sie hier: Hass-Postings im Internet – was sagt das Gesetz?

          • Lehrer und Lehrerinnen dürfen Kopien von Werken in der für den Unterricht erforderlichen Anzahl (= Zahl der Schüler/innen in der Klasse bzw. Lehrveranstaltung) herstellen und an die Schüler/innen verteilen, sofern dies dem Unterrichtszweck dient.
          • Lehrpersonen dürfen Werke für die Schüler/innen ihrer Klasse über E-Learning-Plattformen („Moodle“) zur Verfügung stellen, solange diese Plattformen nur für den abgegrenzten Kreis der Schüler/innen der Klasse zugänglich sind (Achtung: Passwortschutz!).
          • Lehrpersonen dürfen urheberrechtlich geschützte Werke (im Internet gefundene Bilder, Fotos, Texte, Videos, Grafiken usw.) im Rahmen eines Vortrags (z. B. in PowerPoint-Präsentationen) zeigen, sofern dies der Erläuterung des Vortrags dient. Die PowerPoint-Präsentation sollte allerdings nicht im Internet veröffentlicht werden.
          • Lehrer und Lehrerinnen dürfen Filme (z. B. YouTube-Videos) im Rahmen des Unterrichts im Klassenzimmer zeigen, sofern dies dem Unterrichtszweck und nicht der bloßen Unterhaltung der Schüler/innen (z. B. in der Supplierstunde) dient. Zu diesem Zweck dürfen Lehrpersonen auch Kopien erstellen.

          Drängendes Thema: Sexuelle Belästigung online

          Das Thema, das bei allen Vernetzungstreffen als ein besonders Dringliches spürbar wurde, ist die zunehmende sexuelle Belästigung von Kindern und Jugendlichen online.

          Ein Grund dafür ist sicherlich, dass Kinder und Jugendliche viel mehr Zeit online verbringen und sich daher viel mehr Gelegenheiten zur Belästigung bieten. Auch ist das Bedürfnis nach neuen Kontakten in Zeiten der Pandemie ungebrochen, die entsprechenden Plattformen dazu erleben regen Zulauf.

          Zusätzlich scheint es gerade in Sozialen Netzwerken, wie Instagram, wieder vermehrt sexuelle Belästigung in den Direktnachrichten zu geben. Diese lässt sich bislang nur schwer eindämmen, Meldungen an die Plattform werden als unwirksam erlebt. Jugendliche ignorieren die Nachrichten daher meist lieber und melden diese gar nicht erst. Manche der Jugendlichen gehen aber auch darauf ein, zum Beispiel dann, wenn ihnen langweilig ist oder sie auf der Suche nach Kontakt zu Menschen sind.

          Im Widerspruch zu diesem Thema steht das Recht auf selbstbestimmte Sexualität, das den Jugendlichen selbstverständlich auch in Zeiten einer Pandemie zusteht. Dieses Recht auszuleben ist für viele im Moment eine echte Herausforderung.

          Kinder und Jugendliche im Umgang mit sexueller Belästigung zu stärken und sie gleichzeitig in ihrer Selbstbestimmtheit zu unterstützen, erscheint momentan als eine besonders wichtige Aufgabe für erwachsene Bezugspersonen.

          Bei Cyber-Mobbing im Sinne des §107c StGB handelt es sich um ein Offizialdelikt

          Von Offizialdelikten spricht man, wenn das Recht die Täterin oder den Täter zu verfolgen, ausschließlich in der Hand des Staates liegt. Jemand, der oder die sich nach §107c strafbar macht, muss daher von Amts wegen verfolgt werden – auch dann, wenn der oder die Verletzte das gar nicht möchte. Das bedeutet etwa, dass Polizeibeamt/innen Anzeige erstatten müssen, wenn sie von einem Cyber-Mobbing-Vorfall erfahren (z.B. im Rahmen einer Schulung).

          Die freie Werknutzung gilt nicht für „Werke, die ihrer Beschaffenheit und Bezeichnung nach zum Schul- oder Unterrichtsgebrauch bestimmt sind“ (Schul- und Lehrbücher, Schulfilme, Unterrichtsvideos usw.) – für diese muss eine spezielle Lizenz erworben werden.

          Fragen zu denen Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen

          • Wie überprüfe ich Online-Kontakte? Wie kann ich mir ein Bild darüber machen, ob die Person wirklich die ist, für die sie sich ausgibt?
          • Wie sage ich Stopp/Halt, wenn jemand etwas von mir möchte, was ich nicht möchte? Welche Wege habe ich, ohne das zu tun, was von mir gewollt wird?
          • Wie lasse ich mir keine Schuld zuweisen, wenn ich das spüre?
          • Wie weiß ich, wann ich sog. „Geheimnisse“ doch jemanden anvertraue, obwohl mir das verboten wird?

          Was bedeuten die Bestimmungen des Cyber-Mobbing-Paragraphen im Detail?

          • Im Wege einer Telekommunikation oder unter Verwendung eines Computersystems
            Gemeint sind Handlungen über SMS, E-Mails, Anrufe oder Nachrichten über Soziale Netzwerke wie Facebook oder Messenger wie WhatsApp.
             
          • In ihrer Lebensführung unzumutbar zu beeinträchtigen: 
            Diese Beeinträchtigung muss nicht tatsächlich eintreten – es genügt, dass die Cyber-Mobbing-Handlung dazu geeignet ist, die Lebensführung des Opfers unzumutbar zu beeinträchtigen.

            Beispiel:Das Mobbing-Opfer sieht keinen Ausweg aus der Situation und löscht das Profil in einem Sozialen Netzwerk. Die Person zieht sich vollständig aus der Online-Welt zurück. 
          • Eine längere Zeit hindurch: 
            Cyber-Mobbing ist dann strafbar, wenn die Handlungen über längere Zeit hinweg erfolgen. Strafbar sind aber auch Fälle, in denen z.B. ein einziges Nacktfoto des Opfers ohne dessen Zustimmung im Internet veröffentlicht und über einen längeren Zeitraum hinweg nicht gelöscht wurde. Somit ist das Bild über längere Zeit hindurch im Internet verfügbar.
             
          • Eine größere Anzahl von Menschen:
            Damit sind etwa 10 Personen und mehr gemeint.
             
          • Verletzung der Ehre:
            Die Cyber-Mobbing-Handlungen vermindern das Ansehen und die Achtung einer Person in ihrem sozialen Umfeld. Dabei kommt es nicht nur auf das persönliche Empfinden der/des Betroffenen an. Eine Verletzung der Ehre muss auch objektiv nachvollziehbar sein.
             
          • Tatsachen oder Bildaufnahmen des höchstpersönlichen Lebensbereichs:
            Unter den „höchstpersönlichen Lebensbereich“ fallen u. a. das Sexualleben, der sensible Bereich des Familienlebens, Krankheiten, Behinderungen, religiöse Ansichten und der Wohnbereich einer Person. Werden ohne Zustimmung der abgebildeten Person Aufnahmen des nackten Körpers oder sexuell einschlägige Aufnahmen veröffentlicht, stellt dies auf jeden Fall eine schwerwiegende Verletzung der Privatsphäre und damit des höchstpersönlichen Lebensbereichs dar. Bildaufnahmen umfassen auch Videoaufnahmen.

          Worauf müssen Lehrende trotz freier Werknutzung achten?

          • Urheber/in nennen. Lehrkräfte, die fremde Werke im Unterricht nutzen, müssen eine Quellenangabe machen. Die Quellenangabe muss den Titel des Werkes und den Namen des Urhebers/der Urheberin umfassen. Bei der Quellenangabe von Texten ist darauf zu achten, dass eindeutig daraus hervorgeht, woher das Zitat stammt, sodass dieses in seiner Originalversion auch für andere leicht auffindbar ist. Sollte der/die Urheber/in zusätzliche Informationen (z. B. Herkunftsland) fordern, muss dies auch berücksichtigt werden.

          • Keine Bearbeitung von Werken. Auch Werke, die von Lehrern und Lehrerinnen im Rahmen der freien Werknutzung verwendet werden, unterliegen dem Werkschutz, d. h. die Werke dürfen vor der Verbreitung grundsätzlich nicht verändert, gekürzt, mit Zusätzen versehen oder bearbeitet werden. Der Sinn und das Wesen des Werks dürfen in keinem Fall entstellt werden.

          • Keine illegalen Vorlagen. Es dürfen grundsätzlich keine offensichtlich rechtswidrig hergestellten oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlagen (Raubkopien von Filmen usw.) herangezogen und verwendet werden.

          • Auch Werke von Schülern sind urheberrechtlich geschützt. Auch Werke von Schüler/innen (z. B. Präsentationen im Rahmen von Referaten usw.) unterliegen dem Urheberrechtsschutz, aber auch der freien Werknutzung: Sie dürfen von Lehrern und Lehrerinnen nur dann im Internet zur Verfügung gestellt werden, wenn sie nicht der Öffentlichkeit, sondern nur den anderen Schüler/innen zugänglich gemacht werden (z. B. über passwortgeschützte E-Learning-Plattformen etc.).

          Seien Sie ein Vorbild!

          Auch wenn für Sie als Lehrperson gemilderte Urheberrechtsbestimmungen gelten, vergessen Sie nicht: Sie sind ein wichtiges Vorbild für Ihre Schüler/innen. Leben Sie ihnen vor, wie mit fremden Inhalten umgegangen werden sollte. Zeigen Sie, wie ein korrekte Quellenangabe aussieht und fordern Sie auch bei Referaten etc. ein, dass Ihre Schüler/innen ihre Quellen angeben.

          Nicht jeder Streit ist gleich Mobbing!

          Bevor Sie einen Vorfall zur Anzeige bringen, machen Sie sich bewusst, dass nicht jeder kleine Streit bereits Mobbing ist! Streitigkeiten unter Kindern und Jugendlichen entstehen oft rasch und lösen sich genauso schnell auch wieder auf. (Cyber-)Mobbing hingegen findet immer über einen längeren Zeitraum hinweg statt. Auch wenn es wichtig ist, (Cyber-)Mobbing von einzelnen Konflikten abzugrenzen: Handlung braucht es in jedem Fall! Durch frühzeitiges Eingreifen kann die Entstehung von (Cyber-)Mobbing häufig verhindert werden.

          Der erste Schritt bei Konflikten – egal ob online oder offline – sollte immer darin bestehen, mit allen Betroffenen zu reden und die Situation restlos zu klären. Es lohnt sich auch immer, vorbeugende Maßnahmen zu setzen, damit echtes Cyber-Mobbing erst gar nicht entsteht. Hier finden Eltern noch mehr Tipps, um ihr Kind im Fall von Cyber-Mobbing zu unterstützen.

          Was zeichnet Verschwörungserzählungen aus?

          Die eigene Mutter verschickt ein YouTube-Video, das Bill Gates als den Schuldigen der Corona-Krise benennt. Die beste Freundin postet auf Instagram Bilder, die erklären sollen, wieso es das Virus gar nicht geben kann. Wenn Eltern oder FreundInnen Verschwörungserzählungen verbreiten, löst das im ersten Moment Unverständnis, Ohnmacht und Sorge um den Menschen aus.

          Denn der Glaube an Verschwörungserzählungen kann gefährlich sein: Wenn jemand denkt, dass es Corona nicht gibt, können die Handlungen dieser Person gesundheitsgefährdend sein. Außerdem wird der Dialog erschwert, wenn jemand nicht mehr an wissenschaftliche Erkenntnisse glaubt oder Institutionen wie den Medien oder der Politik nicht vertraut.

          Achtung! Das fehlende Vertrauen in Medien, Politik und Wissenschaft ist nicht mit wichtiger Kritik an diesen Institutionen zu verwechseln.

          Wer an eine Verschwörungserzählung glaubt, denkt, dass nichts durch Zufall passiert, dass es eine Gruppe gibt, die im Hintergrund die Strippen zieht. Wer hinter die Kulissen blickt, kann diese Gruppe erkennen.

          Wieso glauben Menschen an Verschwörungserzählungen?

          Seit der Corona-Krise scheinen immer mehr Menschen an Verschwörungserzählungen zu glauben. Das ist kein Zufall: Oftmals sind persönliche oder gesellschaftliche Krisen ein Auslöser dafür, dass Menschen anfangen sich mit Verschwörungserzählungen auseinanderzusetzen.

          Solche Krisen können zu Kontrollverlust und Unsicherheiten führen oder gar Existenzen bedrohen. Mit Hilfe einer Verschwörungserzählung sind Bedrohungen nicht mehr abstrakt (so wie ein Virus), sondern konkret (jemand ist schuld am Virus). Dadurch erhält man wieder ein wenig Kontrolle zurück, kann einen Schuldigen benennen und sich selbst entlasten: Wenn Corona eine Biowaffe ist, um die Wirtschaft zu zerstören, gibt es keinen Grund das eigene Verhalten zu ändern.

          Oft spielen Verschwörungsmythen auch eine soziale Rolle, denn der Glaube daran kann Selbstbewusstsein geben: Menschen sehen sich als Teil einer kleinen Gruppe, die die Wahrheit durchschaut hat.

          Auf klicksafe.de finden Sie weitere nützliche Informationen rund um das Thema Verschwörungserzählungen.

          Was können Sie machen?

          Über Messenger-Dienste, Soziale Netzwerke, YouTube-Videos oder sogenannte „alternative Medien“ erreichen Verschwörungserzählungen in nur kurzer Zeit viele Menschen. Daher ist es wichtig, bereits die Verbreitung davon zu erschweren.

          • Auf Falschmeldungen im Bekanntenkreis hinweisen. Manchmal hilft es, Eltern oder FreundInnen, die Verschwörungserzählungen verbreiten, höflich darauf hinzuweisen. Damit Sie die Person nicht bloßstellen, sollten Sie ihr in einem privaten Chat schreiben.
          • Im Netz diskutieren. Wenn Sie abseits von Ihrem Bekanntenkreis auf Falschmeldungen stoßen, ist Gegenrede („Counter Speech“) wichtig. Kommentieren Sie verbreitete Verschwörungserzählungen und weisen Sie darauf hin, dass es sich um falsche Behauptungen handelt. Stellen Sie dabei die richtige Behauptung in den Mittelpunkt! Richten Sie die Gegenrede nicht an Verschwörungsgläubige selbst, sondern an unentschlossene Mitlesende.
          • Problematische Inhalte melden. Gemeldete Fake News werden auf den meisten Sozialen Medien überprüft und anschließend als falsch gekennzeichnet – auch das kann präventiv wirken.
          • Faktenchecks posten. Schon bevor Sie auf die eigentliche Falschmeldung stoßen, können Sie immer wieder Faktenchecks posten. Dadurch sensibilisieren Sie Ihren Bekanntenkreis. Das wirkt wie eine Art Schutzimpfung.

          Auf correctiv.org, mimikama.at oder auf apa.at werden laufend aktuelle Faktenchecks veröffentlicht!

          Wie diskutieren Sie richtig?

          Wenn die Eltern oder FreundInnen bereits an Verschwörungen glauben, sollten Sie verschiedene Strategien ausprobieren, um dagegen zu halten. Viele dieser Punkte können Sie im Netz genauso anwenden wie im persönlichen Gespräch.

          • Machen Sie sich nicht darüber lustig. Manche dieser Verschwörungserzählungen klingen sehr absurd. Trotzdem sollten Sie sich nicht darüber lustig machen. Worte wie „CovidiotInnen“ oder „AluhutträgerInnen“ könnten dazu führen, dass sich die Person noch stärker abwendet.
          • Manchmal helfen Faktenchecks. Wenn eine Person zum ersten Mal eine Verschwörungserzählung verbreitet, zeigen Sie ihr einen Faktencheck.
          • Fragen stellen. Wenn FaktencheckerInnen selbst als Teil der Verschwörung oder der sogenannten „Systemmedien“ benannt werden, sollten Sie nicht mehr inhaltlich diskutieren, sondern lieber Fragen stellen: „Wieso glaubst du eigentlich daran?“, „Woher hast du diese Informationen?“, „Wieso glaubst du gerade dieser Quelle?“. Freundliches Nachfragen kann der Person helfen, selbst auf Ungereimtheiten zu kommen.
          • Berechtigte Sorgen betonen. Wenn jemand daran glaubt, dass Bill Gates schuld an der Corona-Krise ist, könnte die Angst dahinterstecken, dass ein paar Reiche immer mehr Einfluss erhalten. Das ist eine berechtigte Sorge. Sie könnten darauf folgendermaßen antworten: „Es ist wirklich schlimm, wenn ein paar Mächtige so viel Einfluss haben - teilweise sogar auf das Gesundheitssystem. Aber ist es nicht unfair, eine Person für so etwas Schreckliches wie das Corona-Virus verantwortlich zu machen?“
          • Auf Logikfehler hinweisen. Verschwörungsgläubige betonen gerne, dass Sie zu den wenigen Menschen zählen, die kritisch nachdenken. Daran können Sie anknüpfen. Betonen Sie, wie wichtig Ihrem Gegenüber doch dieses kritische Nachdenken ist und ob das nicht für alle Quellen gelten sollte. Anschließend können Sie vorsichtig Logikfehler oder Widersprüche ansprechen.
          • Beim Thema bleiben. Wird eine Verschwörungserzählung kritisiert, springen manche Verschwörungsgläubige einfach zum nächsten Thema ohne die Kritik zu kommentieren. Sie selbst sollten unbedingt beim eigentlichen Thema bleiben und die unfaire Taktik ansprechen: „Das ist nicht fair. Wir haben doch gerade über das gesprochen und du gehst nicht auf meine Argumente ein, sondern wechselst das Thema.“
          • Das Thema vermeiden. Wenn es Ihnen im Alltag zu viel wird, können Sie das Thema, das zu Streit ausartet, vermeiden. Versuchen Sie trotzdem für Ihre Eltern oder Ihre FreundInnen da zu sein.
          • Hilfe suchen. Wenn jemand schon sehr tief in der Blase von Verschwörungsmythen steckt, sollten Sie Hilfe suchen. In Österreich gibt es zwei Beratungsstellen, an die Sie sich kostenlos und anonym wenden können.

          Diese Beratungsstellen helfen Ihnen:

           

           

           

          Was ist Steam?

          Steam ist die weltweit größte Plattform für SpielerInnen. Nicht nur bekannte Spiele, sondern auch kleine Indie-Games können hier gekauft oder kostenlos heruntergeladen und anschließend gespielt werden. Auf Steam findet sich zudem eine große GamerInnen-Community. Die NutzerInnen können mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten und gemeinsam spielen.

          Steam bietet neben den Spielen ein Forum und einen Chat an, um sich auszutauschen sowie einen Marktplatz, um Spielgegenstände anzubieten und zu kaufen. Auch innerhalb der einzelnen Spiele gibt es die Möglichkeit zu chatten. Eine weitere beliebte Funktion ist die Live-Übertragung von aktuell gespielten Games. Um Steam nutzen zu können, muss man das Programm installieren und sich kostenlos anmelden.

          Steam wird oft gemeinsam mit Discord genutzt. Hier finden Sie unseren Eltern-Ratgeber zu Discord.

          Wieso ist Steam bei Jugendlichen beliebt?

          Spielt man gerne eine Vielzahl unterschiedlicher Games, kommt man kaum an Steam vorbei. Derzeit werden auf der Plattform mehr als 30.000 Spiele angeboten. Gerade dieses große Angebot schätzen Jugendliche an Steam. Außerdem sind auf der Plattform mehr als eine Milliarde aktive NutzerInnen angemeldet. Jugendliche können daher ganz einfach Gleichgesinnte finden, mit denen sie sich über ihre Lieblingsspiele austauschen können.

          Welche Risiken gibt es bei der Nutzung von Steam?

          Insbesondere für Eltern, die nicht spielen, kann das Spielverhalten der Kinder besorgniserregend wirken. Dabei fördern Computerspiele viele Fähigkeiten und Kompetenzen – von Teamfähigkeit über strategisches Denken bis hin zur Geschicklichkeit. Trotzdem sollten Sie darauf achten, wie Ihr Kind Steam nutzt und welche Spiele es spielt. Gerade die Vorteile von Steam, nämlich das große Angebot und die vielen NutzerInnen, sind gleichzeitig die größten Nachteile der Plattform:

          • Ungeeignete und problematische Inhalte. Auf Steam gibt es kaum Regelungen, welche Spiele hochgeladen werden dürfen und welche nicht. Dadurch können Jugendlichen nicht nur auf ungeeignete Inhalte stoßen, sondern auch auf problematische. Steam darf offiziell zwar erst ab 13 Jahren genutzt werden und manche Spiele sind erst ab 18 Jahren freigegeben, geprüft werden die Altersangaben jedoch nicht. Es reicht, wenn die NutzerInnen ein Geburtsdatum angeben. So können Kinder und Jugendliche die Altersfreigabe leicht umgehen.
          • Betrugsmaschen auf Steam. Die große Community macht Steam auch zu einem beliebten Ziel für BetrügerInnen. So werden zum Beispiel Steam-Konten gestohlen, um diese anschließend weiterzuverkaufen. Auch einzelne Gegenstände werden gerne geklaut und in Fake-Shops locken BetrügerInnen mit günstigen Game-Keys oder beliebten Gegenständen.
          • Unerwünschte Kontakte. Wie bei anderen großen Online-Communities, kann es auch auf Steam zu unerwünschten Kontakten kommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche sexuell belästigt, gemobbt, bedroht oder erpresst werden, ist auf Steam jedoch nicht höher als auf anderen Plattformen.
          • „Toxic Community“. Gerade bei stark wettbewerbsorientierten Spielen findet sich oft eine sogenannte „Toxic Community“ – also eine Gemeinschaft, in der sich SpielerInnen aggressiv und verletzend verhalten. Für Kinder und Jugendliche ist das besonders problematisch, da es selten den Raum gibt, um ein solches Verhalten zu besprechen oder effektiv zu verhindern.

          Frauen treffen im Gaming-Bereich oft auf Sexismus – zum Beispiel durch die Sprache, die Gestaltung der Spielfiguren, die Rollenverteilung oder durch systematische Beleidigungen. Im Artikel Sexismus im Online-Gaming haben wir über diese vielfältigen Formen von Sexismus geschrieben und darüber, was man dagegen tun kann.

          Tipps für Eltern

          • Steam gemeinsam entdecken. Für Kinder kann das Online-Spielen und der Austausch darüber viele Funktionen erfüllen: Zum Beispiel Entspannung, das Vertreiben von Langeweile, die Flucht aus dem Alltag oder die Faszination andere Welten und Charaktere zu erkunden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind und finden Sie heraus, wieso es Steam nutzt. Erkunden Sie gemeinsam die Plattform und vielleicht spielen Sie auch mal mit Ihrem Kind.
          • Sprechen Sie über verschieden Meldeoptionen. Beim gemeinsamen Entdecken der Plattform, sollten Sie sich die verschiedenen Meldeoptionen genauer ansehen. NutzerInnen können auf Steam genauso gemeldet werden wie verschiedene Inhalte. Auf der Supportseite von Steam erfahren Sie mehr über die einzelnen Meldeoptionen. Sprechen Sie darüber, welches Verhalten, welche Sprache und welche Inhalte in digitalen Räumen akzeptabel sind und wieso gewisse Inhalte andere Personen schädigen könnten.
          • Klare Regeln vereinbaren. Bei manchen Spielen ist es notwendig, eine gewisse Zeit online zu verbringen. Verhandeln Sie daher gemeinsam mit Ihrem Kind, wann und wieviel gespielt werden darf – und zwar so, dass es für beide Seiten Sinn macht. Manchmal empfiehlt es sich keine zeitliche Regelung zu vereinbaren, sondern eine gewisse Runden- oder Levelanzahl. Erklären Sie Ihrem Kind, welche Aufgaben durch das Spielen nicht vernachlässigt werden dürfen und vergessen Sie nicht im Vorhinein Konsequenzen zu besprechen, sollten die Regeln nicht eingehalten werden.
          • Vorsicht vor kostenpflichtigen Angeboten. Auf Steam gibt es zahlreiche kostenlose, aber auch kostenpflichtige Spiele. Außerdem können gewisse Gegenstände in kostenlosen Spielen gekauft werden. Es empfiehlt sich daher den Steam-Account nicht mit einer Kreditkarte zu verknüpfen. Stattdessen können Sie Ihrem Kind hin und wieder eine Steam-Guthabenkarte im Supermarkt kaufen. So kann sich Ihr Kind manchmal etwas kaufen und Sie wissen, wie viel ausgegeben wird.
          • Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden. Um sich vor Betrug zu schützen, sollte die Zwei-Faktor-Authentifizierung von Steam („Steam Guard“) genutzt werden. Dadurch können Accounts nicht so einfach gestohlen werden.
          • Nutzen Sie die Familienansicht. Gerade bei jüngeren Kindern macht es Sinn die sogenannten Familienansicht zu nutzen. Diese finden Sie im Reiter „Steam“ unter den Einstellungen. Wenn Sie dort auf „Familie“ klicken, können Sie einstellen, ob Ihr Kind nur von Ihnen festgelegte Games spielen darf. Außerdem können dort auch Funktionen ein- oder ausgeschaltet werden, zum Beispiel der Chat oder der Steam-Shop. Diese Einstellungen werden mit einem Pin gesichert, nur wer diese kennt, kann sie auch wieder ändern.

          Sie wissen nicht, welche Spiele für Ihr Kind geeignet sind? Auf der Webseite bupp.at finden Sie zahlreiche Spieleempfehlungen für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen. Bei der Auswahl von Spielen sollten Sie auch auf die PEGI- und USK-Kennzeichen achten.

          Was sind die eAktionstage Politische Bildung 2021?

          Die Aktionstage „Politische Bildung“ finden in Österreich bereits seit 2002 jährlich statt. Bei der Kampagne zur Förderung der politischen Bildung geht es darum, das Interessefür politische Themen zu wecken und aktuelle Kontroversen über unterschiedliche Formate zu vermitteln. Die Aktionstage bieten vor allem für Schulen ein vielfältiges Online-Informationsangebot, Plattformen zum Austausch sowie spannende Workshops. Die Aktionstage werden vom Zentrum polis –Politik Lernen in der Schule im Auftrag des Bildungsministeriums koordiniert und finden auch heuer wieder digital statt.

          Info

          Die Aktionstage starten am 23. April (Welttag des Buches) und enden am 9. Mai (Europatag)! Hier geht’s zum Angebot der eAktionstage.

          An wen richten sich die eAktionstage?

          Jede und jeder kann sich beteiligen: Lehrende, Studierende, MultiplikatorInnen, SchülerInnen, die Fachöffentlichkeit und fallweise auch die breite Öffentlichkeit. Mit KooperationspartnerInnen aus allen Bundesländern werden für Sie täglich neue Angebote zur Politischen Bildung freigeschalten. Klicken Sie sich durch das Programm und bringen Sie als Schule politische Themen und Kontroversen in den Unterricht ein.

          Was erwartet Sie?

          Zahlreiche Themen und kreative Vermittlungsformate! Themen wie Demokratie, Kinderarbeit, politische Literatur, Nachhaltigkeit, Frauenrechte, Freiwilligenarbeit und vieles mehr werden in unterschiedlichen Settings erarbeitet. Freuen Sie sich auf spannende Podcasts & Radiosendungen, Workshops für SchülerInnen & Lehrende, Diskussionen, Unterrichtsmaterialen, Quiz, Bücherflohmärkte, Webdossiers und Erklärfilme.

          Sie haben viele Möglichkeiten bei den Aktionstagen teilzunehmen: Melden Sie entweder Ihre Klasse für einen Workshop (bzw. ein anderes Format) an oder nutzen Sie als Lehrperson die Chance und lernen mehr über Unterrichtsmethoden zu politischen Themen. Aber auch für Sie als Einzelperson gibt es tolle Informations- und Diskussionsangebote.

            So machen Sie mit

            1. Checken Sie das Programm und suchen ein passendes Angebot.

            2. Melden Sie sich ggf. an.

            3. Nehmen Sie teil.

            4. Nutzen Sie den #atpb21, um Ihre Erfahrung in sozialen Netzwerken zu teilen

            Warum Kinder und Jugendliche gerne beim Spielen zuschauen

            1. Weiterbildung

              Durch das Zuschauen lernen jene Kinder, die selbst gerne spielen, wie sie gewisse Herausforderungen meistern und z. B. ins nächste Level gelangen können.

            2. Unterhaltung

              Das Zuschauen bei Computerspielen ist in etwa vergleichbar mit dem Schauen von Fußballspielen. Für Kinder haben solche Spiele einen hohen Unterhaltungswert, wobei sie meist sogar direkt mit den ModeratorInnen oder SpielerInnen in einen kommunikativen Austausch treten können.

            3. Mitreden können

              Vielen Kindern geht es aber auch einfach nur darum, mitreden zu können. Vor allem dann, wenn sie das Spiel selbst noch nicht spielen dürfen (oder wollen) hilft es, anderen SpielerInnen zuzusehen, um dann im Freundeskreis und in der Klassengemeinschaft informiert mitreden zu können.


            Welche Rolle spielt dabei Gruppendruck und was können Eltern tun?

            Vor allem der Punkt "Mitreden können" zeigt auch, unter welchem Druck Kinder teilweise stehen. Sie dürfen oder wollen ein (vielleicht sogar gewalttätiges) Spiel noch nicht spielen und fürchten gleichzeitig, aus sozialen Gefügen ausgeschlossen zu werden, wenn sie sich nicht entsprechend auskennen. Da hilft nur, sich als ZuschauerIn weiterzubilden.

            • Ist Gruppendruck der eigentliche Motivator für das Schauen von Computerspielen, dann können Eltern von großer Hilfe sein. Stärken Sie das Selbstvertrauen Ihrer Kinder und ermutigen Sie diese, sich selbst eine Meinung zu bilden und auch dazu zu stehen.
            • Ist es aber eher so, dass Ihre Kinder Freude an solchen Videos haben und Sie es sind, die sich dabei unwohl fühlen, so sprechen Sie das an. Kritisieren Sie dabei nicht das Hobby Ihrer Kinder, sondern die Inhalte. Erklären Sie, warum diese Ihnen Unbehagen bereiten. Unterstützen Sie Ihre Kinder dabei, passendere Spielealternativen zu finden, z. B. auf www.bupp.at oder www.spielbar.de.
            • Weiters ist es wichtig, mit Ihren Kindern klare Regeln und Konsequenzen zu besprechen – nicht nur die Inhalte und Dauer betreffend, sondern auch hinsichtlich der möglichen Kostenfallen.

            Informieren Sie sich hier, wie man gute Familienregeln aufstellt.



            Was ist das „Kommunikationsplattformen-Gesetz“?

            Das Kommunikationsplattformen-Gesetz, kurz KoPl-G, ist das Kernstück des „Hass im Netz“ - Gesetzespakets, das im Dezember 2020 vom Bundesrat beschlossen wurde. Laut diesem müssen strafrechtlich relevante Postings wie zum Beispiel Gewaltandrohungen, Beschimpfungen, Stalking, oder Beleidigungen von den jeweiligen Plattformen innerhalb von 24 Stunden gelöscht werden. Ist die Strafrelevanz nicht sofort ersichtlich haben die Netzwerke sieben Tage Zeit, um die Meldung zu prüfen.

            Das Gesetz richtet sich nicht an alle, sondern nur an größere Kommunikationsplattformen ab 100.000 NutzerInnen und 500.000 Euro Umsatz. Wenn sich die Plattformen nicht daran halten, drohen Strafen.

            Am 1. April ist das Gesetz in Kraft getreten. Zeitgleich hat Facebook seine Meldefunktion an das österreichische Gesetz angepasst. Seitdem können NutzerInnen von Facebook oder Instagram einen „Beitrag als rechtswidrig gemäß KoPl-G“ melden.

            Wie funktioniert die neue Meldeoption?

            Wer einen Kommentar oder einen Beitrag aufgrund des Kommunikationsplattformen-Gesetzes melden will, kann das wie gewohnt machen – also an der gleichen Stelle, an der man schon bisher problematische Postings melden konnte.

            In unseren Privatsphäre-Leitfäden zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt wie Sie Beiträge auf Facebook und Instagram melden können.

            Sobald man auf „Melden“ tippt oder klickt, findet sich neben den bisherigen Meldeoptionen zusätzlich der Punkt „Beitrag als rechtswidrig gemäß KoPl-G melden“. Das Tippen auf diese neue Meldeoption, öffnet ein neues Fenster mit einer Reihe von Auswahlmöglichkeiten, um den genauen Tatbestand einzugrenzen.

            Screenshot der neuen Meldefunktion auf Facebook und Instagram.
            Screenshots der Auswahlmöglichkeiten nachdem ein Posting aufgrund des KoPl-G gemeldet wurde.

            Sie sind sich nicht sicher, welches Problem genau vorliegt? Klicken Sie auf die einzelnen Hauptkategorien. Sie erhalten so noch weitere und konkretere Auswahlmöglichkeiten. Klicken Sie alle Paragrafen an, die für das Posting relevant sein könnten.

            Was fällt unter das KoPl-G?

            Hassrede, Bedrohungen, Beleidigungen oder Belästigungen, Terrorismus und intime Inhalte: All das fällt unter das Kommunikationsplattformen-Gesetz. Was das genau bedeutet, sieht man erst nachdem man sich für eine Meldung nach dem KoPl-G entschieden hat. Damit Sie bereits im Vorhinein wissen, ob das neue Gesetz auf ein Posting zutrifft, finden Sie hier alle Auswahlmöglichkeiten (und damit die entsprechenden Paragraphen), die unter das KoPl-G fallen:

            • Es handelt sich um Hassrede bzw. Inhalte, die hasserfüllte Ideologien unterstützen: Herabwürdigung religiöser Lehren, Verhetzung, nationalsozialistische Wiederbetätigung
            • Es handelt sich um eine Bedrohung oder Erpressung: Gefährliche Drohung, Nötigung, Erpressung
            • Es handelt sich um eine Beleidigung, Anschuldigung oder Belästigung: Beleidigung, beharrliche Verfolgung/Stalking, fortdauernde Belästigung im Wege einer Telekommunikation/Cyber-Stalking, Vorwurf einer schon abgetanen gerichtlich strafbaren Handlung
            • Er unterstützt Terrorismus: Terroristische Vereinigung, Anleitung zur Begehung einer terroristischen Straftat, Aufforderung zu terroristischen Straftaten und Gutheißung terroristischer Straftaten
            • Es handelt sich um Gewaltdarstellung oder intime Inhalte: Unbefugte Bildaufnahmen, pornographische Darstellungen Minderjähriger, Anbahnung von Sexualkontakten zu Unmündigen

            Auf dieser Seite erklärt Facebook unter anderem, was nach einer Meldung gemäß KoPl-G passiert und wie sich das neue Gesetz von den bisherigen Facebook-Gemeinschaftsstandards unterscheidet. Mit einem Klick auf den Button „Meldung einreichen“ können Sie außerdem direkt entsprechende Inhalte melden.

            Einen Beitrag zu melden, ist nicht die einzige Möglichkeit, um sich gegen Hass im Netz zu wehren. So zeigen Sie Zivilcourage online!

            Hier geht’s zum aktuellen Privatsphäre-Leitfaden für Pinterest!

            Pinterest – die Suchmaschine für Kreative

            Pinterest ist eine Plattform (App oder Desktop-Version) zum Sammeln und Tauschen von Ideen. Pinterest funktioniert im Grunde wie eine Suchmaschine. Man sucht beispielsweise nach Rezepten, Bastelanleitungen, Einrichtungsideen oder Schminktipps und erhält zahlreiche Ergebnisse in Form von Bildern. Klicken Sie auf ein Ergebnis, können Sie die Website besuchen oder sich das Suchergebnis für später merken – also auf Ihrer Pinnwand speichern. Daher auch der Name: to pin=anheften, interest=Interesse. Für eine bessere Übersicht auf Ihrer Pinnwand können gespeicherte „Pins“ in Ordnern strukturiert werden.

            Pinterest ist ein Soziales Netzwerk. Sie können sich die Pinnwand anderer NutzerInnen ansehen und auch Ihre Pinnwand ist standardmäßig auf öffentlich gestellt. Sie können anderen NutzerInnen folgen, deren Pinnwand liken oder sie anschreiben.

            Info

            Pinterest dient nicht nur als Inspirationsquelle, NutzerInnen können auch ihre eigenen Projekte hochladen.

            Datenschutz auf Pinterest

            Bedenken Sie: Pinterest ist ein Soziales Netzwerk, das von Werbung und Ihren Aktivitäten lebt. Grund genug, sich näher mit den Einstellungsmöglichkeiten auf Pinterest zu beschäftigen.

            Im neuen Privatsphäre-Leitfaden begleiten wir Sie und zeigen Ihnen die wichtigsten Einstellungen zum Schutz Ihrer Privatsphäre.

            Aufgrund Ihres Suchverhaltens weiß Pinterest genau, für welche Kleidung Sie sich interessieren, ob Sie gern vegan essen oder Kinder haben. Dabei handelt es sich um wertvolle Informationen für die Werbebranche. Klar, personalisierte Anzeigen sind praktisch, zugleich geben Sie aber persönliche Informationen über sich preis. Entscheiden Sie selbst, welche Daten wie genutzt werden dürfen!

            Erlauben Sie beispielsweise, dass Ihr Suchverhalten auf Pinterest zur Personalisierung Ihres Pinterest-Feeds genutzt werden darf, verbieten Sie aber, dass Ihr Nutzungsverhalten außerhalb von Pinterest dafür herangezogen wird. So profitieren Sie weiterhin von den automatisierten Vorschlägen auf Basis Ihrer Interessen. Außerdem gibt Pinterest, sofern Sie es nicht deaktivieren, Daten über Sie an Drittanbieter weiter, um Ihnen personalisierte Werbung auf und außerhalb von Pinterest anzuzeigen. Wie jedes Soziale Netzwerk ist auch Pinterest an Ihren gespeicherten Kontakten interessiert. Verhindern Sie den Zugriff auf Ihre Kontakte!

            Unentdeckt auf Pinterest

            Sie nutzen Pinterest nur für die Inspiration und wollen sich weder vernetzen noch Follower oder Likes erhalten? Dann empfehlen wir Ihnen, zunächst zu überprüfen, mit welchem Namen Sie angemeldet sind und diesen ggf. in einen Nicknamen zu ändern. Außerdem empfiehlt es sich, Ihre Pinnwand auf privat zu stellen, sodass nur Sie darauf zugreifen können. Werfen Sie auch ein Auge auf Ihre Follower und bearbeiten diese bei Bedarf. Wussten Sie, dass Ihr Pinterest-Profil als Suchergebnis gelistet wird, wann man Sie googelt? Mit wenigen Klicks verhindern Sie, dass Ihr Profil über Suchmaschinen gefunden wird.

            Pinterest ist auch bei Jugendlichen beliebt

            Für ein neues Posting auf Instagram lassen sich Jugendliche gern auf Pinterest inspirieren, z. B. für coole Fotolocations oder Posen. Aber auch Sprüche, Bastel- oder Kunstprojekte werden durch Pinterest angeregt. Damit Pinterest für Ihr Kind weiterhin ein inspirierender Ort bleibt, empfehlen wir Eltern, sich mit der Plattform auseinander zu setzen, um im Ernstfall unterstützen zu können.

            Info

            Ist Ihr Kind auf Pinterest? Dann nutzen Sie unseren Ratgeber „Was Eltern über Pinterest wissen müssen“.

            Jugendliche beschäftigen sich sehr intensiv mit ihrem Internetauftritt. Mehr zum Thema Selbstdarstellung von Jugendlichen erfahren Sie in unserer aktuellen Studie.

            Weiterbilden mit interaktiven Webinaren

            In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) verlängern wir unsere Webinare für Eltern und erwachsene Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen bis Mitte April. Unsere pädagogische Leiterin Barbara Buchegger sowie je eine Expertin bzw. ein Experte beantworten Ihre Fragen diesmal zu den Themen Online- und Mediensucht, psychische Belastungen von Kindern und Jugendlichen, Extremismus und Fake-News.

            Ganz nach dem Motto unseres Video-Elternratgebers „Frag Barbara!“ können Sie unseren ExpertInnen die Fragen stellen, die Sie jetzt gerade beschäftigen! Gerne können Sie uns Ihre Fragen auch vorab an fragbarbara@saferinternet.at schicken.

            • Die Teilnahme ist kostenlos.
            • Es ist keine Voranmeldung notwendig.
              Maximal 500 TeilnehmerInnen pro Online-Fortbildung (first-come-first-serve).
            • Die Veranstaltung findet über die Videokonferenzplattform Zoom statt.
              Sie können über das Tool am Computer oder am Smartphone teilnehmen. Mit Headset, Kamera und Mikro können Sie auch per Video mitdiskutieren – zuhören und mitchatten ist auch möglich.

            Termine & Themen

            Termin: Mittwoch, 31.03.2021 von 19:00-20:30 Uhr

            Expertin: Mag.a Julia Dier, BA, Psychotherapie Dier

            Moderation: DIin Barbara Buchegger, M.Ed., Saferinternet.at

            Zoom-Veranstaltungslink

             


            Termin: Dienstag, 06.04.2021 von 19:00-20:30 Uhr

            Expertin: Mag.a Elke Prochazka - Psychologin

            Moderation: DIin Barbara Buchegger, M.Ed., Saferinternet.at

            Zoom-Veranstaltungslink


            Termin: Mittwoch, 07.04.2021 von 19:00-20:30 Uhr

            Expertin: Melinda Tamás, MA -Trainerin, Forscherin & Lehrende für politische Bildung

            Moderation: DIin Barbara Buchegger, M.Ed., Saferinternet.at

            Zoom-Veranstaltungslink


            Termin: Montag, 12.04.2021 von 19:00-20:30 Uhr

            Expertin: Marietheres van Veen - Journalistin, Autorin & Filmemacherin

            Moderation: DIin Barbara Buchegger, M.Ed., Saferinternet.at

            Zoom-Veranstaltungslink


            Termin: Donnerstag, 15.04.2021 von 19:00-20:30 Uhr

            Expertin: Angelika Irsigler, BA, MA, Medienpädagogin

            Moderation: DIin Barbara Buchegger, M.Ed., Saferinternet.at

            Zoom-Veranstaltungslink

            Was ist Discord?

            Eigentlich kommt Discord aus der Gaming-Szene. Die Idee dahinter: NutzerInnen können miteinander chatten, während sie gleichzeitig spielen. Möglich ist das durch die vielfältigen Funktionen von Discord. Am Besten lässt sich das an einem Beispiel erklären:

            Wieso ist Discord bei Jugendlichen beliebt?

            Mittlerweile ist Discord viel mehr als nur eine Anwendung für Gamerinnen und Gamer. Gegenseitiger Austausch und Unterstützung findet nicht nur im Spielebereich, sondern in allen Bereichen statt, die für Jugendliche interessant sind: Lerngruppen, der Austausch zu bestimmten Hobbies oder auch gemeinsames Musikhören sind heute weit verbreitet. In Corona-Zeiten können FreundInnen auch Geburtstage oder Silvester gemeinsam feiern. Es ist also vor allem die Möglichkeit, sich auf unterschiedliche Arten zu unterhalten und dabei eine gute Zeit miteinander zu verbringen, die für Jugendliche interessant ist.

            Welche Risiken gibt es bei der Nutzung?

            Wie alle Online-Plattformen birgt auch Discord gewisse Gefahren. Als Elternteil sollten Sie mit Ihren Kindern über potenzielle Risiken offen sprechen.

            Datennutzung

            Discord kann kostenlos und ohne Werbung verwendet werden. Es gibt zwar die Möglichkeit einen Premium-Account zu erwerben, dennoch stehen hinter vielen kostenlosen und werbefreien Plattformen oftmals weitere Finanzierungsmodelle. Besonders lukrativ und beliebt ist der Verkauf von NutzerInnen-Daten an Dritte. In den Privatsphäre-Einstellungen kann die Weitergabe der Daten eingeschränkt werden. Außerdem lassen sich dort auch alle gesammelten Daten anfordern. So behalten die NutzerInnen einen Überblick darüber, welche Daten gesammelt werden.

            Fehlende Verschlüsselung

            Im Gegensatz zu vielen anderen Messenger-Diensten, werden Unterhaltungen auf Discord nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Dadurch sind Nachrichten, Fotos, Videos, Sprachnachrichten oder Dateien nicht geschützt. Wir empfehlen, keine privaten Inhalte auf Discord zu teilen. Auch von der Weitergabe intimer Fotos oder Videos über Discord raten wir ab.

            Unerwünschte Kontaktaufnahme

            Wie in anderen digitalen Räumen, kann es auch auf Discord vorkommen, dass die Plattform missbräuchlich genutzt wird. Insbesondere in großen Gruppen mit vielen unbekannten Personen, kann es leider passieren, dass Jugendliche sexuell belästigt, gemobbt, bedroht oder erpresst werden. Die Wahrscheinlichkeit auf solche unerwünschten Kontakte zu stoßen, ist auf Discord jedoch nicht höher als auf anderen Plattformen. Besondere Vorsicht ist außerdem bei Menschen mit extremistischen Ideologien geboten. Discord ist ein beliebter Kanal bei Rechtsextremen.

            Tipps für Eltern

            • Discord gemeinsam entdecken.
              Durch die vielen Anwendungsmöglichkeiten ist es für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar, wieso und wie Discord genutzt wird. Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind auf „Erkundungstour“. Dadurch verstehen Sie eher, warum Ihr Kind die Plattform nutzt und können gleichzeitig Gefahren besser einschätzen.
            • Privatsphäre schützen.
              In den Privatsphäre-Einstellungen kann zum Beispiel ausgewählt werden, wer Nachrichten schicken oder wer innerhalb einer Gruppe TeilnehmerInnen hinzufügen darf, aber auch was mit den NutzerInnen-Daten passiert. Gehen Sie mit Ihrem Kind die Privatsphäre-Einstellungen gemeinsam durch und besprechen Sie, wieso die Themen Datenschutz und Privatsphäre wichtig sind.
            • Datenpreisgabe besprechen.
              Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, welche Inhalte es auf Discord lieber nicht teilen sollte. Besonders wichtig ist dabei, dass veröffentlichte Informationen keine Rückschlüsse auf ihr Kind möglich machen. Discord-NutzerInnen können ihren Status personalisieren, um sich selbst zu beschreiben. Ihre Kinder sollten sich hier die Frage stellen, welche persönliche Daten sie preisgeben wollen.
            • Verhalten reflektieren.
              Vor allem jüngere NutzerInnen müssen erst lernen, welche Verhaltensweisen, welche Sprache und welche Inhalte in digitalen Räumen akzeptabel sind und welche für andere Personen schädigend sein können. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber. Das gilt natürlich auch umgekehrt: Erklären Sie Ihrem Kind, was es tun kann, wenn es auf angstmachende Inhalte oder Beschimpfungen trifft.
            • Sensible Inhalte schwärzen.
              Discord bietet sogenannte „Spoiler Tags“ an, um Texte zu schwärzen. Mit || diesen zwei Strichen am Anfang und am Ende eines Textes || werden Spoiler Tags erstellt. LeserInnen müssen dann aktiv auf den Text klicken, um ihn sehen zu können. Eigentlich wurde das Tool eingeführt, um Film- und Serien-Spoiler zu verhindern. Es bietet sich aber auch hervorragend an, um sensible Inhalte oder mögliche Trigger zu markieren.

            Möglichkeiten und Grenzen von technischen Kinderschutzmaßnahmen

            Auf Elternabenden werden wir oft nach technischen Schutzmaßnahmen gefragt. In der Broschüre „Technischer Kinderschutz im Internet“, welche in Zusammenarbeit mit ISPA entstanden ist, zeigen wir die Möglichkeiten und auch Grenzen dieser Lösungen auf. Gleich zu Beginn: Eine technische Lösung bietet niemals einen hundertprozentigen Schutz, es braucht immer entsprechende Begleitmaßnahmen durch die Eltern.

            Eine Online-Gesprächsreihe über Alltagssexismus

            Frauen und Mädchen sind auch im Internet alltäglich mit Sexismus konfrontiert. Die damit verbundenen Herausforderungen sind in Zeiten der Corona-Krise ausgeprägter: Denn Stress, Unsicherheiten sowie die Verlagerung von Sozialkontakten ins Netz, verstärken bestehende Dynamiken online.  

            In dieser von uns und dem Frauenservice der Stadt Wien veranstalteten Online-Gesprächsreihe werden praktische Fragen zu Online-Sexismus mit ExpertInnen erörtert. Die Teilnahme ist kostenlos – nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie einen Zoom-Link zur Online-Veranstaltung.

            Was ist Pinterest?

            Pinterst (to pin= anheften; interest= Interesse) ist – wie der Name bereits vorwegnimmt – eine Plattform, bei der es um das Tauschen und Sammeln von Interessen geht. Es handelt sich um eine Art digitale Pinnwand auf der NutzerInnen für sie relevante Informationen und Inspirationen festpinnen und für später merken können. Gleichzeitig kann Pinterest auch als visuelle Suchmaschine verstanden werden: Mittels Machine Learning und künstlicher Intelligenz erkennt die Plattform visuelle Ähnlichkeiten und kann so gezielte Suchergebnisse liefern.

            Ziel der App ist der Austausch über kreative Projekte, Kochrezepte, Interessen und Hobbys – befasst man sich mit einem neuen Thema (z. B.: Wie knüpfe ich meine eigene Blumenampel?) so findet man über die Suche schnell Bilder und Videos mit Anleitungen oder Ideen für die Umsetzung.

            Heftet man anderer Leute Ideen an seine Pinnwand kann man diese gleich thematisch ordnen (die Blumenampel ließe sich zum Beispiel unter dem Titel „Handarbeit“ zusammenfassen) und so für einen selbst oder andere NutzerInnen strukturieren. Führt man nämlich öffentliche Pinnwände (so wie es voreingestellt ist), so können andere NutzerInnen die eigenen Pins „repinnen“ oder kommentieren, wodurch ein sozialer Austausch entsteht und sich oft auch Netzwerke entwickeln.   

            „Wie funktioniert technischer Kinderschutz?“

            Technische Kinderschutzmaßnahmen gibt es viele. Sie alle kombinieren in der Regel verschiedene Funktionen, um unpassende Inhalte von den Allerjüngsten fernzuhalten. Dabei geht es meistens um das Festlegen von Nutzungszeiten, das Filtern von Inhalten und das Blockieren bestimmter Anwendungen.

            Außerdem können die Tätigkeiten und Aufenthaltsorte der Kinder überwacht und dokumentiert werden.

            Kinderschutz ist auf allen Geräten möglich, die von Kindern genutzt werden, also Smartphones, Tablets, Laptops, Stand-PCs, Spielkonsolen und sogar auf sogenanntem smartem Spielzeug und Kinderuhren.

            1. Onlinesicherheit für Frauen in Zeiten der Corona-Krise

            Das Netz bringt viele Chancen, aber auch den einen oder anderen Stolperstein. Wie können Frauen mit Gefahren im Internet – wie Sexismus, Fake News oder Hass im Netz – umgehen? Eine neue Broschüre des Frauenservice der Stadt Wien erklärt die Risiken und gibt Tipps für einen guten Umgang mit den Gefahren.  

            • Wer: Barbara Buchegger (Saferinternet.at) im Gespräch mit Claudia Throm (Frauenservice Stadt Wien)
            • Wann: Dienstag, 16. Juni 2020, 18-19 Uhr
            • Wo: Jetzt über das Online-Formular zu Terminen der Online-Gesprächsreihe anmelden!

            Warum ist Pinterest bei Jugendlichen so beliebt?

            Ganz einfach: Pinterest ist zum einen eine gute Inspirationsquelle für eigene Kreativprojekte aber aufgrund seiner Memes, Sprüche und anderer lustigen Inhalte auch ein herrlicher Zeitvertreib.

            Pinterest ist nicht nur bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt, sondern vor allem auch bei Erwachsenen. Laut der Statistik von Pinterest haben im Jahr 2020 rund eine Million Menschen aus Österreich die App genutzt, über 442 Mio. Menschen nutzen Pinterest weltweit. Pinterest zufolge sind bei den Erwachsenen besonders Einrichtungsideen, Bildung, Unterhaltung, Handwerk, Basteln, Kunst und Mode beliebt. Generell scheinen überwiegend jüngere Frauen die App zu nutzen.

            „Wie funktionieren Filter, die Inhalte sperren sollen?“

            Filterprogramme können entweder auf dem Gerät oder beim Internet-Zugang, also direkt beim Provider, genutzt werden. Dabei werden unterschiedliche Filterungssysteme genutzt, die teilweise auch in Kombination auftreten. Wer die Auswahl und Einrichtung der Filter vornimmt, muss daher selbst bereits sehr genau wissen, welche Inhalte ausgeschlossen und welche zugelassen werden sollen. Stichwortfilter filtern dabei einzelne Stichworte, Blacklists Webseiten und Whitelists lassen nur bestimmte Webseiten zu. In der Regel werden diese Systeme miteinander kombiniert. Trotzdem sind die Systeme nicht immer zuverlässig und brauchen regelmäßige Wartung durch Eltern, da es keine Ein-Klick-Lösung geben kann. Kinder sind einfach unterschiedlich – sowohl was ihre Interessen, als auch ihre technischen Fähigkeiten anbelangt.

            2. Cyber-Mobbing in Zeiten der Corona-Krise

            Die Online Welt ist in Zeiten der Corona-Krise für Mädchen nicht einfacher geworden. Die Distanz zu FreundInnen, die Belastung durch Schule und die Unsicherheit im eigenen Leben – all das kann zu Spannungen führen. Wie können Eltern ihre Kinder unterstützen, diese aktuellen Herausforderungen gut zu bewältigen? Wie können Mädchen gestärkt werden?

            • Wer: Barbara Buchegger (Saferinternet.at) im Gespräch mit Marlena Koppendorfer (147 Rat auf Draht)
            • Wann: Dienstag, 23. Juni 2020, 18-19 Uhr
            • Wo: Jetzt über das Online-Formular zu Terminen der Online-Gesprächsreihe anmelden!

            Gibt es eine Altersbeschränkung?

            Laut den Nutzungsbedingungen von Pinterest ist die Nutzung in Österreich offiziell ab 14 Jahren erlaubt. Dieses Mindestalter spielt allerdings in der Praxis kaum eine Rolle, da auch jüngere Kinder die App problemlos herunterladen und nutzen können – noch gibt es keine Kontrollmechanismen für das Alter. 

            „In welchen Situationen macht technischer Kinderschutz Sinn?“

            Je jünger Kinder sind, desto eher werden technische Schutz- oder Überwachungsmaßnahmen greifen und sinnvoll sein. Mit zunehmendem Alter werden diese von den Kindern oft umgangen. Außerdem können sie die Geräte ihrer Freundinnen und Freunde nutzen, um an Inhalte zu gelangen, die möglicherweise zu Hause verboten sind. Es kommt auch vor, dass Kinder auf elterlichen Geräten selbst mit ungeeigneten Inhalten in Kontakt kommen.

            3. Online-Sexismus aus Sicht einer Gamerin

            Frauen und Mädchen werden in Computerspielen online übermäßig oft angegriffen und angefeindet. Wie sich dies in der Praxis abspielt, was dahintersteckt und welche Auswirkungen dies für die GamerInnen hat, erzählt eine Spielerin. Für alle, die schon längst einmal einen Einblick in die Welt von ComputerspielerInnen bekommen wollten, sich aber noch nie getraut haben ihre Fragen zu stellen.  

            • Wer: Barbara Buchegger (Saferinternet.at) im Gespräch mit Sarah Kerschhaggl (New Media Expert)
            • Wann: Dienstag, 30. Juni 2020, 18-19 Uhr
            • Wo: Jetzt über das Online-Formular zu Terminen der Online-Gesprächsreihe anmelden!

            Welche Risiken gibt es bei der Nutzung?

            • Mangelnde